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Ganz altmodisch – liebe Hiebe

Schicke Hiebe - Zeit für das Ausziehen gönnen


Körperliche Züchtigung“ ist, ernsthaft besprochen, ein Gräuel. Kein Mensch würde heute mehr ernsthaft fordern, sogenannte „Backfische“, „Mädchen in den Flegeljahren“ oder „leichtfertige junge Dinger“ zu züchtigen.

Trotz alledem gibt es sie noch, die „alten Bräuche“ – sie haben sich nur vom Jugendzimmer in das Schlafgemach sinnlicher und experimentierfreudiger Paare verlagert, was dreierlei bedeutet:

1. Es handelt sich nicht um Jugendliche, sondern um Erwachsene.
2. Sie spielen Rollenspiele und strafen einander nicht ernstlich.
3. Sie empfinden Lust dabei – wenigsten einer von beiden hat dies Vergnügen.

Warum viele Frauen und Männer, die in der Jugend niemals Hiebe bekamen, so auf Spiele mit körperlicher Züchtigung“ abfahren, ist eines der Mysterien der modernen Gesellschaft. Man vermutet, es läge daran, dass der Einzelne inzwischen so große Freiheiten hätte, schwere Fehler im Alltag zu begehen, dass er sich förmlich nach Vergeltung sehnen würde. Andere sagen, dass Schläge im Erwachsenenalter einfach viel sinnlicher sind, weil das Gefühlsleben stärker entwickelt ist und man unter „schicken“ Schlägen einfach wundervoll „geil“ wird.

Sich wieder einmal richtig schämen dürfen?

Unklar ist, wieso das Szenario der Beschämung noch so populär ist. In nahezu allen Romanen, Erzählungen und Berichten aus verschiedensten Epochen ist die Rede davon, dass es zunächst darum ginge, dass sich der die Dame oder der Herr betont schamvoll entkleiden müsse, damit der „Arzteffekt“ gar nicht erst einträte. Bekanntermaßen schämen sich Patientinnen und Patienten bei Ärzten umso weniger, je diskreter sie sich ausziehen können. Ein „vollständiges Programm“ besteht demnach entweder in einer schamvollen Entkleidungszeremonie, auf die dann später die Hiebe folgen, oder aus einer abgestuften, integrierten Entkleidungs-Hiebe-Kombination. Dabei werden die ersten erniedrigenden, aber noch wenig schmerzenden Schläge auf den Rock (selten auch auf die Jeans) gegeben, die nach einigen Hieben ausgezogen werden müssen, um sie nunmehr auf das Höschen zu heben, das dazu noch einmal „strammgezogen“ wird. Diese Prozedur ist an sich bereits entehrend und trägt dazu bei, sich ganz in die erotische Strafe zu versenken. Schließlich fällt dann auch noch das Höschen, worauf in der Regel eine längere Betrachtung des nackten Körpers folgt – erst dann werden die Hiebe „auf den Blanken“ appliziert.

Der Tanz des Rohstocks

Der Tanz des Rohrstocks auf dem nackten Gesäß besteht anschließend keinesfalls ausschließlich in der Verabreichung genüsslich angestufter Hiebe, sondern beinhaltet eine Art Konzert, bei dem der Rohrstock eher als heftig wirkender Dirigentenstab den als schnödes Schlaginstrument eingesetzt wird.

Erstaunlicherweise wirken solche Prozeduren eher durch ihre Inszenierungen als durch die Strafen an sich. Das heute eher unbekannte „Erdulden“ und „Erleiden“ ist der eigentliche Kick, den sich Frauen und Männer durch Rollenspiele dieser Art holen.

Ob es moralisch verwerflich ist? Ja, was meinen Sie?

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