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Neue Diskussion über Sugar Babys und Prostitution

Sugar Babys erneut im Zwielicht
In Australien ist eine neue, inzwischen vielerorts aufgebrochene Diskussion neu befeuert wurde: Sind „Sugar Babys“ Escortfrauen oder ganz gewöhnliche Geliebte, die sich reiche Herren häufig „gönnen“?

Die Frage wäre eigentlich einfach zu beantworten: Sexuelle Dienstleistungen gegen Geld anzubieten, ist Prostitution. Finanzielle Zuwendungen zu erhalten und sich dafür gelegentlich mit dem Spender erotisch zu beschäftigen, ist das Los der bezahlten Geliebten – und nach allgemeiner Definition keine Prostitution. Üblicherweise gilt der Verdacht der Prostitution ohnehin nur, wenn sich die Dame „notorisch“ also, regelmäßig zum Geschlechtsverkehr anbietet.

Angeblich bestätigt eine Dame, die nicht genannt werden will, die Vernutung, das Dasein eines Sugar Babys sei eben oftmals doch Prostitution. „Er bezahlt mir 2.000 (1) australische Dollar, wenn ich mit ihm treffe“, und sie glaubt dennoch, dass dies noch keine Prostitution sei, denn „es ist ein Zusammentreffen zweier Erwachsener, die beide etwas zu verschenken haben.“ Dennoch, so fährt sie fort, sei die Tätigkeit oftmals eine Art von Escortservice, die Männer verlangten. Drei Mal pro Woche, je eine Stunde, sei die Leistung, die von 95 Prozent der Sugar Daddys verlangt würde. Welche Gegenleistung dafür in Geld gegeben wird, ist nach anderen Presseberichten unterschiedlich: Gegen 2000 bis 3000 Euro pro Monat sollten es aber schon sein.

Die Meinungen der Betreiber und die der australischen Regierung sind, wie erwartet, kontrovers: Während die Betreiber behaupten, eine ganz normale Dating-Seite zu betreiben, wittern die Behörden Prostitution.

In dieser Situation ist es unvermeidlich, dass Romantiker und Moralisten auftreten. Die Romantiker sind empört darüber, dass die zarte Pflanze der Liebe mit Geld gedüngt wird, und die Moralisten sehen ihre (zumeist christlich motivierten) Sittsamkeitskorsetts davonschwimmen.

Man möchte beiden entgegenrufen: Das ist so alt wie die Welt – nur eben nicht im Internet. Da ist es neu.

(1) rund 1.400 Euro.

Lesen Sie die Hntergrundanalyse - 10 Punkte, die dafür sprechen, dass ein Sugar Baby zwar eigenartige Moralvorstellungen haben mag, aber deswegen noch lange keine Prostituierte ist.


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