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Anmerkungen zu den Gedanken einer dominanten Frau

Zirkus der Lust oder Therapie?
Was haltet ihr von einer dominanten Frau, die über Beziehungen und therapeutische Werte der Unterwerfung nachdenkt? Wir haben eine verlässlich-nachdenkliche Quelle gefunden und dann einige Gedanken dazu verfasst. Die Quelle werden wir, wie immer, nicht nennen.

Eine Domina, die darüber nachdenkt, welchen Unterschied es wohl geben mag zwischen der Unterwerfung einer Frau und der eines Mannes? Sie sagt selbst, sie könne nicht für alle dominanten Frauen sprechen – es sei eben ihre Meinung über das, was man üblicherweise „Power Exchange“ nennt. Gibt es einen Unterschied zwischen der Dominanz, die von einer Frau ausgeht und auf eine andere Frau wirkt. „Power Exchange“ bezeichnet eigentlich den Machttausch zwischen Frau und Mann, kann aber auch anders definiert werden. In jedem Fall gibt der oder die Unterwürfige ihre Macht in einer Art Spiel ab. Zwar wird vereinbart, in welcher Form Wohlverhalten belohnt und Fehlverhalten bestraft wird, aber das Spektrum der Möglichkeiten ist damit nicht eindeutig beschrieben.

Soweit die Vorrede für alle, die nicht wissen, was in sogenannten D/S-Beziehungen passiert.

Zunächst die Behauptung der Frau, die zunächst als unterwürfig galt, dann aber die Seite wechselte und sich schließlich als dominant bezeichnete.

Ich tendiere dazu, Frauen aufzubauen und Männer aufzubrechen.

Als ich den Satz zum ersten Mal hörte, und auch den Zusammenhang las, in dem er geäußert wurde, war ich empört. Aber als ich darüber nachdachte, fand ich ihn nicht mehr so abwegig.

Therapie durch Unterwerfung?

Bauen sich unterwürfige Frauen bei S/M-Spielen auf ?

Aus manchen Gesprächen, Bücher, Blogs und dergleichen geht hervor, dass sich zuvor spielerisch-unterwürfige Frauen durch intensive Rollenspiele gewandelt haben. Das heißt, sie spielten zunächst aus Neugierde die Unterwürfige, fanden dabei heraus, dass die ihr innewohnende „schwache Person“ dadurch erstarken kann, und wechselten später die Rolle. Manche Psychologen würden sagen, „sie holen sich zurück, was sie entbehrt haben“, und das bemerken sie erst, wenn sie sehr bewusst unterwürfig sind. Paradox oder nicht: Sie behaupten, durch Unterwerfung psychisch gewachsen zu sein.

Werden Männer als unterwürfige Spieler aufgebrochen?

Die meisten Männer, die im Spiel unterwürfig sein wollen (es sind ziemlich viele), wissen, dass die ihre Macht während des Spiels verlieren. Das ist genau das, was sie anstreben: frei von Macht und Verantwortung zu sein, sich selbst zu verlieren und Gefühle zuzulassen. Dabei ist es durchaus möglich, dass diese Männer einen anderen Zugang zu ihren Gefühlen, zu dem „weichen Jüngling“ in ihnen bekommen, der sehr bedürftig ist. Die zitierte Frau sagt, sie würde „den Mann zwingen, sich immer wieder neben sich selbst zu stellen“ und auf neue Art zu betrachten. Beispielsweise hält sie für richtig, einen Mann zum Weinen zu bringen – an dem sicheren Ort, an dem es niemand sieht.

Kalte Schauer aus der Wissenschaft?

Unterwerfung als Therapie dürfte bei den meisten Psychiatern und Psychologen kalte Schauer auslösen, gefolgt von Kopfschütteln und Protesten. Doch das „innere Kind“ in uns wird selten beachtet – und wenn es zu deutlich hervortritt, dann wird es belächelt. Deshalb bemühen wir uns, immer „Erwachsene zu spielen“, auch wenn wir gerne dann und wann Kind sein würden. Und insofern mögen „Spielplätze“ für Erwachsene durchaus einen Sinn haben, und sie könnten durchaus auch ganz anders aussehen als dies in „Dominanz und Unterwerfung“ nach Art der D/S Beziehungen geschieht. Nachlesen kann man dies durchaus – zum Beispiel bei Eric Berne. Wer mag, sollte sein Buch " Spiele der Erwachsenen" lesen. Das Buch ist in Neuauflage erhältlich.

Bild oben: Illustration, angeblich von Vladimir Alexandre Karenin, koloriert, Original von 1933

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