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Was veranlasst einen Hetero-Mann Sex mit Männern zu suchen?

Dreckige Witze sind schnell gemacht, und Vorurteile lasten auf jedem Menschen, der sich als „offen für sexuelle Beziehungen“ einschätzt, aber nicht sagt „vorausgesetzt, sie sind heterosexuell“.

Inzwischen haben Beobachtungen an Frauen ergeben, dass sie durchaus erotische Beziehungen zu anderen Frauen aufnehmen, ohne in die Raster „Lesbisch“ oder „Bisexuell“ zu fallen. Das geht so weit, zu behaupten: „Frauen lieben Personen, nicht Geschlechter.“ Ob diese Aussage nun zur Veredelung des weiblichen Geschlechts verwendet wurde oder eine Tatsache ist, mag dahinstehen.

Ein weitaus unberechenbares und unerforschtes Kapital ist das Begehren heterosexueller Männer. Tatsache scheint zu sein: Sie verlieben sich nicht in andere Männer, sondern erwarten ein prickelndes sexuelles Erlebnis, wenn sie sich auf einen anderen Mann einlassen.

Nachdem eine einschlägige Forschung kaum über den Tellerrand hinauskam, weil ausschließlich die Bedürfnisse von homosexuellen Männern untersucht wurden, könnte ein Buch neue Aufschlüsse geben. Das Buch von von Joe Kort und Alexander P. Morgan untersucht die Beweggründe heterosexueller Männer, sich auf Mann-zu-Mann-Beziehungen einzulassen.

Das Urteil fällt nicht gerade freundlich aus für die suchenden Hetero-Männer, denn „diese Männer finden andere Männer nicht attraktiv, sondern sie fühlen sich vom schnellen und unkomplizierten Sex angezogen. Man benötigt kein bestimmtes Sozialverhalten noch besteht eine Notwendigkeit, einander kennenzulernen.

Keine Liebe, keine wirklichen Gefühle – nur purer Sex? Möglich, denn relativ übereinstimmend berichten die befragten Männer, sie würden Beziehungen zu Männern nur deshalb eingehen, weil ihnen eine Frau niemals den Grad von sexueller Erfüllung geben könne, die ihnen ein Mann schenkt.

Demnach sind also Männer weder an „Geschlechtern“ noch an „Personen“ interessiert, sondern ausschließlich am Sex, was nicht sehr schmeichelhaft wäre und den Geschlechterklischees noch eine weitere pikante Note geben würde. Allerdings wird dies dadurch abgemildert, dass Hetero-Männer ihre Frauen in der Regel wirklich lieben und sie nicht als reine Objekte zur Lustbefriedigung sehen.

Und ob Frauen wirklich „Personen lieben und nicht Geschlechter?“ Jedenfalls scheinen nicht alle Frauen intensiv zu lieben, wenn sie nach Sex gieren – gleich, ob das Objekt der Begierde eine Frau oder ein Mann ist.

Das Buch der Herren Kort und Morgan heißt übrigens: „Is My Husband Gay, Straight, or Bi?: A Guide for Women Concerned about Their Men”, auf deutsch etwa: “Ist mein Ehemann homosexuell, heterosexuell oder bi?: Ein Ratgeber für Frauen, die sich um ihre Männer sorgen.“ Ob es solche Bücher für Ehemänner auch gibt, die wissen wollen, welche Orientierung ihre Ehefrauen wirklich haben? Wahrscheinlicher wäre der Markt dafür größer.

Zitate und Quellen: Salon, CDC, Eurekalert.



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