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Was ist eigentlich „normaler Sex“?

Die Lüste der Frauen in der Fantasie - auszugsweise
Merkwürdigerweise gibt die katholische Kirche darauf die gleiche Antwort wie der Biologe: „Normal“ ist Sex im Sinne der Religion wie auch der Geschichte der Säugetiere immer dann, wenn dadurch eine Befruchtung möglich ist.

Die Frage, die weder die Biologie noch der Katholizismus beantworten kann, ist freilich: warum ist das eigentlich die Norm? Aber genau diese Fragen können und dürfen sich Menschen stellen.

Nun haben wir den Unterschied herausgearbeitet. Der Katholizismus beruht auf Dogmen, die früher einmal mit Engelszungen und Teufelskrallen verteidigt wurden. Und die Natur der Säugetiere stellt einen Anspruch, den sie normalerweise mit allen Mittel durchsetzt. Dürfen wir da überhaupt "anders" denken?

Der Mensch kann frei denken und sinnlich genießen

Der Mensch kann denken. Die meisten jedenfalls. Und in seinem Denken ist fest verankert, dass er die freie Wahl hat, etwas als „normal“ zu empfinden, was andere nicht so sehen. Für den einen ist es normal, Kredite zu geben – für den anderen ist es Sünde. Ebenso mag es für eine Frau normal sein, zwölf Lover pro Jahr zu haben, während andere in ihrem ganzen Leben nicht über drei hinauskommen. Und ein Mann mag es also normale empfinden, sich von einer Frau erotisch quälen zu lassen, während dies für einen anderen Mann als „mädchenhaft“ gilt.

In der Wirklichkeit entsteht „Normalsein“ durch Kommunikation

Normal zu sein, bedeutet nicht, festgelegt zu sein, sondern Verschiebungen in der Sichtweise zu erkennen und zu tolerieren. Theologen sträuben sich dagegen, und sogar manche Politiker, Psychologen und Sozilogen mögen diesen Satz nicht anerkennen. Er ist aber wahr – denn die Wirklichkeit mitsamt ihren angeblichen „Normen“ wird nicht von Politikern, Soziologen und den übrigen von mir genannten Gruppen festgelegt, sondern durch gesellschaftliche Übereinkünfte. Um ein Beispiel zu geben: Heute kann man einen homosexuellen Mann nicht mehr als „abnormal“ bezeichnen, weil es für ihn (und sein Umfeld) völlig normal ist, homosexuell zu sein. Und dazu muss auch die andere Seite der Medaille aufgedeckt werden, die gelegentlich stört: auch die zuvor als „normal“ bezeichneten werden nun als „heterosexuell“ eingestuft. Was übrigens mehr und mehr Menschen nervt, denn nun bestimmen die Minderheiten, wie sich die Mehrheiten zu bezeichnen haben.

Wenn Sex an sich „unnormal“ ist

Blieben wir noch bei dem, was „normal“ ist. Man kann einer ledigen Frau nicht verwehren, ihr Sexualleben nach eigenen Vorstellungen auszurichten – noch vor etwa 50 Jahren hätte dies als „sittenlos“ gegolten und die Moralwächter hätten sie verdammt. Es ging damals gar nicht darum, ob sie Frauen oder Männer vernaschte – es ging darum, dass man ihr die Lust am Sexuellen schlechthin nicht gönnte.

Das sogenannte „Normale“

Wer sich auf die Spuren des „Normalen“ begibt, kommt nicht daran vorbei, dass der Begriff völlig unscharf ist. Eine erste Annäherung ist immer die Statistik. Doch da geht’s schon los: Statistiken sind von vornherein so absurd, wie die Fragebogen, die dazu verwendet wurden, sie zu erstellen. Frage ich also: „Hatten Sie schon mal Oralverkehr?“, und schämt sich die Befragte, es zuzugeben, dann sagt sie „Nein.“ Jüngst fragte man eher nach den Fantasien, also nach dem Denkbaren, vor dem man keine Furcht hat. Und plötzlich öffneten sich die Menschen und sagten mehrheitlich „ja – darüber habe ich schon fantasiert.“

Oral ist völlig normal

Wenn ich lese, was auf diese Art alles „normal“ ist, dann gibt es nur recht wenig, was „unten durchfällt“. Die meisten Varianten des Oralverkehrs stehen ganz oben, und Gruppenereignisse und SM-Varianten folgen ihnen. Das gilt selbst dann, wenn man die traditionell zurückhaltenderen Frauen betrachtet: Mund- und Handverkehr, viele der Standard SM-Situationen und manche Gruppenaktivitäten werden von mindestens 50 Prozent der befragten Frauen durchaus goutiert.

Normaler Sex? Das kann Sex sein, der uns normalerweise Freude bereitet. Es kann sich um Sex handeln, der uns bekannt ist und den wir deshalb ausschließlich ausüben.

Ob es normal ist, in einer Missionarsstellung eine Frau zu begatten, ohne dass Frau und Mann wirklich Freude daran haben?

Die Frage musst du dir selbst beantworten.

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