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Nicht nur beim Dating: kein Wort über Sex?

Es ist kein Wunder, dass so viele Blogger(innen) so besorgt um die Bewahrung ihrer Anonymität sind. Denn wären sie es nicht würden sie angemacht und angefeindet.

Es ist nicht das Sein. Niemand bezweifelt, dass die Frauen, die in Blogs schreiben, sexuelle Persönlichkeiten sind. Es geht um den besserwisserischen Mob das draußen. Von „schau mal, was die Schlampe schreibt“ bis hin zu: „Das gehört doch auf den Index“, sind sich alle Misanthropen, Moralisten und Weltenretter einig: Da ist eine Frau (oder ein Mann) im Sack, da müssen wir draufhauen. Und wenn eines dieser Krokodile mal an die Rampe getreten ist, dann helfen Suchmaschinen und soziale Netzwerke sofort, die gottverdammten Lügen über die ganze Welt zu verbreiten.

Also: Redet nicht über Sex. Männer können es vielleicht tun. Frauen nicht. Wenn eine Frau wie seine Sau schwitzt, so wurden wir einst belehrt, schwitzt sie nicht wie eine Sau. „Männer transpirieren vielleicht, aber eine wohlerzogene junge Dame fühlt sich ein wenig heiß“. Nun gut. Wir haben verstanden. Wir wissen: Frauen machen sich’s nicht selbst. Männer masturbieren vielleicht, aber Frauen gönnen sich bestenfalls „ein kleines Vergnügen zwischendurch“.

Am besten ist immer, sich in jeder Hinsicht bedeckt zu halten: Vorsicht mit Fotos, auch dann, wenn sie „brav“ sind. Wenns schon Fotos sein müssen, dann bitte das Gesicht nicht zeigen … und alle Merkmale wegretuschieren, die auf die Identität hinweisen. Das Geburtsdatum? Niemand muss wissen, ob du gerade 18 oder bereits 80 bist.

Deine Identität ist ein Teil der Medaille. Deine Figuren sind eine andere. Früher oder später glaubt aber jeder Idiot, du wärest die rothaarige, mannstolle Heldin um die 40, die den anderen die Butter vom Brot nimmt. Oder das blonde Escortgirl von blutjungen 21, das für Partys von Top-Managern gebucht wird. Oder vielleicht die bisexuelle Frau mit der Rattenfrisur, die unbedarften jungen Frauen die Tonleiter der Lust beibringt. Und selbst, wenn sie das nicht denken sie, dann fragen sie sich, ob du ein krankes Hirn hast, das sich „so etwas“ ausdenkt.

Gute Mädchen reden nicht über Sex, schreiben nicht über Sex und vollziehen Sex bestenfalls mit dem Ehemann – wenn überhaupt. Und weil das so ist, gehörst du, die du über Sex schreibst, zu den bösen Mädchen. „Du Schlampe! Bist selbt verdorben und verdirbst andere!

Ja, stell dir mal vor, jemand liest das und macht das nach – das wäre ja schrecklich – Kind, hast du denn kein Ehrgefühl?“ Sätze wie diesen kennt wahrscheinlich jede und jeder. Und wenn’s jemand nachmacht? Zumeist wäre das doch nicht so schlimm, oder?

Kein Wort über Sex. Eine recht gute Freundin sagte einmal: „Rede nicht lange, küss ihn einfach nieder.“ Beim Date, das weißt du so gut wie ich, geht alles. Verführen, verführen lassen – und am Ende behaupten, alles sei so zufällig über dich gekommen.

Nur … ob das gut ist?

Ich weiß nicht so recht. Eine(r) muss doch über Sex reden. Wenigstens, wo es stattfinden soll und ob er ein Kondom dabei hat.

Wann und wie ziehst du dich eigentlich aus?

Schlank, jung und schön ist es kein Problem ...
Das Date war super, und du fasst den Entschluss, den Typen noch bis zum Morgen zu behalten. Natürlich kommt er mit dir in die Wohnung, da reicht ein sanftes „Komm“. Und natürlich weiß er, dass du nicht Siebzehn und Vier mit ihm spielen willst, sondern dass demnächst sein Penis anschwellen soll, möglichst eingebettet in ein bisschen Romantik. Und irgendwie musst du dich dann ja auch noch ausziehen. Na ja, wenn er’s nicht tut. Aber eigentlich – könntest du nicht noch ein bisschen angezogen bleiben?

Ich weiß ja nicht so genau, wie ihr tickt, aber ist es nicht wundervoll, wenn er erst einmal deinen Körper über dem T-Shirt, der Bluse oder dem Kleid streichelt?

Na ja, Männer sind unterschiedlich. Manche wollen pure Natur, kleine, niedliche Brüste, die nicht einmal ein BH bedeckt, süße Kätzchen mit weichen, natürlichen Haaren, und eine Haut, die sanft nach Frau riecht. Die mögen es, wenn du nackt aus der Dusche kommst oder einfach dein Kleid fallen lässt oder das T-Shirt abstreifst.

Die anderen wollen deinen Körper durch deine Kleidung hindurch entdecken. Wo scheint etwas durch, wo verbirgt sanfte Spitze die Brustansätze? Sie wollen, dass du im Kleid oder Rock erscheinst, und sie wünschen sich, dass du darunter noch fantasievolle Spitzen und kontrastreiche Strapse trägst. Irgendwie setzen sie das Optische in Geilheit um.

Wenn du über 35 bist oder etwas größere Brüste hast, die nicht mehr so straff sind wie früher, dann bist du mit dem zweiten Typen besser bedient. Der bekommt seine Lust über die Augen, und je frecher deine Dessous sind, umso erregter wird er. Und du musst sie nicht unbedingt ausziehen, jedenfalls nicht, solange ihr sitzt oder steht. Wenn’s dann wirklich zur Sache kommen soll: Strapse ohne Pants sind immer gut, egal, wodurch du dein eigenes Vergnügen bekommst.

Wenn du deinen neuen Typen zu Hause verführen willst, hast du alles in der Hand: Ort, Licht, Make-up, Düfte und Klamotten. Du kannst dich noch einmal umziehen (leichter oder etwas frivoler) und ihm deine schönsten Seiten auch dann zeigen, wenn du nicht mehr so schlank, jung und sportlich bist. Ein guter Tipp ist immer, dass du dich erst ganz ausziehst, wenn ihr wirklich im Bett liegt. Dann bleibt der optische Eindruck in Erinnerung, den der Mann zuvor hatte – und nun kommt das süße Hautempfinden dazu.

Was meint ihr? Ist das gut so? Wie macht ihr es? Und wie denken die Männer darüber?

Warum es besser sein kann, keinen Dreier anzuleiern

Stehen wir dem Dreier zu positiv gegenüber? Nein, denn wir haben gar keine Meinung dazu. Wir wissen aber, dass viele von euch davon träumen. Frauen tun es, und Männer tun es sowieso. Und natürlich auch Paare, die mal ein bisschen abheben wollen. Hier hast du fünf Punkte, die gegen Dreier sprechen. Du kannst anderer Meinung sein, dann sag es einfach.

1. Die Erwartungen sind viel zu hoch.
Egal, welche Art von Dreiern du anleierst – die Erwartungen sind immer hoch – und die Resultate? Eher fragwürdig. Eigentlich weißt du ja gar nicht, was du erwarten kannst, oder? Und die Kerle, die du einlädst, oder die dich einladen, wissen auch nur aus Pornos, was passieren könnte. Wenn man ein Pornostar ist. Dann ist so was nämlich Routine. Aber für dich nicht. Glaube ich jedenfalls.

2. Drei sind Drei – und ohne Regie eine(r) zu viel.
Du kannst einen Dreier mit zwei Männern haben, mit zwei Frauen, oder einem Mann und einer Frau. Die Möglichkeiten sind – na ja, das will ich hier nicht ausweiten. Aber du kannst sicher sein, dass einer oder eine ein bisschen benachteiligt wird. Du hast ja meistens kein Drehbuch, und keinen, der Regie führt.

3. Gleichgeschlechtliche Kontakte verwirren.
Verlagen kann’s niemand, aber erwartet wird’s manchmal. Vor allem von Frauen. Ob’s die gefällt oder nicht, du willst ja kein Spielverderber sein. Und Männer? Sie haben meistens eine Heidenangst vor intimen Berührungen mit Männern – die kommen aber nun mal vor bei Dreiern, auch unbeabsichtigt.

4. Allzeit bereit?
Frauen „können immer“? Aber nicht mit Lust, und wie soll die Lust denn eigentlich hervorgezaubert werden? Und Männer? Viele Männer haben sowieso Probleme mit der Erektion, und dann noch unter Sress oder in Konkurrenz zueinander?

5. Die Beziehungen – was, wenn?
Die Beziehung kann den Bach runtergehen. Zum Liebespartner, zum Ehepartner, zu Freund oder Freundin, die Nummer Drei gibt. Das ist Schade, weil Liebe, Ehe und Freundschaft mehr bedeuten als die schnelle Lust zu dritt.

Sollte ich nun davon abraten? Nein. Niemand wird einen Rat befolgen, sei er „pro Dreier“ oder „kontra Dreier“. Und ich weiß, dass es auch ganz andere Meinungen und Erfahrungen gibt. Doch ich sage nur dies: Deine Gefühlswelt ist danach anders als vorher. Damit musst du rechnen, und wenn du das als Chance siehst. Meinetwegen. Es könnte aber auch ein Risiko für dich bedeuten.

Hey, anderer Meinung? Schreibe eine Antwort, oder schicke uns deinen Artikel zum Thema.

Was du vermisst, wenn du liebst – und nicht geliebt wirst

Wenn du liebst, aber nicht wiedergeliebt wirst, kann das viele Gründe haben. Wahrscheinlich liebst du es einfach, verliebt zu sein. Und der Mann, den du auf diese Weise liebst, nimmt dankbar hin, was er bekommt – aber er liebt dich nicht. Oder du bis versessen auf eine bestimmte Art von Liebe, zum Beispiel in die „romantische Liebe“ und du erwartest, dass deine Liebe genauso erwidert werden muss. Schließlich könnte es sein, dass du dir nur vorstellst, von der Person fasziniert zu sein – während du in Wahrheit ganz versessen darauf bist, dass du endlich bekommen willst, was du vermisst.

Ganz schlimm wird’s, wenn du glaubst, du hast Anspruch auf das, was du vermisst. Aber das wäre ein ganz anderes Thema …

Kürzlich erschien ein Buch über unerfüllte, einseitige Liebe in englischer Sprache, das seither in vielen Blogs besprochen wurde.

Lisa A. Phillips Buch „Unrequited“ (“Unerwidert”) ist noch nicht auf Deutsch erschienen, und wir wissen nicht, wann es erscheint. Nach dem Klappentext soll es weder die Klischees von psychisch gestörten Frauen unterstützen, noch die männlichen Vorstellungen von Nymphomaninnen, und es soll auch nicht in die Oberflächlichkeit üblicher Selbsthilfe-Bücher abgleiten. Angeblich soll das Phänomen, zu lieben, aber nicht geliebt zu werden, weit verbreitet sein, meint die Autorin. Nach dem Klappentexte erhellt sie die mysteriösen psychologischen Erfahrungen, sodass jeder Frau, die dergleichen erlebt hat, überzeugende Einsichten vermittelt werden können.


Aus dem Klappentext (englisch)

This is a book about unreturned romantic obsessions, The Author illuminates this mysterious psychological experience, placing it in a rich and nuanced context, she offers compelling insights to help any woman who has experienced unrequited obsessive love and been mystified and troubled by its grip.

Warum dein Männer-Typ vielleicht nicht die richtige Wahl ist

Eigentlich ist es einfach, aber zu erklären ist’s schwer. Ein Freund hat mir’s mal so verklickert: Wenn du ein Buch, eine CD oder sonst was kaufen willst, von dem du nichts verstehst, kaufst du es nach der Hülle. Das wissen die Verleger, Produzenten oder Hersteller genau und sie machen die Hülle dann attraktiver als das, was drin ist.

Nun, und so ist es beim Mann: Du kaufst die Hülle. Seine Augen versprechen Emotionen, seine Mimik Erfahrung, und seine Gesten Weltläufigkeit. Und du denkst: ja, den will ich. Der wird mich lieben und verehren, beschützen und so kunstvoll vögeln, dass nicht nur die die Matratzen vor Wonne quietschen. Ach, so ein Mann …

Das tut er auch, wenn er dich gerade mal will. Und wenn nicht, dann holt er sich mit seinen vermeintlich positiven Eigenschaften eben eine andere ins Bett – fällt ihm ja nicht schwer. Seien Weltläufigkeit, ob vorgetäuscht oder nicht, imponiert nahezu jeder Frau, die einen „erfahrenen Mann“ will. Und seine Emotionen liegen an der Oberfläche, was ja nun wirklich für ein Wochenende zu zweit reicht, und nein, er muss sie nicht einmal vortäuschen. Er ist es so gewohnt, das ist alles. Und vögeln kann er natürlich vorzüglich – auch ein Grund, ihn sich „mal wiederzuholen“, oder „ja“ hinzuhauchen, wenn er sich mal wieder meldet.

Nur: hey, das ist kein Mann für eine Beziehung. Wir haben gar nicht davon gesprochen, wie er sein Geld verdient, oder? Auch von seiner Bildung oder Ausbildung wissen wir nichts. Eigentlich haben wir ihn uns aus dem Märchenbuch herausgesucht: weltläufig, erfahren, emotional, guter Lover.

Es kann sein, dass du einen Mann triffst, der alles ist, was ich genannt habe, und der außerdem das Geld und die Fähigkeit hat, mit dir eine Existenz aufzubauen. Ich kenne ein paar Fälle, aber da waren die Männer Ingenieure, Lehrer oder Kaufleute. Also eigentlich Leute mit eher langweiligen Berufen, aber interessantem Aussehen und guten Anlagen.

Und da kommst du: Falls du zu ihm passt, dann versuche mal, dich wirklich an ihn zu binden – nicht mit Kinkerlitzchen, sondern mit Bärenfallen. Männer bleiben, wenn sie ihren Honig bekommen, und davon kriegen sie nie genug. Na ja, das ist nur ein Bild. Aber du musst mehr für ihn sei, als jede ander auch. Und dafür musst du sorgen.

Kannst du englisch lesen? Dann lies über die Eigenschaften, die du willst, die dir aber vielleicht doch nicht guttun.