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Schönere Schmerzen und schmerzvollere Lüste

Seit vielen Jahren "Untergrundliteratur" - der Mann als Sklave der Frau
Schönere Schmerzen und schmerzvollere Lüste? Frage wir uns, ob das überhaupt ein Thema für Sie ist, dann finden wir früher oder später diesen Hinweis: Ja, psychisch und physisch zu leiden, unterworfen oder geschlagen zu werden, ist die Sehnsucht vieler lüsterner Menschen. Aber nur wenige trauen sich, diese Lüste in einem geschützten Rahmen auszuleben. (1)

Nein – wir reden hier nicht von BDSM-interna, nicht von Sektierern oder gar von Menschen, die sich nicht zügeln können. Wir umgehen bewusst den Dunkelbereich, in dem Frauen und Männer im sexuellen Wahn oder in sonstigen Zuständen der Unzurechnungsfähigen in Spiele hineingetrickst wurden, die sie später bereuten.

Wir reden vielmehr von Menschen, die den roten, lüsternen Teil ihrer bedürftigen Psyche nach außen gelegt haben und die dabei auch Haut und Haar anbieten, um an die Grenzen ihrer Möglichkeiten zu gelangen. Na ja, manchmal wohl auch nicht ganz so weit.

Was will die lechzende, bedürftige Psyche? Wie werden die empfindsamen Nerven gereizt und überreizt, und warum macht das alles auch noch Freude? Warum wird das Winseln nach Schlägen, wieso werden Hiebe, die an die Grenzen des erträglichen gehen oder Tränen als psychisch herausfordernde Sensation empfunden?

Die häufigsten Antworten: Warum wollen wir schmerzvolle Lüste?

Die häufigste Antwort ist einfach: Weil es eine Herausforderung ist, die Grenzen der psychischen und körperlichen Belastung zu erkunden. Und weil es geil ist, dies mit einer Person des anderen Geschlechts zu tun. Oder auch aus der Lust an den Herausforderungen es gleichen Geschlechts.

Eine andere Antwort, die ebenfalls sehr häufig ist: Es ist so toll für die unterworfene Person, weil sie sich nun keine Gedanken mehr über Schamgrenzen, Moral, Verantwortung oder Selbstbewusstsein machen muss. Sie lässt einfach geschehen und empfindet diesen Zustand als herrlich.

Eine dritte Antwort wird seltener gegeben. Weil es die pure Lust ist, jegliche Schamgefühle zu verlieren, sondern sich der unendlichen Lust hinzugeben, die nur jemand erleben kann, der teilweise oder vollständig gefesselt oder auf wenige Wahrnehmungen reduziert wurde.

Die Geschlechterrollen haben sich längst verändert - im Geheimen

Es gib viele weitere Antworten – auch die, dass Schmerz die Lüste steigern kann oder gar zu neuen, bisher unbekannten Lüsten führt. Dann ist es gar nicht der Schmerz, sondern die Lust an der neuen Freiheit, etwas Ungewöhnliches zu tun, wie etwas die Geschlechterrolle zu überwinden, die Scham hinter sich zu lassen und sogar zu lieben, was andere ekelt.

Dieses Zitat sagt überzeugend aus, worum es oftmals geht:

Wenn Sex nämlich tatsächlich einmal anders buchstabiert wird, als das die große Mehrheit tut und mag, wenn Männer unterwürfig sind, Frauen keine zarten, rosa Wesen, die mit Samthandschuhen angefasst werden wollen und müssen, wenn Fesseln und Handschellen nicht einfach ein Gag … sind, sondern wesentlicher Bestandteil des Sexlebens, dann reagiert die Mehrheit der Gesellschaft überraschend irritiert.


Frauen üben wirtschaftlich und politisch Macht aus - und beim Sex nicht?

Die Gesellschaft reagiert nun ja immer irritiert, wenn sie nicht das vorfindet, was sie kennt. Sie will klare Verhältnisse. Ein Mann ist ein Mann und seine Rolle ist so und so, während eine Frau eine Frau ist, und sie eine andere Rolle einnimmt. Und während wir uns alle daran gewöhnt haben, dass Frauen Führungsposition in Wirtschaft, Verwaltung und Politik eingenommen haben und „ganz selbstverständlich“ dabei auch Macht ausüben, ist diese Erkenntnis in den Bereich der Sexualität noch nicht vorgedrungen. Die Idee: „Da hat sich nichts verändert“ ist populär, aber dennoch nicht haltbar.

Der weibliche Anspruch auf Sex wird immer häufiger

In den Köpfen hat sich eine Menge verändert, und ein wenig auch in der Praxis. Männer erleben es in erster Linie bei „Dates“, bei denen sie immer häufiger indirekt oder direkt, manchmal gar ohne Umschweife, zum Geschlechtsverkehr aufgefordert werden. Und auch in den Ehen bürgerlicher Frauen liegen häufig ein paar Gegenstände, die auf die spontane Erfüllung weiblicher Triebe oder auf Rollenspiele mit Männern hindeuten.

Wollen Sie mehr dazu lesen? Haben auch Sie Lüste, die abweichen, oder ist Ihnen das hier Gesagte noch zu unkonkret? Dann tun Sie etwas für die Liebeszeitung, indem Sie aus diesem Artikel zitieren. Wir haben noch jede Menge Material, auch Konkreteres.

(1) "Ausführende" sollen nur etwa 10 Prozent der lustvollen Träumer sein - aber von sanften bis harten Rollenspielen mit psychischen und physischen Herausforderungen träumen bis zu fast zwei Drittel der Frauen und über 50 Prozent der Männer.
Bild: "Steffi und Ihr Gatte" war ein Teil der von Amateurhand gezeichneten Untergrundliteratur.

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