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Was ist eigentlich aus Prostitutions-Apps geworden?

Hausbesuch
Seit der Erfindung der Smartphone-Apps für "Dating" gehen Gerüchte, dass ein Teil dieser Apps für offene oder verdeckte Prostiution genutzt wird. Noch 2015 war die Presse voll davon - doch was ist inzwischen eigentlich aus Prostitutions-Apps geworden?

Apps gibt es für alles – auch für die Prostitution. Einige der bestehenden Apps stehen zumindest im Verdacht, sich unter anderem auch an Prostituierte zu wenden, die verschleiert arbeiten (das heißt dann Sponsoring). Doch das gilt für die USA. Was ist nun eigentlich mit den Apps, die gezielt Prostituierte auf der einen und Freier auf der anderen Seite verbinden wollen? Der Liebesverlag sucht Menschen, die damit Erfahrungen haben, sei es als „Kunden“ als „Dienstleiterinnen“ oder als Betreiber.

(Bild: nach einem 50-er-Jahre Groschenheft)

Wenn Sie mit dem Herausgeber darüber sprechen wollen, dann beginnen Sie am besten gleich hier:


Höret, ihr Sapiosexuellen, euer Weg ist gefunden

Wie findet ein Sapiosexueller seinen Partner? Oh, sie wissen nicht, was sapiosexuell ist? Etwas ganz Perverses: Man bekommt Lust auf den anderen durch dessen Intellekt. Oder Klugheit macht sexy. Oder, damit es auch mal offiziell wird: (Quelle Urban Dictionary)

Sapiosexuell ist jemand, den den Inhalt des Geistes eines anderen als seine attraktivste Eigenschaft ansieht, weit mehr als seine körperlichen Eigenschaften.


Ei, ei … und wer einen Sapiosexuellen sucht, muss er dann selber auch sapiosexuell sein?

Nö, natürlich nicht. Er oder sie muss sich ja nur in den Geist vergucken.

Der Hersteller einer neuen App sieht das ganz anders: Er will die Klugen mit den Klugen verkuppeln, und man behauptet gleich mal rotzfrech:

„Sapiosexuelle können nicht einfach als Leute definiert werden, die nur von hoher Intelligenz angezogen werden.


Ei, ei, und was wollen Sie noch?

Sie werden vielmehr von einem passenden Niveau angezogen, das aus Intelligenz, Interessen, Konversation, Esprit und Sinn für Humor besteht.


Wer am Glücksrad mitdrehen will, muss allerdings erst einmal zum "Verhör": 300 Fragen warten auf sie oder ihn.

Angeblich wird damit ein Anti-Abschlepp-Effekt ausgelöst. Denn wer einer Dating-Organsiation 300 Fragen beantwortet, ist wahrscheinlich eher nicht „sapiosexuell“, sondern vermutlich zwanghaft.

Wie auch immer – am Supermarkt der Apps hat sich „Sapio“ eingenistet.

Quelle: Thenextweb

Flirt- und Datingportale, die es gar nicht gibt

Eines der vielen Fake-Profile im Internet
Wir warnen vor Flirt- und Datingportale, die es gar nicht wirklich gibt. Die Damen (und manchmal auch die Herren) sind oftmals fiktive Personen, die von Mitarbeiter der Betreiber wie Marionetten an Fäden gezogen werden.

Mit raffinierten AGB versuchen diese Sex-Dating-Anbieter, Flirtbösen und Kontaktbörsen ihre wahren Absichten rechtlich abzusichern. Manche verklausulieren dies geschickt – und andere sagen inzwischen auch einfach, was sie sind: Goldgruben, um Kunden zu schröpfen, die geil auf Sex sind.

Die Frage ist ist allerdings, wer die AGB liest, bevor er sich schröpfen lässt, und deshalb meine Empfehlung: Immer AGB lesen, und falls Zweifel bestehen: Ausdrucken und der örtlichen Verbraucherzentrale vorlegen.

Schneller Sofortsex mit Online-Frauen ist wahrscheinlich ein Märchen

Der Traum der freien Auswahl bleibt ein Traum beim Casual Dating
Die Märchenerzähler sind überall. Ihr Trick: Sie nehmen gewisse Zeitströmungen auf, die viele schon einmal gehört haben, die aber an sich kaum mehr sind als ein bisschen Sensationsmache. Vor allem im Bereich der Erotik, in dem der Leser selten nachfragt, weil er sich schämt „so etwas“ zu lesen, kann eine geschickte PR-Agentur die Mücken auf Elefantengröße aufblasen. Und so wird aus einer Randerscheinung, die tatsächlich existiert, dann eine Tendenz, und aus der Tendenz wird ein Trend generiert. Ob es sich um ungesicherte Forschungsergebnisse, überzeugte Veganer, Mitleidskampagnen mit der Armut oder Frauen auf sexueller Abenteuersuche handelt, ist im Grunde gleich. Die PR-Maschinerie läuft wie geschmiert, wenn sie einmal angelaufen ist.

Willfährige Helfer, unter ihnen ganz selbstverständlich auch Journalisten, bringen die Dinge dann unters Volk – und das Volk hält fast alles, was über leidlich seriöse Kanäle zu ihm kommt, für die Wahrheit. Die Suche nach Fakten ist gelegentlich sogar aussichtslos. Wenn behauptet wird, dass sieben Prozent der Frauen latent bisexuell sind, kann dies ebenso richtig sein wir die Behauptung, 70 Prozent der Frauen würden sich eine Geliebte wünschen. Es kommt auf die Fragestellung, die Spannweite des Begriffs und die Interpretation an.

Manche Frauen suche wirklich nach Lust - aber diskret

Diesmal sind es Frauen, die angeblich vehement, hemmungslos und offensiv nach Sexpartnern im Internet suchen. Einige mir bekannte Medien haben diese Meldung sogar in Variationen gebracht – immer so, dass man haarscharf nicht merkt, dass sich dahinter ein kommerzielles Interesse verbirgt.

Fragt sich: Wie viele Frauen suchen eigentlich nach Sex im Internet? Wie viele von jenen, die suchen, haben ausschließlich emotionale oder sexuelle Wünsche? Und wie viele davon sind tatsächlich bereit, mit einem unbekannten Mann sofort auf Kommando zu vögeln?

Mir ist nicht bekannt, ob die gerade laufende PR-Kampagne der Auslöser für eine Pressmitteilung des Casual-Dating-Portals „Secret“ (1) war. Jedenfalls weist man dort darauf hin, dass der Weg zum „schnellen, unkomplizierten Sex“ doch etwas länger ist und eher in einem abgesicherten Rahmen verläuft. Hier ein Textauszug:

Eine Umfrage unter 1.100 weiblichen Mitgliedern des Premium-Casual-Dating-Portals Secret.de zeigt: Für jede zweite Frau (55 Prozent) ist ein Casual-Date ein ganz normales Treffen zum gegenseitigen Beschnuppern. Nur acht Prozent treffen sich direkt zum Sex.


Sexsuche der Frauen: Nicht neu, nur anders, offener und eine größere Anzahl

Obgleich auch dies eine PR-Maßnahme ist, klingen diese Sätze deutlich moderater als der Trick, die suchenden Frauen von vornherein als Sexobjekte darzustellen, die lediglich deshalb mit Höflichkeit behandelt werden müssten, um zu vertuschen, dass nichts als Sex angesagt ist.

Sehr interessant sind in diesem Zusammenhang allerdings einige weitere Beobachtungen:

1. Auch in der Welt des seriösen Datings gib es Frauen, die sich beim ersten Date ihre Süßigkeiten holen, falls der Mann gefällt. Die Schätzungen liegen bei etwa zehn Prozent – je nach Portal und Befindlichkeit kann der Anteil aber auch wesentlich höher oder etwas niedriger liegen. Danach wird natürlich niemals gefragt – und falls gefragt wird, bekommt man keine verlässlichen Antworten.
2. Auch bei den Vorläufern des Online-Datings suchten zahlreiche unabhängige Frauen nach Liebespartnern ohne Bindungswunsch. Da sie nicht als „Schlampen“ entlarvt werden wollten, annoncierten sie ganz bewusst unter „seriösen Bekanntschaften“, ja, sogar unter „Heiraten“.
3. Von manchen Plattformen (und Beratern) wird das erste Date heute noch so geschildert, als sei es eine Höflichkeitsveranstaltung ohne erotische Brisanz. Und obgleich dies absoluter,offenkundiger Unsinn ist, wird es immer wieder behauptet.

Die heutige Trennung von Single-Börsen, Online-Partervermittlungen und Casual Dating weist im Grunde nur darauf hin, wie der Grundgedanke bei der Anmeldung war,,aber nicht, was sich während des Dates entwickelt:

1. Bei gewöhnlichen Dating-Anbietern (Single-Börsen mit „Anzeigencharakter“) ist immer alles offen. Alles kann gesucht und gefunden werden – von „besonderen Wünschen“ über den ONS bis zur Ehe.

2. Bei den teuren und sich selbst „seriös“ nennenden Online-Partnervermittlungen trifft man zwar überwiegend tatsächlich partnersuchende Frauen und Männer – aber nicht alle tragen die Scheuklappe: „Ich will von dir nur etwas, wenn du mein Ehepartner werden willst, alles andere lehne ich ab.“ Solcher Starsinn wäre nicht nur unmenschlich, sondern auch dumm, denn auch die Dating-Partner haben oft einen „Plan B“ für das Date. Es ist immer die Frage, was man sich gerade „gönnen“ will.

3. Beim Casual Dating steht die kurze Beziehung im Vordergrund – das wissen die Damen, aber eben auch die Männer. Das bedeutet nun aber, dass meist relativ viele Männer ohne feste Vorstellungen ziemlich wenigen Frauen gegenüberstehen, die recht genaue Vorstellungen davon haben, wie eine wirklich schicke und erregende Liebesnacht verlaufen sollte.

Wer meinen Punkt drei sorgfältig liest und wenigstens minimale Kenntnisse in Ökonomie hat, wird feststellen, dass sich der Markt nach den Wünschen der Frauen richtet und das es für Frauen Männer zum Aussuchen für jede Aktivität gibt. Üblicherweise kommt eine Frau, die weiß, was sie will, auf zwei Männer, die überwiegend nur wissen, dass sie gerne vögeln würden. Man kann dies höflicher ausdrücken, aber der Markt gestattet im Grunde keine Höflichkeit – auf ihm wird Tacheles geredet.

(1) zwischen der Liebeszeitung und Secret bestehen keine unmittelbaren kommerziellen Beziehungen, und dieser Beitrag wurde nicht gesponsert.

Wie kommen eigentlich Singlefrauen im Bett auf ihre Kosten?

Vögelen - wo der Vogel war, war auch die Lust


Bei einem Handel will der Kaufmann wenigstens so viel einnehmen, dass seine Kosten gedeckt sind – selbst dann, wenn kein Gewinn eingefahren werden kann. Oh, in welches Wespennest bin ich denn nun gestochen? Geht es um einen Herrn, der viel gezahlt hat und dann nicht die Lust genießen durfte, die ihm die Dame versprach? Oder reden wir von einer dieser empörten Damen, die so viel in „ihre Beziehung investiert“ hatten und am Ende keinen Bettwärmer mehr hatten?

Na gut - ganz brauchbare Vibratoren gibt’s schon ab 30 Euro, da käme die Single-Frau doch auch auf ihre Kosten. Oder etwa nicht? Ja, richtig, plus Batterien, weshalb die lustvolle Dame inzwischen Vibratoren mit Akku oder USB-Anschluss bestellt.

Nein, nichts von alledem. Gemeint war, wie (überwiegend) frau zu einer hübschen kleinen Vögelei zwischendurch kommt. So jedenfalls las ich es heute, und so kann man es auch gelegentlich in Foren lesen.

Im Mittelalter hat die lüsterne Dame dazu noch den leibhaftigen Ziervogel im Freien gezeigt, damit der lüsterne Lover wusste, dass „die Luft rein ist.“

Doch was macht frau, wenn kein Troubadour in der Nähe ist? Wie kommt sie dann „auf ihre Kosten“? Und wie kommt die moderne Frau auf ihre Kosten, wenn sie in Dates investiert?

Um es mal klar zu sagen: Wer bei der Liebeslust Kosten-Nutzenrechungen aufmacht, ist als Mann ein Typ fürs Bordell. Und die Frau eine Kandidatin für einen Escort-Mann. Überall woanders ist die Freude an der Lust ein Geschenk – und bei Geschenken fragt man nicht nach den Kosten.