Früher Sex: Die Medien sind an allem Schuld

Geschrieben von © Gebhard Roese • Freitag, 29. Januar 2010 • Kategorie: liebes kurznachrichten


Vielleicht sollte es die britische Regierung in Zukunft einmal mit der Aufstellung von Gebetsmühlen versuchen, wenn sie wieder über Sexualerziehung redet. Denn was jetzt durchgesickert ist über die ab 2011 gültige Sexualerziehung, lässt nichts Gutes vermuten: Enthaltsamkeit, Heirat und Familienwerte werden zu Götzen erhoben – alles Dinge, die eine pubertierenden Briten oder einen ebensolchen Briten nicht die Bohne interessieren. Was sonst noch gelehrt werden soll, wusste auch die BBC nicht.

Schuld an der angeblichen Übersexualisierung der Schüler sind neben den üblichen anderen Verdächtigen vor allem die Medien, die angeblich „Druck“ auf die armen jungen Britinnen und Briten ausüben.

Im 21. Jahrhundert werden Kinder und junge Leute mit sexuellen Bildern und Texten konfrontiert, unter anderem Anzeigen, Internet, Videospiele, Mobiltelefone, Popmusik, Fernsehen und Magazinen“, behaupten die berufsmäßigen englischen Aufklärer.

Es ist merkwürdig, dass die Briten die Schuld an der Misere nicht da suchen, wo sie entsteht: in den Familien. Wieder wird deutlich, dass man die Wahrheit scheut und statt dessen in den Medien den notwendigen Buhmann für das eigene Versagen gefunden hat. Nun kann man sich zurücklehnen und das tun, was die moralisierende Gutmenschenschaft am liebsten tut: Selbstgefällig in den Sesseln der einfachen Moral zu sitzen, die Notwendigkeiten zu ignorieren und den Teufel bei den Medien zu suchen.

Wir lasen es bei der BBC

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