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Haste mal nen Euro?

Falls Sie reich werden wollen mit der Schriftstellerei oder dem Online-Jouralismus, empfehle ich ihnen, mal einschlägige Angebote zu lesen (in besseres Deutsch gebracht, sonst im Original):

„Die Bezahlung variiert zwischen ein und fünf Euro pro Beitrag. Kommt auf die Qualität, die Länge und den Unterhaltungsfaktor an.“

Nehmen wir einmal an, diese Blogbeiträge hätten die übliche Länge von ca. 300 Wörtern, dann wäre die minimale Bezahlung pro Wort 0,003 Cent, die maximale Bezahlung 0,016 Cent.

Ich persönlich nehme für neue Auftraggeber und beliebige Blogbeiträge inzwischen 0,06 Cent pro Wort, für Stammkunden 0,04 Cent pro Wort – und auch davon kann man nicht leben, wenn man auf das Geld angewiesen ist.

Erotische Geschichten schreiben – Einführung und Warnung

erotische geschichten schreiben
sinnlichlichkeit statt pornografie - das ist das ziel


Du willst erotische Geschichten schreiben? Liebe Freundin, lieber Freund, – ich rate dir ernstlich davon ab. Ich ahne, dass du meiner Warnung kaum Folge leisten wirst, doch bedenke bitte dies:

- Die erotischen Geschichten bringen dir weder große Anerkennung noch ein akzeptables Einkommen. Lohnt es sich, zu darben und verfemt zu werden? Ich glaube nicht.
- Die Beschäftigung mit erotischem Schrifttum lenkt davon ab, sich dem richtigen Leben zuzuwenden und dort sinnliche Erlebnisse zu haben. Willst du wirklich in ein Fantasiereich eintauchen, statt die Liebe in ihrer natürlichen Schönheit zu genießen?
- Wenn du dich wirklich intensiv in das Metier hineinarbeiten willst, wirst du früher oder später in Grenzbereiche vorstoßen, die dir befremdlich sind. Du wirst nicht nur Frau und Mann in einer Person sein müssen, um dich in die Rollen hineinzufühlen, sondern auch Verführer und Verführte, Sadist und Masochist. Du wirst Persönlichkeiten von deiner eigenen abspalten müssen, und deine Gedankenwelt wird Risse erhalten. Denke nach, ob du diesen Weg gehen willst.

Du willst das Positive hören? Nun, hier ist es:

- Als erotische Autorin oder erotischer Autor kannst du alles sein, was du willst, jede Rolle annehmen, die du willst und eine erotische Wunderwelt für dich selbst und andere schaffen, die so wundervoll und so schrecklich ist, wie nur du sie schaffen kannst.

Wenn du es willst, Fremde oder Fremder, dann folge mir … ich entführe dich in die Abgründe der Lust und des Schreckens, doch ohne Fleiß kein Preis – das gilt in der Liebe wie beim Schreiben.

Frag dich bitte nicht, wer ich bin. Frag dich, wer du bist.

Anmerkung der Redaktion: Wir veröffentlichen in der Liebeszeitung keine Auszüge aus der erotischen Literatur, da dies immer wieder zu Missverständnissen führt. Alle Artikel, die hier erscheinen, enthalten also lediglich den „neutralen Teil“ der Betrachtungen. Wir werden aber auf konkrete Beispiele aus der Literatur verweisen und unser Autorenteam bitten, Beispiele für uns zu schreiben. Wenn Sie selber Textbeiträge beisteuern wollen, die anderwärts veröffentlicht werden können, dann wenden Sie sich bitte an die Redaktion.

Sie lesen Beiträge zu diesem Thema ab 1. September jeden Mittwoch.