Strippst du für deinen Lover?

Auf diese Weise kam der Strip in die Gehirnwindungen jener, die niemals eine Stripshow gesehen hatten – weder in einer Nachtbar, noch in einem Varieté. Der Gedanke, ein Glas Sekt zu schlürfen und dabei einer Frau beim verführerischen Entkleiden zuzusehen, war „dekadent“, um es milde auszudrücken.
Strippen in Cabarets
Wer dennoch jemals eine solche Show gesehen hatte, war überrascht. Die alte Idee des „Schönheitstanzes“ war besser als ihr Ruf, jedenfalls dort, wo man derartige Orte noch „Nachtcabarets“ nannte. Die Schönheit des Körpers, die Bewegungen beim Tanz und die gespielte Sinnlichkeit der Tänzerinnen war ein Augenschmaus für Männer und durchaus auch Paare.
Strippen auch im Tingeltangel
Wer es etwas rauer wollte, konnte den Strip auch in Spelunken erleben, die man im Volksmund "Tingeltangel" nennt. In Lokalen dieser Art lagen Strip, Lokalprostitution, Nepp und Betrug oft eng beieinander. Die Dame, die eben noch auf der bescheidenen Bühne tanzte und mit dem BH wedelte, konnte im nächsten Moment schon neben einem „Kavalier“ im Publikum sitzen.
Der private Stripp - noch zeitgemäß?
Doch was passiert im privaten Bereich? Gibt es noch die sinnliche Verführung durch selbstbewusste Frauen? Und nutzen sie noch erotische Tänze, um ihren Körper in Bewegung zu zeigen?
Frauen äußern sich sehr selten dazu. In Foren konnte ich allerdings nachlesen, dass es durchaus Anlässe gab, eine Art „Strip“ vorzuführen. Eine der Sätze blieb mir in Erinnerung:
„Ich habe es getan, bevor ich meinen Mann kennenlernte. Es fiel mir leichter, jemandem eine kleine Show zu bieten, als mich plötzlich nackt vor einem Mann zu zeigen.“
Wenn das stimmen sollte, dann gäbe es einen Grund, die sinnliche Lust durch ein kleines Schauspiel zu erweitern. Ich bin überzeugt, dass es einige von euch schon einmal versucht haben – oder irre ich mich?
Film: 9 ½ Wochen, Informationen aus Foren und Gesprächen von heute und damals (1980er Jahre)
Romanvorlage von Ingeborg Day (1978) Film (1986)
Foto: Eigentum und (c) 2005 by liebesverlag.de
Anmerkung der Redaktion: 32 Prozent der Frauen und 63 Prozent der Männer träumen davon, sich als Voyeure (Voyeurinnen) zu verstecken. Gleichfalls gaben 32 Prozent der Frauen, aber nur 44 Prozent der Männer an, dass sie in einer Beziehung gerne beim Sex fotografiert würden. Deutlich weniger Menschen (Männer wie Frauen) würden sich gerne in aller Öffentlichkeit nackt präsentierten. Zwei Männern beim Sex zuzusehen, haben 19 Prozent der Frauen als Traum angegeben.
Diese Zahlen könnten inzwischen überholt sein. Sie entstammen einer kanadischen Studie - weitere Informationen in einem älteren Artikel der Liebeszeitung.

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