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Was denkt eigentlich eine Domina?

Miss V. auf ihrer Webseite
Eine Domina denkt vor allem an ihr Geschäft, an ihr Wohlergehen und daran, ihr Privatleben und ihre geschäftlichen Aktivitäten zu trennen. Wie fast jede andere Frau auch.

Allerdings lebt eine Domina mit besonderen intellektuellen und emotionalen Herausforderungen. Dazu gehört, gesellschaftlich nicht anerkannt zu sein, aber ständig mit Männern zu tun zu haben, die über alle Maßen anerkannt sind: weiße, heterosexuelle, wohlhabende Männer.

Was, wenn frau erstens den Beruf der Domina ausübt, zweitens eine dunkle Hautfarbe hat und drittens noch eine Intellektuelle ist?

Die Journalistin Amanda Duberman hat eine Frau gesprochen, die sich „Miss Velvet“ nennt und in Chicago ansässig ist. Das komplette Gespräch wurde von der „Huffington Post“ in Deutsch und Englisch veröffentlicht. Die etwas reißerische Überschrift steht im Gegensatz zu dem nüchternen und erhellenden Gespräch, das die Journalistin mit „Miss Velvet“ führte.

Bild © 2018 by Miss Velvet (Ausschnitt)

Hinweis: Sind Sie interessiert am Thema? Wollen Sie etwas dazu beitragen, richtigstellen oder empfehlen? Sie können das tun - anonym oder unter Namensnennung - sagen Sie uns, wo wir Ihren Beitrag finden, schicken Sie ihn (oder den Link) per EMail oder sagen Sie uns, welche Erfahrungen Sie selbst als Dienstleiterin gemacht haben.

Der Februar in Liebe: Männer, Mythen, Dominierung und Bubis

Das Thema Männer reicht noch mindestens bis Ende März: Die Liebeszeitung widmet sich (endlich mal!) den Männern. Und sie deckte einen Mythos nach dem anderen auf. Und um es klar zu sagen: Wir wollen nicht herausfinden, wie „die“ Frauen Männer sehen, sondern wir wollen mal Aufräumen damit, die angebliche „Frauensicht“ als Standard zu setzen. Die Liebe hat ohnehin ihre eigene Gesetze, die Mutter Natur klugerweise nicht "rational" eingerichtet hat.

Keine Mythen und keine Hetzpropaganda über Männer mehr

Über die Quellen kann ich nur so viel sagen: Wir haben versucht, glaubwürdige Quellen zu finden, die weder dem typischen Populismus folgen („Männer sind so“) noch pseudowissenschaftlichen Forschungen, die beweisen sollen, dass Männer „minderwertig“ sind. Aber selbstverständlich sind wir auch nicht den Foren gefolgt, die ständig darauf hinweisen, dass Männer „so sein müssen“ oder Frauen „Ganz anders“, meist „hochwertiger“ sind. Übrigens ist dies eine Sisyphusarbeit, wie es überhaupt weitaus anstrengender ist, Wahrheiten zu finden als Sprüche nachzuplappern. Lesen Sie bitte unseren Artikel: „Sexualität auf männlich“, um sich ausführlich zu informieren.

Männer sind nicht „simpel“ und „penisgesteuert“

Bisher hatten wir veröffentlicht, warum männliche Sexualität nicht „simpel“ ist, wie durchaus auch manche männliche „Forscher“ oder „Experten“ behaupten. Der „Wahrheitsgehalt“ aller psychologischen Betrachtungen über „Männer als solche“ (wie auch über „Frauen als solche“) ist ohnehin, wenn überhaupt vorhanden, minimal.

Mythen auf den Müll – Geschwätz entlarven

Und so geht s weiter: Wir versuchen, den Mythos zu entkräften, Männer hätten keine „echten“ Gefühle. Das ist einfach, weil „echte Gefühle“ von vornherein nicht nachweisbar sind oder auch, weil es keine „falschen Gefühle“ gibt. Drittens (bereits veröffentlicht) geht s um das angeblich „polygame“ Verhalten speziell der Männer – oder einfach: um ihre angeblich fehlende Treue.

Männer, Bubis und andere Frauenmeinungen

Wie Frauen-Klischees über Männer aussehen können, haben wir bei einem frauenaffinen Blog entdeckt. Dort stellt die Redaktion wahrhaftig „Männer und Jungen“ gegenüber – wobei die Männer mit allen (in diesem Fall angeblich „positiven“) weiblichen Klischees bedacht werden, die „man“ sich vorstellen kann.

Kitsch oder Fakt – „Berühren der Seele“?

Etwas ungewöhnlich für uns: Ein Artikel über das „Berühren der Seele“ – solche romantisierenden, träumerisch-esoterischen Ausdrücke verwenden wir normalerweise nicht. Aber der Artikel erschien uns nötig, weil es nicht ungefährlich ist, sich „die Seele“ berühren zu lassen.

In BDSM keine Kompetenz?

Nicht gut angekommen ist eine unsere Umschreibungen aus einer (wie wir meinen, immer noch verlässlichen) Internetquelle über den männlichen Wunsch, von einer „schönen Frau“ dominiert zu werden. Ob sie nun schön sein muss, soll oder darf, ist aber eigentlich unerheblich. Wir werden weitere Recherchen anstellen – nur leider ist die unglaublich schwer. Denn „masochistische“ Männer, die dazu noch intelligent, ehrlich und offen sind dazu stehen, sich professionell dominieren zu lassen, gibt es wenige.

Domina-Themen und Unterwerfung

Damit noch einmal die Domina ins Spiel kommt – diesmal eher humorvoll: „Solide“ Frauen meinen ja oft, diese Dienstleisterinnen verdienten zu viel und täten dafür fast nichts. Darüber war ein Internet-Autor ganz anderer Meinung. Und wir finden: Der Mann hat recht. Themen um Dominanz und Submission werden uns aber nicht verlassen. Denn die meisten „braven“ Frauen haben keine Ahnung, warum ihre Männer die Dienste dieser Frauen suchen und was sie dort konkret erwartet. Dabei wäre es nicht ganz uninteressant, dies zu erfahren … oder was meinen Sie?

„Schöne“ Themen und Humor

Falls Sie nun an „ganz anderen Themen“ interessiert sind (eher auf der süßen Seite der Liebe) dann lesen Sie doch mal bei Sehpferd zum Valentinstag oder in der „Liebe Pur“, warum Frauen den Männern angeblich aufs Gebiss schauen.

Und ja: Ich melde mich hier jetzt wieder ab und an mit Zusammenfassungen.

Die Domina und akademische Dienstleister im Vergleich

Das kann teuer werden - ob es sich lohnt?
Manchmal macht es einfach Freude, eine vernünftige Sichtweise zu veröffentlichen – so wie diese hier.

Ich behaupte nicht, dass der Besuch bei einer professionellen Domina billig ist, aber er ist das Geld wert.


Der Autor kam zu dieser Stellungnahme, nachdem er sich eine Stunde von einer Rechtsanwältin beraten ließ. Ähnliche Stundensätze existieren für Wirtschaftsberater. Psychotherapeuten sind übrigens (normalerweise) deutlich billiger. (1)

Der Autor (2) glaubt, dass eine Domina im Grunde die höheren Kosten hat (vom größeren Risiko einmal angesehen). Ein normales Büro sei eben billiger als der Unterhalt eines Studios. Auch die Garderobe für den Business-Look ist vergleichsweise preiswert, ganz zu schweigen vom Kugelschreiber, der mit Sicherheit billiger ist als eine Sammlung von Schlegeln und Peitschen.

Interessante Sichtweise. Nun könnten die Berater dieser Erde einwenden, dass für ihr Tun auch ein langes Studium und die genaue Kenntnis des Fachgebiets erforderlich seien. Doch darüber sollten sie wirklich noch einmal nachdenken … denn wenn die Domina einen Fehler begeht, kann die Sache sehr, sehr übel ausgehen.

(1) Die Stundensätze können variieren, genaue Daten können Sie bei Bedarf bei Berufsorganisationen erfahren. Bei manchen Beratern reichen sie aber an die Stundensätze von Dominas heran oder überschreiten sie gelegentlich. Als Eckwert haben wir 200 Euro/Stunde angesetzt.
(2) Die Quelle eignet sich nicht zum Verlinken

2018 – Leidenschaft, Lust, Liebe oder Abenteuer?

Was streben Sie 2018 an? Leidenschaft, Lust, Liebe oder vielleicht erotische Abenteuer? Oder wäre es eher Glück, Zuversicht und Freude? Ist es Führungsanspruch, Macht und Geld?

Hübsch wäre ja, wenn Sie eine gewisse Ordnung in den Wust von Wünschen und Vorstellungen hineinbringen könnten. Sollten Sie 2018 die Führung, die Macht, das Ansehen oder das Geld anstreben, so achten Sie bitte einfach darauf, dabei nicht zu übertreiben. Von Glück, Zuversicht und Freude hingegen können Sie nie genug haben.

Kommen wir also zum Reizthema: Leidenschaft zeigen oder „so dahinleben“? Lust bis in die letzten Fasern des Körpers oder das flaue Gefühl, etwas zu versäumen? Liebe oder sich vom Alltag besetzten lassen? Knisternde Erotik in erregenden Abenteuern oder eine Kuschelecke zu zweit?

Leidenschaft scheint mir unersetzlich zu sein. Wenn Sie die Leidenschaft am Leben, an der Liebe, am Denken und am Fühlen verlieren, dann welken ihre Gefühle dahin. Auch die Lust ist eine gewaltige Triebfeder, die für viel enorm viel Gutes und gelegentlich für etwas Böses verantwortlich ist. Die Liebe ist – einfach unerlässlich, wenn sie sich wohlfühlen wollen, auch wenn sie manchmal schmerzen sollte. Und die erregende, abenteuerliche Erotik? Sie ist das Sahnehäubchen, das Ballkleid, die kleine Sünde. Gelegentlich muss sie einfach sein.

Wir dürfen von der Wollust, der Sünde, der abgrundtiefen Leidenschaft und ihren wilden Strudeln träumen. Millionen Menschen tun dies täglich, Frauen wie Männer. Und natürlich wollen alle etwas darüber lesen: die einen, weil sie sich so herrlich darüber empören können, die anderen, weil sie sich danach sehnen.

Und weil das so ist, werden auch wir weiterhin die Themen aufgreifen, bei denen besorgte Mütter aufschrecken und sich Jungfrauen empören. Jemand hat neulich einmal gesagt, wenn Homosexuelle heiraten dürfen, dann geht Sie als „Stino“ das nichts an. Und wenn der Vorstandsvorsitzende zur Domina geht und sich den Arsch verbläuen lässt, dann geht Sie das ebenfalls einen Scheißdreck an. Eigentlich geht Sie gar nichts an, was Menschen aus Lust miteinander treiben, wie, wann und warum sie einander lieben und vögeln, und was sie sich dabei denken.

Sie dürfen aber gerne daran denken, wie ihre inneren dunklen Lüste ihre schwarzen und dunkelroten schwer duftenden Blüten austreiben. Und sie können gerne darüber lesen, wie lustvoll Schmerz sein kann und warum die Lust nicht immer vom anderen Geschlecht erzeugt wird. Und sie dürfen sich heimlich in die Rolle von Verführerinnen, brutalen Herrinnen, und Foltermägden hineinversetze. Ebenso obliegt es nur Ihnen, ob sich sich in die verführte Unschuld hineinträumen, die unterwürfige Sklavin oder die malträtierte Beschuldigte. Und die Herren dürfen Ähnliches für sich beanspruchen.

Ich denke, dass unsere Autoren auch 2018 wieder einige interessante, überraschende, lustvolle und empörende Themen für Sie haben, die Ihnen den Mund wässern – gleich, ob sie dann auf ihren Bildschirm spucken oder die Hand unter den Schreibtisch gleiten lassen. Es sieht ohnehin niemand.


Orgien, Schmerz, Fesselungen und Frauenwünsche

Im Traum verfügt sie über ihn, wann sie mag ...
Weihnachten ist ja nun vorbei – und da haben wir uns gefragt: Wie hoch ist eigentlich der Prozentsatz von Frauen, die sich einmal lustvoll in Abhängigkeit von einem Mann begeben möchten, die gerne Orgien feiern würden und die sonst in irgendeiner Weise ungewöhnliche erotische Vorstellungen haben. Welche Gedanken versetzen Körper und Geist in lustvolle erotische Schwingungen? Und spielen Ruten, Rohrstöcke, Wachs und Fesslungen wirklich noch eine Rolle? Kindheitserinnerungen an die Rute werden immer seltener, und insofern fragen sich viele Menschen, warum so viele Frauen und Männer eine Art Hassliebe auf Schläge entwickeln. Und bevor Sie sich als Frau beschämt zur Seite drehen und das Gesicht verbergen – es handelt sich um Wünsche, die bestenfalls in einsamen Stunden im stillen Kämmerlein und auf weichen Matratzen zu Orgasmen führen. Und den Männern sei gesagt: Darüber etwas zu wissen, ist in Ordnung - es zu erproben, führt hingegen zumeist in eine Sackgasse. Denn die Gedanken werden von den meisten Frauen als höchst intimes Gut behandelt – so intim und geheim, dass sie mit einem Mann nicht darüber reden würden.

Frauenfantasien - ist "heftig" wirklich neu?

Die Presse wollte es ja angeblich dieser Tage wissen – doch wir haben unser kleines rotes Büchlein hervorgeholt und sagen: Die Lust an der erschröcklichen Lust, die Frauenwangen immer noch erröten lässt, ist längst bekannt. Das Ungewöhnliche steht immer im Vordergrund, und zwar ungefähr so:

1. Ungewöhnliche Orte, an denen frau erwischt werden könnte.
2. Ungewöhnliche Partner, vor allem Fremde.
3. Eine ungewöhnliche Anzahl von Personen, von drei bis Partygröße (Orgien).
4. Höchst ungewöhnliche Aktivitäten wie Unterwerfung, Fesselungen und Schläge.
5. Bi-Kontakte unterschiedlicher Art.

Ob solche Gedanken in der Zukunft aus den Hirnen auswandern und in eine „kontrollierte Realität“ umgesetzt werden, bleibt abzuwarten. Denn bei allem Abenteuergeist legen die meisten Menschen Wert darauf, dass bei Orgien, SM-Aktivitäten und sexuellen Abenteuern nur das geschieht, was auch in den Rahmen fällt, den frau oder man sich zuvor erdacht hatte.

Realitäten und Pornografien

Erlauben Sie mir noch drei Anmerkungen?

1. Pornografie oder Fantasy-Literatur hat mit der Realität herzlich wenig zu tun. Was wirklich möglich und erstrebenswert ist, muss jede Frau (und natürlich jeder Mann) für sich selbst herausfinden.
2. Viele Wunsch-Aktivitäten sind in der Fantasie lustvoller als in der Realität. Wer nie weggesperrt, geschlagen, gefesselt oder erniedrigt wurde, kann sich kaum vorstellen, wie die Realität dessen aussieht.
3. Die meisten wirklich erfüllenden Aktivitäten haben eher etwas mit lustvoller Begierde zu tun als mit einem Ritual. Das heißt: Wer keine erotische Lust auf seine(n) Partner (in/nen) hat, wird früher oder später die „Kälte der Professionalität“ spüren.

Hinweis: Die tatsächlichen Zahlen und die wirklichen Prozentsätze liegen der Liebeszeitung vor. Das Bild entnahmen wir einer anonymen erotischen Bilderserie der 1930er Jahre.