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 Liebeszeitung - eine Zeitung für die Liebe, die Lust und die Leidenschaft

Diese Woche in Liebe: über 40, mal Mutter, mal lesbisch

Frauen um 40 sind häufig Thema in der Liebeszeitung, und darüber gab es diese Woche eine ganze Menge zu berichten,

Es begann mit einem eindringlichen, sehr bewegenden und über das übliche Maß ehrlichen Artikel in der Annabelle, mit dem Titel „Das beschissenste Alter für eine Frau, verlassen zu werden“. Da ist natürlich ein Alter, bei dem eine „Vier“ vorne steht. Da ergibt sich dann die neueste Frage der Frauen über 40: Heftig die eigene Lust ausleben, ernstlich einen Partner suchen, obgleich es immer schwerer fällt, oder sich den Frust „schön reden“? Etwas so: „Ach, ich brauche keinen Mann, ich habe ja so einen großen Bekanntenkreis!“ Ja, Scheiße, wenn mich sich ständig in die eigene Tasche lügen muss, nicht?

Etikett "Mütter" oder Frauen um die 40?

So ganz klar war mir nicht, was das ZDF mit der Sendung „Ich will einen Mann - Mütter auf Partnersuche“ eigentlich erreichen wollte. Die Sendung handelte weitgehend von inneren Konflikten dreier Frauen um die 40, die in der Persönlichkeit der Betroffenen lagen, und nicht in der Tatsache, dass sie Mütter sind. Das Etikett „Mütter“ wurde hier meiner Meinung nach aufgepeppt. Jede andere Frau mit ähnlichen Eigenschaften hätte vergleichbare Konflikte erlebt.

Dauerhafte Liebe: Umarmungen statt Sex

Wer bei der Beziehung oder ehe allein auf Sex setzt, ist verraten und verkauft. Dauerhaft zu lieben heißt vor allem: sich nahe sein. Das behauptet jedenfalls PARSHIP in einer Studie. Früher behauptet man ja, das „siebte Jahr“ sei das Jahr der ersten Sexkrisen in der Ehe- heute scheint bereits das dritte Ehejahr krisenhaft zu sein.

Kochende Innenarchitektin mit Cello?

In der Liebe punktet … angeblich die Kochkunst. Für Frauen kommt „Einrichtungsgeschmack und eine musikalische Ader“ hinzu. Meint eine Dating-Agentur ermittelt zu haben. Also: Eine kochende Innenarchitektin, die im „Klub der Kammermusik“ Cello spielt? (Cellistinnen gelten als ausgesprochen erotisch). Waren da nicht wieder ein paar Klischees im Suppentopf?

Jungfräulichkeit perdu … o Graus, o Graus

Die Wissenschaft stellte etwas über die Jungfräulichkeit fest, das mal wieder typisch durch die „Wissenschaftsbrille“ gesehen war. Scheuklappen, logisch oberflächlich und daher völlig einseitig stellten die Forscher fest, dass unser gesamtes Liebesleben vom Gelingen des „ersten Mals“ bestimmt wird. Dm muss natürlich widersprochen werden.

Die ist wohl lesbisch? Na so was, ey?

Lesbisch zu sein ist sowohl eine sexuelle Neigung wie auch eine Verhaltensweise. Heute sagt man ja vorschnell „Orientierung“ und fixiert damit den Lebensweg. Das ist, mit Verlaub, Wissenschaftler- und Szenengeschwätz. Der Weg hinein ist, wie der Weg hinaus, oft von Zufällen geprägt, und häufiger als Männer spielen Frauen auch mit ihren sexuellen Rollen. Lesbisch? Bi? Immer mehr Frauen, vor allem Prominente, sagen heute: Es kümmert mich nicht, wie mich die Menschen sehen: Ich bin sexuell, nicht lesbisch und nicht bisexuell. Was mich zu der Frage verleitet: Machen wir einen schweren Fehler, wenn wir uns immer öffentlich als „So-und-so-sexuell“ definieren müssen?

Übrigens: Auch in der zweiten Folge der Novelle „Die sinnliche Züchtigung“ kommt es weder zu lesbischen Intimitäten noch zu einer Züchtigung – Sie dürfen also gespannt sein, was als Nächstes geschieht.

Eine schicke Domina, eine kochende Hure und eine Inspektorengattin

Ina fiel es zuerst auf, bevor ich den Faden dann aufgenommen hatte: Da träumte die kreuzbrave Inspektorengattin doch tatsächlich in einem Krimi davon, mal die Peitsche zu schwingen und eine „Dominatrix“ zu werden. Es ging, wie kann es anders sein, um Morde und zwei ländliche bordellähnliche Betriebe. Der Edelpuff war als Kochschule getarnt, die Reitgerte wurde (wie sinnig) in einer Reitschule geschwungen. Wir haben uns die Mühe gemacht, einmal die „englische Erziehung“ mit Frauenträumen bei den „Shades of Grey“ zu vergleichen.

Warum Dating abgeschafft werden muss – oder auch nicht

Da ich je nun mal Dating-Experte (Experte für die Partnersuche“ wäre mir lieber) bin, habe ich mich an einen Artikel gewagt: „Wie wichtig ist Blogging für Dating-Seiten? Lesen Sie selbst – dann wissen Sie, wie man mit Blogs und Blogging als Wirtschaftsunternehmen Erfolg hat.

In den USA gibt es eine Diskussion darüber, warum Dating nicht mehr populär ist – aber dort bedeutete das landestypische Dating ja eher, „einer Frau den Hof machen“. Was sagt uns dies in Deutschland? Lesen sie den Artikel bitte sorgfältig, falls Sie gerade einen Partner suchen.

Seminare für Akademiker, um leichter Partner zu finden? Eine nette Geschäftsidee – leider scheitern die meisten Projekte dieser Art an der „Beratungsresistenz“ der Partnersuchenden. Mit anderen Worten: Sie sind zumeist unbelehrbar.

Eine neue sogenannte Dating-Show für die Dummbacken gibt es auch schon wieder, und gewisse Pressemitteilungen sollte man eigentlich in den Papierkorb werfen, vor allem, wenn die Dollarscheine schon zwischen die Zeilen geklemmt werden.

Und sonst noch ... Aktfotos

Bliebe noch: ein neuer, schicker Aktfotoband für Liebhaber des Genres. Ich selbst bin inzwischen ein wenig skeptisch, ob die publizierte Aktfotografie noch viel Zukunft hat – das wäre es interessant, Meinungen zu hören. Für Frauen, die ihrem Liebsten zum Valentinstag ein Aktfoto schenken wollen, liegen die Dinge natürlich anders: Nichts wie hin zum besten Fotografen der Region! Tipp: Gehen in Sie Kleinstädten nicht zum örtlichen Fotografen – dort wird über jeden und alles geredet.

Übrigens, Hallo ... ja Sie da draußen ... schreiben Sie doch mal an die Redaktion ...

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