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Was macht eigentlich „jeder“ beim Sex?

Der Po bei der Strip-Show soll die Lust wecken - aber ist anal etwas für Sie?
Was macht eigentlich „jeder“ beim Sex? Die Antwort: was er weiß und was er kann - aber leider auch, was er in Pornos gesehen hat.


Jeder macht das, was er glaubt, gut zu können – und womit er glaubt, zu gefallen. Und mancher macht nur das, was ihn zum Orgasmus bringt – allein oder mit jemandem. Das könnte alles sein.

Aber da wären noch Pornos. Perfekt gestylte Damen, vollständig enthaart bis aufs Haupthaar. Der Weg in ihren Körper kann dreifach gefunden werden, beginnend mit der größten Öffnung, dann absteigend bis zu kleinsten. Und gut „bestückte“ Männer mit ewig erigierten Penissen sind ständig bereit, sich an ihnen und in ihnen zu vergnügen. Ständig wird gezeigt, wie unheimlich „easy“ das alles geht. Kein Schweiß, kein Schmerz, kein Widerwille, selten ein Kondom.

Basteln am Sex mit ihr

In der Realität folgt dann Peterchens Bastelstunde. Mal gucken, was alles geht. Rasiert ist Mariechen ohnehin schon, und neugierig ist sie auch, und deshalb wird sie alles ausprobieren. Denkt jedenfalls Peterchen. Selbst wenn er die Klitoris (in Pornos selten zu sehen) kennen sollte, so wird es sie doch nicht bespielen. Sex ist – das lehren Pornos – vor allem Sport. Sie verrenkt sich, damit er überall herankommt. Sie würgt und leidet, kämpft gegen Schmerz und Widerwillen, weil er es doch mal ausprobieren will. Selbst Frauenzeitschriften schreiben schon mal, dass Analverkehr eigentlich ganz easy ist und viel Spaß machen kann.

Hauptsache - rein?

Hauptsache rein … ist das ein lustvolles Leben, selbst wenn die jungen Frauen wirklich vor Neugierde platzen sollten?

Also – es gibt sie ja, die schönen Gefühle. Aber Deep Throat? Ob die Frau solche Dinge nun „lernen und beherrschen“ kann, ist doch nicht die Frage. Er weiß ja nicht, wie es ist – aber sie kann ihm durchaus einen Eindruck mit einem Dildo vermitteln – und da gehe ich fast jede Wette ein – hernach wird er kein Deep Throating“ mehr verlangen, sondern zurück zum Genuss wollen.

Ähnlich ist es mit dem Analverkehr. Wenn’s für sie so schön ist, warum probiert „er“ ihn dann nicht passiv aus? Weil es es nicht erleben will. Weil er es fürchtet. Weil es nicht will, dass etwas in seinen Anus eindringt. Aber sie, sie soll es erdulden?

Klar gibt es sie –die unglaublich frivolen Spiele Körperflüssigkeiten, Fesslungen und Schlägen. Aber die muss man mögen, und meist sind sie den Paaren vorbehalten, die neue Herausforderungen suchen. Dann sind es die Sensationen auf der Haut, das Kopfkino, die Lust an der Unterwerfung und daran, für nichts verantwortlich zu sein.

Sex heißt Lust bringen und Lust empfinden

Sex basiert auf Lust am Körper – am eignen wie am fremden Körper. Und je erwachsener jemand ist, umso mehr überrascht es ihn, wenn eine Person seinen Körper entdeckt oder wenn er den Körper des anderen entdecken darf oder soll. Wer da nur an die „Füllung von Öffnungen“ denkt, ist irgendwie auf dem falschen Schiff.

Was macht eigentlich „jeder“ beim Sex? Leider nicht all das, was wirklich unendliche Lust bereitet. Meist tut er (oder sie) nur das, was schnell und sicher zum Orgasmus führt.

Mehr darüber lesen? Beispielsweise in fem.com über Pornos und Realität.