Wie oft kann eigentlich ein Mann?

Geschrieben von © induna •Mittwoch, 30. Juni 2010 • Kategorie: liebe an sich




Kein Problem beschäftigt Männer so oft wie die Frage, ob ihre Manneskraft ausreicht, um eine Frau „wirklich zu befriedigen“. Ob es dabei allerdings wirklich um die Frau geht, ist höchst zweifelhaft, denn zumeist spielen gerade junge Männer mit ihrer Sexualität eher ein bisschen herum – und die Frauen machen mit, weil sie es als sportive Herausforderung ansehen.

Der Frage, wie oft der Mann kann, wird demnach sehr häufig gestellt – und durchaus ausweichend beantwortet:

Die Bandbreite liegt zwischen mehrmals pro Tag und nie.


Diese Antwort ist verständlicherweise unbefriedigend, und so fragen Dutzende von Menschen in allen verfügbaren Foren des Internets: „Wie oft kann der Mann“, wobei die Mehrzahl der Fragesteller der Jugend zuzurechnen sein dürfte: Die jungen Leute sind gewohnt, sich in der Schule und im Sport an den Leistungen anderer zu messen und halten die Koitushäufigkeit für ein wichtiges Merkmal ihrer Persönlichkeit, und das klingt dann etwa so:

Ich wüsste gerne, wie oft Männer im Durchschnitt können, weil meine neue Freundin behauptet, mit ihrem ehemaligen Freund hätte sie es neun Mal die Nacht gemacht.“ Da nützt es unsrem armen Jüngling natürlich nichts, wenn er die Auskunft bekommt „zwischen mehrmals am Tag und nie“ – denn nun will er es auch „neun Mal“ schaffen.

Näherung an die Zahl: ein bis drei Mal?

Wie hilft man sich, wenn man keine Zahlen hat? Am besten mit Erfahrungswerten. Dazu sollte man sagen, dass es beim Mann ja immerhin drei Phasen gibt, die den Sex ausmachen:

- Eine Phase des Umbaus des Lustgefühls in einen „steifen Penis“
- Eine zweite Phase der Ausübung des Sexualakts an sich
- Eine dritte Phase des Orgasmus

Daran schließt sich üblicherweise eine Phase der Ruhe an, die allerdings auch dazu genutzt werden kann, den Mann wieder „hochzubringen“.

Den meisten Männern sind diese drei Phasen genug – sie streben nicht nach einer Wiederholung. Dies ist auch verständlich, weil keine biologische Notwendigkeit besteht, die Frau mehrfach zu begatten. Die meisten Frauen, die dem Mann noch ein wundervolles zweites oder gar drittes Mal gönnen wollen, wissen, dass sie ihre Partner nun erneut „verführen“ müssen, und zwar zumeist intensiver als beim ersten Mal.

Aus zahlreichen Schilderungen geht allerdings hervor, dass sich Männer spätestens nach dem dritten Samenerguss ausgelaugt fühlen und dann auch nicht mehr bereit sind, sich stimulieren zu lassen.

Männer übertreiben - Frauen wissen es genauer: Meist zwei Mal

Wer wissen will, wie oft „Männer können“, sollte niemals Männer befragen, denn sie neigen zu Übertreibungen. Wer sich einmal den Spaß macht, den männlichen Teil eins befreundeten Ehepaars zu fragen: „Wie oft habt ihr eigentlich noch Sex“ und dieselbe Frage dann an die Frau stellt, wird sein blaues Wunder erleben, wie groß die Bandbreite ist.

Eine weitere ergiebige Quelle für zutreffende Antworten sind neben Gynäkologen, Urologen und Paarberatern auch die „Damen des Gewerbes“. Sie wurden beispielsweise auf der Höhe der Diskussionen um sogenannte Flatrate-Bordelle gefragt, wie oft denn die Männer den Wunsch hätten, ein zweites oder drittes Mal den Pauschaltarif in Anspruch zu nehmen. Damals hieß es: „Die meisten können höchstens zwei Mal“. Ähnliche Erfahrungen hört man auch aus dem Kreis der Agentur-Damen, die oft für eine ganze Nacht „gebucht“ werden.

Der Körper und seine Steuerung - komplizierte Zusammenhänge

Ganz generell ist ja gerade der Geschlechtsakt eine der menschlichen Ausnahmesituationen: Mutter Natur hat ihn zur Erhaltung der Art erfunden, obwohl sie sich darüber klar sein musste, dass ihre Wesen während dieser Zeit schutzloser sind als üblich. Es geht also darum, die natürliche Vorsicht zunächst einmal zu betäuben, um die Sexualität für einige Minute in den Vordergrund zu stellen, aber nach dem vollzogenen Geschlechtsakt geht es ebenso wieder darum, die Aufmerksamkeit möglichst schnell wieder auf die Umgebung zu lenken. Dabei fallen zahllose komplizierte biochemische Prozesse an, die zunächst die Lust beschleunigen, um sie dann wieder abzudämpfen. Hinzu kommt noch die Tatsache, dass sich auch Sexualorgane hin und wieder regenerieren müssen – vor allem Hoden und Prostata werden außer dem Penis noch stark gefordert. Da die Organfunktionen selbst zu einem sehr geringen Anteil willentlich gesteuert werden können, ist der Mann drauf angewiesen, dass der nicht beeinflussbare Teil sein Gehirn die Biochemie klug einsetzt und dabei die Organfunktionen zuverlässig synchronisiert. Jeder Mann wird wissen, dass es dabei zu „Programmfehlern“ kommen kann, vor allem, wenn man sich selbst bei der körperlichen Liebe zu sehr unter Druck setzt.

In einem Punkt allerdings sind sich zumindest die meisten Ratgeber einig: Die Potenz wie auch die Fähigkeit, ohne größere Erholungsphasen (Refraktärphasen) in der Liebe auszukommen, ist in der Jugend am größten – und nimmt mit zunehmendem Lebensalter ab. Dies mag wohl auch ein Grund dafür sein, warum junge Leute so häufig der Frage nach der „Frequenz“ stellen.
Später geht dann oft Qualität vor Quantität, und erst dann zeigt sich für die meisten Männer, wie wundervoll die Liebe sein kann.

Detaillierte medizinische Informationen über männliche Geschlechtsorgane und deren Funktion gibt Netdoktor.

Titelfoto: © 2006 by violet carson
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Frauen: Was bedeutete denn nun „nein“?

Geschrieben von © induna •Dienstag, 29. Juni 2010 • Kategorie: liebe an sich


darf ich mit meiner zunge deine zahnsperre durchbrechen?


Die Menschen der 1950er Jahre lachten noch darüber: Da sang ein gewisser Fred Bertelmann, einer der angesagtesten Schnulzentroubadoure seiner Zeit diesen mehr als dümmlichen, sexistischen Text:

Sie sagt Nein, nein, nein, dabei meint sie „schön wär’s, sie sagt Nein, nein, nein, dabei meint sie „ja“.


Irrungen und Wirrungen in der Liebe – die Welt der 1950er Jahre

Das passte genau in die Zeit, als man den Männern Frauen einerseits als edle Lichtwesen verkaufte, andererseits aber an wenig mehr dachte, als sie unter Anwendung aller Mittel „flachzulegen“, wozu auch dieses bekannte Bonmot passt:

Wenn ein Diplomat "ja" sagt, meint er "vielleicht". Sagt er "vielleicht", meint er "Nein". Sagt er "Nein", so ist es kein Diplomat. Wenn eine Dame "nein" sagt, meint sie "vielleicht". Sagt sie "vielleicht", dann meint sie "ja". Wenn sie "ja" sagt, dann ist es keine Dame.


Man kann sich leicht vorstellen, welche verheerende Wirkung dies teilweise auf junge Männer hatte. „Ach, die sagt „Nein? – macht nichts, in Wirklichkeit will sie es ja“. Freilich war die Realität weniger plakativ, sondern schrecklich, denn die meisten jungen Männer waren damals noch so wenig aufgeklärt, dass sie gar nicht so genau wussten, nach was sie eigentlich „fragen“ sollten und deswegen schon gar keine Frage formulieren konnten, die mit „Nein“ zu beantworten gewesen wäre. Auf der anderen Seite hätten auch die meisten Mädchen jener Zeit kaum gewusst, was „so genau“ eigentlich von ihr erwartet worden wäre. Deswegen sagte das Mädchen „Nein“, wenn der Jüngling bereits an ihrer Bluse herumgrabbelte – „nein, ich mag das nicht“ war die übliche (und empfohlene) Formulierung. Für die jungen Männer war dies übrigens kein Hinderungsgrund, das Objekt „Frau“ weiter zu beforschen, zu betrommeln und schließlich zu verärgern.

Jedes Mal fragen, bevor du sie küsst?

Es ist somit kein Wunder, dass die Frauenbewegung der 1970er Jahre vor allem darauf drängte, dass ein „Nein“ auch tatsächlich ein „Nein“ ist – doch dabei schossen sie über das Ziel hinaus. Offenbar wussten die Frauen der damaligen Zeit wenig von weiblichen Flirtstrategien, menschlichen Kommunikationswegen schlechthin oder den „Spielen der Erwachsenen“, insbesondere in der Liebe.
So heißt es ein einem weitverbreiteten Text (Zitat verändert, um den Urheber zu schützen):

Einmal dem Partner zugestimmt zu haben, dich zu umarmen oder zu küssen, ist kein Freibrief für die Kerle, immer weiter zu gehen. Sie müssen dich jedes Mal frage, wenn sie einen Schritt weitergehen wollen: immer wieder und jedes einzelne Mal.


Nun wissen alle, die schon einmal geflirtet haben und sich dabei nähergekommen sind, dass die Kommunikation in der Liebe andere Wege sucht, als in Dialogen wie diesen, die dem gerade gelesenen Modell nachgeformt sind:

„Darf ich dich jetzt auf die Lippen küssen?“ „Ich beabsichtige nun, mit meiner Zunge ihre Zahnsperre zu durchbrechen, wäre es dir recht?“ „Nunmehr möchte ich tiefer in deinen Mund eindringen und mit diener Zunge spielen, wärest du damit einverstanden?“

Ich habe einmal einer jungen Frau die Geschichte erzählt, dass ich tatsächlich gefragt habe: „Darf sich Sie küssen?“ (ich durfte) – und die Dame, der ich diese Anekdote erzählte, hat schallend gelacht und dann geprustet: „Das hast du wirklich gefragt?“ Nachdem ich dies bejahte, sagte sie verächtlich: „Also wenn mich einer so fragen würde, der kann gleich in den Wind schießen“.
Was bedeutet denn nun „Nein“ – nicht nur bei Frauen?

Nein ist tatsächlich NEIN, wenn es NEIN ist

Manchmal muss es wirklich heißen: „Nein ist NEIN – und keine Diskussion“.Der Rat, recht deutlich „nein“ zu sagen, wird vor allem sehr jungen Frauen gegeben, damit das „Nein“ von den Männern nicht noch argumentativ zerlegt werden kann – und dies soll mithilfe der Salamitaktik hin und wieder schon vorgekommen sein. Deswegen sagen die Beraterinnen dann auch: „Du brauchst weder ein „Nein“ noch ein „Ja“ zu begründen.“

Nein kann heißen: Nicht jetzt, nicht hier

Natürlich kann „nein“ aber auch heißen: „Nicht jetzt und nicht hier“. Auch eine vorschnelle oder ungünstig formuliere Frage kann ein „Nein“ auslösen, das nicht wirklich „Nein“ heißen sollte. Die berühmte Alternativfrage: „Gehen wir noch zu mir oder zu dir?“, sie ja hoch suggestiv ist, führt zum Beispiel zu einem „Nein“ nach dem Muster „Weder – noch“, wenn sie im falschen Moment gestellt wird.

Nein kann eine Prüfung bedeuten: Wie wird er reagieren?

Schließlich kann das „Nein“ aber eben auch bedeuten: „Ich sage Nein, um zu prüfen, wie ernst es dir wirklich ist und ob du um mich kämpfen wirst – wenn du nach einem einzigen ‚Nein‘ von mir aufgibst, bist du mir zu weich gekocht“ – mit anderen Worten: Es heißt dann „Ich sage jetzt ‚Nein‘ und meine:, Versuch es um Himmels willen weiter, ich will mal sehen, wie viel Mühe du dir gibst‘.“

Das hochemotionale „Nein“: die eigene Bereitschaft verhüllen

das spiel mit dem nein
Wir das „Nein“ sehr impulsiv und emotional vorgetragen, so ist meist eine unterschwellige Zuneigung vorhanden, die aber verdeckt werden soll. Wenn eine Frau beispielsweise aufgebracht und mit hochrotem Kopf sagt: „Das kannst du dir aus dem Kopf schlagen“, dann wartet man besser einen Tag, um die Frage noch einmal zu stellen, denn sie hat es sich in diesen Fällen auch schon überlegt. Nur wollte sie hier und jetzt eben nicht „Ja“ sagen, denn sie war einfach nicht vorbereitet auf die Frage - oder die Sektgläser und Kondome einer vorausgegangene Liebesnacht waren noch nicht aufräumt.

Was der Mann tun sollte, wenn die Frau „Nein“ sagt

Eigentlich ist es für Männer ganz einfach: Sagt eine Frau „Nein“ zu einer Berührung, einer Liebesnacht oder einer Beziehung, dann empfiehlt sich, erst einmal über andere Dinge zu sprechen als über die sinnliche Lust, den Sex oder die mögliche Zukunft.

Sagen wir es mal so: Falle der Mann beim Dessert die Frage gestellt hat, „gehen wir anschließend noch zu mir oder zu dir“ und die Dame gesagt hat: „Das schlag dir mal schnell aus dem Kopf“, dann darf man sie dennoch später fragen, ob sie eventuell noch in der kleinen Bar um die Ecke einen Cocktail oder ein Gläschen Sekt trinken würde. Es ist nicht völlig ausgeschlossen, dass sie nach einer Weile sagt: „um auf deinen Vorschlag zurückzukommen: „Wie wäre es, wenn du mit zu mir kommen würdest?“ Alles schon Mal da gewesen. Sie brauchte eben einfach Zeit, um ein bisschen nachzudenken – und sicher nicht darüber, ob es besser wäre, zu ihm oder zu ihr zu gehen, sondern ob sie wirklich bereit wäre, der Lust zu erliegen.

Übrigens: Auch Männer sagen bisweilen „Nein“ – und die Reaktionen der Frauen sind dann oft nicht minder denkwürdig. Denn, was eine Frau selbstverständlich tun darf, nämlich „nein“ zu einer Betteinladung zu sagen, wird umgekehrt oft mit Verachtung quittiert. Aber davon vielleicht ein andermal.

Titelbild © 2007 by macronix
Foto rechts © 2010 by L,Ron
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Besorg ihr‘s mal richtig – in 13 Minuten

Geschrieben von © induna •Montag, 28. Juni 2010 • Kategorie: liebes kurznachrichten


Dreizehn Minuten sollen angeblich reichen, um „ihn“ vollends zum Erschlaffen und sie zum orgiastischen Jubeln zu bringen. Denn längere Phasen von konservativ ausgeführten „es-in-es“ Kontakten solle angeblich kaum mehr erträglich sein – sie würden, so ein Forscherteam, als „ermüdend“ angesehen.
Dabei wurden lediglich eins bis zwei Minuten intensiven Sexualverkehrs als unbefriedigend angesehen, während alle Kontakte zwischen drei und 13 Minuten als befriedigend angesehen wurden.

Die Forscher waren der Ansicht, man solle dem Publikum ruhig sagen, dass volkstümlicher Geschlechtsverkehr nicht mit dem Sex in Hollywood- oder Pornoproduktionen zu tun habe.

Quelle: Daily Mail
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Der Morgen danach

Geschrieben von © induna •Montag, 28. Juni 2010 • Kategorie: liebe an sich


der morgen danach - nicht immer ein vergnügen


Irgendwann ist es fast jedem einmal passiert: Man wacht morgens in einem Bett auf, in das man durch Umstände gekommen ist, deren man sich nicht mehr gut erinnert. Frauen können sich angeblich oft besonders schlecht daran erinnern.

„Warum bist du überhaupt mitgegangen?“
„Ich weiß es nicht genau, ich muss betrunken gewesen sein.“
„Und – ich meine – hattest du Geschlechtsverkehr mit ihm.“
„Ich kann mich nicht erinnern – kann sein oder auch nicht.“


Natürlich waren nicht alle sturzbetrunken. Einige wissen noch genau, wie verheißungsvoll die Blicke waren, wie sinnlich die Lippen, wie zärtlich die Berührungen. Sie erinnern sich, ob sie sich selbst entkleidet haben oder entkleidet wurden, spüren noch seien Hände an sich – auch, wenn alles schon vorbei ist. „Es ist morgen, die Sonne schient, die Vögel singen und ich bin nicht schwanger – sicher nicht“. Das Gefühl nach der „klassischen Verführung“, das Männer und Frauen zur 1900er Jahrhundertwende noch als „Den Lendemain“ beschrieben – den Morgen danach. Auch damals wusste man nie so genau, wie man sich fühlte. Im Übrigen: Was sagt eigentlich eine Dame am nächsten Morgen? „Du wohnst aber schön hier?“ „Mann, warst du ausdauernd? „Vielleicht gar “Ich liebe Dich?

Der nächste Morgen – Duschen, eine Tasse Kaffee, das Höschen von gestern – riecht etwas nach den Vorboten der Lust. Wenn er am Morgen danach noch gefällt, bekommt er vielleicht die richtige Telefonnummer oder sogar die Visitenkarte – dann ist sie unverheiratet und will ihn wirklich wiedersehen. Ja, es gibt sie, die Beziehungen, die im Lustrausch begonnen haben. Warum sollte es sie auch nicht geben?


Jede Liebe für eine Nacht ist anders. Noch vor zwanzig Jahren war es sehr ungewöhnlich, dass Frauen in Hotelbars hingen mit dem festen Ziel, im Bett eines Geschäftsmannes zu landen. Und warum heute? „Weil ich es ab und an brauche, was denkst denn du? Glaubst du, ich will austrocknen?“ Sie kennt keinen „Morgen danach“, weil sie nachts wieder verschwindet, durch die Tiefgarage. „Wundern sich die Herren da nicht?“ Sie weiß es nicht. Fürchtet sich, zum Frühstück eingeladen zu werden, den süffisanten Blick der Bedienung: „Ist Ihre Begleiterin auch Hotelgast?“ Ja, sie frage nur wegen der Abrechnung, nicht aus einem anderen Grunde, sagt sie. Und trotzdem kling es so wie: „Na, hatten Sie eine schöne Nacht mit der geilen Schlampe?“

Der Morgen danach – aufwachen, sich erinnern. Ja, es war schön, und damit die Erinnerung so schön bleibt, ist es manchmal besser, einfach zu gehen, wenn er schläft – und ihm einen kleinen Zettel zu hinterlassen, richtig kitschig: „Schatz, du warst wundervoll“ – mit Kussmund, aber ohne Telefonnummer. „Man will nicht noch einmal das gleiche Gericht wie gestern essen“ hat einmal eine berühmte Frau gesagt. Vor zwanzig Jahren hätte ich auch dies noch nicht geglaubt.

Am Morgen danach fragt er oft nach ihrer Telefonnummer. Mal aus echtem Interesse, mal aus Höflichkeit. Eine Freundin hat mir einmal verraten, dass sie immer deine getürkte Telefonnummer gibt: Eine Ziffer ist falsch. Warum sie das tut? „Wenn er wirklich Interesse hat, dann tut er alles, um meine richtige Nummer zu erfahren – und wenn nicht, dann war er es eben nicht wert.“

Nun habe ich also etwas gelernt, was ich noch nicht von Frauen wusste – aber eigentlich hätte ich es ahnen können.

Titelbild © 2007 by eyeliam
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Wenn er in der Hose kommt …

Geschrieben von © Miss Y. •Sonntag, 27. Juni 2010 • Kategorie: inas liebesrat




Petting war ja eigentlich damals, als wir noch alle Teenies waren, oder? Klar, ich erinnere mich noch, dass mich eine Freundin gewarnt hatte: „Davon kannste schwanger werden“. Muss ja reichlich durchgesuppt sein bei ihr, oder hat sie vielleicht mal eine kleine Fingerprobe gemacht, nachdem er …? Also da gehen die Meinungen auseinander: Die Doktors sagen alle, das geht nicht, und ein paar Frauen sagen, das geht doch: Er Hose an, sie Höschen, Petting und dann schwanger? Vielleicht hat sie auch bloß ne Ausrede gebraucht, weil sie es schon getan hatte, aber Mami immer noch glauben sollte, außer Petting wäre nix gewesen.

Aber: Jetzt hat mir eine Freundin erzählt, sie hätte mal so einen Managertypen zu einem Blind Date getroffen, richtig so mit Dinner und allem Pipapo. Na, und der wäre im Nadelstreifenanzug gekommen, uns so was mag meine Freundin nun schon gar nicht. Also jedenfalls hätte sie nicht widerstehen können, ihm beim Dessert die Hand dahin zu legen, wo die Sachen nun mal passieren. Na, und dann hat es ne richtige Erhebung gegeben, in der Hose. Dem Typ war das wohl ganz recht, weil er dachte, nun schlägt sich gleich vor, in die Kiste zu gehen. Aber meine Freundin hat einfach weiter gestreichelt und gedrückt, bis das Ding so richtig Konturen gekriegt hat und sie ein bisschen gezielter vorgehen konnte, und da hat der Kerl schon mal ganz gequält geguckt und schließlich gezuckt und gezuckt und gezuckt … also, so ein feiner Zwirn ist normalerweise dünn, und da gab es einen richtig großen Fleck. Meine Freundin ist dann (sagt sie jedenfalls) „für Damen“ und dann hinten raus. Die Rechnung ging dann ja wohl für den Manager – so was kriegt man ja auch nicht alle Tage, oder?

Bild & copy; 2007 byerichh
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Wie man es mit dem Mund macht

Geschrieben von © induna •Sonntag, 27. Juni 2010 • Kategorie: liebes news




„Mädchen“ können ganz schön verruchte Themen haben, wenn sie ein bisschen angeschickert sind. Da ergab sich doch während einer solchen Damenparty die Frage, wie man Männern artgerecht die Verwendung eines Kondoms schmackhaft macht.

Die Antwort einer Bloggerin verblüffte die übrigen Damen so, dass sie es gleich vormachen musste: „Mit dem Mund“. Die anschließende Demonstration wurde dann allerdings nicht am lebenden Objekt vorgeführt, sondern mithilfe einer gemausten Banane.

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Männer zum Frischverzehr im Speed Dating

Geschrieben von © induna •Samstag, 26. Juni 2010 • Kategorie: dating und partnersuche


speed-dating: in fünf minuten zum ziel?


Wer den Film „Shoppen“ über Speed-Dating gesehen hat, der darf mutmaßen: Manche Frauen sind einfach darauf aus, sich dort Bettpartner zu suchen. Wer dies für ein Gerücht hält, dem empfehlen wie einen Artikel des „Kölner Stadt-Anzeigers“. Redakteur Patrick Hagedorn hat sich in die Höhle der Löwinnen begeben und wurde gleich zwei Mal über alle Maßen intensiv beflirtet: Virag aus Ungarn mit den lebenslustigen Augen (sie kann auch anders geheißen haben) nimmt sofort Körperkontakt auf und „schmiegt sich ans Knie“ des Kandidaten – es blieb offenbar nicht bei einem Mal. Mein Gott, in welchen Ruf kommen die Ungarinnen da wieder, obwohl – das mit dem Knie ist nicht so ganz ungarisch: eher schon, die Brüste soweit vorzuzeigen, dass die Schicklichkeit eben noch gewahrt ist.

Der zweite Versuch war eine Dame namens Heide, die so gar nicht zu Hermann Löns passen wollte. Der Kolumnist verriet uns allerdings, dass sie wohl schon reichlich angeschickert war, als sie sagte:

Jetzt haben wir genug geredet, lass uns miteinander schlafen.


Wohlgemerkt, es war ein Speed-Dating. Der Vorschlag kam nach fünf Minuten.

Titelbild © 2008 by andronicusmax
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Karriere oder Liebesglück?

Geschrieben von © Miss Y. •Samstag, 26. Juni 2010 • Kategorie: inas liebesrat


Karriere oder Liebesglück? Wahrscheinlich sagt ihr jetzt: Beides natürlich! (Ich will, ich will, ich will …!) Das Problem ist nur, wie man beides unter denselben Gut bekommt, oder etwa nicht? Liebesglück heißt ja, sich kuschelig zu machen, und dann ganz in der Liebe zu zerschmelzen wie das Schokoladeneis auf der Zunge. Na, und was heißt Karriere? Schuften, bis du umfällst und durchbeißen, bis dir die Zähen weh tun.

Ey, wie macht man das eigentlich? Hab ihr eine Idee? Kam gerade in der Liebepur. Ich dachte, ich frag euch mal.

Eure Ina (hat das Ohr offen)

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Liebe, Ehe, Seitensprung - und Frauen

Geschrieben von © induna •Samstag, 26. Juni 2010 • Kategorie: liebe an sich


eine affäre? ein seitensprung?


Kaum ein soziales Phänomen hat die Presse in den letzten Jahren so beschäftigt wie der Seitensprung. Besonders Promis haben es den Journalisten angetan – und unter ihnen vor allem die Männer. Wenn die betrogenen Ehefrauen dann noch wunderschöne, nach Volkes Meinung vielleicht auch gar besonders edle Lichtgestalten sind, lässt sich das Volk natürlich besonders leicht erreichen: Elin Nordegren ist so eine Lichtgestalt, und Tiger Woods ist der Bösewicht, der „Partygirls, Kellnerinnen und Stripperinnen“ flachlegte, ganz zu schweigen von Jesse James, der es wagte, die populäre Sandra Bullock zu hintergehen.

Ist es die Spitze des Eisbergs? Sind Männer eben die bösen Jungs, die nicht an Ehe und Familie denken, sondern, nur an die lustvolle Entleerung der Hoden? Oder sind sie die armen Opfer der Evolution, die überall ihren Samen herumstreuen müssen?

Nein – das ist alles an den Haaren herbeigezogener Blödsinn. Diese Männer stehen für gar nichts außer für sich selbst – sie haben Lust, Gelegenheit und Geld – die besten Voraussetzungen für Seitensprünge. Zudem stehen sie im Rampenlicht, und jede geschwätzige Stripperin freut sich schließlich, mal einem Klatschreporter zu erzählen, dass sie mal eine Nacht mit einem Promi verbracht hat: Wen man schon nichts anderes kann, als ein paar Klamotten auf einem Hühnerbalken auszuziehen, dann will man wenigstens mit (pst ... pst) mal in den Federn gewesen sein.

Gentlemen und Ladies genießen - und suchen sich schweigende Partner

Überhaupt – Männer. Gentlemen genießen ihre Affären, suchen sich schweigsame Frauen und reden vor allem selbst niemals über ihre Affären. Wer mit zweifelhaften Partygirls in die Betten hüpft, hat da schon schlechtere Karten. Aber wie was das eigentlich mit den Frauen? Auch Ladies genießen und schweigen – und sie verstehen es offenbar auch besser, sich wirklich schweigsame Männer ins Bett zu holen. Vielleicht sollte man als geschichtliche Randbemerkung hier erwähnen, dass sie es schon immer konnten, selbst als es noch böse Folgen haben konnte: so gut wie alle Mauserts wurden komfortabel den Ehemännern untergeschoben.

Fragt sich, was Seitensprünge so populär macht.

Seitensprünge: Die Zeit wandelt sich zugunsten der Frauen

Zunächst: Lassen wir mal das Argument von der „Morallosigkeit der Zeit“ weg – das brachte noch nie etwas. Auch evolutionär Samen streuende Ehemänner und von wenig häuslichem Sex befeuerte Ehefrauen taugen nur sehr begrenzt als Argument.

Was wirklich interessant ist, ist der Wandel:

- Frauen beanspruchen eine eigenständige Lust am Sex (war bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts verpönt).
- Verheiratete Männer und Frauen haben getrennte Arbeits- und Erlebniswelten, in der sie sehr viel Zeit verbringen.
- Die Menschen stellen sich wesentlich attraktiver dar als früher.
- Offenheit und Kommunikationsbereitschaft („Flirtbereitschaft“) nehmen zu.
- Die Freude am gemeinsamen Sex erlahmt schnell.
- Männer, die keine Huren mögen, suchen gezielt Seitensprünge.
- Frauen suchen Seitensprünge als unverbindliches sexuelles Vergnügen.
- Liebe und Sex haben sich sie als trennbar erwiesen.
- Es hat sich als Irrtum erwiesen, dass Frauen lange „Anlaufzeiten“ für sexuelle Abenteuer benötigen.
- Das Internet bietet Möglichkeiten zur diskreten Kontraktaufnahme mit Seitenspringerinnen und Seitenspringern.

Viele Frauen lieben den Ehemann und lüstern nach dem Lover

Mag das eine oder andere Argument auch noch auf schwachen Füßen stehen – fest steht, dass viele Frauen inzwischen diskrete Seitensprünge begehen, die niemals entdeckt werden – eben weil sie „diskret“ sind. Sie sagen nicht nur öffentlich, wie sehr sie ihren Mann lieben, sondern sie tun es tatsächlich: Die Liebe zum „eigenen“ Partner, die zumeist über Jahrzehnte wächst, steht dem Sex gegenüber, der bereits nach einem Jahrzehnt fast bedeutungslos werden kann. So gesehen ist die oft gehörte Aussage: „Ich liebe meinen Mann über alles“ der Seitenspringerin keine Lüge, sondern eine Tatsache.

Finger auf den Lippen - und etwas Skrupellosigkeit


Strikte Geheimhaltung, geschickte Vorgehensweisen und eine gewisse Skrupellosigkeit garantieren Frauen, dass sie die Liebe zum Ehemann durchaus mit einem gelegentlichen Lover vereinbaren können. Kaum eine wirkliche Dame rechnet damit, dass der Ehemann diese Affären jemals entdeckt - deswegen sehen diese Ehefrauen ihre Ehen auch niemals als gefährdet an.

Es mag sein, dass all dies „umgekehrt“ ähnlich ist – aber während Frauen dem eigenen Seitensprung den Stellenwert „meine Sache“ geben, verziehen sie einem untreuen Ehemann die Seitensprünge nicht, zumal dann nicht, wenn die Affäre längere Zeit dauerte, die Frau wesentlich junger und schöner war oder sie zum engeren Bekanntenkreis des Paares gehört.

Die Probleme beim Seitensprung liegen heute in der Aufdeckung, die meist durch Unvorsichtigkeiten, Indiskretionen oder n voreilige Geständnisse bewirkt werden. Wer einmal bei einem Tagungsaufenthalt das Hotelbett wechselte, muss eine Aufdeckung auch kaum befürchten – sie wird erst wahrscheinlich, wenn der „Seitensprung“ zur Affäre wird.

Titelfoto © 2006 by lanpernas 2.0
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Frivoler verführt es sich besser

Geschrieben von © induna •Freitag, 25. Juni 2010 • Kategorie: liebe an sich


grenzenlos sinnlich sein - der erfolg der frauen in der liebe


Eine er der wesentlichen Erkenntnisse, die zur Verbesserung der Sichtweise des erotischen Miteinanders führen, ist diese:

Sex ist keine Pflichtübung und kein Leistungssport, sondern ein Spiel mit der Möglichkeit, dem Partner und sich selbst Lust zu bereiten.

das thema in den 1950ern
In den vergangenen Tagen haben wir uns hier mit dem Phänomen völlig frustrierter und ratloser Frauen beschäftigt, die nichts anderes wollen, als endlich wieder den schönen Sex, den sie mit ihrem Partner einmal hatten. Leider ist es nun aber so, dass ausrechnet dieser „schöne Sex der ersten Monate“ nicht wiederkommt. Er mag noch einmal auflammen, wenn man im Urlaub ist oder in einer anderen völlig entspannten Situation – aber er ist nicht derselbe Sex, den man einmal hatte. Die alten Zeiten sind vorbei – und zwar für immer. Was nun folgen könnte, ist ein Spiel mit der Lust, in dem man außer einem ausgeprägten Spieltrieb und viel Experimentierfreude vor allem ein gehöriges Maß an Schamlosigkeit benötigt. Mit einem frivolen Korsett, Nylons und High Heels verführt es sich einfach besser als mit Mutters Ratschlag: „Kind, mach dich rar, dann begehrt er dich umso mehr“.

Warum es jetzt keine Ratschläge für den Mann gibt

Ich möchte kurz darauf eingehen, warum ich hier nie schreibe: „Entweder die Frau oder der Mann müssen nun …“ Es ist aus meiner Sicht Aufgabe des Fordernden, die Beziehung neu zu beleben, nicht die des Geforderten. Zudem ergeben sich aus der Frage: „Wer hat zuerst aufgehört und wer muss nun wieder anfangen?“ tote Diskussionen, die wie die Henne-Ei-Gespräche immer auf „keine Entscheidungen“ hinauslaufen. Auch damit kann man eine Beziehung also dauerhaft schädigen.

Was sollte also geschehen?

Sex und Liebe werden getrennt

Liebe, Lust und Leidenschaft sind nur solange unzertrennlich, wie das Gefühl der Liebe unbestimmt und mit den übrigen beiden Komponenten eng verschwistert ist. Mit der Zeit löst sich die Liebe wieder von beiden und wird eigenständig. Dann sagt die Ehefrau beispielsweise: Ich liebe ihn immer noch, aber ich begehre ihn nicht mehr so wie früher“. Also trennen wir bitte die Liebe von Lust und Leidenschaft.

Lust und Spiel werden Partner

Die Lust kann nun für das Liebesspiel eingesetzt werden. Im Liebesspiel kann man sich endlich leisten, nicht die Person zu begehren, sondern sich daran zu laben, dass man ihm unendliche Lust bereiten kann. Freilich kann dann die Frau auch nicht mehr verlangen, als Person begehrt zu werden, sondern sie wird als die Spielerin einer erotischen Rolle begehrt, die sie verkörpert.

Die Schamgrenzen sollten abgebaut werden

das thema heute
Wer sehr konventionell erzogen wurde, bei dem liegen die Schamgrenzen normalerweise recht hoch. Hinzu kommt, dass viele bürgerliche Frauen noch Reste des alten „das tut man nicht“ oder „das tut keine anständige Frau“ in den Ohren haben. Nun müssen diese Schamgrenzen aber nach und nach fallen, denn wenn es darum geht, einen Mann zu verführen, ist nun einmal der ganze Körpereinsatz sinnvoll. Männer haben gerne, wenn Frauen ihnen ihren Körper anbieten, und zwar durchaus detailliert: Es gibt Männer, die ihren Frauen noch nie wirklich mit gespreizten Beinen bewundern durften – aus dem alleinigen Grund, weil dies die Frau als schamvoll empfand.

Männer haben viel Respekt – zumeist zu viel

Ein Märchen hält sich hartnäckig: Männer hätten vor Frauen keinen Respekt. Das Gegenteil ist oft der Fall: Sie verschonen ihre Frauen mit erotischen Sonderwünschen, weil sie sehr viel Respekt haben – ja, sogar Angst, die Frauen könnten sie auslachen oder „einschnappen“, wenn sie diese Wünsche äußern würden. Vor allem Wünsche, die nicht unbedingt mit der überkommenen Geschlechterrolle übereinstimmen, werden von Männern regelmäßig unterdrückt und nicht mit den Lebenspartnerinnen geteilt. Dazu gehören auch nahezu alle Wünsche, die als „unmännlich“ gelten, aber auch solche, die nicht als „sozial korrekt“ gelten. In diesem Rahmen können wir nicht ins Detail gehen, jedoch dürfen wir hier einmal dies andeuten:

- Selbst die Initiative ergreifen
- Ein betont erotisches Outfit zulegen
- Erotisch schminken und parfümieren
- Die Lust des Mannes in den Vordergrund stellen
- Neue sexuelle Praktiken vorsichtig anbieten
- Schamloser in Körper und Emotionen werden
- Rollenspiele erlernen und anbieten

Rollenspiele helfen, das Eis zu brechen

Eines der Probleme der meisten Frauen gipfelt in der Äußerung: „Ich bin doch keine Straßennutte.“ Natürlich nicht – aber das war ja auch nicht verlangt. Das Einzige, was wirklich neu ist: Der Spielplatz der Liebe wird erweitert, und neue Rollen kommen hinzu. Wer etwas nachdenkt, wird bald dies bemerken: Auch zuvor hatte man in der Liebe eine bestimmte Rolle gespielt – nur eben eine andere.

Titelbild:© 2008 by Zeitfixierer
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Liebe – Beziehung – Sex: Stimmt das Schema?

Geschrieben von © induna •Donnerstag, 24. Juni 2010 • Kategorie: liebe an sich


lust an sich - eine gute motivation?


Die Moralisten aller Couleur würden die Sache mit der Liebe gerne so sehen: Erst lernt man, einander zu lieben und zu ehren, dann geht man vor der Gesellschaftsordnung eine ordentliche Ehe ein, und dann darf man endlich auch der Fleischeslust frönen.

Die Liebe als höchstes Gut

Nun ist die Liebe ein hohes moralisches Gut – möglicherweise das höchste, was wir in unserer Gesellschaftsordnung überhaupt kennen. Sinnigerweise galt unseren Vorfahren die Liebe allerdings nur dann als wirklich sinnhaft, wenn sie als Freundesliebe ausgeprägt war – also in etwas so, wie dies Schiller in der „Bürgschaft“ schildert. Die Liebe zu einer Frau galt hingegen als minderwertig. Die sogenannte „Minne“ war eher eine Einführung in die Verführungskunst als ein moralisches Lehrstück. Erst in der Romantik wurde die Liebe zu den Frauen idealisiert, aber im deutschen Bürgertum keinesfalls verwirklicht – im Gegenteil: Die Bürgertöchter mussten noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts heucheln, aus Liebe zu heiraten, damit der romantische Anspruch erfüllt wurde – in Wahrheit wurden sie per Mitgift verschachert.

Die Ehe - nichts mehr als ein Vertrag

Die Ehe selbst ist nicht, wie die Kirchenoberen behaupten, eine Instanz, die von einer höheren Ordnung gestiftet wurde („ein Sakrament“) , sondern ein bloßer Vertrag. Mit ihr gingen einstmals die Besitzrechte des Vaters an der Tochter an den Ehemann über. Aus dieser Zeit stammen noch die aus dem Bürgertum bekannten Sätze wie „um die Hand anhalten“. Auch die Sitte, sich in der Kirche das „Ja“-Wort zu geben, stammt aus dieser Zeit, da die Braut am eigentlichen Ehevertrag gar nicht beteiligt war. Sie bekam nur in der Kirche einmalig die Gelegenheit, symbolisch in den Vertrag einzuwilligen, der vorher zwischen Vater und Bräutigam ausgehandelt wurde.

Die Fleischeslust oder der Sex - die treibende Kraft

das nixchen aus der sicht eines zeitgenossen
Die Fleischeslust? Ganze Menschheitsgenerationen schafften es, die Liebeslust der unverheirateten Frauen zu unterdrücken, während die jungen Männer ihre Lüste durchaus zu befriedigen wussten. Je „behüteter“ die Töchter waren, umso mehr glaubten sie wirklich, keine eigene sexuelle Lust zu verspüren. Die Bürgertöchter hingegen, die gewisse Freiheiten genossen, machten sich ein Vergnügen daraus, ihre Lüste im Geheimen zu stillen, freilich immer wieder unter der Last, dabei eventuell schwanger werden zu können.

Dazu ein Zitat aus jener Zeit:

Ich hatte mal eine starkgeistige Freundin vom schwachen Fleische, die behaupte, wenn die Konsequenzen nicht wären, wär es ein Gesellschaftsspiel


Wer weiterliest, wird bald finden: Die gebildeten Frauen des aufkommenden 20. Jahrhunderts hatten durchaus die wildesten Gelüste – und vor allem: Sie konnten sich konnten sich in die Liebe hineinheucheln, die dem Geschlechtsverkehr damals ja unbedingt vorausgehen sollte. Die oft gehörte Behauptung, dass Frauen lieben müssen, um Lust zu empfinden, wird bereits in dieser Zeit stark bezweifelt – in diesem Fall sogar von einer Frau des beginnenden 20. Jahrhunderts. Das Zitat stammt von 1904.

Unsinnsformel: Erst Liebe, dann Sex

Nicht Sex, sondern Liebe? Namhafte Paarberater bezweifeln, dass die Liebe den Sex nach sich zieht. Möglicherweise wird eher umgekehrt ein Schuh draus: die die schnell aufkommende Lust vernebelt das Gehirn zunächst, und die Biochemie sorgt dabei für das nötige Verliebtheitsgefühl, um den Weg für den Sex freizumachen. Die Liebe selbst resultiert dann erst aus dem gegenseitigen Vertrauen ineinander, das vor allem ältere Paare prägt, die über lange Jahre zusammen waren.

Der Jenaer Professor Dr. Bernhard Strauß geht so weit, zu behaupten, dass man „guten Sex trotz Liebe“ haben kann, und sagt:

Damit „guter Sex trotz Liebe“ möglich ist, sollten sich Partner das sexuelle Interesse aneinander bewahren und es nicht den alltäglichen Herausforderungen und Konflikten des Alltags opfern.


Wie wahr, wie wahr – doch mein liebster Autor, Dr. Christian Ankowtisch, sieht die Sache noch illusionsloser:

Wo Nähe, da keine Erotik. Wo gemeinsame Fernsehabende, da kein Sex. Wo Kinder, da keine neuen Bondage-Spiele. So einfach ist das. Nichts zu machen. Und die Lage wird auch nicht besser, wenn wir das eine mit dem anderen zusammenzwingen wollen, unüberlegt, gewaltsam.


Vielleicht solle ich noch erwähnen, dass dieser Dr. Ankowitsch ein bekennender Optimist ist.

Die bürgerlich-abendländische Sexualmoral: ein Kartenhaus


Das Schema „Liebe-Beziehung-Sex“ ist demnach ein Possenspiel, das sofort zusammenbricht wie ein Kartenhaus, wenn der Tisch wackelt. Gerade erleben wir, wie gewaltig dieser Tisch inzwischen wackelt, denn die Moralisten innerhalb und außerhalb der Kirchen haben ihre Glaubwürdigkeit in sexuellen Fragen inzwischen fast restlos verspielt.

Es scheint, als sei die Moral, die wir als bürgerlich-abendländisch kennen, vor vornherein ein Kartenhaus gewesen, das irgendwann einmal zusammenbrechen musste, weil es nicht auf gutem Fundament aufgebaut war – so wie alle moralischen Kartenhäuser dieser Erde.

Zitate (historisch) Nixchen, Wien 1904 (Ankowitsch) Dr. Ankowitschs kleiner Seelenklempner, Berlin 2009, Professor Strauß (Pressemitteilung Uni Jena)

Bildnachweis: Titel © 2007 by the fururistics (nachbearbeitet)
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Einmal verführen – immer glücklich?

Geschrieben von © induna •Mittwoch, 23. Juni 2010 • Kategorie: liebe an sich


einmal verführen und dann nie wieder?


Kaum ein Thema wird in der Öffentlichkeit so rücksichtlos falsch behandelt wie das Thema „Verführung durch Frauen“. Ob man im Internet sucht oder auf Volkes Meinung hört: Immer wieder wird man auf die Behauptung stoßen:

Frauen verführen nicht – sie werden von Männern bedrängt und dann verführt, oder mit anderen Worten: Männer machen Jagd auf das Wild Frau, und dann werden sie angemacht, aufgerissen, rumgekriegt und schließlich flachgelegt – „rums, bums, danke schön. Fräulein“.


Der Mief des Bürgertums: Frauen verführen nicht

Diese tief im Bürgertum verwurzelte und auch heute noch vertretene These basiert freilich lediglich auf bürgerlichen Grundwertvorstellungen, aber nicht auf Tatsachen. Bereits beim „ganz normalen Flirt“ versucht die Frau, durch Gestik und Mimik zu verführen (also nicht mit ihrem „sexy Körper“ oder gar ihren „Formen“, wie man oft liest). Der Irrtum, dem Männer verfallen, liegt darin, dass sie ab einem bestimmten Zeitpunkt, dem Ansprechen, vorgeblich die Initiative in der Hand halten – auch das ist jedoch umstritten.

Verführen heißt Führen – auch aus der schwachen Position

Blieben wir noch einen Moment bei dem umstrittenen Punkt. Verführt wird durch erotische Kommunikation, sei sie verbal oder nonverbal. Manche Männer glauben daher, sie könnten „Frauen ins Bett labern“. Aber in der Kommunikation kann auch der schwächere Teil den stärkeren Teil führen. Jeder Kommunikationslehrer weiß dies und zeigt seinen Klienten Techniken, wie dies möglich ist. Weil das so ist, kann eine Frau auch die erotische Kommunikation aus der „schwachen Position“ heraus führen. „Führen“ heißt in der Kommunikation ja „die Richtung des Geschehens beeinflussen“, und wenn eine Frau führt, kann sie auch verführen.

Nackt und knackig sein reicht nicht aus

verführung durch den blick - 1950er jahre
Betrachten wir nun die Beziehungen der jungen Paare, so können wir beobachten, dass die meisten Frauen glauben, durch ihre Freizügigkeit, ihren Körper und die Lust, die sie im Mann einmal hervorgerufen haben, auf ewig von einer erneuten Verführung befreit zu sein. Über viele Jahrhunderte haben Frauen gelaubt, die männliche Begierde sei so groß, dass er seine Frau immer wieder heftig begehren würde, und dass die Frau nach Wegen suchen müsse, sich dem gelegentlich zu entziehen. Mit anderen Worten: Das männliche Tier ist dauergeil – Frauen schützt euch durch das Vortäuschen von Migräne.

Der Frauenirrtum: Männer wollen immer und ewig

Heute glauben Frauen dass immer noch, dass die einmalige Verführung des Mannes ausreichen würde: Einmal im Ehebett angekommen, würde er von selbst alle Lustregister ziehen und sie nicht nur nach Strich und Faden „durchnehmen“, sondern dabei auch noch liebevoll und punktgenau zu ihren Orgasmen führen.

Wie Frauen Männer die Lust rauben

Das allerdings verweigern die meisten Männer nach einiger Zeit, und Frauen beschleunigen diesen Prozess, indem sie:

- Vom Mann stets die Initiative erwarten
- Stets nackt schlafen gehen oder in Warenhaus-Nachthemden
- Sich körperlich „gehen lassen“
- Die eigene Lusterfüllung im Kopf haben
- Dem Mann immer die gleichen Praktiken bieten
- Eine „innere Prüderie“ aufbauen
- Den Mann nie mehr erotisch überraschen
- Den Mann nie mehr verführen
- Kritik am Mann als Liebhaber üben
- Vergleichen mit dem Beginn der Ehe
- Über seinen „schlechten Sex“ reden wollen.

Männer schweigen, leiden und gehen ins Bordell

notfalls gibt es alles bei den damen der nacht
Es ist übrigens erstaunlich, wie sich Männer diesen Gegebenheiten kritiklos anpassen – sich aber andererseits mit der Kritik an ihrer eigenen Lustlosigkeit konfrontieren lassen. Der Grund dürfte darin zu suchen sein, dass Männer sich vor allen „Beziehungsgesprächen“ fürchten – also auch solchen über das Sexualleben. „Von dem Zeitpunkt an, als ich ihn darauf ansprach, machte er ganz dich“ ist eine von Frauen oft gehörte Äußerung. Die Beobachtung ist richtig: Männer, die sich mit Kritik an ihrer Sexualität konfrontiert sehen, versuchen sich ihre sexuelle Anerkennung woanders zu holen – notfalls im Bordell.

Schminken wie eine Hure – niemals!

Wird nun Frauen der Vorschlag unterbreitet, doch einmal den langjährigen Freund mit aller Kraft der Weiblichkeit heftig zu verführen, so kommt oft der Edeleffekt zum Vorschein: Eine Ehefrau und Mutter ist eine Person, die um ihrer selbst willen geliebt werden will, und nicht, weil sie sich schminkt wie eine Hure.

Da haben wir den Knackpunkt: Sex ist nicht unbedingt ein Ausdruck von Zuneigung, sondern eine völlig eigenständige, heftige, biochemisch gesteuerte Körperreaktion, für die ein gewisses Maß an Vertrauen nützlich ist – aber sonst gar nichts. Das Vorurteil „nur Männer können so denken“ ist abschminkbar – die modernen Frauen brauchen zwar, wie ihre Mütter und Großmütter, das Gefühl der Verliebtheit, sie könne dies aber heute recht häufig sozusagen „im Schnelldurchgang“ erzeugen – manchmal innerhalb weniger Stunden.

Als Person geliebt zu werden und in der Rolle einer Femme fatale schamlos zu verführen, ist natürlich ein Problem. Wenn Sie auf die Lösungen warten: Wir bringen sie hier am Freitag.

Titelbild: Modifizierte Version eines Bildes © 2009 by Sarah Ackerman.

Bild links: © 2009 by gabriela mo
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Geheimtipp: Männer schamlos Verführen

Geschrieben von © induna •Dienstag, 22. Juni 2010 • Kategorie: liebe an sich


schamlos den ehemann verführen - das beste rezept


Derzeit bricht eine wahre Flut von ratsuchenden Frauen über die „Dr. Sommers“ dieser Welt herein, gefolgt von den „üblichen verdächtigen“, den geschwätzigen Frauenforen. Das liest sich dann immer so ungefähr so: „Mein Mann hat zu wenig Lust, deswegen habe ich mit ihm geredet, und seither geht gar nichts mehr“.

Uff – da haben wir ein Problem, nicht wahr? Dachten nicht die Generation „50Plus“ bis jetzt, «Männer wollen immer zu viel Sex, aber Frauen wollen eigentlich nur ganz selten Sex und sind froh, wenn sie „nicht ranmüssen“? »

Sagen wir es mal klipp und klar: Seit der Frauenemanzipation ab 1970 und dem wirklich „gelebten“ Frauenselbstbewusstsein, das wir ab etwa 1990 feststellen können, hat sich die Welt verändert: Frauen wissen, was „geil sein“ bedeutet, wie man sich (notfalls selbst) Orgasmen beschafft und dass man Männer nicht nur „zum Behalten“ haben kann, sondern sich auch mal einen fürs Bett ausliegen darf. Doch Frauen glauben seither eben auch, in der Langzeitbeziehung oder Ehe die ewige Sexgarantie zu haben, und da kommt der eine Teil des Vorurteils wieder durch: Männer wollen doch sowieso immer, nicht wahr?

Wollen Männer immer nur "das Eine"?

50er jahre-verführerin
Mit dem „immer wollen“ ist das so eine Sache, und dazu müssen wir mal auf die Menükarte eines Restaurants schauen: Ich gehe zwar ab und an zwei aufeinanderlegen Tagen in das gleich Restaurant, aber ich esse dort nicht die gleiche Speise, nur weil die Kellnerin so hübsch ist. Selbst, wenn die Menükarte reichhaltig ist und alle Speisen köstlich, will ich vielleicht ein paar Tage aussetzen, oder nur eine Vorspeise essen oder vielleicht gar nur eine Süßspeise. Was noch hinzukommt: Manchmal steht etwas auf der schwarzen Tafel, was sich die Köchin heute ausgedacht hat – dann will ich mich nicht einfach hinsetzen und das Tagesessen verspeisen („einmal die eins, wie immer, mein Herr?“, sondern anhand der schwarzen Tafel zu etwas Exotischem verführt werden.

Ist die Botschaft angekommen? Ich hoffe doch sehr.

Da ist ein Bett, da ist eine Frau: Reicht das für die Lust?

Das Hauptproblem bei der Liebe ist für Männer, sie immer dann zu vollziehen, wenn die Frau es erwartet. Da ist der Ort, meist das Bett, und weil man sowieso gerade schon halb nackt ist, berühren sich auch die Körper – und dann soll alles funktionieren, wie im Restaurant: Speichelfluss auf „An“ stellen, Appetitautomaten einschalten, genießen, befriedigt zurücklehnen nun noch ein Gläschen Sekt schlürfen. Seht ihr, und genau das passiert eben nicht so ganz automatisch nach einiger Zeit.

Mit Volldampf gegen den Eisberg: Vorwürfe haben katastrophale Folgen

Ist „sie“ darüber sauer, dass er nicht mehr ständig bei ihr anbeißt, so kommt nun Phase zwei: Ihm erklären, dass der Sex mit ihm nicht mehr so toll ist. Das ist ungefähr so, als wenn man Kapitän der Titanic ist, sich auf die Geliebte in New York freut und statt dessen mit Volldampf auf einen Eisberg aufbrummt. Man kann dann als Mann von Glück sagen, wenn man überhaupt noch ein Rettungsboot findet, und das heißt dann meist: Mal gucken, wie das andere Frauen so sehen.

Von der Gefahr des Redens: Das Attentat auf die Ehe

Die Gefahr liegt stets in der direkten Ansprache von Sexproblemen. Wenn eine Frau einmal sagt, dass ihr Mann im Bett nicht mehr gut genug ist, braucht sie vermutlich Monate, um die Beziehung wieder zu kitten. Sagt sie es öfter, dann begeht sie ein Attentat auf die Ehe, das fast sicher in einer Scheidung endet. Obwohl dies eigentlich bekannt sein dürfte, sind manche Frauen unerbittlich: Sie trampeln so lange auf den Männern herum, bis diese die Notbremse ziehen: Je nach Befindlichkeit kann dies der Alkohol, das Bordell oder die Scheidung sein.

Dabei gäbe es einen Ausweg: Die Verführung, und in ihr gibt es wiederum einen besonders listigen Weg: die schamlose Verführung, die Männer sonst nur dort bekommen, wo man als Frau seinen Ehemann möglichst nicht sehen will: im Bordell.

Lernen von den Damen im Bordell - schamlos verführen


Der Rat wird selten gegeben, weil er eben so völlig schamlos klingt – aber es ist fast der einzige Rat, der wirklich nützlich ist. So gut wie alle Männer verfallen den Reizen einer Hure, die sich aus der frivolen Optik, dem zugänglichen Verhalten und der Bereitschaft zum erotischen Experiment zusammensetzt.

Der beste Weg ist stets, dabei einige der geheimen Bedürfnisse des Ehemannes zu kennen – Dinge, die er immer schon gerne getan hätte, die er aber niemals vorzuschlagen wagte. Frauen sollten beobachten, welche erotischen Filme, Bilder oder Schriften ihren Mann erregen – das gibt bereits viel her, auch wenn die Wirklichkeit oft etwas anders ist – man muss die Tendenz kennen, das ist alles.

Ein doppeltes Problem, das dabei auftauchen könnte, muss man noch lösen lernen: Sowohl die Frau wie auch der Mann kann eventuell vom Rollenwechsel verwirrt werden. Was ist, wenn die brave Ehefrau und junge Mutter, die sich bisher nackt ins Bett legte, wenn sie verführt werden wollte, plötzlich zur jungen Hure in wilderotischem Outfit mutiert?

Nun – es gibt dafür Lösungen. Wer sie lesen will, sollte diese Zeitung abonnieren, denn diese Woche werden noch weitere Beiträge zum Thema erwartet.

Titelbild © 2009 by RLHyde

Lesen Sie auch den zweiten und dritten Teil: Einmal verführen - immer glücklich? und Frivol verführt es sich besser.
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Die protzige Hochzeit, die Party und die Kronprinzessin

Geschrieben von © Gebhard Roese •Montag, 21. Juni 2010 • Kategorie: liebes kurznachrichten


Damit hier nun wenigstens einmal von dem pompösen Medienereignis die Rede ist, das gestern als „royale Traumhochzeit“, in aller Munde war: Ja, ich habe davon gehört – auf einer Party, wo sonst.

Nur: Was war denn daran eine Traumhochzeit? Die Braut ist in vieler Hinsicht durschnittlich, der Bräutigam war nie etwas anderes, das Paar kennt sich schon viel zu lange (seit 2001), und überhaupt: Was rechtfertigt eigentlich das unendliche Brimborium, das um dieses Paar veranstaltet wurde? Vermutlich die Kosten: Es war eine unendlich protzige Medien-Hochzeit.

Derartige Kritik brachte natürlich eine anwesende Schwedin auf die Palme. Und die sagte dann das, was das schwedische Volk meint: Natürlich ist das Brimborium erlaubt, und dass dieses Paar erst so spät heiraten durfte, sei allein auf die Eltern zurückzuführen – auf ihre Eltern selbstverständlich, also auf Sylvia, Königin von Schweden, und Carl XVI. Gustaf. Denn Victoria Ingrid Alice Désirée Kronprinzessin von Schweden und Herzogin von Västergötland heiratete bekanntlich einen relativ schnuckligen Fitnesstrainer, und wer wollte schon einen solchen Mann an der Seite der zukünftigen Königin sehen? Nun, das Volk wollt es wohl, und es erinnerte sich da wohl an Victorias Vater Carl XVI. Gustaf, der nun ja schließlich auch eine deutsche Messe-Hostess geheiratet hatte.

Ich weiß ja nicht, wie viele Schweden Sie kennen, aber da musst natürlich gleich das „Schwedische Reinheitsgebot“ auf den Tisch: „Es ist eine Schande, dass man heute sagt, sie sei ja nur eine Hostess gewesen – eine Hostess war damals doch etwas ganz anderes als das, was heute eine Hostess ist“ – ja, haben wir wirklich begriffen.

Begriffen haben wir auch, dass der Herr König von Schweden damals besser hatte – der musste nämlich niemanden fragen, wen er heiraten durfte oder nicht. Zwar sah das damalige schwedische Gesetz vor, dass der Kronprinz nur eine Adlige heiraten durfte, aber da der König eben schon König war und kein Kronprinz mehr, konnte er die Frau heiraten, die er wirklich wollte – nun, und so ist Schweden dann zu einer bürgerlichen Königin gekommen.

Übrigens verbat sich meine schwedische Gesprächspartnerin jede Parallele zum norwegischen Kronprinzen, dessen Heirat mit einer erstens bürgerlichen Frau und zweitens bereits real existierenden Mutter damals in Norwegen ebenfalls des Volkes Seele in Aufruhr brachte.
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Männerkaufhaus in Witz und Realität

Geschrieben von © induna •Montag, 21. Juni 2010 • Kategorie: liebe an sich


her mit den super-männern


Der Witz vom Männerkaufhaus ist wirklich oft genug erzählt worden: Mit jedem Stockwerk werden die Männer attraktiver, aber es gibt leider nur einen Aufzug nach oben – der Weg zurück ist also nicht möglich, und man kann das Männerkaufhaus nur dann verlassen, wenn man sich auch auf einer Ebene entscheidet. Die Männer gewinnen mit jedem Stockwerk an Qualität – bis zum fünften Stock. Vermutlich wissen Sie, wie es ausgeht: wie beim Fischer und seiner Frau. Am Ende, im sechsten Stock angekommen, gibt es gar keine Männer mehr, sondern nur ein Schild „Hier gibt es keine Männer, das Stockwerk existiert nur um zu zeigen, dass es unmöglich ist, Frauen zufriedenzustellen.“

Blöde Männerwitze? Typische dümmlich-dreiste Behauptungen?

Deutsche Frauen gelten als extrem "anspruchsvoll "

Gehen wir einmal in die Realität. Seit vielen Jahren gelten insbesondere Westeuropäerinnen, unter ihnen aber wieder vor allem Schweizerinnen, Westdeutsche und Österreicherinnen als extrem „anspruchsvoll“, was die Männerwahl betrifft. In Wahrheit hat diese Haltung mit „Ansprüchen“ nichts zu tun, sondern entpuppt sich als bloße Selbstherrlichkeit. In den weitaus meisten Fällen schätzen die Frauen nämlich ihre eigene Attraktivität in Körper, Intellekt, Emotion, Beruf und Einkommen als viel zu hoch ein, während ihr „Marktwert“ in Wahrheit deutlich darunter liegt.

Das Phänomen führt dann zum gleichen Effekt wie im Witz: Diese Frauen lehnen selbst ausgezeichnete Männer ab, weil sie hoffen, dass es auf der nächsten Stufe noch tollere Männer gäbe – so lange, bis sie die Grenze ihrer Möglichkeiten überschritten haben. Der eigentliche Problempunkt dabei ist, dass die Frauen sich mit Konkurrentinnen vergleichen, denen sie gar nicht gewachsen sind. Sie sagen zum Beispiel: „Ach, die sieht doch nicht halb so gut aus wie ich und hat trotzdem einen wundervollen Mann bekommen, da muss ich mit meinem Aussehen doch einen noch bessern finden können.

Wissenschaftler bestätigen diesen Unfug ja leider auch noch, indem sie sagen, dass die hübsche Larve zählt. Was sie nicht sagen; bei solchen vorgeblichen „Partnerwahltests“ werden Studenten Fotos von Frauen gezeigt – eine wirkliche Partnerwahl findet gar nicht satt.

Der Marktwert hängt nicht allein an der Schönheit

In Wahrheit zählt Schönheit nicht so stark, wie Frauen dies glauben – viel wichtiger ist beispielsweise Ausstrahlung, also eine Kombination von körperlichen, emotionalen, sozialen und auch erotischen Signalen, die von Frauen ausgehen. Um Ihnen dazu ein simples Beispiel zu geben: Die schöne Frau steht vielleicht steif auf einer Party, hat stets ein gleichbleibendes, künstliches Lächeln und eine dezente, distinguierte Ausdrucksweise. Die weniger schöne Frau steht locker, lächelt sehr lebendig mal verschmitzt oder verführerisch und kratzt sprachlich auch einmal an der Grenze zur Frivolität. Erst gestern sagte mir eine Dame: „Wenn eine Frau sozusagen „auf der Straße“ aufwächst, ist sie vielleicht verführerischer als ein Bürgermädchen – weißt du, auf der Straße kann man als Frau viel lernen“. Diese These ist übrigens nicht neu – Frauen wie Kiki de Montparnasse oder die Baronin Nadine de Rothschild haben sie bestätigt. So sagte Frau de Rothschild auf die verblüffet Frage „Was für Manieren lernt man auf der Straße?“ der Journalistin Maxi Leinkauf:

„Nur gute. Beispielsweise, dass man alles mit einem Lächeln erreichen kann … Die Straße hat mich gelehrt, instinktiv die Menschen zu erkennen, die für mich gemacht sind. Und sie von denen zu unterscheiden, die mich nur ausnutzen wollen.“

Wer auf diese Weise, aber eben nicht nur auf diese, gelernt hat, die eigene Persönlichkeit reifen zu lassen, wird relativ unbeirrbar – sehr im Gegensatz zu den behüteten Frauen unserer Zeit, die im Grunde genommen „gar nichts wissen“, vor allem aber viel zu wenig über sich selbst.

Daten ohne Ende, aber keine Beziehung

Normalerweise korrigieren sich Fehleinschätzungen nach oben dadurch, dass man an seinen Misserfolgen lernt und „zurücksteckt“. Das ist aber bei den Frauen nicht der Fall, die „hoch hinaus“ wollen. Der Grund liegt paradoxerweise bei den Männern. Kaum ein Mann würde es ablehnen, mit einer wunderschönen, körperlich attraktiven und gebildeten Frau auszugehen, weshalb die Frau auf Partnersuche glaubt, das diese Männer für sie auch „zu haben“ wären. So kann man sich von Date zu Date hangeln und dabei immer attraktivere Männer kennenlernen – nur ist die Frage, ob irgendeiner von diesen Männern sie auch heiraten würde. Das Geheimnis einer schnellen und erfolgreichen Männerwahl ist ja, die „Chemie des Augenblicks“ in Verliebtheit, die Verliebtheit in Liebe und die Liebe in Unentbehrlichkeit zu verwandeln. Wenn Frauen dabei versagen, sinken ihre Chancen: Männer sind nicht wirklich in Kaufhäusern zu haben, und nicht jeder Mann, den eine Frau nach einem Blind Date ablehnt, ist wirklich traurig darüber.

Das bittere Ende: Illusionen im Eimer

Die heutige Situation wir deutlich an den vielen ledigen Frauen, die gegen 35 feststellen, dass sie sich in Wahrheit wie eine verzogene Göre verhalten haben, die immer nur das Beste wollte, aber es nie zu würdigen wusste. Angekommen im sechsten Stock des Männerkaufhauses steht in Wahrheit nicht „hier gibt es keine Männer“, sondern „Sie zahlen für alle Modelle den doppelten Preis“. Der nunmehr höhere Preis, verbunden mit dem Abschied von den Illusionen, kann verdammt schmerzhaft sein – und das ist leider auch nötig, um andere Frauen davor zu warnen, die falschen Wege bei der Partnerwahl einzuschlagen.

Titelbild © 2001 by sehpferd, budapest
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