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Das "erste Mal" - Forschung oder dummes Gelaber?

Man macht es doch so, nicht wahr?


Eigentlich hat es ja niemand so recht geglaubt, was „Wissenschaftler“ aus Tennessee da zur Bedeutung der „Jungfräulichkeit“ „erforscht“ haben wollen. Schon wir haben uns gefragt:

Ist die Studie mehr, ist als das übliche „Schweinefutter“, das Wissenschaftler zur Selbstbestätigung beständig produzieren?


Unsere Antwort war: „Sehr wahrscheinlich“, denn bei dieser Studie ist so viel Unsinn produziert worden, dass es auf keine Kuhhaut geht. Der Test wurde in der „Liebeszeitung“ wie folgt beschrieben:

Man befragte 311 Freiwillige, alle sehr jung, und alle befanden sich in ihren ersten Studienjahren. Sie beantworteten innerhalb der Studie Fragen zu ihrem „ersten Mal“ und ihrer gegenwärtige sexuelle Zufriedenheit. Dazu sollten sie in einem Tagebuch 14 Tage lang ihre sexuellen Erlebnisse beschreiben.


Wissenschaft zum „an die Klowand pinnen“?

Wer glaubt, dass dies wissenschaftlich irgendwelche verlässlichen Aussagen erlaubt, glaubt vermutlich auch an den Weihnachtsmann. Was der Leiter der Studie später schrieb, hätte man auch an eine Klowand pinnen können:

«Während diese Studie nicht beweist, dass ein besseres „erstes Mal“ auch generell besseren Sex nach sich zieht, könnten die Erfahrungen der Person beim Verlust der Jungfräulichkeit die Muster für die Zukunft bestimmen. »


Wissenschaftler - oberflächliche Hinseher statt sinnreiche Forscher?

Es muss ein - aber gerade jetzt?
Nun hackt eine Wissenschaftskrähe der anderen bekanntlich kein Auge aus, und deshalb schlummert das Volk im Halbwissen dahin, von Küchenpsychologie umdampft. Konnte Herr Freud schon nicht schlüssig beweisen, warum Ereignisse im Kindesalter manche Kinder stark beeinflussen, andere aber sehr wenig, so ist es während der Ereignisse, die während der Pubertät ablaufen, noch unsicherer, Beweise zu führen.

Wir sind hier in der Redaktion sehr froh darüber, dass nun wenigstens das überaus kritische US-Frauenmagazin „Jezebel“ Stellung bezieht. Wie Katie J.M.Baker dort schreibt, sind einige der Dinge, die in Tennessee angeblich „beforscht“ wurden, teilweise „Bullshit“. Frau Baker versucht es mit Logik, die Forscher zu widerlegen (das tat unser Induna übrigens auch).

Forschung: Falscher Ansatz – falsche Ergebnisse

Jezebel nennt diese Punkte, die besonders fragwürdig interpretiert wurden:

1. Jungfräulichkeit als sicherer Tatbestand: So etwas existiert überhaupt nicht. Frau Baker sagt mir Recht, dass eine erste „Penis-In-Vagina“-Erfahrung nicht zwangsläufig etwas mit „“der Jungfräulichkeit“ zu tun haben muss.
2. Völlig falsche Gruppe: Die befragten jungen Leute können noch gar nicht beurteilen, wie sich Ihr Sexualleben entwickelt – übrigens spricht auch die 14-tägige Beobachtungszeit gegen seriöse Forschungsergebnisse.
3. Mögliche Beeinflussung durch Bibel, Familie und Kirche: Wenn immer behauptet wird, dass der Verlust der Jungfräulichkeit „schlecht“ ist, wie soll das Erlebnis dann gut sein?
4. Viele Faktoren, keine Eindeutigkeit. Selbst wenn der Verlust der Jungfräulichkeit ein schickes Erlebnis war – war dies der einzige Grund für eine positive Einstellung zur Sexualität? Doch wohl kaum. Einen direkten Zusammenhang zwischen „schönem „Verlust der Jungfräulichkeit“ und „Gutem späteren Sex“ anzunehmen, ist eine Frechheit besonderer Art.

Wir haben damals noch sinngemäß dazu gesagt: Je mehr Bedeutung in den Verlust der Jungfräulichkeit hineininterpretiert wird, umso schlechter für die jungen Frauen und Männer.

Liebes-Warnung vor Wissenschaftlern

Was uns bleibt, ist dies: Wir warnen vor dem, was Wissenschaftler über die Liebe aussagen – es ist so gut wie niemals etwas wert. Und die wenigen Aussagen, die wirklich stimmen, die wissen wir bereits durch unsere persönlichen Erfahrungen und den Austausch darüber durch persönliche Kommunikation.

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