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Die magische Züchtigung

Erster Teil: Entdeckung in einem Antiquariat

Ich betrat das kleine Buchantiquariat nur zögerlich. Das letzte Mal war ein junger Verkäufer hier gewesen, der mir mit Argusaugen auf die Finger gesehen hatte. Doch nun saß hinter dem Jugendstilschreibtisch im hinteren, abgedunkelten Teil des Antiquariats eine ältliche Dame in einem blauen Schneiderkostüm. Sie sah mich an, lächelte ein wenig spitzbübisch und fragte mich: „Kann ich ihnen helfen, junge Dame?“ Es ging mir wie so oft: Ich errötete, denn der Grund meines Besuchs war ziemlich eindeutig. Ich suchte nach Literatur über die Züchtigungen in der viktorianischen Epoche. Damals soll es in England Kreise gegeben haben, in denen die Damen sich darin überboten, sich die schönsten und willigsten Dienstmägde zu halten, die sie mit Ruten und Rohrstöcken schlugen, um sich anschließend von ihnen befriedigen zu lassen.

Ich murmelte: „Nein, eigentlich nicht … ich kenne mich ein wenig aus.“ Die Hüterin des Antiquariats lächelte süffisant: „Dann wollen Sie sicher in den ersten Stock? Wir haben hübsche Neueingänge.“ Ich glühte nun bereits, weil mir das Blut in die Wangen schoss, aber ich war tapfer. Im ersten Stock, hinter der rechten Tür, auf der linken Seite – das war das sinnliche Reich einer Art von erotischer Literatur, die noch heute nicht nachgedruckt wird, weil sie zu heikel für den Buchhandel ist. Ich wollte gerade die Treppe hochgehen, als die Dame im Kostüm mich anhielt: „Bitte ziehen Sie bitte ihren Mantel aus, bevor sie hochgehen. Ich misstraue ihnen nicht, aber es sind einfach zu viele wertvolle Bücher verschwunden. Deshalb hat der Chef angeordnet, dass jeder Kunde Tasche und Mantel ablegen muss.“

Ich verstand dies zwar, aber es fiel mir doch nicht ganz leicht, meinen Mantel auszuziehen, weil ich nur einen ziemlich kurzen Minirock nach der derzeitigen Mode trug. Die Treppe nach oben war aber schmal und steil, und die Stufen bestanden aus nichts als Holzbrettern, sodass man von unten durch sie hindurchsehen konnte. So glich die Treppe denn eher einer Hühnerleiter, und man würde mein Höschen sehen können, wenn ich hinauf- oder herunterstieg. Offenbar amüsierte die Ladnerin mein Verhalten: „Sie könnten hier auch nackt gehen“, lächelte sie, „es ist niemand hier außer uns beiden, und wie es scheint, ist heute kein guter Tag für ein Antiquariat.“ Na schön, also zog ich den Mantel aus und stieg so stolz wie irgend möglich die Hühnerstiege hinauf, ohne zurückzublicken, doch hatte ich den Eindruck, als würde mir ein altes, aber äußerst neugieriges Augenpaar folgen.

Tatsächlich hatte man eine undatierte Auflage der „Wonnen der Rute“, eines der wenigen erotischen Romane, in denen ich das wiederfand, was ich suchte. Es waren Szenen, in denen sich die Dienstmägde schamvoll ausziehen mussten, bevor sie das Privileg genossen, von ihren Herrinnen gezüchtigt zu werden. Ob der Roman je eine Fortsetzung erfuhr? Ich kannte nur die Stellen, an der die Damen gegen Ende der Züchtigung entzückte Blicke auf die offenen Schamlippen warfen, „der zwischen den vollen Schenkeln sichtbaren Liebesgrotte und ihre klaffenden Lippen“, wie es hieß. Die Bedienstete musste von den Schlägen ihrer Herrin liebestoll geworden sein, denn „die Ränder desselben waren mit reichlich Liebestau benetzt“.

Offenbar hatte ich eine „bereinigte“ Ausgabe erwischt, denn in dieser ging es weiter, und wie im Finale eines Feuerwerks wurde eine Bedienstete namens Morena rückwärtig mit Ruten behandelt, während sie eine ganze Teegesellschaft mit dem Munde beglückte.

Ich fraß mich so in das Buch hinein, dass ich alles um mich vergaß. Meine Finger hatten sich längst unter den Rock geschoben, um meine „Kleine“ zu beruhigen, die sich inzwischen bemerkbar machte, doch statt ruhiger zu werden, wünschte sie sich immer mehr und mehr sanftem Druck.

„Wollen Sie das Buch?“ ich nahm wie elektrisiert die Hand unter dem Rock zurück, sah auf und sah die Damen im blauen Kostüm vor mir stehen. „Ich sehe, sie sind sehr beschäftigt“, sagte sie süffisant, „aber wir schließen um 18 Uhr, und das liegt nun schon zehn Minuten zurück.“

Lüstern nach Entblößung
Ich schluckte: „Was kostete es denn? Es ist doch historisch, nicht wahr?“ In diesem Moment schien die Ladnerin ein paar Zentimeter größer zu werden, und sagte wohlwollend: „aber sicher, mein Kind, aber sicher. Es kostet allerdings 200 D-Mark, und auch nur, weil du es bist. Ich weiß, dass es bei dir in guten Händen ist“ Der plötzliche Wechsel vom „Sie“ auf das „Du“ verwirrte mich noch mehr als alles andere. Normalerweise hätte ich einfach gehen können – was ging mich schon ein eine Frau wie diese an? Aber ich starrte in ihre faszinierenden blauen Augen, die mich zu durchdringen schienen. „Dir ist es zu teuer, nicht wahr“, sagte die Ladnerin nun, „und du denkst, „ich gehe jetzt einfach an ihr vorbei und hinaus, nicht wahr?“ Nachdem ich nicht antwortete, sondern still auf den Boden sah, macht sie mir einen anderen Vorschlag, der mich zutiefst empörte.

„Ich weiß, dass du ein braves Mädchen bist, das gerne ein böses Mädchen wäre“, begann sie, „und dass du danach dürstest, dich einmal in der Rolle solch einer Dienerin zu fühlen.“

Ich hatte nun genug. Ich stand auf, sagte zornig „Nein, das ist gelogen“, warf das Buch weg und rannte, so schnell ich konnte, die Hühnerleiter herunter, ergriff den riesigen Knauf der Ladentür, und musste erkennen, was ich eigentlich wissen müsste: Richtig, der Laden war abgeschlossen.

Ich blickte mich kurz um, und wollte in größter Hektik einen anderen Ausgang suchen, als ich die blauen Augen näher kommen sah, die mich bei meinen panischen Versuchen, die Tür zu öffnen, offenbar permanent verfolgt hatten. Sie übten einen völlig ungewohnten, hypnotischen Einfluss auf mich aus, dem ich mich nun nicht mehr entziehen konnte, und wie in Trance drang eine sanfte, aber ein wenig ironische Stimme in mein Ohr: „Du verabschiedest dich viel zu schnell, unser Gespräch war doch noch gar nicht beendet, wenn ich mich recht erinnere – aber es ist hübsch, wie widerspenstig du gerade bist. Einfach goldig! Reagierst du immer so, wenn jemand erkannt hat, was du wirklich willst? “

(Fortsetzung folgt)

Diese Geschichte ist reine Fiktion, wird hier unter dem Namen unseres Kulturbeobachters veröffentlicht und ist geistiges Eigentum des Liebesverlags. Striktes © 2013 bei Liebesverlag.de

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