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Kein Eiapopeia im Daunenbett – sondern alle Möglichkeiten erwägen

eine frau, ein bett, ein telefongespräch - männerfalle oder erfüllte liebesnacht?


„Eiapopeia, was raschelt im Stroh?“ – nun, es werden nicht die lieben Entchen gewesen sein, die da raschelten, sondern eher der Bauer, der sich mit der Magd vergnügt.

Ja, Freundinnen und Freude, die Liebe ist kein eiapopeia. Wenn wir sie so vermitteln, dann machen wir einen Fehler: Wer erwartet, in ein Federbett zu steigen, ist nicht darauf gefasst, dort Dornenzweige vorzufinden, und wem wie erzählen, er würde in der Liebe immer sanfte, süße „Jungs“ vorfinden, die ganz, ganz zärtlich wären und „Mädels“, die nichts weiter wollen als den „Jungs“ ein bisschen Glück zu schenken, nachdem sie überzeugt sind, den richtigen Typen gefunden zu haben, dann sind wir so weit: eiapopeia.

Erwachsene Menschen sind oft so unsicher wie Teenager

überrumpelt? in der fantasie mag es lustvoll sein, aber in der realität?
Ich schreibe nicht für Teenies, sondern für erwachsene Frauen und Männer, und das könnte man meinen, dass „Eiapopeia“ doch kein Thema mehr sein sollte. Dennoch ist oft das Gegenteil der Fall: Bei der ersten Konfrontation mit dem Unbekannten in der Liebe werden Frauen und Männer hilflos. Was soll man tun, wenn man auf einer Party, bei einem Date oder gar bei einem Besuch eines befreundeten Paares plötzlich mit Wünschen konfrontiert wird, die man bestenfalls in den Nachttischschubladen der Perversen oder in den Schmuddelnischen des Internets vermutete?

Vorbereitet sein ist besser als in Panik zu verfallen

Ganz einfach: Man sollte darauf vorbereitet sein, dass so etwas passieren könnte, und man sollte wissen, wie man mit der Situation abgemessen umgeht. Im Grundsatz gibt es ja drei Wege, mit sexuellen Wünschen umzugehen:

- Hingabe
- Standhalten
- Flucht


Hingabe aus Neugierde ist beliebt, aber nicht risikolos

Dabei ist die Hingabe gar nicht so selten – denn außer der Furcht, die uns eher zur Flucht veranlassen würde, wohnt in den meisten heutigen Menschen auch die sexuelle Neugierde, die uns verleitet, „mal etwas Neues“ zu erproben. Doch wer sich leichtfertig hingibt oder verführen lässt, geht auch Konsequenzen ein, die er nicht absehen kann, und zwar durchaus unterschiedliche:

- Die Möglichkeit, schockiert zu sein und Schäden davonzutragen.
- Die Chance, es zu mögen und es selbstbewusst in das eigene Repertoire aufzunehmen.
- Die Gefahr, süchtig nach einzelnen Praktiken zu werden und ihnen zu verfallen.

Die distanzierte Betrachtung hingegen – standhalten, abwägen und gegebenenfalls diskutieren ist zwar sehr „erwachsen“, erschwert aber den unbefangenen Zugang zu neuen Erfahrungen. Wer sich an seinen eigenen „Liebeslebenslauf“ erinnert, wird immer wieder feststellen, dass es einige Momente gab, in denen er sich wohlig einer neuen Erfahrung hingab, ohne lange darüber nachzudenken.

Ganz schlecht ist die Flucht – sie sollte nur als letztes Mittel gewählt werden, wenn tatsächlich eine Gefahr von der Person (oder den Personen) ausgeht, die Vorschläge machen.

Besonders Männer unterschätzen die Risiken

In der Liebeszeitung (wie auch in anderen Publikationen) wurde schon oft darauf hingewiesen, dass es mehrere Risiken gibt, die unterschätzt werden:

- Männer unterschätzen generell das Risiko, das sie bei unbekannten sexuellen Aktionen mit einer Frau eingehen, vor allem dann, wenn sie die Frau bereits als wundervolle Sexpartnerin kennenlernten.
- Während viele Frauen zwar danach lüstern, einmal eine Affäre mit zwei Männern (Triole, Dreier) zu haben, sind sie in der Regel sehr vorsichtig bei der Auswahl – das ist gut so. Männer hingegen sind viel zu leichtfertig, wenn ihnen die Chance geboten wird, mit zwei Frauen die Nacht zu verbringen.
- Alle Personen unterschätzen das Risiko, sich einem Hetero-Paar hinzugeben, das ihnen weitgehend unbekannt ist.
- Alle Fetischisten und Anhänger „ungewöhnlicher“ Praktiken unterschätzen das Risiko, von Unbekannten in peinliche Situationen gebracht zu werden, besonders, wenn dabei mehrere Personen anwesend sind oder wenn fotografiert oder gefilmt wird.
- Untreue Ehepartner oder Verlobte unterschätzen das Risiko, in Lockfallen zu geraten, die zur Entlobung oder Ehescheidung führen können.

Häufig darüber nachdenken: Was wäre, wenn?

Das Leben ist hart – und der Umgang mit den Praktiken der Liebe ist es ebenso. Sinnvoll erscheint, das „Was-wäre-wenn-Prinzip“ häufig zu nutzen – also: Was wäre, wenn mir ein(e) Frau/Mann/Paar vorschlagen würde … die üblichen Einfügungen wären dann zumeist Rollenspiele, Fetische, Bisexualität, Fesselungen, lustvolle Strafen und dergleichen. Zwar ist die „aktuelle Reaktion“ nie vorhersehbar, weil möglicherweise die Partystimmung, die laue Sommernacht oder der Alkohol leichtfertig macht, aber ein bisschen kann man sich eben doch vorbereiten. Im Endeffekt ist dies sinnvoller, als ständig zu hoffen, dass nichts anderes als ein zartes Daunenbett auf euch wartet.

Titelbild © 2007 byeyeliam

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