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Der Februar in Liebe: Männer, Mythen, Dominierung und Bubis

Das Thema Männer reicht noch mindestens bis Ende März: Die Liebeszeitung widmet sich (endlich mal!) den Männern. Und sie deckte einen Mythos nach dem anderen auf. Und um es klar zu sagen: Wir wollen nicht herausfinden, wie „die“ Frauen Männer sehen, sondern wir wollen mal Aufräumen damit, die angebliche „Frauensicht“ als Standard zu setzen. Die Liebe hat ohnehin ihre eigene Gesetze, die Mutter Natur klugerweise nicht "rational" eingerichtet hat.

Keine Mythen und keine Hetzpropaganda über Männer mehr

Über die Quellen kann ich nur so viel sagen: Wir haben versucht, glaubwürdige Quellen zu finden, die weder dem typischen Populismus folgen („Männer sind so“) noch pseudowissenschaftlichen Forschungen, die beweisen sollen, dass Männer „minderwertig“ sind. Aber selbstverständlich sind wir auch nicht den Foren gefolgt, die ständig darauf hinweisen, dass Männer „so sein müssen“ oder Frauen „Ganz anders“, meist „hochwertiger“ sind. Übrigens ist dies eine Sisyphusarbeit, wie es überhaupt weitaus anstrengender ist, Wahrheiten zu finden als Sprüche nachzuplappern. Lesen Sie bitte unseren Artikel: „Sexualität auf männlich“, um sich ausführlich zu informieren.

Männer sind nicht „simpel“ und „penisgesteuert“

Bisher hatten wir veröffentlicht, warum männliche Sexualität nicht „simpel“ ist, wie durchaus auch manche männliche „Forscher“ oder „Experten“ behaupten. Der „Wahrheitsgehalt“ aller psychologischen Betrachtungen über „Männer als solche“ (wie auch über „Frauen als solche“) ist ohnehin, wenn überhaupt vorhanden, minimal.

Mythen auf den Müll – Geschwätz entlarven

Und so geht s weiter: Wir versuchen, den Mythos zu entkräften, Männer hätten keine „echten“ Gefühle. Das ist einfach, weil „echte Gefühle“ von vornherein nicht nachweisbar sind oder auch, weil es keine „falschen Gefühle“ gibt. Drittens (bereits veröffentlicht) geht s um das angeblich „polygame“ Verhalten speziell der Männer – oder einfach: um ihre angeblich fehlende Treue.

Männer, Bubis und andere Frauenmeinungen

Wie Frauen-Klischees über Männer aussehen können, haben wir bei einem frauenaffinen Blog entdeckt. Dort stellt die Redaktion wahrhaftig „Männer und Jungen“ gegenüber – wobei die Männer mit allen (in diesem Fall angeblich „positiven“) weiblichen Klischees bedacht werden, die „man“ sich vorstellen kann.

Kitsch oder Fakt – „Berühren der Seele“?

Etwas ungewöhnlich für uns: Ein Artikel über das „Berühren der Seele“ – solche romantisierenden, träumerisch-esoterischen Ausdrücke verwenden wir normalerweise nicht. Aber der Artikel erschien uns nötig, weil es nicht ungefährlich ist, sich „die Seele“ berühren zu lassen.

In BDSM keine Kompetenz?

Nicht gut angekommen ist eine unsere Umschreibungen aus einer (wie wir meinen, immer noch verlässlichen) Internetquelle über den männlichen Wunsch, von einer „schönen Frau“ dominiert zu werden. Ob sie nun schön sein muss, soll oder darf, ist aber eigentlich unerheblich. Wir werden weitere Recherchen anstellen – nur leider ist die unglaublich schwer. Denn „masochistische“ Männer, die dazu noch intelligent, ehrlich und offen sind dazu stehen, sich professionell dominieren zu lassen, gibt es wenige.

Domina-Themen und Unterwerfung

Damit noch einmal die Domina ins Spiel kommt – diesmal eher humorvoll: „Solide“ Frauen meinen ja oft, diese Dienstleisterinnen verdienten zu viel und täten dafür fast nichts. Darüber war ein Internet-Autor ganz anderer Meinung. Und wir finden: Der Mann hat recht. Themen um Dominanz und Submission werden uns aber nicht verlassen. Denn die meisten „braven“ Frauen haben keine Ahnung, warum ihre Männer die Dienste dieser Frauen suchen und was sie dort konkret erwartet. Dabei wäre es nicht ganz uninteressant, dies zu erfahren … oder was meinen Sie?

„Schöne“ Themen und Humor

Falls Sie nun an „ganz anderen Themen“ interessiert sind (eher auf der süßen Seite der Liebe) dann lesen Sie doch mal bei Sehpferd zum Valentinstag oder in der „Liebe Pur“, warum Frauen den Männern angeblich aufs Gebiss schauen.

Und ja: Ich melde mich hier jetzt wieder ab und an mit Zusammenfassungen.

Mythen über Männer … Entstehungen, Wahrheitsgehalt, Quellen

Die Serie „Mythen über Männer“ hat sieben Folgen, eine Einführung („Die Wurzel aller Mythen“) und sie wurde nach Unterlagen führender Expertinnen und Experten bearbeitet. Zum Teil wurden die Ergebnisse in psychologischen Fachzeitschriften veröffentlicht, jedoch habe ich niemals eine einzige Meinung verwendet, sondern immer das Ergebnis mehrerer Meinungen zusammengefasst. Jeder der Mythen wurde zusätzlich auf Plausibilität geprüft, also darauf, ob sie in dem Zusammenhang, in dem sie verwendet wird, einleuchtend ist. Ziel war, eine deutsche Dokumentation einiger Mythen vorzulegen, diese verständlich zu beschreiben und den Wahrheitsgehalt der Mythen zu untersuchen.

Heraus kam dabei vor allem, dass die Mythen ein Gemenge aus Gassengeschwätz, Überlieferungen vergangener Jahrhunderte und insbesondere unzulässiger Vergleiche mit Frauen und Zuweisungen negativer Eigenschaften an Männer sind. Soweit Tatsachen in die Mythen eingemischt wurden, galt es, die Bedeutung dieser Tatsachen abzuwägen und die wirklichen oder vermeintlichen Fakten zu untersuchen.

Generell zeigt sich, wie einfach es ist, dem jeweils anderen Geschlecht negative Eigenschaften zuzuweisen. Und ich gebe zu, dass ich in gleicher Weise auch die „Mythen über Frauen“ hätte bearbeiten können.

Der Artikel wäre überflüssig, wenn sich die Mythen nicht beständig halten würden und gerade heutzutage wieder neuen Nährboden bekommen, der ihnen über die Sensationspresse zugeführt wird.
Mythos Mann - in der Liebeszeitung

Content: Pech gehabt, Schnäppchenjäger …

Content für lau wollte niemand (1). Schade eigentlich. Content ab 4 Cent pro Wort gibt es natürlich weiterhin. Wo? Bei Wortwechsler, dem Content-Service, bei dem es keine Replikate und Massenware gibt.

(1) Stichtag war der 31. Januar 2018 - Content gab's lange Zeit gratis.


Hat die Freude an Schmerlust und Dominanz zugenommen?

Sehnsüchte, Wünsche ... und doch keine Akzeptanz?
Gerüchte wollen wissen: das Interesse an BDSM, volkstümlich auch Sado-Maso genannt, hat zugenommen. Doch wann, wie und wo? Dieser Frage versuchte Secret.de nachzugehen, und fand dabei heraus, dass relativ wenige Personen tatsächlich die neuen, schmerzhaften Lüste ausprobiert hatten. Die etwas verharmloste Frage, ob die „Shades of Grey“ sie inspiriert hätten, beantworteten nur sieben Prozent mit der vorgegebenen Antwort: „Ja, ich habe selbst einmal Fesselspielchen ausprobiert“ – unter den Frauen waren es nur fünf Prozent. Um auf 25 Prozent zu kommen, wurden auch Antworten zugelassen, in denen sich „das Sexleben als solches“ verändert hatte – und so gesehen, kam man dann auf 25 Prozent. Der Prozentsatz bezieht sich allerdings nicht einmal auf alle Befragten, sondern nur auf solche, die „Shades of Grey“ gelesen oder als Film gesehen hatten.

Nun ist es nicht so, dass Film und Buch gar nicht bewirkt haben: Immerhin haben die Menschen sehr viel darüber geredet, und möglicherweise hat sich „einiges“ dadurch in ihrem Sexleben geändert. Dies jedenfalls soll aus der Secret-Studie (2) hervorgehen.

Umfrageergebnisse zu Folgen von "Shades of Grey" © 2018 by secret.de

Was mich vor allem wundert: Die Shades of Grey sind typische Frauenliteratur. Dennoch konnten sich hernach nur vier Prozent der befragten Frauen, die „SoG“ kannten, „ihre erotischen Sehnsüchte eingestehen.“ Das verwundert, zumal es verlässliche Zahlen über derartige Wünsche gibt, die auch ohne Buch und Film beweisen, wie stark die geheime Lust auf Unterwerfung, Fesslungen und Schläge tatsächlich ist. Hält man die vier Prozent, die ja in Wahrheit nur zwei Prozent, gemessen an allen Frauen sind, gegen die Zahlen von bis zu 65 Prozent (1) der Frauen, die von ähnlichen Lüsten träumen, so nährt sich der Verdacht, dass entweder Buch und Film fast nichts bewirkt haben - oder dass die befragten Frauen geflunkert haben. Oder sollte es etwa so sein, dass die Mehrheit der Frauen auch schon zuvor zu ihren geheimen Lüsten stand? Ich bezweifle es. Indessen glaube ich, dass es nicht viele Frauen gab, die ihren Partnern gestanden haben, dass sie gerne einmal ähnliche Lüste erleben würden.

(1) Sexuell dominiert: werden 64,6 %, Gefesselt werden: 52,1 % - nach Angaben über Sex-Fantasien.
Hinweis: Unter Verwendung von Material, das von secret.de zur Verfügung gestellt wurde.Alternative Zahlen: Joval et al.
(2) Werbeaussage Secret.de ist das erste Premium Casual Datingportal und bietet einen sicheren Ort für sinnliche Dates und Zweisamkeit ohne Verpflichtungen. Die betont weibliche Ansprache, das geschmackvolle Design sowie höchste Ansprüche an Niveau und Seriosität sorgen dafür, dass sich speziell Frauen dort wohlfühlen.

Tacheles: Spiegel-Selfies – Geistlose Fotos von Geizhälsen

Zufalls-Selfie im Aufzug für den "Hausgebrauch"
Jemand wollte sich mal wieder profilieren. Eine PR-Kampagne über sogenannte Spiegel-Selfies, groß aufgemotzt – und was steht wirklich dahinter?

Fünf Prozent Spiegel-Selfies“, (1) heißt es in einer Pressemeldung, würden in Dating-Profilen benutzt, und dies sei gemessen an der absoluten Zahl aller Selfies 28 Prozent.

Selfies sind schlechte Fotos für Profile

Es ist Zeit, über Selfies zu sprechen, liebe Singles. Sie sind schlechte Fotos, egal, wie, wann und wo ihr sie aufgenommen habt. Und sie überhaupt zu nutzen, zeugt von der Missachtung potenzieller Partner, von Gedankenlosigkeit und von Geiz.

Eher Geiz und Oberflächlichkeit als Selbstbespiegelung

Natürlich kann man, wie manche Psychologen vorwitzig behaupten, die jungen Leute, die Spiegel-Selfies machen, seien auf dem Ego-Trip. Doch mit dem Narziss und seiner Selbstverliebtheit im Spiegel hat der Trend nichts zu tun – sondern schlicht und einfach mit Oberflächlichkeit.

Das Bild, so sagen es wirkliche Fachleute, ist zumeist Scheiße, weil schlecht ausgeleuchtet. Und unter aller Sau ist es, wenn in den Spiegel hineingeblitzt wurde.

Weiches Licht hilft bei Selfies - nicht nun bei Nudes
Nachdem ich den Unsinn gelesen habe, der jüngst dazu in der Presse stand, kann ich nur sagen: Welche „Experten“ hat man denn eigentlich zu Spiegel-Selfies gefragt? Ich würde je gerne mal wissen, wie man ein vorteilhaftes Selfie-Ganzporträt (gut ausgeleuchtet) vor dem Spiegel erzielen will. Selbst ein professioneller Fotograf sieht so etwas als Herausforderung an. Und die Medienwissenschaftlerin, die man fragte, behauptet allen Ernstes, „Nur so hat man die maximale Kontrolle über jede Muskelzuckung, jeden Gesichtsausdruck gewinnen“ (1). Sicher ist, dass allein die Fähigkeiten, vor dem Spiegel einen authentischen Gesichtsausdruck (und sicherlich ohne Muskelzuckungen) zu erzielen, bereits schauspielerisches Talent verlangt. Dazu kommt: Erfahrungsgemäß verändert sich dieser Ausdruck beim Auslösen – mindestens im Gesicht.

Und so wird denn der Spiegel-Selfie-Rummel als das entlarvt, was er ist: ein Ausdruck von Oberflächlichkeit, Unfähigkeit und Geiz.

Selbst dein durchschnittlicher Amateurfotograf kann ein Porträt (Ganzfotos sind schwieriger) erstellen, das ein wie immer geartetes Selfie um Längen übertrifft. Und gezielt einen bestimmten Eindruck zu erzeugen, gelingt fast nur Profis.

Doch wen interessiert schon die Wahrheit? Die Presse sicherlich nicht. Sie ist viel zu leichtgläubig.

Quelle: Für die Fakten und eine Aussage (1) "Augsburger Allgemeine".