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Zum Date gehen – und wissen, dass du keinen Sex schenken kannst

Zum Date gehen – und wissen, dass du keinen Sex schenken kannst

Ja klar, da könnt ihr euch mal wieder empören, nicht? Ich hör schon die Worte: „Aber warum willst du denn jemandem Sex schenken, den du gerade erst kennengelernt hast?“

Nun, es geht gar nicht um mich. Es geht um alle (Frauen und Männer), die nicht asexuell sind, aber die auch keinen Sex haben können, weil es sie entweder schrecklich schmerzt oder weil es viel zu lange dauert, bis sie erregt werden. Und bei Männern, weil sie durch Operationen oder andere Ereignisse impotent geworden sind. Doch alle haben schon diese Erfahrung gemacht: Psychologen, Therapeuten und Ärzte sind schnell mit Trost und Rat bei der Hand- mit falschem Trost und nutzlosem Rat. Die einen erzählen dir, eine Beziehung wäre „mehr als Sex“. Das sagen dir die Pfarrer auch, und es nützt dir überhaupt nichts. Und die Ärzte sind alle irgendwie hilflos. Wie soll auch jemand, der ständig Sex haben kann, wissen wie es ist, zu lieben und keinen Sex zu haben? „Sie können ähnliche Gefühle haben wie eine gesunde Frau“.

Diese Sache mit dem „ähnlich“ ist lächerlich. Du kannst kein Gefühl haben, das ähnlich ist wie eines, das du gar nicht kennst. Solltest du es doch kennen, aber nicht mehr oder jedenfalls nicht mehr mit deinem Partner zelebrieren können, dann wirst du wissen, was du entbehrst.

Sicher ist, dass du noch etwas geben kannst. Frauen können Fellatio schenken, Männer Cunnilingus. Aber das musst du eben auch mögen, und besonders Männer haben ja immer eine gewisse „katzenscheu“, wenn’s darum geht. Na ja, und Frauen machen es ja auch nicht wirklich gerne, oder? Manches bleibt dir trotzdem. Zum Beispiel, den Körper des anderen zu liebkosen, wo immer und wann immer es möglich ist.

Ich habe etwas dazu gelesen, was euch vielleicht interessiert, wenn ihr „innerlich Lust“ habt, aber äußerlich nichts geht.

Frauen, Wünsche und „der Falsche“

Man kann nie genug bekommen von den Dingen, die man eigentlich gar nicht will - sagt der Neuropsychologe Rick Hanson (1). Und ich denke, viele Frauen können gar nicht genug bekommen von den Männern, die sie nicht wirklich wollen. Ganz verkehrt kann ich damit nicht liegen, denn ich höre so oft von Frauen, dass sie „immer wieder an den Falschen geraten“.

Da richte ich mal einen Satz an die Frauen auf Partnersuche:

Versuchen Sie doch bitte mal, ein klein wenig von dem zu bekommen, was Sie wirklich wollen.

Es wäre ein Anfang.

(1) Zitat des Neuropsychologen Rick Hanson

Warum dein Männer-Typ vielleicht nicht die richtige Wahl ist

Eigentlich ist es einfach, aber zu erklären ist’s schwer. Ein Freund hat mir’s mal so verklickert: Wenn du ein Buch, eine CD oder sonst was kaufen willst, von dem du nichts verstehst, kaufst du es nach der Hülle. Das wissen die Verleger, Produzenten oder Hersteller genau und sie machen die Hülle dann attraktiver als das, was drin ist.

Nun, und so ist es beim Mann: Du kaufst die Hülle. Seine Augen versprechen Emotionen, seine Mimik Erfahrung, und seine Gesten Weltläufigkeit. Und du denkst: ja, den will ich. Der wird mich lieben und verehren, beschützen und so kunstvoll vögeln, dass nicht nur die die Matratzen vor Wonne quietschen. Ach, so ein Mann …

Das tut er auch, wenn er dich gerade mal will. Und wenn nicht, dann holt er sich mit seinen vermeintlich positiven Eigenschaften eben eine andere ins Bett – fällt ihm ja nicht schwer. Seien Weltläufigkeit, ob vorgetäuscht oder nicht, imponiert nahezu jeder Frau, die einen „erfahrenen Mann“ will. Und seine Emotionen liegen an der Oberfläche, was ja nun wirklich für ein Wochenende zu zweit reicht, und nein, er muss sie nicht einmal vortäuschen. Er ist es so gewohnt, das ist alles. Und vögeln kann er natürlich vorzüglich – auch ein Grund, ihn sich „mal wiederzuholen“, oder „ja“ hinzuhauchen, wenn er sich mal wieder meldet.

Nur: hey, das ist kein Mann für eine Beziehung. Wir haben gar nicht davon gesprochen, wie er sein Geld verdient, oder? Auch von seiner Bildung oder Ausbildung wissen wir nichts. Eigentlich haben wir ihn uns aus dem Märchenbuch herausgesucht: weltläufig, erfahren, emotional, guter Lover.

Es kann sein, dass du einen Mann triffst, der alles ist, was ich genannt habe, und der außerdem das Geld und die Fähigkeit hat, mit dir eine Existenz aufzubauen. Ich kenne ein paar Fälle, aber da waren die Männer Ingenieure, Lehrer oder Kaufleute. Also eigentlich Leute mit eher langweiligen Berufen, aber interessantem Aussehen und guten Anlagen.

Und da kommst du: Falls du zu ihm passt, dann versuche mal, dich wirklich an ihn zu binden – nicht mit Kinkerlitzchen, sondern mit Bärenfallen. Männer bleiben, wenn sie ihren Honig bekommen, und davon kriegen sie nie genug. Na ja, das ist nur ein Bild. Aber du musst mehr für ihn sei, als jede ander auch. Und dafür musst du sorgen.

Kannst du englisch lesen? Dann lies über die Eigenschaften, die du willst, die dir aber vielleicht doch nicht guttun.

Ein möglicher Grund, warum wir die falschen Frauen treffen

Das Internet auszuwerten kann sehr hilfreich sein – und Seth Stephens-Davidowitz hat es getan. Und er hat eine Erkenntnis über Dating gefunden, die ich Ihnen nicht vorenthalten will:

Viele Menschen versuchen nicht, den Menschen zu begegnen, die sie am meisten begehren. Sie versuchen vielmehr, die Leute zu treffen, von denen sie glauben, dass sie ihre Freunde damit beeindrucken können.


Aus ökonomischer Sicht ist dieses Verhalten völlig sinnlos, und dies gilt nicht nur für Männer, sondern auch für Frauen. Eine große Anzahl der Frauen sucht tatsächlich einen Mann „zum Vorzeigen“.

Der Autor Stephens-Davidowitz macht dies am „Übergewicht“ fest und behauptet, dass viele Männer zwar etwas fülligere Frauen mögen würden, sich aber nicht trauten, sie vorzuzeigen. Aus diesem Grunde würden gar keine Treffen mit ihnen vereinbart. Für Männer ist dabei noch etwas anderes interessant: Für sie hat es eigentlich beim Online-Dating gar keinen Sinn, auf schöne, erotische attraktive und schlanke Frauen zu zielen. Die bekommt der „Durchschnittsmann“ sowieso nicht. Wenn er sie „jagt“, verschwendet er also nutzlos Energie, die er anderweitig besser einsetzen könnte.