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Petting – Begleiter der Jugend in den 1920er und 1960er Jahren

Alles, nur kein "echter" Sex?
Petting – die verschwiegene Lust der Jugend - zweiter Teil: Petting als Kulturphänomen

Petting – ein Kulturphänomen

Zwei Mal in der Geschichte des 20. Jahrhunderts wird „Petting“ zum Thema. Einmal im Zusammenhang mit den „Flappers“ der 1920 Jahre, die man damals in den USA als selbstbewusste junge Frauen ansah. Sie trugen kurze Röcke, hörten Jazz und führten ein Leben nach eigenen Vorstellungen. Die Presse griff dieses Thema begierig auf und lancierte Meldungen über geheime Partys, bei denen sich diese Frauen in frivoler Weise jungen Männern preisgaben. (1). Oder weniger spektakulär:

Petting Partys erlaubten jungen Menschen, mit der Sexualität zu experimentieren, wobei sich sich eigene Grenzen setzten. Die Clique, zu der sie gehörten, ermutigte diese jungen Leute sowohl zu Experimenten, wie sie auch die Grenzen kontrollierte.


Das ist schön erdacht, doch war es in der Praxis wahrscheinlich eher so, dass die jungen Frauen die Grenzen nach eigenem Gutdünken festlegten. Es war die große Zeit der „Halbjungfrauen“, also solcher Frauen, die sexuelle Kontakte zuließen, solange sie nicht in „echtem“ Geschlechtsverkehr endeten.
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Der Zwang und die Hochzeit

Manchmal können Umfragen ganz schön nerven. Gerade ging es um Hochzeitsbräuche und gefragt wurde von PARSHIP:

Welcher Hochzeitsbrauch gehört für Sie zwingend auf eine Hochzeit?


Die einzig sinnvolle Antwort wäre gewesen: gar keiner. Es gibt keinen Zwang, irgendeinem Brauchtum zu folgen. Es sei denn, man heiratet in der Provinz oder man ist Angehöriger der freiwilligen Feuerwehr (oder eines anderen Vereins, der stark zusammenhält). Allerdings waren nur rund 10 Prozent der Befragten dieser Ansicht. (1)

Witziges Detail in einer ansonsten von konservativer Gesinnung bestimmten Befragung:

Die Braut trägt etwas Altes, etwas Neues, etwas Geborgtes und etwas Blaues.


Dem stimmten Frauen zu 48 Prozent zu – Männer wussten damit kaum etwas anzufangen. Der Witz an diesem Spruch ist, dass von der Braut Kreativität gefordert wird – es reicht also nicht, schön zu sein und sich in ein Kleid verpacken zu lassen, in dem die Braut nicht einmal selbst auf die Toilette gehen kann.

Something old,
something new,
something borrowed,
something blue,
and a silver sixpence in her shoe.


Der Rest der vorgegeben Antworten war schlicht und ergreifend konservatives Bürgertum. Es ging ums Brautkleid, dem „Einzug der Braut“, den „Hochzeitstanz“, dem „Anschneiden der Hochzeitstorte“, „Blumenkinder“, „Brautstraußwerfen“ und ähnliches Larifari. Wer es braucht – na schön. Aber eigentlich braucht es niemand, denn alles wird heute nur noch als Schau vermarktet - nicht von ungefähr gibt es einschlägige Fernsehsendungen, die all diesen Unsinn unterstützen.

Mir ist klar, dass viele Frauen eine große Hochzeitsfeier als romantisch empfinden – und sie nehmen dabei die Unterwerfung unter die gesellschaftlichen Zwänge hin, so als wären sie die Sklavinnen des Systems. Sie mögen all dies tun. Aber sie sollten sich dann nicht über ihre Rolle beklagen. Sich einem Hochzeitsbrauchtum zu unterwerfen, heißt auch, einen Teil seiner Persönlichkeit zu vergessen.

Ich weiß, dass ich vielen Frauen damit „auf die Füße trete“. Das ist übrigens auch ein Hochzeitsbrauch: Während vorgeblich die Torte angeschnitten wird, versucht die Frau, dem Mann auf den Fuß zu treten und damit die Oberhand in der Ehe zu gewinnen.

(1) Das vollständige Zahlenwerk liegt uns vor. Es wurde von PARSHIP in Zusammenarbeit mit mit dem Marktforschungsinstitut INNOFACT AG erstellt.

Brautentführungen – erotisch und humorvoll

Bei uns im Schwabenland geht das aber ganz anders ...
Die Brautentführung ist für eine gestandene Schwäbin eine Prozedur, die sie erdulden muss, ob sie will oder nicht. Dabei wird die Braut meist während des Trubels vor der Hochzeitsfeier von einigen männlichen Hochzeitsgästen entführt. Diese Gäste feiern dann mit der Braut separat, bis der Bräutigam sie findet und auslöst, wobei er die Zeche für das Gelage bezahlt.

Brautentführungen waren schon Thema in Kriminalromanen, aber auch in der erotischen Literatur. Zumeist nutzt die Braut dabei die letzten Stunden, in denen sie noch nicht eng an Haus und Familie gebunden ist, um sich mit einem der Entführer in ein erotisches Abenteuer zu stürzen – das Letzte für lange Zeit.

Bild: basiert auf der Illustration zu einer Detektive-Story.

Gibt es ein Outfit, das Männer abtörnt?

Was soll ich zum Date anziehen? Die Frage ist einfach zu beantworten: Ein bisschen legerer als zur Konferenz, ein bisschen edler als im Schlamperlook vor dem Fernseher. Oder, wenn du anders gestrickt bist: Nicht im Arbeitskittel, aber auch nicht aufgebrezelt wie eine Brautjungfer. Eben „ganz normal“ mit einem „Schuss extra Sinnlichkeit.“

Welches Outfit ist wirklich schlimm?

Alles, was nuttenhaft wirkt, solltet du vermeiden. Kommst du wie eine Hure, wirst du auch so eingeschätzt. Zuviel Haut (egal, ob unten, oben oder in der Mitte) ist auch nicht gut. In Schlabberklamotten, auffälligen Farbkontrasten oder selbst geschneiderten Klamotten nur, wenn du Künstlerin oder Designerin bist. In Komödien kommen schon mal Frauen vor, die zum Date unter dem Mantel nur ihre Dessous oder auch nur Haut tragen. Das solltest du nicht einmal dann tun, wenn du weißt, dass dein Date in seiner Wohnung oder im Hotel stattfindet. Overdressed zu kommen, ist nicht so schlimm, solange das Date nicht in Szenenkneipen stattfindet, Im Café ist es immer gut, bei der Kleidung Haltung zu zeigen. Ganz schlecht: T-Shirts mit irgendwelchen dummen Sprüchen drauf. Du wisrt automatisch als Person abgewertet.

Nicht zu modisch zum Date!

Weil Frauenzeitschriften der Modebranche mehr als verpflichtet sind, versuchen sie, die zu sagen, das du ein „Slipdress“ (Schlüpfkleid) tragen solltest. Das sieht aus wie ein schlecht geschnittenes Abendkleid oder ein aufgemotztes Nachtkleid und soll „sehr sexy“ sein. Mag ja sein, wenn du Kleidergröße 36 hast und alles tragen kannst. Ansonsten lass die lieber im Kleiderschrank hängen oder besser gleich im Laden. Überhaupt ist alles, was mehrteilig ist besser als alles Einteilige. Bei den meisten Dates bist du sowieso „die Dame ohne Unterleib“, das heißt: Er sieht mehr „oben herum“ als „unten herum“. Da macht es sich gut, wenn du dich oben herum optisch interessant oder moderat „sexy“ anziehst – und dann gehen „unten“ durchaus auch Jeans.

Was Männer sehen wollen? Was zum Auspacken!

Männer, die an sich nicht an Mode interessiert sind, gucken deshalb auf diene Klamotten, weil sie überlegen, wie sie dich am besten entblättern können. Wenn Sie Sinn für Mode, für Ästhetik oder einen guten Geschmack haben, sagen sie meistens etwas Nettes über dien Outfit. Deine Dessous werden von erfahrenen, gebildeten Männern ebenso begutachtet – und deshalb ist es besser, auf alles zu verzichten, was drückt, quetscht, hebt oder deine Brüste sonst wie „zwingt“. Es ist besser, sie denken, dass du drunter schön, sinnlich und natürlich aussiehst. Denk auch dran: Zum Outfit gehört Schmuck. Er unterstreicht deine Schönheit und zeigt, ob du Geschmack hast oder nicht.

Was meint ihr?

Dessous für die Braut …

Dessous für die Braut nützen auch anderen Frauen, deren Partner oder einfach nur Lover fasziniert sind von der angeblich „jungfräulichen“ Farbe weiß. Spitzen müssen sein, Pastelltöne dürfen sein. Verführungen in Weiß, schüchtern, sanft erotisch und doch begierig – das haut fast jeden Mann um.

Wenn es noch einen Tick erotischer sein darf ...
Und wenn es in der Hochzeitsnacht (oder jeder anderen Nacht) noch einen Tick frivoler sein darf – die Kombination „Nova“ von „Bluebella“ fiel uns auf, und gesehen haben wir sie bei figleaves. Gefallen hat uns zum Beispiel auch „L'Agent“ von „Agent Provocateur“. Die Preise liegen natürlich am oberen Ende der Skala – aber wer würde schon aufs Geld schauen, wenn die Verführung den gewünschten Erfolg bringt?

Es gibt noch andere hübsche Marken und zuverlässige Händler – und zwischen der Liebeszeitung und „figleaves“ bestehe keine gegenseitigen kommerziellen Beziehungen.

Bild: ©2017; beim Inhaber der Marke.