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Gibt es einen Markt für weibliche oder lesbische Pornografie?

Lesbische Verführungen - eher für Hetreo-Frauen?



Ob es im Internet einen Markt gibt, ist bei Pornografie nicht so abhängig davon, wie groß die Lust daran ist, Pornografie zu sehen, sondern ob Kundinnen bereit sind, Geld dafür auszugeben.

Obgleich Frauen offenbar interessierter an Pornografie sind, als allgemein bekannt ist, und ungeachtet der Tatsache, dass viel von ihnen mehr Pornografie sehen wollen, als ihnen zugänglich ist, wird kaum „weibliche“ Pornografie verkauft. Ja, es ist noch nicht einmal genau definieret, was weibliche Pornografie eigentlich ist. Möglicherweise ist es einfach so, dass Frauen sic in erotischen Schilderungen (und damit auch in Filmen) als Heldinnen sehen wollen, die „im Mittelpunkt des Geschehens“ stehen und von dort aus eigenständig handeln. Dies trifft allerdings nicht immer zu – denn die „Cinderella-Rolle“ ist nach wie vor ein begehrter Frauentraum, sogar in der erotischen Literatur.

Besonders schwach scheint der Markt für „lesbische Pornografie für Frauen“ zu sein. Vanessa Vitiello hat sich im SLATE-Magazin Gedanken darüber gemacht, warum dies so sein könnte und hat dafür zuerst die üblichen Filmchen herangezogen, die eigentlich für Männer gedreht wurden. Die fielen durch, den bei Frauen zählen weder aufgeblasene Mega-Brüste noch an wie Frühstücksfleisch aussehenden Vaginen.

Auch der Film „Something about Nadya“, der als feministische Pornografie gepriesen wurde, kam nicht restlos an. Zwar war alles sinnlich und süß, aber die Betrachterinnen vermissten wirkliche Leidenschaft und starkes Verlangen.

Wesentlich besser kamen offenbar natürliche, robuste Frauen an, die zwar ungewöhnliche Frisuren und Verhaltensweisen zeigten, aber dafür offenbar natürlicher und unmittelbarer handelten. Besonders erwähnt wurden dabei Schamhaare, die man in anderen Filmen vermisst hatte.

Was letztendlich wirklich ankommt? Schwer zu sagen. Der Markt der Queer-Frauen, also jener Frauen, die sich als eindeutig und unverbrüchlich als lesbisch definieren und dabei auch einer Szene angehören, ist schon deshalb klein, weil er nur wenige Mitglieder hat.

Wesentlich größer, so scheint es, ist der Markt für Frauen, die bi-neugierig oder auch nur bi-verträumt sind. Pornografie wird ja selten von Menschen gesehen, weil die das verwirklichen können, was sie gerade sehen. Vielmehr sehen es Menschen, die sich in die Szenen einträumen und dabei möglicherweise glücklich darüber sind, eben nicht zu den Akteuren zu gehören. Insofern versöhnt sich der pornografische Film sogar wieder mit der Liebeschnulze – denn so viel anders verhält es sich dort auch nicht.

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