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Gelegenheitssex ist eine Frage der Marktbedingungen

Spontane Hingabe gibt es selten zum "Nulltarif"


Wer nach Gelegenheitssex oder seinem vornehm verklausulierten Äquivalent „Causal Dating“ strebt, tut gut daran, sich an den Gegebenheiten des Marktes zu orientieren – also an Angebot und Nachfrage.

Die Anbieter von „Causal Dating“ werden zunächst verdutzt schauen, wenn ich Ihnen sage: Die meisten Menschen, sowohl Frauen wie auch Männer, hassen den Gedanken, sich wie die Vögelchen auf der Stange am Markt der Lüste anzubieten. Doch anders als die Frauen, die es dennoch tun, leben die Männer in der Illusion, es gäbe da draußen unendlich viele notgeile Frauen, die nur darauf wartete, von einem Kerl „gelegt“ zu werden.

Selbstverständlich gibt es diese Frauen. Namentlich Ehefrauen, die etwas Abwechslung von den Geberqualitäten ihrer Männer suchen, Managerinnen, die sich einfach keine Zeit nehmen wollen, Beziehungen einzugehen, und alleinerziehende Mütter, die sich den Zwiespalt zwischen „Partnerschaft“ und „Einen Mann haben“ durch Kompromisse lösen.

Frauen verhandeln gerne über die Bedingungen, unter denen sie Sex schnenken

Doch da wären mehrere Haken:

1. Diese Frauen sind größtenteils wählerisch. Insbesondere die Ehefrauen und Managerinnen wollen emotional geladenen Qualitäts-Sex.
2. Das große Angebot wird zumeist (wenn nicht gar immer) nur vorgetäuscht. In Wahrheit gibt es wesentlich weniger Frauen, die „notgeil“ sind, als angenommen wird.
3. Frauen können die „Latte“ ihrer Verfügbarkeit beliebig hoch ansetzen.
4. Frauen haben dadurch die Möglichkeit, über Sex zu verhandeln, bevor sie ihn schenken. Der Gegenwert kann in allem bestehen – von schönen Illusionen bis hin zu Bargeld.
5. Nicht jede Frau verhandelt ehrlich. Oftmals versuchen Frauen, die Geilheit der Männer zu nutzen, um Geschenke zu erhalten oder Bargeld zu ergaunern, ohne im Gegenzug Sex zu schenken.

Der Autor Dr. Gérard Bökenkamp hat den Gelegenheitssex aufgegriffen und schreibt (Zitiert nach der "Huffington Post"):

Die hohe Zahl der Frauen mit geringem Interesse an Sex führt zu einem Nachfrageüberhang bei Männern und einem Angebotsdefizit auf der Seite der Frauen. Das verbessert die Verhandlungsposition von Frauen, wenn es um das Aushandeln der Bedingungen für Gelegenheitssex geht.


Dem ist kaum etwas hinzufügen, wenn einmal von dem gesellschaftlichen Brimborium absieht, das um die „Käuflichkeit“ von Menschen, speziell von Frauen, stets veranstaltet wird.

Der Liebesmarkt hat eigene Gesetze

Wer an den „Casual-Dating-Markt“ geht, muss sich vergegenwärtigen, dass dort sexuelle Verfügbarkeit angeboten oder sexuelle Begierde gesucht wird. Man kann nicht zugleich einen geschlossenen Markt betreten und behaupten, man sei weder käuflich noch wolle man etwas kaufen.

Für Männer gilt nach wie vor: Das gesuchte Gut, der barrierefreie, schnelle Sex, ist selten oder gar nicht verfügbar, es sei denn für Geld, spontane Sympathien oder extrem hübsche Worte.

Es gibt – ohne jeden Zweifel – auch eine gewisse Anzahl von Frauen, die für Sex, gespielte Zuneigung oder falsche Romantik einen Preis in Geld oder Geschenken bezahlen, ja sogar solche, die sich abwerten, um Sex zu genießen. Es mag sogar sein, dass deren Anzahl zunimmt.

Doch auch auf diesem Gebiet gelten die Marktbedingungen. Wer als Mann Sex gegen Geld, Nahrung oder Geschenke tauschen will, findet einen schlecht bestellten Markt vor. Bestenfalls das Gefälle zwischen sinnlich-begehrlichen älteren Frauen und jungen, hübschen und potenten Männern bietet noch Raum für Gelegenheiten.

Das "gewünschte Gut" ist meist rar

Lassen Sie mich noch einmal zitieren (Quelle wie zuvor), wovon der Erfolg in der einen oder anderen Richtung letztendlich abhängig ist:

Ihre Verhandlungsposition auf dem Markt hängt wesentlich davon ab, wie groß die Zahl der Individuen ist, die ähnliche Ziele verfolgen wie sie selbst, das heißt wie groß der Wettbewerb um ein bestimmtes Angebot ist und wie groß die Zahl der Individuen, die das gewünschte Gut zur Verfügung stellen.


Falls Sie nun denken „das ist eben der Kapitalismus, der der Autor hier vertritt“, sollten Sie bedenken, dass Sie selbst auch einmal am Markt der Partnersuche waren und sich dort „verkauft“ haben. Und mit einiger Sicherheit haben Sie dort nicht nur ihren edlen Charakter angeboten.

Link zum Buch des zitierten Autors.

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