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 Liebeszeitung - eine Zeitung für die Liebe, die Lust und die Leidenschaft

Für Dating gibt es keine Experten

„Experte“ kann sich jeder nennen, und tatsächlich gab es einmal eine Zeit, in der „Dating-Experten“ angeblich sehr gefragt waren. Ich selbst war durchaus betroffen, denn ich verfügte einmal über zwei Domänen, „Datingrat“ und „Datingassistenz“ und wurde – neben vielen anderen – als „Dating-Experte“ gehandelt.

Mit den Jahren und durch einen tieferen Einblick in die offenen und verborgenen Gesetze des Kennenlernens habe ich den „Experten“ weggelassen, und dies aus einem sehr einfachen Grund. Auf einem Gebiet, das von bloßen Behauptungen getragen wird, und in dem es weder Daten noch Fakten gibt, sollte sich niemand den Titel „Experte“ anheften.

Dating existiert in Wahrheit nicht

Er wird euch vielleicht überraschen so etwas wie „Dating“ existiert nicht. Genau genommen bezeichnet das Wort heute eine aus dem amerikanischen Jargon für „geregeltes Kennenlernen“ entnommenen Begriff, der heute für „jemanden Kennenlernen“ steht.

Der Rest ist einfach zu erklären: Weil es weder feste Regeln noch verbindliche gesellschaftliche Abmachungen für „Dating“ gibt, kann es auch keine Experten geben.

Wie kommt es nun, dass alle möglichen und unmöglichen Autoren behaupten, Dating-Experten zu sein?

Worauf sich sogenannte „Dating-Experten“ berufen

Schauen wir mal auf die Möglichkeiten, und beginnen wir mit Leuten, die eher „wenig geschwätzig“ sind.

Natürliche Veranlagungen

Zu Beginn der menschlichen Evolution hatten wir noch viele Möglichkeiten, die uns befähigten, andere Menschen „einzuschätzen“. Durch zahllose Umstände ließen diese Fähigkeiten bei der Mehrzahl der Menschen nach. Doch ganz offensichtlich gibt es noch einige Personen, die sehr begabt sind, die Feinheiten der Körpersprache zu entschlüsseln. Sie können daraus unter anderem gut verschleierte Ängste und Gelüste erkennen.

Lebenserfahrung

Lebenserfahrung nützt - nur ist sie mit einem Problem verbunden: Die Lebenserfahrung eines Menschen deckt sich zumeist nicht völlig mit der Lebenserfahrung eines anderen. Und es ist außerordentlich schwer, „in den Mokassins der anderen“ zu gehen. Berater, die Lebenserfahrung anbieten, versuchen deshalb, eine Art „Abwägungen der Gefühle“ bei den Ratsuchenden „in Gang zu bringen“.

Ich komme nun zu jenen, die sich Tag für Tag in Illustrierten und Sonntagszeitungen wichtigtun.

Gesellschaftlicher Wohlanstand

Die bürgerlichen und geschlechtsspezifischen Konventionen fließen in nahezu jede Beratung über das „Kennenlernen“ ein. Sie werden von den Ratsuchenden hineingebracht, von den Beratern verstärkt und dann wieder an die Ratsuchenden zurückgegeben. Männer sollen „Gentlemen“ sein, Frauen sollen ihre wahren Gefühle zurückhalten. Das sind nur zwei Beispiele, die mit erfolgreichem Kennenlernen überhaupt nichts zu tun haben, sondern mit konservativer Moral und der Angst davor, die Regeln selbst festzulegen.

Psychologie

Bei Psychologie ist die erste und wichtigste Frage, ob diese Wissenschaft überhaupt geeignet ist, Kriterien für so etwas Kompliziertes wie „das Kennenlernen“ zu entwickeln. Wir sollten uns erinnern, dass jede Form von „Zusammenleben“ zahllose Aspekte hat – soziale, wirtschaftliche, emotionale und sexuelle. Dennoch haben sich einige Psychologen darum bemüht und sogar halbwegs tragfähige Antworten gefunden. Es handelt sich dabei aber nicht um Regeln, sondern abermals um Abwägungen.

Verhaltensmodifikation und Persönlichkeitsveränderungen

Verhaltenstraining nennt man Verfahren, den äußeren Ausdruck der Gefühlswelt mit der Inneren in Einklang zu bringen. Verhaltensmodifikation besteht darin, unerwünschtes Verhalten zu verlernen. Was geschieht aber, wenn das „neue Verhalten“ nicht mit den Wünschen und Bedürfnissen übereinstimmt? Bei den Trainingsmethoden, mit deren Hilfe die Persönlichkeit „modifiziert“ werden soll,, besteht dieser Verdacht schon lange.

Zum Schluss zwei Gruppen, die lange Zeit vergessen wurden – die einen arbeiten mit Fragebögen zur Gestaltung der Zukunft, die anderen sagen dir klipp und klar, welche Chancen du hast.

Problemlösungen

Die Problemlösungstechniken sind, soweit es das menschliche Sein betrifft, aus der Mode gekommen. Das liegt einerseits daran, dass brutale Ehrlichkeit nötig ist und andererseits, dass dieses Verfahren etwas „hölzern“ wirkt. Am Ende steht die Entscheidung, Weg und Ziel des neuen“ Handelns zu definieren und zu entscheiden, was getan oder auch verhindert werden muss.

Ökonomie

Die Ökonomie erklärt ein Phänomen, das in den meisten Ratgebern gar nicht vorkommt: den Markt. Der Partnermarkt folgt sehr einfachen Regeln: Bis du selbst außerordentlich attraktiv, und gibt es viele potenzielle Interessenten, so hast du beste Voraussetzungen. Wenn du nicht „ganz so“ attraktiv bist, aber dennoch gefragte emotionale, soziale oder erotische Eigenschaften hast, ist der Erfolg ebenfalls wahrscheinlich. Je mehr Anforderungen an Partner hast, umso sicherer ist dein Misserfolg - oder umso höher der „Preis“, den du zahlen musst.

Es gibt keine wirklichen Experten für das „Dating“

Am Ende habe ich noch dies für euch: Jeder, der mal ein bisschen am menschlichen Sein geschnuppert hat, kann sich „Experte“ nennen. Mit oder ohne Ausbildung, aber durchaus auch mit oder ohne Kenntnisse. Der eigentliche Experte für dich und deine Möglichkeiten, jemanden kennenzulernen, steht jeden Morgen im Badezimmerspiegel vor dir.

Die Woche: Wir sind nicht, was Forscher von uns behaupten

Lassen wie die Woche mal am 9. Oktober beginnen, denn zuvor hatte ich mich im Spreewald verkrochen, in dem ich einen Geburtstag feierte, dessen Jahreszahl ich euch besser nicht verrate.

Immerhin hat mein Alter einen Vorteil: Ich kann das Bekannte infrage stellen. Es soll gefährlicher sein, als das Unbekannte zu erforschen. Und eine dieser Fragen ist: Wie „sind“ Frauen eigentlich? Und wie „sind“ Männer denn nun?

Säugetiere, von Kultur überhaucht oder Kunstwesen der Wissenschaft?

Die Antwort „sie sind männlich und weibliche Exemplare von Säugetieren, die von Kultur behaucht ein etwas abweichendes Verhalten entwickelt haben“ reicht vielleicht einem Biologen, aber weder einem Psychologen noch einem Soziologen.

Bei ihnen beginnt das, was falsch läuft: Diese Leute erfassen Daten von Frauen und Männern, die drauf getrimmt sind, ganz bestimmte Gefühle und Empfindungen an den Tag zu legen. Und dann veröffentlichen sie ihre Ergebnisse so, als habe die Natur das genauso vorgesehen.

Wissenschaftler haben kein Mandat, in unserem Namen zu sprechen

Was noch nicht heißt, dass Psychologie und Soziologie von vornherein unter dem Verdacht stehen, Unwahrheit zu verbreiten. Doch wenn sie jemanden klassifiziert haben, seien es „Frauen“ und „Männer“ oder „Heterosexuelle“ und „Homosexuelle“, Queer-Leute und Cis-Leute, dann üben sie sich darin, ihnen Eigenschaften „zuzuweisen“. Und um mal politisch Tacheles zu reden: Sie haben kein Mandat dafür - sie nehmen es sich einfach heraus.

Das Individuum zählt - nicht das Etikett, das jemand trägt

Nachdem dies alles recht heftig klang ein Satz, der mir immer wieder am Herzen liegt. In der „Liebeszeitung“ geht es darum, den Menschen als Individuum zu sehen – nicht als Gender-Produkt – und wenn es geht (was nicht immer möglich ist) ohne jedes Etikett. Denn wir alle verdienen nicht, etikettiert zu werden.

Frauen folgen oft bereitwillig den Zuweisungen

Wenn wir von Frauen über 40 schreiben, dann nicht, weil sie Frauen sind. Sondern weil sie oftmals nicht wagen, zu sich selbst und ihren Bedürfnissen zu stehen. Und wenngleich es einen Gegensatz zu Männern gibt: Die meisten kennen ihre Bedürfnisse, aber kanalisieren sie ungeschickt. Werfen wie einen Blick auf das „konservative Dating“, das heute als „nachhaltig“ vermarktet wird: Was dabei oftmals herauskommt, ist beiderseitiges Nebelkerzenwerfen. Sicher ist es ungeschickt, die sinnlichen Bedürfnisse auf den Lippen zu führen – aber sie aus der Mimik und Gestik erkennbar zu machen, ist immer und überall erlaubt.

Das "Gewöhnliche" neu definieren

Wobei sich auch die Frage ergibt: Welches Verhalten ist eigentlich „gewöhnlich“? Und wann wird es „ungewöhnlich“? Wir untersuchen das – mit kühlem Kopf und durchaus auch im Hinblick auf Dates.

Wenn wir das „Gewöhnliche“ verlassen, dann zumeist aus Neugierde. Wenn Lust und Scham Katz-und-Maus miteinander spielen, dann ergibt sich möglicherweise ein ganz neuer Horizont – falls die Lust siegt. Anhand einer Komödie versuchen wir, der Kern einer solchen Überwindung zu zeigen. Und: Keine Angst, es handelt sich um eine Komödie. Übrigens kann man den Vorgang als „Verführung“ bezeichnen. Das „schmutzige Wort“ steht auch heute noch für Unsittlichkeit.

Warum Verführungen nicht eindeutig sind

Eine der Kernfragen der Verführung besteht darin, wer die Energie bereitstellt und wer die Steuerung übernimmt. Traditionell gilt „der Verführer“ als Bösewicht, während „die Verführerin“ als tolerabel erscheint. Wenn wir mal das „Mann/Frau-Klischee“ weglassen, ergibt sich eine ganz andere Frage: Durch wessen Verhalten wird die Verführung ausgelöst? Ich weiß, schon: Wer diese Frage auch nur stellt, kann einen Shitstorm ernten. Ich empfehle, sich vorher zu informieren – und zwar anhand friedfertiger einvernehmlicher Rollenspiele.

Marginalien und Ausblick

Rollenspiele funktionieren bekanntlich am bestem mit einer minimalen Verkleidung. Und wir haben mal in unser Archiv gegriffen, um etwas Unterbekleidung zu zeigen. Für die Rolle der Dienstmagd, die eher zögerliche Geliebte der 1950er-Jahre und für die Dame, die Herren in diskreten Räumen empfing.

Ich verspreche, dass der Humor auch noch zurückkommt. Denn eigentlich schreckt die „akademisch geführte öffentliche Diskussion“ über sexuelle Verhaltensnormen eher ab. Sie verunsichert dabei sogar gestandene „Erwachsene“, die nicht ihrer Lust, sondern den Normen einer. „Gesellschaftsordnung“ folgen, die es so gar nicht mehr gibt.

Na also - alles gesagt. Ein schönes Wochenende für euch - und schriebt mir, wenn ihr Diskussionsbedarf habt.

Weibliches Wesen, weibliche Moral und Wissenschaft

Nachdenken über den Wandel - irrt die Wissenschaft über "das Weibliche"?
Geht es euch auch so, dass ihr ein halbes Leben lang brav und angepasst wart? Und jetzt, über 40, befallen euch Sehnsüchte, die ihr aus „moralischen“ Gründen damals „abgewählt“ habt?

Die meisten von euch werden äußerlich sittsam bleiben - und einige werden kleine, „schmutzige“ Geheimnisse haben, über die sie nie im Leben reden würden.

Die Lüste der anderen - Stellvertreter in frivolen Büchern

Doch unendlich viele von euch würden gerne Geschichten lesen, in denen sich die frivolen Gedanken in die Realität verwandeln. Doch wohin greift ihr dann? Zu erotischen Märchenbüchern wie die „Shades of Grey“? Oder in die Schlammpfützen des Internets, die wir mindestens teilweise nicht einmal erwähnen dürfen? Oder vielleicht greift ihr gar zurück auf die absolut frivolen Schilderungen aus Internaten im viktorianischen England?

Viele sagen, all diese Bücher wären für Männer geschrieben worden. Doch die heftigsten Worte und die wildesten Handlungen wurden für Frauen geschrieben - und teils sogar von Frauen.

Das Wesen der Frauen - die Lügen der Wissenschaft

Wie auch immer. Die Gesellschaft und die Wissenschaft erklären uns das „Wesen der Frauen“ so, wie sie „das Weibliche“ gerne sehen würden. Und zwar völlig unabhängig davon, welcher Generation sie angehören oder welchem Geschlecht. Sogar unabhängig davon, wie konservativ oder progressiv ihr persönliches Frauenbild ist. Wir haben uns daran gewöhnt. Kaum jemand widerspricht. Zitat (1).

So wird also im Glauben an die Wissenschaft oder an Gott Mädchen und Frauen erklärt, wie sie zu fühlen (und) was sie zu empfinden haben.

Tief in uns Menschen wohnt das Säugetier. Der Mainstream der Wissenschaft hat kaum jemals bezweifelt, dass Männer sich „wie die Tiere benehmen“. Es wird immer wieder „bestätigt“. Penisse schwellen überall, sobald sich ein weibliches Wesen nähert.

Frauen - ohne den Schleier der Normen

Und Frauen? Wenn wir die gesellschaftlichen Normen ausblenden, wenn wir ihre geheimen Wünsche ergründen, wenn wir entdecken, was Frauen zeichnen, schreiben oder lesen, im Internet heimlich anschauen - dann bekommen wir ein anderes Bild. Höre ich Widerspruch? Ist es nicht genau die männliche Sicht, die sich da wieder hinter dem Samtvorhang zeigt? Lesen wir zuerst eine Passage aus einem absolut femininen Roman und wenden wir uns dann der wissenschaftlichen Wahrheit zu.

Im Roman „Fuchsia“ (2) heiß es (stark gekürzt).

Der Unterschied besteht zwischen den Bewegungen deines Hinterns und dem, was dein Mündchen mir erzählt. Deswegen trägst du auch dies Kleid, das kaum deinen Po bedeckt, und das bei jeder Bewegung dein Höschen freilegt.
Das mag euch als „übermäßig frivole Version“ der weiblichen Wünsche vorkommen. Doch rein wissenschaftlich ließe es sich auch so beschreiben: „Das, was aus deinem Mund und deinem Kugelschreiber quillt, ist nicht das, was der vaginale Plethysmograf uns sagt.“

Wer nicht weiß, was ein Plethysmograf ist: Ein Gerät, um die sexuelle Erregung der Frau zu messen - objektiv und ohne Umschweife.

Diese Untersuchungen werden nicht gerne gesehen - auch von vielen Wissenschaftlern nicht. Denn wenn sie wahr wären (was sie zweifellos sind), dann würden Frauen von visuellen Ereignissen erregt, die nicht mit dem gegenwärtigen Frauenbild konform gehen. Große Teile der Wissenschaft wären endgültig falsifiziert, von angeblichen „weiblichen Gehirnen“ bis zur Evolutionspsychologie. Die Wahrheit indessen ist gnadenlos (auch aus 1, stark gekürzt):

Frauen werden auf einem primitiven, animalischen Niveau erregt. Dies wird erkennbar, sobald man die Korrekturen des Verstands ausschaltet.
Was nicht sein kann, das darf auch nicht sein. In einem wissenschaftlichen Report der Universität Texas wurde dies kürzlich beklagt (3):

Seitdem (seit 1980) haben sich die Fortschritte beim Verständnis der weiblichen sexuellen Reaktion erheblich verlangsamt. Tatsächlich haben sich in den letzten anderthalb Jahrzehnten weltweit nur eine Handvoll Laboratorien ausschließlich auf die Untersuchung der weiblichen psychophysiologischen sexuellen Reaktion konzentriert.

Zwar haben sich im neuen Jahrtausend weitere, extrem überraschende Erkenntnisse ergeben - sie werden aber weiterhin nicht sonderlich ernst genommen. Nicht nur, weil sie dem Frauenbild nicht entsprechen, das die Wissenschaft sich zurechtgelegt hat, sondern auch, weil sie dem Menschenbild der Psychologie nicht entsprechen. Das Wort, das aus dem Mund quillt, zählt mehr als das Messergebnis einer Vaginalsonde.

Und was geht dich das alles an?

Um zum Ausgangspunkt zurückzukehren: Fast alles, was wir in unseren Jugendjahren sexuell erlebt haben, konnten wir nicht einordnen. Die Gefühle waren überwältigend, und für transparentes, differenziertes und präzises Erleben gab es gar keine Möglichkeit.

Und nun, mit über 40? Das können wir es erneut versuchen - gleich, ob wir darüber lesen, etwas darüber sehen oder ob wir es selber aktiv erleben.

(1) "What do Women want?", New York 2013.
(2) Fuchsia, Frankreich 1981
(3) Universität Texas.
Wirkungsweise des vaginalen Plethysmografen (für Interessierte):
Die Lichtquelle beleuchtet das Kapillarbett der Vaginalwand und das darin zirkulierende Blut. Die Menge an rückgestreutem Licht steht in direkter Beziehung zur Transparenz von angeschwollenem und nicht angeschwollenem Gewebe und dient daher als indirektes Maß für die Gefäßansammlung.
Hinweis: In diesem Artikel wurden zusätzliche Recherchen der Redaktion und weitere Quellen verwendet, die nicht im internet zu finden sind.

Und da fragte ich mich …

Und da fragte ich mich … ist eine kritische Bespiegelung eines Artikels, der hier jüngst erschien. Er stellt die Frage, was passiert, wenn der vorgeblich schwächere Teil in einer Beziehung den angeblich stärkeren herausfordert.

Manche Artikel werfen mehr Fragen auf, als sie Antworten geben können. Das ist im Grund ganz normal, denn Leser(innen) erwarten normalerweise, dass ihre speziellen Fragen beantwortet werden – und die weichen oft von den „allgemeinen Fragen“ ab.

Da wäre beispielsweise die Frage, was Dominanz für junge Männer oder auch junge Frauen bedeutet. Wer fordert da eigentlich wen heraus? Zum Beispiel in diesem Satz:

Die (männlichen) Kunden träumen davon, das Böse in ihrer dominanten Herrin auszulösen.

An anderer Stelle und durchaus nicht im selben Zusammenhang lasen wir:

Alles war wundervoll. Er war sehr gut im Bett, doch er zögerte, als ich von ihm verlangte, rauer mit mir umzugehen.
In diesem Fall gelang es der Dame nicht, das „Böse“ in ihrem Lover auszulösen.

Und nun wäre die Frage: Ist es „natürlich“, den Lover oder die Geliebte herauszufordern, Hemmungen zu überwinden?

Offenbar nicht, wenn es unvermittelt geschieht. Der zufällige Lover oder die zufällige Geliebte gerät in Gewissensnot oder fällt in das Tal der Scham zurück, wenn er oder sie die eigenen Grenzen überschreiten soll.

Gewinn und Verlust, wenn sich eine Gelegenheit bietet ...

Wenn wir einmal vom „professionellen Bereich“ absehen, dann ist es in allen Bereichen der Lust so, dass jemand die Initiative ergreift. Davon erhofft er/sie sich dann einen Lustgewinn oder einen emotionalen Gewinn. Wer dies niemals tut, weiß von „verpassten Gelegenheiten“ zu berichten. Und diejenigen die es taten? Das Schlimmste, was den meisten von ihnen passieren konnte, war eine „Abfuhr“ zu bekommen. Nur wenige büßten eine Freundschaft ein und noch weniger Mutige wurden beschimpft oder gar geohrfeigt.

Und wer ergreift die Initiative?

Also wäre doch die Frage: Wer initiiert? Und wie macht er/sie das? Mit gespielter Gleichgültigkeit? Oder mit provokantem Verhalten? Werden Küsse, Berührungen oder gar Schläge eher angeboten oder eher eingefordert?

Am Ende werden immer alle sagen: Ach, das ergab sich so…. Oder doch nicht? Wer genoss den Triumph, am Ende seine Lüste „durchgebracht“ zu haben?

Ja klar – die Liebe ist ein seltsames Spiel. Oder ein bunter Vogel oder so etwas.

Ob diese Fragen ein paar Antworten bei euch provozieren? Schön wäre es ja …

Retro-Unterwäsche

Was die Dienstmagd trug ...
Dessous, Lingerie, Reizwäsche - die alten Zeiten sind noch nicht vorbei. Und nach wie vor gibt es dann und wann auch neue „Wäsche“ im echten Retrolook“. Ob er immer sexy ist? Wahrscheinlich nicht. Aber wir wüssten doch sehr gerne, ob ihr euch dafür interessiert.

Und was wir jüngst entdeckten:
Liebte da jemand den alten Stil?

Die feine Dame verführte einst aufwendiger und verlockte die Männer, auf ihren „Busen“ zu sehen.

Blickfang ... vor langer, langer Zeit


Bildernachweis: Oben: Flohmarktfund, Liebesverlag-Archiv. Mitte: Bewusst nicht sexy, aber dennoch frivol. Comic by Liebesverlag.de. Unten: Korsett-Ausstellung in einem Museum. Liebesverlag-Archiv.