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 Liebeszeitung - Lüste, Liebe, Beziehungen und viel mehr.

Sprichst du schon „Giraffe“ oder noch „Schakal“?

Giraffe und Schakal (oder Wolf) - das ungleiche Paar

Ich nehme mal an, dass du die Überschrift nicht verstehst, und ich will hier auch nicht erklären, warum wir alle plötzlich zur „Giraffenkommunikation“ übergehen sollten.

Wenn du allerdings mehr über die Kommunikation mit all ihre Theorien, Praktiken, Grenzen und Möglichkeiten wissen möchtest, dann empfehle ich, einen Blick auf mein neues Blog „Realfeelings“ (echte Gefühle) zu werfen. Derzeit schreibe ich dort über Gefühle und Kommunikation.

Die Ausdrücke „Giraffen“ und „Schakale“ sind übrigens Metaphern für Kommunikationsstile nach Marshall Rosenberg. Sie verbreiten sich wie ein Lauffeuer durch das gesamte deutsche Internet.

Konzentration auf „Kommunikation“

Ich beschäftigte mich seit 1976, also seit 50 Jahren, mit menschlicher Kommunikation.

In den letzten Wochen und Monaten habe ich daran gearbeitet, meine Schriften aus den Jahren 1976 bis 1991 zu überarbeiten und der Öffentlichkeit auf „Realfeelings“ zur Verfügung zu stellen.

Beim Thema „menschliche Kommunikation“ setze ich dort an, wo die Theorie ihre Faszination verliert: in der Praxis. Gleichwohl nenne ich die historischen Wurzeln der Kommunikationstheorie, weise aber auch auf ihre Schwächen hin.

Wer es lesen mag: Hier ist der Schlüssel zu der vorläufigen Version, die noch aus lauter Einzelartikeln besteht.

Wer mag, soll sie bitte beurteilen, kritisieren oder meinetwegen auch verreißen. Wer sie gut findet, kann es einfach in die Welt des Internets hinausposaunen. Wer sie nicht mag, könnte dies vorzugsweise mir sagen.

Neues zu einer Volksweisheit - „Gleich und Gleich“

Volksweisheiten wie - „Gleich und Gleich“ oder auch "Gegensätze ziehen sich an" sollten kritisch hinterfragt werden. Stattdessen wurde "Gleich und Gleich" nun angeblich wissenschaftlich bestätigt. Wem nützt dies? Den Partnersuchenden? Unser Autor zweifelt daran.

Für manche Psychologen und Soziologen ist längst bewiesen, dass „Gleich und Gleich“ der Schlüssel zur perfekten Partnerschaft ist. Andere bezweifelnd dies. Allerdings sagen sie nicht „Gegensätze ziehen sich an“, sondern beispielsweise: „Die Eigenschaften von Paaren sollten sich ergänzen“.

Es gibt also drei Meinungen zum Thema:

1. Die Formel „Gleich und Gleich“ ergibt ideale oder harmonische Paare.
2. Gegensätze ergeben neue Perspektiven und interessantere Beziehungen.
3. Ergänzungen ergeben Mehrwerte oder Synergien.


Die erste These, so berichten zahllose Zeitungen immer wieder, habe sich als zutreffend erwiesen – doch welchen Wert hat diese Feststellung?

Woraus ergibt sich die Harmonie in Beziehungen?

Für Menschen mit relativ simplen Vorstellungen vom Zusammenleben spielte die Harmonie schon immer die größte Rolle. Doch auch sie basiert auf Persönlichkeitseigenschaften wie Verständnis, Toleranz, Problemlösungsfähigkeit und sicher auch Anpassungsfähigkeit. Sie werden also gerne lesen, dass die „Vögel mit gleichen Federn“ immer wieder zusammenkommen und damit glücklich werden.

Doch stimmt das alles wirklich? Oder schafft die Wissenschaft mit ihrer etwas einseitigen Betrachtungsweise vielleicht sogar Pseudofakten?

Sicher scheint nur zu sein, dass es auf die Kriterien für die angeblichen „Gleichheiten“ ankommt. Doch es gibt noch eine ganz andere Interpretation. (Zitat)

„Die ... Ergebnisse deuten darauf hin, dass selbst in Situationen, in denen wir das Gefühl haben, eine Wahl in Bezug auf unsere Beziehungen zu haben, möglicherweise Mechanismen hinter den Kulissen wirken, die uns nicht vollständig bewusst sind“.

Da war noch die Liebe, oder?

Könnte eines der „Mechanismen“ vielleicht Liebe sein? Ich kann nur hoffen, dass meine Leser(innen) sich auf sich selbst besinnen, bevor sie „Forschungsergebnisse“ als Grundlage für ihre Lebensplanung wählen.

Quellen:

(1) Studienergebnisse mit Zweifeln von einem Fachmann.
(2) Ursprung des verwendeten Zitats aus "Independent" (Tanya Horwitz).

Sexualität und Glaube

Ubomis Gedanken in Kladde - 2026-02-11

Sexualität ist ein Naturtrieb – Glaube ist eine Möglichkeit, das Gehirn so zu beeinflussen, dass es relativ festen, aber weitgehend abstrakten Regeln folgt.

Konflikte als Erfolg?

Ist das geschehen, dann ist auch der Konflikt vorprogrammiert: Die eine Seite, also der natürliche Trieb und die andere Seite, also seine Unterdrückung, vertragen sich nicht.

Menschen können damit leben. Kein Sex zu haben, ist für manche „auch eine“ Lösung, für andere die einzige Lösung überhaupt.

Doch eine Frage bleibt: Ist es sinnvoll, einen Konflikt in einen Menschen einzuprogrammieren, der sich nur schwer bewältigen lässt? Und falls die Frage jemals mit „Ja“ beantwortet wird: Was haben eigentlich die „Programmierer“, also Eltern, Erzieher oder Kirchenleute davon?

Verflixt, das Neue lässt auf sich warten …

Mein Versprechen, im Jahr 2026 „etwas“ an der Liebeszeitung zu ändern, konnte ich nur unzureichend erfüllen. Kurz gesagt: Das Denken außerhalb der festgefahrenen Muster ist offenbar nicht gut „angekommen“. Einfach schade? Zeiterscheinung? Meine Schuld?

Was heute gelesen wird, sind Artikel über „Versprechungen". Das heißt: Redakteure oder Redakteurinnen preisen etwas „Positives“ an, von dem sie irgendwo gelesen haben. Da „Soziale Netzwerke“ offenbar als verlässliche Quellen dienen, kommen sie ebenso infrage wie irgendwelche Umfragen unter „unseren Mitgliedern“.

Bei der „richtigen“ Forschung ist ebenso unklar, warum Studien unter ein paar Hundert Studierenden ein Bild der „aktuellen Situation“ aller Menschen widerspiegeln sollen. Zumal, wenn man entsprechend blauäugig ist und alles glaubt, was aus der Forschungsecke kommt.

Seit ich meinen Artikel über Änderungen im Jahr 2026 zum Thema veröffentlicht habe, hat sich daran nichts geändert.

Gut, und was konnte ich daran korrigieren?

So gut wie gar nichts – die Druck-Erzeugnisse und Webseiten des „Mainstreams“ locken diejenigen an, die auf Wunder hoffen – egal unter welchem Deckmäntelchen. Sicher gibt es Ausnahmen, aber die fallen bedauerlicherweise meist unter den Tisch.

Wo bleibt die eigene Wirklichkeit?

Schon 1976 – also vor 50 Jahren – beklagten einige Autoren (1),

„… dass der Glaube, es gäbe nur eine Wirklichkeit, die gefährlichste aller Selbsttäuschungen ist.“

Zeit der Glaubenssätze - die "eine" Wirklichkeit

Damals gab es noch kein Internet. Wenn überhaupt jemand Einfluss auf eine „einheitliche ethische Weltsicht“ hatte, waren es die christlichen Religionen, die Ideologien und das sogenannte „Volksempfinden“.

Geblieben ist die Selbsttäuschung sowie das ständige „herumreparieren“ an den Rissen dieser Denkgebäude. Sie werden „schöngeredet“, um den Schein der Wirklichkeit aufrechtzuerhalten.

Schaffen wir unsere Wirklichkeit - und reden wir darüber

In Wahrheit aber ist die Wirklichkeit stets auf Reisen und erfindet sich neu – und das sollte ein Anlass sein, uns auf uns selbst zu konzentrieren. Damit legen wir auch die Grundlagen, mit einer Handvoll Menschen eine „wahrscheinlichere“ Wirklichkeit zu bilden.

Fragen - gibt es Antworten?

Anders denken? Nicht mit den Massen gehen? Eigene Wege suchen? Etwas für sich selbst und an sich selbst zu ändern? Das alles ist anstrengend. Möglicherweise zu herausfordernd, um gelesen, aufgenommen und verwirklicht zu werden?

Ich denke darüber nach. Gibt es noch jemanden, der es auch tut?

Dann hätten wir vielleicht ein neues Thema - wie schon einmal, Anno 1976.

(1) Buch: "Wie wirklich ist die Wirklichkeit", Zitat aus dem Vorwort , München 1976