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Wird der weibliche Orgasmus künstlich verkompliziert?

Haben Sie schon mal gehört, dass ein männlicher Orgasmus „kompliziert“ ist? Dabei ist er – kybernetisch betrachtet – durchaus kompliziert, und rein physikalisch wird er ja zumeist mit der explosiven Kraft in Verbindung gebracht, die eine Prostata nun einmal besitzt. Aber ist es wirklich die Prostata, in der Männer den Flügelschlag des Orgasmus spüren?

Der männliche Orgasmus - etwas komplizierter, als gedacht

Kybernetische Betrachtungen sind unpopulär, weil sie Kenntnisse in Nachrichtentechnik voraussetzen. Kurz und knapp: Für die Vorbereitung des Orgasmus gibt es neben optischen Reizen vor allem Sensoren, die Impuls ans Gehirn weiterleiten, von wo nun das Schema „Fortpflanzung mit Lustgewinn“ angetriggert wird. Das geht über viele Stufen, die letztendlich damit endet, das Spermien innerhalb einer Flüssigkeit in das ausgestoßen werden, was gerade zur Verfügung steht: Vagina, Kondom oder Taschentuch. Und Achtung: das ist nicht der Orgasmus. Dieser wird lediglich dadurch begünstigt und gefördert, wobei sich das Gefühl der Ejakulation, das an sich sensationell ist, mit dem Gefühl des Orgasmus vermischt. Wenn es Sie interessiert, lassen Sie es sich von einem Urologen genau erklären.

Der weibliche Orgasmus wird sowohl vereinfacht wie auch verkompliziert

Bisher wurde immer behauptet, der weibliche Orgasmus sei ein sehr komplexes Thema. Inzwischen ist man weitgehend zu der Überzeugung gekommen, dass dies nicht der Fall ist. Das „komplizierte“ liegt, wie beim Mann, im Prozess: Auch bei der Frau leiten die empfindlichen Sensoren die Informationen über die Nerverbahnen an das Gehirn, das sich nun bemüht, den Vorgang „Fortpflanzung“ möglichst ungehindert zu gewährleisten. Es ist durchaus möglich, dass dabei Hemmungen auftreten, die mit der Nachrichtenverarbeitung im Gehirn zusammenhängen – im Idealfall jedoch wird der Prozess am Ende mit einem Orgasmus belohnt.

Einfache Gemüter (auch unter Menschen, die es besser wissen müssten) führen den Orgasmus allein auf die Stimulation de sichtbaren Teils der Klitoris zurück. Das Wahre daran: Die Klitoris ist ein starker Auslöser, aber dieses weibliche Organ ist wesentlich größer als sein sichtbarer Teil. Und sie kann deshalb auch durch indirekte Stimulation gereizt werden. Damit wäre die Diskussion um den Vaginalorgasmus eigentlich vom Tisch – sie wir aber immer wieder von Feministinnen erweckt – mit dem Ziel, den Penis als überflüssig anzusehen. Und auch bei der Frau ist die Nachrichtenverarbeitung im Gehirn der eigentliche Auslöser (oder Blockierer) des Orgasmus. Wenn alle Nebenbedingungen, Hemmungen und Hinderungen „abgeschaltet“ werden, was etwas geschieht, wenn eine Frau sehr entspannt mit Vibratoren umgeht, kann der Orgasmus tatsächlich innerhalb von wenigen Minuten erreicht werden. Angeblich beträgt die „durchschnittliche“ Zeit dabei zwanzig Minuten.

Allerdings sind solche Zeitangaben fragwürdig und sie führen dazu, dass eine gewisse Erwartungshaltung erzeugt wird, die da heißt: „Frauen brauchen lange, also sollte es lange dauern.“ Die „zwanzig Minuten“ sind in nahezu jedem Aufklärungsbuch zu finden – diese Angabe sagt aber nichts darüber aus, wie lange eine erfahrene Frau, die mit Vibratoren umzugehen versteht, tatsächlich benötigt, um ihren Orgasmus zu erreichen. Frauen, die Vibratoren verwenden, geben deutlich geringere Start-Ziel-Zeiten an. Die Angaben liegen zwischen einer Minute und zwanzig Minuten - und diese Frauen sprechen einhellig davon, die Zeit sei „abhängig von den Umgebungsbedingungen“.

Wie es scheint, ist es nicht lohenden, Frauen zu suggerieren, sie müssten „lange auf ihre Orgasmen warten. Im Grund erzeugen solche Sätze nichts als Verdruss, und oftmals führen sie auch zur bewussten Lüge. Klüger wäre es, ihnen zu raten, einfach zu erproben, was für sie möglich ist und wie viel Freude es ihnen macht.

Lesen Sie dazu etwas aus dieser Quelle.

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