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Spam E-Mail – wurden Sie beim Masturbieren erwischt?

Eine völlig neue Masche beim Spam: Der Urheber behauptet aus Indien zu stammen und alles über Sie herausgefunden zu haben.

Text: (Grobübersetzung)

Zusätzlich habe ich noch einige andere Fakten, die dich bloßstellen. Das Interessanteste, was ich (bei dir) gestohlen habe, ist ein Video, auf dem du masturbierst. Ich habe einen Virus auf einer Porno-Seite platziert, nachdem du es geladen hast. Wenn du das Video dann angesehen wolltest, und auf den „Play“-Knopf gedrückt hast, hat sich meine Schadsoftware sofort in dein System eingenistet. Nachdem es sich justiert hat, hat deine Kamera ein Video aufgenommen, das dich bei diesem Selbst-Missbrauch zeigt, und zusätzlich habe ich genau das Porno-Video gesichert, auf das du masturbiert hast. Daraufhin hat meine Schadsoftware all deine sozialen Kontakte und die Kontaktpartner deiner Arbeitsstelle erfasst.

Die E-Mail ist selbstverständlich Betrug. Der Urheber fordert eine Vergleichsweise geringe Summe, die in Bitcoins überwiesen werden soll. Interessant ist, dass er nicht nur als „gehackt“ bekannte E-Mail-Adresse benutzt, sonder versucht, Webseiteninhaber direkt anzugehen, indem er beispielsweise an „info@ …“ schreibt. Mehr Informationen an verschiedenen Stellen des Internets. Die Mail ist erkenntlich an dem ungewöhnlichen Ausdruck „deleteriоus“, über den auch so gut wie alle Quellen gefundene werden können, die darüber berichtet haben. Bitte kopieren Sie dazu das Wort von hier – es ist mit ASCII 1086 geschrieben, was auf einen russischen Urheber hindeutet.

Vergleiche:
Deleterious
Deleteriоus.

Sieht gleich aus, nicht wahr?


Weitere Informationen zum Beispiel bei: Mailspam oder Nexus.
Offizielle Presse zum Beispiel: StZ

Keine Artikelplätze zu vergeben …

Keine Artikelplätze zu vergeben …

… aber: Ich könnte Ihr Blog redaktionell betreuen,
… etwas für Sie schreiben,
… und auch sonst viel Gutes für Sie tun.

Weil ich zufälligerweise gerade Zeit habe.

Was lernte ich als Redakteur der Liebeszeitung?

Teil eins: die Natur, Liebe und Sex
Am Anfang ist alles klar und rein ...
Das Allererste, das Sie lernen, wenn Sie über Liebe schreiben: Sie schreiben gar nicht über die Liebe. Ihr wirkliches Thema ist ein „Konvolut“ aus allerlei Lügen, Tand und Flitter, das ein klein wenig mit Gold behaucht ist. Und sie lernen, dass jeder Wissenschaftler in der Lage ist, das Wort „Liebe“ so für sich hinzudrehen, dass es auf seine Forschung passt.

Doch je länger man sich mit Liebe beschäftigt, umso unklarer wird das Bild
Das Chaos der Begriffe

Das Schwierigste bei der Beurteilung der Fakten? Es ist die Trennung von Begriffen. Erstens Verliebtheit, zweitens Liebesoberbegriffe aus der Literatur, der Religion und der Wissenschaft und drittens die eigentliche Liebe zwischen zwei Menschen.

Sex ohne Liebe - um Himmel willen!

Haben Sie dies vollbracht, ecken sie sofort bei moralisierenden Extremisten an, die „Liebe“ mit „Sex“ kombinieren wollen. Liebe existiert ohne Sex. Sex existiert ohne Liebe. Und überhaupt kann man Sex in und auf Körperorganen fühlen, während Liebe ein (immer noch) geheimnisvoller Zustand ist, über den nur die beiden Beteiligen alles wissen. Über Verliebtheit weiß übrigens nur derjenige etwas Genaues, der verliebt ist – nicht einmal der Partner weiß es genau, auch wenn er selbst verliebt sein sollte. Falls Sie anderer Meinung sein sollten: Na, dann fangen Sie bitte mal damit an, Ihre Verliebtheit in Worte zu fassen, dun dann beschreiben Sie die Verliebtheit Ihres Partners.

Verliebtheit - Rauschzustand durch Drogen

Was ist Verliebtheit? Das ist ein von körpereigenen Drogen gesteuerter Rauschzustand, der sehr schöne Gefühle, aber auch schreckliche Folgen nach sich ziehen kann – und der Menschen vor allem leichtsinnig macht. Und weil die menschliche Natur den Trick beherrscht, Verliebtheit und Geilheit zusammenzubringen, haben die Menschen den Spruch „kein Sex ohne Liebe“ erfunden. Nein, Verliebtheit und Geilheit ist nicht das Gleiche. Das Ziel der Natur ist, durch ihre sehr wirksamen Drogen Geilheit zu erzeugen, eine Beigabe mit Langzeitwirkung ist Verliebtheit. Deswegen ist Sex ohne Verliebtheit möglich, Verliebtheit ohne Sex aber ebenso.

Was ich also lernte: Verliebtheit, Lust, Wollust, Geilheit und Sex lassen sich mit Liebe kombinieren, aber die Liebe als solche ist anderer Natur. Und wie es eben mit fast allem ist: Sie können mit einem Menschen Sex genießen, weil sie in lieben, obwohl sie ihn lieben oder völlig unabhängig davon.

Wollen Sie die Liebeszeitung übernehmen?

Normalerweise rede ich nicht darüber, älter zu werden. Ich habe dieses Magazin in meinen jugendlichen 60ern gegründet. Und trotz mancher Verluste an Lesern (Webalizer behauptet immer noch, ich hätte über 100.000 Besucher im Monat, 1) habe ich doch geschafft, mich im harten Geschäft der Blogs zu halten. Unter anderem, will ich 45 Prozent Smartphone-Betrachter habe, also der Jugend stets nahe bin.

Ein Problem dabei ist: Ich habe mich stets geweigert, dieses Projekt durchgängig zu kommerzialisieren. Das Zweite: Hier wird nichts schön geredet, sondern alles mit Chancen und Risiken objektiv dargestellt, soweit dies möglich ist.

Jüngere, ideenreiche Inhaber(innen) gesucht

Sehen Sie, und nun bin ich gestern 72 Jahre alt geworden, und ich denke: Das wäre doch eher ein Projekt für zwei 36-Jährige. Oder für drei 24-Jährige. Denn eines ist sicher: Ich verstehe zwar, was 24-jährige Frauen wollen, und ich erinnere mich noch sehr deutlich, was 36-jährige Frauen sich wünschen. Aber ich bin nicht in dem entsprechenden Alter, höre nicht, was auf ihren Partys und „Mädchenabenden“ gesprochen wird und warum „frau“ sich in diese oder jene Männer verguckt.

Wenn Sie interessiert sind, machen Sie ein Gebot. Wir haben über 3000 Artikel veröffentlicht – so etwas kostet netto ungefähr 15.000 Euro. Klar – mit dem gegenwärtigen Konzept lässt sich das nicht in drei Jahren amortisieren. Aber Sie müssen ja nicht das „gegenwärtige Konzept“ weiterverfolgen. Falls Sie Lust darauf haben, dass der "alte Knochen" noch eine Weile für sie über Wissenschaften, Rentner-Erotik oder etwas dergleichen schreibt, dann zwinkere ich mal mit dem rechten Auge.

(1) das glaube ich zwar selber nicht, aber etwa 10.000 sind wohl realistisch.

Lifestyle-Blogs – konstruierte Gefühlswelten?

Enthüllungen als konstruierte "Wahrheiten" - die Emotionen in Lifestyle-Blogs. Der zweite Teil zum Hauptartikel

Wirklich peinlich wird die Sache im Grunde erst, wenn der Grundsatz „hier schreiben echte Frauen für dich über ihr … Liebesleben“. Das fehlende Wort kann „schönes“, „peinliches“, „aufregendes“ oder „frustrierendes“ heißen. Im Prinzip ist es wurscht. Das Problem dabei: Diese Artikel sind pseudo-authentisch, und um veröffentlicht zu werden, müssen sie genau auf die Erwartungen oder Befürchtungen der Leserinnen passen.

Ich habe neulich dazu eine merkwürdige Erfahrung gemacht: Authentizität wird immer dann angenommen, wenn sich eine Autorin meldet, die im gleichen Alter ist wie die Leserinnen und vorgibt, dem gleichen Lifestyle zu frönen – der Wahrheitsgehalt wird dann nicht einmal in Frage gestellt. Fakten oder Wahrscheinlichkeiten spielen so gut wie keine Rolle, und Recherchen sind umständlich und viel zu mühevoll. Stattdessen wird eine Wahrheit konstruiert, die der Leserschaft „angemessen“ erscheint. Dazu gehört eine Kultur, in der die Neuzeit in eigenartiger Weise mit der Romantik vermischt wird, und nicht nur dies: da wird zwar Selbstbewusstsein gepredigt, aber Eigenverantwortung infrage gestellt. Die „schwache Frau“ wird in der „starken Frau“ verortet, weil dies der Seele gut tut, und die Eigenverantwortung wird betont, wenn alles (zum Beispiel im Job) gut geht, während sie infrage gestellt wird, wenn in der Beziehungssuche etwas schiefgeht.

Gut – das alles mag „gut tun“. Tut es vielleicht auch. Lifestyle-Blogs als Likörchen für die Seele? Ein neues Kleid, ein neues paar Schuhe, ein neuer Vibrator oder ein Erotik-Fummel, um sich äußerlich und innerlich aufzuhübschen?

Manchmal, so denke ich jedenfalls, wäre Geist nicht nur hübscher, sondern auch erotischer.