Die Woche – Qualitätsmerkmale suchen oder einfach verlieben?
Was mir diese Woche so auffiel: Überall werden „Experten“ zitiert, die angeblich elementaren Neuigkeiten verkünden. Mal geht es um Sex, dann um das Kennenlernen und schließlich auch um die Liebe selbst.
Einander auf „Qualitätsmerkmale“ untersuchen?
Das Kennenlernen ist heute immer mehr zu einer Abfrage der „Qualitätskriterien“ geworden, von der Fleischbeschau bis hin zum Test auf Psycho- und Sozialqualitäten. Fragt mich bitte nicht, wo da die Liebe bleibt. Solltet ihr mich aber doch fragen, dann sage ich: „Sie kann auf diese Weise gar nicht entstehen.“ Für mich klingt das logisch.
Warum es die „Resterampe“ doch gibt
Ich habe stets vermieden, das Wort „Resterampe“ für Partnersuchende über 35 zu verwenden. Doch tatsächliche Begegnungen zeigen: Diese Personen haben Eigenschaften, die sie nicht offen an den Tag legen. Meist ist etwas „mit ihnen los“, das sie unattraktiv macht. Oft sind es nur kleine Macken in Körper, Geist, Emotionen und Sozialverhalten, die sie unattraktiv wirken lassen. Dann ist es wirklich schade drum, dass sie allein bleiben. Gelegentlich aber ist es auch die Auffassung selber zu den großartigsten Exemplaren der Gattung „Mensch“ zu gehören. Solltest du dazu gehören: Hör auf damit. Stattdessen: Finde deine guten Eigenschaften in dir, und biete sie anderen an. Das hilft.
Attraktivität kann man beforschen, natürlich. Aber dadurch ändert sich überhaupt nichts. Niemand wird attraktiver, weil „Forscher“ die Kriterien für Attraktivität „festgestellt“ haben. Also bleibt dir nur übrig, deine eigene „Landkarte der Attraktivität“ zu zeigen.
Hast du schon mal dran gedacht, sich zu verändern?
Etwas zu verändern ist nicht einfach. Sich selbst zu ändern lernen ist sogar ziemlich schwierig. Aber „ändern“ heißt nicht: „Sich umzukrempeln“. Es reicht auf, etwas zu verzichten. Oder eine Eigenschaft in den Vordergrund zu stellen, die bisher etwas zu kurz gekommen war.
Zurück ins 19. Jahrhundert?
Vielleicht überlegst du mal, warum dein Partner oder deine Partnerin etwas „gemeinsam mit dir tun soll, was du schon immer getan hast.“ Dann suchst du keinen Lebenspartner, sondern einen Hobbypartner. Und wenn während des Dates „Kinder geplant“ werden, dann ist das eine vorgezogene und mithin verfrühte Familiengründung. Irgendwie tickt da noch das 19. Jahrhundert im Kopf herum: Die Ehe wird detailliert geplant, bevor die Beziehung überhaupt begonnen hat.
Schade eigentlich. Nur gut, dass es noch genügend Menschen gibt, die es immer noch mit der Liebe versuchen. Denn sie gibt uns die Kraft, die Hürden des Daseins zu überspringen. Klar beinhalten Liebesbeziehungen auch ein Risiko – aber das gibt es beim „Vernunftehen“ auch.
Ach, da wäre noch die Zeit. Eigentlich haben manche angeblich Partnersuchenden für eine Beziehung gar keine Zeit. Reden wir mal Tacheles: Für was oder wen verwendest du jetzt deine Zeit? Oder anders gefragt: Was machst du eigentlich mit den 130 Tagen im Jahr, an denen du nichts arbeitest?
Soweit meine Gedanken zum Wochenende. Ich melde mich nächste Woche wieder.
Einander auf „Qualitätsmerkmale“ untersuchen?
Das Kennenlernen ist heute immer mehr zu einer Abfrage der „Qualitätskriterien“ geworden, von der Fleischbeschau bis hin zum Test auf Psycho- und Sozialqualitäten. Fragt mich bitte nicht, wo da die Liebe bleibt. Solltet ihr mich aber doch fragen, dann sage ich: „Sie kann auf diese Weise gar nicht entstehen.“ Für mich klingt das logisch.
Warum es die „Resterampe“ doch gibt
Ich habe stets vermieden, das Wort „Resterampe“ für Partnersuchende über 35 zu verwenden. Doch tatsächliche Begegnungen zeigen: Diese Personen haben Eigenschaften, die sie nicht offen an den Tag legen. Meist ist etwas „mit ihnen los“, das sie unattraktiv macht. Oft sind es nur kleine Macken in Körper, Geist, Emotionen und Sozialverhalten, die sie unattraktiv wirken lassen. Dann ist es wirklich schade drum, dass sie allein bleiben. Gelegentlich aber ist es auch die Auffassung selber zu den großartigsten Exemplaren der Gattung „Mensch“ zu gehören. Solltest du dazu gehören: Hör auf damit. Stattdessen: Finde deine guten Eigenschaften in dir, und biete sie anderen an. Das hilft.
Attraktivität kann man beforschen, natürlich. Aber dadurch ändert sich überhaupt nichts. Niemand wird attraktiver, weil „Forscher“ die Kriterien für Attraktivität „festgestellt“ haben. Also bleibt dir nur übrig, deine eigene „Landkarte der Attraktivität“ zu zeigen.
Hast du schon mal dran gedacht, sich zu verändern?
Etwas zu verändern ist nicht einfach. Sich selbst zu ändern lernen ist sogar ziemlich schwierig. Aber „ändern“ heißt nicht: „Sich umzukrempeln“. Es reicht auf, etwas zu verzichten. Oder eine Eigenschaft in den Vordergrund zu stellen, die bisher etwas zu kurz gekommen war.
Zurück ins 19. Jahrhundert?
Vielleicht überlegst du mal, warum dein Partner oder deine Partnerin etwas „gemeinsam mit dir tun soll, was du schon immer getan hast.“ Dann suchst du keinen Lebenspartner, sondern einen Hobbypartner. Und wenn während des Dates „Kinder geplant“ werden, dann ist das eine vorgezogene und mithin verfrühte Familiengründung. Irgendwie tickt da noch das 19. Jahrhundert im Kopf herum: Die Ehe wird detailliert geplant, bevor die Beziehung überhaupt begonnen hat.
Schade eigentlich. Nur gut, dass es noch genügend Menschen gibt, die es immer noch mit der Liebe versuchen. Denn sie gibt uns die Kraft, die Hürden des Daseins zu überspringen. Klar beinhalten Liebesbeziehungen auch ein Risiko – aber das gibt es beim „Vernunftehen“ auch.
Ach, da wäre noch die Zeit. Eigentlich haben manche angeblich Partnersuchenden für eine Beziehung gar keine Zeit. Reden wir mal Tacheles: Für was oder wen verwendest du jetzt deine Zeit? Oder anders gefragt: Was machst du eigentlich mit den 130 Tagen im Jahr, an denen du nichts arbeitest?
Soweit meine Gedanken zum Wochenende. Ich melde mich nächste Woche wieder.

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