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Ein Plädoyer, Angehörige fremder Kulturen zu tolerieren

Integrationskurse für bayrische (und andere) Migranten
Sollen wir Obergrenzen festlegen für die Fremden, die ständig bei uns einwandern? Für die Migration von Bayern, Badenern und Schwaben beispielsweise? Menschen, die weder die deutsche Sprache beherrschen noch denselben kulturellen Hintergrund haben?

Nein, nein: Wir sollten sie tolerieren, wirklich. Was wäre der Luxuskarossenbau ohne Schwaben und Bayern? Wie würden wir jemals ohne deren Produkte auskommen? Da müsste man ja glatt – auf Wolfsburg ausweichen. Freilich: Nehmen wir mal die Integration. Man kann doch von einem Schwaben oder Bayern nicht erwarten, deutsch zu sprechen. Das würde glatt seine kulturelle Identität verletzen. Von einem Badener mal ganz abgesehen. Der spricht Alemannisch, und das versteht außerhalb des Südwestzipfels keine Sau.

Nein, nein, kulturelle Identität verlangt, um mal auf Bayern zu kommen, Lederhosen und Lodenkleidung. Im restlichen Deutschland sieht das so aus, als sei gerade Trachtenvereinsfest, egal, wie „modisch“ die Loden aufgemotzt sind. Und dennoch: Nein, ich bin gegen das Lederhosen- und Lodenverbot in der Öffentlichkeit. Sollen sich die Gebirgsjodler doch lächerlich machen.

Sehen wir es mal so: Die aufreizende Dirndl-Mode ist nicht nur bei den Deerns, sondern auch bei „gestandenen“ bayrischen Damen hochgelobt und äußert beliebt. Und sie könnte, trotz der offenkundigen Werbung für runde, halb nackte Brüste, doch geduldet werden, nicht wahr?

Schwierig wird dien Sache natürlich wegen des Bildes der Deutschen im Ausland. Dort könnte man denken, alle Menschen sähen hier so aufreizend oder furchterregend aus und niemand spräche in Deutschland deutsch. Und alle würden nicht als Bier saufen, auf dem die Etiketten bayrischer Brauereien kleben. Und nein. Wir feiern nicht den ganzen Herbst Oktoberfest. Wirklich nicht.

Sehen Sie – und dennoch plädiere ich für Toleranz gegenüber Bayern, Badenern, Schwaben und – natürlich auch Sachsen. Wir schaffen das,, diese fremden und bisweilen befremdlichen Kulturen zu integrieren, auch wenn es uns viel Mühe macht und unendliche Geduld abverlangt.