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Gefühle und Fantasien ... deine Hilfe ist erwünscht ...

Wie kommt die erotische Fantasie in uns hinein?
Kommen erotische Fantasien aus deiner Gefühlswelt heraus, ohne dass du wirklich weißt, was die Ursachen dafür sein könnten?

Oder sind die Fantasien zuerst da, zum Beispiel, weil du erotische Bücher gelesen hast, und deine Gefühle folgen ihnen, bis du sie wegscheuchst oder akzeptierst?

Das haben wir noch eine Nummer kleiner:

Bist du geil, bevor du eine erotische Fantasie hast?
Oder macht dich die erotische Fantasie erst geil?

Und: Welchen von beiden Wegen findest du in Ordnung, welchen nicht?

Sagt uns, was ihr darüber denkt ...

Dies ist keine Umfrage. Wenn du darüber nachdenken möchtest – sehr gut. Wenn dich das Thema (ver)stört, dann sag‘ es einfach. Besser wäre, wenn du deine Gedanken dazu einfach aufschreiben könntest oder in deinem Blog veröffentlichen würdest. Wenn du ein Essay dazu veröffentlichen möchtest: du bist willkommen.

Solltest du Journalist(in) sein: Greif es auf. Es tut nicht weh, mit dem Thema umzugehen.

Das Internet schweigt beschämt

Wir haben im Internet nachgesehen und gefunden, dass wir mit der Frage Neuland betreten und dabei offenbar Tabus brechen. Merkwürdig, nicht wahr? Wir kennen mittlerweile die erotischen Vorstellungen in Tagträumen und während er Masturbation bis auf die Zahl hinter dem Komma. Aber auf die Frage, wie die erotischen Ideen in die Köpfe kommen, haben wir keine Antwort gefunden.

Und DU: weißt DU die Antwort?

Schnellkontakt zur Redaktion:

Bild: © 2019 by Liebesverlag.de

Können Sex-Bloggerinnen monogam sein?

Selbst erdacht, aber selten selbst gemacht
Die Frage ist richtig lustig, wenn ich’s mal von der Seite der professionellen Redakteurin sehe. Unsere Leser glauben ja immer, wir würden von uns als Person schreiben, wenn wir Themen aufgreifen.

Klar – du musst offen und tolerant sein, wenn du über Sex schreiben willst. Besser ist noch, wenn du Sex als überwiegend positiv ansiehst und du keine Berührungsängste hast. Die haben übrigens ziemlich viele Schriftsteller(innen) und deshalb liest sich‘s oft so, als hätten ihre Finger Angst, die Tastatur zu berühren, wenn es „ums Eingemachte“ geht. Ich sag immer: Wenn du’s nicht körperlich spüren kannst, was du beschreibst, dann lass es besser bleiben.

In Wahrheit schreibst du als Bloggerin gar nicht über Sex, sondern du gibst dem eine Form, worüber andere reden, chatten und sich in Foren auslassen. Dazu gehört insbesondere, tolerant gegenüber Masturbation zu sein, aber auch gegenüber Sex in Gruppen. Du kannst über Blümchensex schreiben (wenn es jemanden interessiert) oder über die Erfahrung mit Schmerzgrenzen (was mit Sicherheit mehr Leser(innen) anlockt). Und du kannst über lustvolle Sexsucht ebenso schreiben wie über die Gefühle, berührt zu werden, ohne Sex schenken zu können.

Es gibt Bloggerinnen, die ihr Liebesleben öffentlich beschreiben, und ich habe manchmal meinen Zweifel, ob sie die Wahrheit sagen … und außerdem frage ich mich, warum sie dies tun.

Es mag wohl sein, dass unser Sexleben immer wieder mal ein bisschen einfließt in unsere Texte – aber wesentlich stärker fließen Impulse ein, die wir aus der Fantasie, aus Berichten anderer oder aus Foren schöpfen. Der Grund ist einfach: Das Liebesleben von Autorinnen und Autoren ist überwiegend simpel – wie dies fast bei jedem Menschen der Fall ist. Es würde nicht reichen, um Bücher zu füllen oder täglich einen Artikel zu schreiben.

Und weil das alles so ist, können Sex-Blogger(innen) entweder mit niemandem oder mit einer Person oder auch mal mit mehreren die Lust teilen – es ist völlig unbedeutend.

Lesen Sie hier, was eine andere Autorin dazu meint: (Englisch) Bidl nach einer Illustration aus dem Jahr 1913