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Zwei plus eins ergibt drei - oder? Alles was du über Dreier wissen kannst

Prolog

Dieser Artikel über Dreier oder „Triolen“ erhebt weder einen Anspruch auf Vollständigkeit noch beruht er auf einer wissenschaftlich nachprüfbaren Basis. Aber immerhin enthält er nahezu alle Informationen, die man aus öffentlichen verfügbaren Quellen bekommen kann.

Wenn Männer träumen, sieht der Dreier oft so aus ...

Was ist eigentlich ein Dreier?

Geschichten über Dreier, die im Internet veröffentlicht werden, segeln oft unter falscher Flagge. Die Autoren schwören, dass sie wahr sind, die Art der Plots entlarvt sie jedoch als „Fakes“. Im Grunde wird immer wieder die gleiche Geschichte mit einigen Varianten erzählt.

Ordnen wir die Sache erst einmal, bevor wir in Details gehen und versuchen, die Wahrheit herauszufinden. Nach wissenschaftlicher Definition sind Dreier dies:

Sexuelle Treffen mit drei Personen, bei der Aktivitäten zwischen mindestens zwei Personen gleichzeitig ausgeübt werden.

Viele Begriffe - ein Ziel: Sex zu dritt

Im engeren Sinne spricht man vom MGTs. (Mixed Gender Threesomes), dann sind es Aktivitäten in gemischtgeschlechtlichen Gruppen. Man unterscheidet zunächst zwischen MFF und FMMund sagt dabei aus, wie das Verhältnis zwischen Frauen und Männer ist: Ein Mann - zwei Frauen oder zwei Männer - eine Frau.

Wichtig ist vor allem, ob die Begegnungen zwischen ausschließlich „heterosexuellen“ Personen stattfinden oder zwischen solchen, die latent oder bewusst an gleichgeschlechtlichen Kontakten interessiert sind.

Ganz zuletzt - und vor allem aus psychologischer und emotionaler Sicht - ist noch wichtig, welche Rolle der/die Dritte spielen soll.

Warum die Theorie? Weil es große Unterschiede in den Erwartungen und Wünschen gibt. Und weil oftmals zu Anfang nicht klar ist, was bei Dreiern geschehen muss, kann, darf oder soll.

Grundlagen - Neugierde, Abenteuerlust und Einstellung zum Sex

Bei Dreiern geht es darum, neue, ungewöhnliche sexuelle Erfahrungen zu erwerben, zu genießen oder zu vertiefen. Dabei können allerdings auch Gefühle wachgerufen werden, die nicht eingeplant werden können: Eifersucht, latente Bisexualität, Scham, Ekel und noch viel mehr. Die beste Einstellung ist deshalb, Berührungen als Berührungen aufzufassen und Sex als Sex - und sonst gar nichts. Paare müssen sich vorher einige sein, was geschehen soll und wie die dritte Person dabei gesehen wird. Der oder die Dritte muss sich klar sein, dass sie möglicherweise nicht viel mehr als eine Art „Spielkamerad(in)“ beim Sex ist.

Gerade der letztgenannte Punkt ist umstritten. Denn offenbar wünscht sich der/die Dritte oft, eine dauerhafte Beziehung zu einem Paar aufzubauen oder weiterzuentwickeln.

Die zwei, die es wagen

Zwei eines Sinnes - doch was ist mit dem Einhorn?
Die meisten Triolen werden von zwei Personen angeleiert, die einander gut kennen. Normalerweise mussten sie einige Hürden überwinden, bevor sie den Entschluss für die „Liebe zu dritt“ fassten. Und wenn es so weit ist, dann wollen sie das meiste für sich selbst aus der Begegnung herausholen. Der/die Dritte ist eine Randnotiz in ihrem Sexualleben.

Das Einhorn, das dazu stößt

Der oder die Dritte, auch „Einhorn“ genannt, hat immer die schlechtere Ausgangsbasis, weil mit dieser Person wesentlich kürzer gesprochen wird und die Entscheidungen deshalb viel schneller getroffen werden. Dies wird in so gut wie allen Ratgebern verschwiegen.

Schwierig: zwei Männer oder zwei Frauen plus Einhorn

Sie gelten als unberechenbar: Zwei Männer, die eine Frau suchen. Bei diesen Begegnungen geht es in der Regel um die Erfüllung von Männerfantasien - zulasten der beteiligten Frau. Zwei Frauen, die einen Mann suchen, spielen oft mit der Neugierde und der Naivität des Mannes.

Bi-Wünsche und Homophobie

Selbstverständlich sollten Bi-Wünsche vorher erkannt sein, aber Menschen mit fließender Sexualität zeigen sie dennoch oft erst, wenn es „zur Sache geht.“ Auch das Gegenteil tritt auf: Homophobe Gefühle, wenn sich zwei Männer zu intensiv berühren, ohne bisexuell zu sein.

S/M-Wünsche und Rollenspiele bei Dreiern

Das gängige Klischee vom "Cuckold"
Bekannt geworden sind Cuckold“-Szenarien, die aus Swinger- und S/M-Kreisen stammen. Doch auch andere Rollenspiele (Wechsel der Geschlechterrolle, Feminisierung, CFNM (1) und andere) kommen vor. Wichtig ist vor allem, dass der/die „Dritte“ genau weiß, was „gespielt wird“.

Erfahrungsberichte, Wunschdenken oder Fakes?

Diejenigen, die wirklich „Dreier“ hatten und darüber sprechen, neigen meist zu Beschönigungen. Hingegen schweigen diejenigen, die sich beim Dreier nicht wohlgefühlt haben - meist aus Scham. Die Mehrheit der veröffentlichten „Storys“ entspringen allerdings der Fantasie.

Die Wissenschaft auf den Rängen - sprachlos und auch vorlaut

Es gibt keine wissenschaftlich exakten Erkenntnisse über Dreier, wohl aber Behauptungen von Wissenschaftlern. Die betont „sexpositiv“ eingestellten Sexologen glauben, dass es dem Paar guttut (und vergessen die jeweils Dritten). Die eher psychologisch ausgerichtete Fraktion warnt vor Verwerfungen in der Beziehung des Paares, das zum Dreier aufruft. Auch bei ihnen spielen „Dritte“ keine Rolle.

Tipps? Oft leichte Kost

Frauenzeitschriften und Magazine für junge Menschen beschäftigen sich gerne mit Dreiern und geben dazu auch Tipps. Allerdings gehen die so gut wie nie von Paaren aus, die bisher „ganz gewöhnlichen Sex“ hatten, ohne viel darüber zu reden. Kritisch betrachtet heißt das: Das Paar als „Wir“ muss sich ebenso wie jede Person als „Ich“ darüber klar werden, wie flexibel Körper und Emotionen sind und was sich daraus ergibt. Wer sagt „Küsse gehen gar nicht“, der sollte sich wahrhaftig überlegen, ob dann „überhaupt etwas“ möglich ist. Sollte es ausschließlich um die Reihenfolge beim „PiV“ (2) gehen, so bleibt nicht viel übrig für die erwünschten sinnlichen Erfahrungen. Ohne Lippen- und Körperküsse, Berührungen aller Art oder (falls erwünscht) Oralverkehr sind Dreier eher eine Art „Sexsport“.

Apropos Sport: Manche Stellungen, die bei Dreier empfohlen werden, erfordern ziemlich flexible Körper.

Eine Abgrenzung zur Dreiecksbeziehung

Wenn Hans mit Grete schläft, aber auch mit Peter, und Grete ebenfalls mit Peter schläft und sie dabei nie zu dritt sind, haben wir eine Dreiecksbeziehung. Das Gleiche gilt natürlich auch, wenn Hans mit Grete schläft, aber eben auch mit Karin, wobei Karin und Grete ebenfalls dann und wann das Bett teilen. Manchmal werden auch „Winkelbeziehungen“ als Dreiecksbeziehungen bezeichnet.

Epilog

Wünsche? Abneigungen? Scham? Hoffnungen? Die Entscheidung, sich an einem „Dreier“ in irgendeiner Form zu beteiligen, kann zu Veränderungen führen. Und ob du wirklich Veränderungen in seinem bis dato „perfekten“ Räderwerk deiner Lüste willst? Das kann kein anderer Mensch für dich entscheiden. Du selbst bist gefragt, und nur du trägst die Verantwortung für dein Wohlbefinden. Wer eigentlich sonst?

Basis des Artikels: Internet-Recherche in Ratgebern, wirklichen und geschönten Erfahrungsberichten, wissenschaftlichen Stellungnahmen und mehr.
(1) CFNM - Begegnungen, bei denen die Frau oder alle beteiligten Frauen Kleidung tragen, der Mann aber nackt ist.
(2) PiV - Geschlechtsverkehr mit "Penis in der Vagina".

Das nackte Ampelmännchen und die bekleidete Palme

Nun aber fix, Ampelmännchen!
Das Originalbild muss ich euch leider vorenthalten, weil es „irgendwie“ mit den zahllosen öffentlichen „Nacktgehern“ in diesem Sommer zusammenhing. Apropos hing: Ja, weiter unten war noch mehr zu sehen. Aber als höflicher Mensch verzichte ich mal auf die „Gehänge“ und zeige nur den Clou: das Ampelmännchen (ost) strebt direkt auf die Palme (rechts) zu, die auf einer Dame prangt. Fotografiert wurde offenbar auf einer öffentlichen Veranstaltung und mit vollem Einverständnis der Beteiligten.

Originalfoto: Via Marie cfnm. Der Bildautor blieb anonym.

Schämen sich Männer, vor Frauen nackt zu sein?

Wie fühlt sich ein Mann, bevor der Slip runter kommt?
Kein Mann hatte sich jemals geschämt, sich vor einer Frau auszuziehen? Ich kann es nicht glauben. Das Internet ist voll von Berichten, über Frauen, die sich schämen, ihren nackten Körper einem Mann zu präsentieren, weil Bauch, Brüste und was sonst noch „nicht perfekt“ sind.

Aber ein Mann?

Wenn er Sex erwartet, schämt sich der Mann selten

Ich sag mal, wie es ist: Wenn beide „irgendwie nackt“ werden, weil man eben nackt besser ineinander kommt als bekleidet, dann schämt sich der Mann nicht. Und die Frau auch nicht, weil man die Sache mit geschicktem Ausziehen und Lichteffekten durchaus „abmildern“ kann. Außerdem ist völlige Nacktheit keine Voraussetzung für spontanen Sex – aber das nur ganz nebenbei.

Und was, wenn er der einzig Nackte im Raum ist?

Die Sache ist eigentlich so: Ein Mann schämt sich dann am meisten, wenn er nicht weiß, was das Ziel der Frau ist, sie ihn aber auffordert, sich auszuziehen. Gibt es wirklich Sex? Oder was ist mit ihm sonst geplant? Ich habe keine Statistiken, aber nach glaubwürdigen Schilderungen hat ein Mann Bedenken, wenn …

1. Er sich ausziehen soll, und die Frau ihn dabei „mustert“.
2. Die Frau bekleidet bleibt und er keinen Grund dafür sieht.
3. Mehrere Frauen anwesend sind, die bekleidet bleiben.

Und ist das nun berechtigt?

Wenn der Mann sich zuerst auszieht ...

Klar – jeder Mensch hat gewisse Bedenken, sich vor dem Angehörigen des anderen Geschlechts auszuziehen, wenn die Rollen nicht klar sind. Und selbst wenn sie wirklich eindeutig sind und der Mann Patient und die Frau Urologin ist? Vielleicht kennt mancher von euch solche Situationen. Ein Rest Peinlichkeit bleibt.

Doch gehen wir mal von ganz gewöhnlichen Situationen aus: Manche Frauen wollen eben, dass wir Männer uns ausziehen, bevor es die Frau tut. Oder wenn sie gar nicht daran denkt, sich nur deshalb auszuziehen, um einen Mann zu befriedigen. Das geht bekanntlich auch ohne Nacktheit.

Was sie sieht, wenn sich ein Mann auszieht

Na schön. Uns wurde dies verraten: Interessant für die Frau ist, dass sie etwas sieht, was sie vorher noch nicht sah. Und das ist in erster Linie deine Unterwäsche. Die kommt zwar auch noch herunter, aber irgendwann stehst du ja da – in Unterwäsche. Eigentlich kein Problem: Wenn du schwarze Boxer-Shorts trägst, bist du immer gut angezogen. Tatsächlich gucken Frauen nicht in erster Linie darauf, ob die Wölbung ausreicht. Denn um die zu verbessern, hat jede Frau ihre Geheimnisse. Nein, sie gucken darauf, ob die Slips oder Shirts zu dir passen. Ich gehe gar nicht erst drauf ein, dass sie natürlich sauber sein müssen.

Dann sieht sie natürlich, wo und wie du behaarst, bist. Das kann ihr gefallen oder auch nicht. Brusthaar, Achselhaar, Schamhaar. Manche Frau sieht es gerne, andere würden es am liebsten gleich wegrasieren, weil es stört. Jüngst schreib eine Lust-Beraterin:

Die meisten Frauen hoffen heutzutage auf eine Haarentfernung „dort unten“. Dies kann sowohl die Zugänglichkeit verbessern wie auch die Sinnlichkeit erhöhen.


„Zugänglichkeit erhöhen?“ Kling irgendwie danach, dass die Schamhaare gewisse Praktiken verhindern könnten. Na, wenn das so ist! Soll ja umgekehrt ähnlich sein.

Und sie bemerkt noch etwas, das nicht mit den Augen wahrnehmbar ist: deinen Geruch. Wie der sein soll, beleibt ein Rätsel, aber jedenfalls ist angebracht, vorher zu duschen, falls du weißt, wann du dich ausziehen sollst. Wenn nicht, wird sie trotzdem schnuppern. Aber das wird dich vermutlich nicht stören.

Da wäre noch der Penis. Du glaubst mit Sicherheit, dass sie darauf schauen wird, aber wie schon angedeutet: Außer sehr klein und bereits riesig beim Hervortreten fürchten Frauen nichts und erwarten auch kaum etwas als „Standards“.

Und warum hat du dich eigentlich ausgezogen?

Ja, und warum solltest du dich nun eigentlich ausziehen?

Ja, warum eigentlich? Wegen der Liebe? Wegen der Lust? Weil du hoffst, dass sie sich anschließend auch auszieht? Es gibt eine Art „Kink“, die CFNM heißt – bekleidete Frauen treffen einen nackten Mann, sozusagen die Alternative zum Klischee, dass Nadelstreifen-Männer gerne hätten, wenn nackte Frauen um sie herumhüpfen würden.

Na gut, vielleicht will die Frau erst mal sehen, ob du gesund aussiehst, dich wirklich rasiert hast oder dein Slip sauber ist. Aber was, wenn nicht?

Na, und nun frage ich dich, Mann: Wie oft hast du dich vor angezogenen Frauen ausziehen müssen, ohne dass es die Situation wirklich erforderte? Und vor wie vielen? Na?

Rollenspiele - Anleitung für unbegabte Spieler(innen)

Bereit zum Spiel? Dieser Mann hält still ... aber deiner? Weitere Hinweise dazu von Miss Y. unter Wie macht man einen Mann zum willigen Wicht?"


Der erste Teil dieses Artikels beschäftigte sich mit dem Wunsch, ein erotisches Rollenspiel aufzuführen - hier kommt die Ergänzung: "Ja, und wenn alles realisiert werden soll - und die schauspielerische Leistung nicht ausreicht?"

Die Rolle als Pferdefuß: Kann ich sie spielen?

einige interessante Beispiele.
Beim Rollenspiel gibt es einen Pferdefuß: Die Rolle muss passen und nachvollziehbar sein. Eine strenge Herrin kann nicht von einem sanften Liebchen mit weicher Stimme gespielt werden, und er gar kichert, während der „Strenge“ spielen soll, verdirbt das Spiel. Dieser Umstand hindert die meisten Paare, „große“ Rollenspiele zu inszenieren, aber es gibt immer noch die Möglichkeit, „im Kleinen“ zu spielen.

Wie immer im Leben gibt es Wege, eine ungeeignete Stimme oder fehlende schauspielerische Leistung zu überspielen.

1. Stumm spielen
Stumm zu spielen ist eine Variante, die sich vor allem für Fesselspiele eignet. Der Partner, der sich für die unterwürfige Rolle entscheidet, wird dabei so gefesselt, dass er sich nicht gegen Liebkosungen, aber auch gegen einen zugefügten Schmerz wehren kann.

2. Kostümspiele helfen, schwache Rollen stark auszuführen
Die meisten Zivilisten haben Respekt vor Uniformen. Deswegen können Rollenspiele wie Krankenschwestern-Patienten, Soldaten-Gefangene oder Herrinnen-Sklaven auch ohne viel Worte ausgeführt werden. Eine Variante ist das Spiel mit Nacktheit und Formalbekleidung (CFNM) oder das Kostümieren von Männern als „nuttenhafte“ Frauen.

3. Ausstattungen und Instrumente als Verstärker
Stumm das Instrument zeigen
Die meisten professionellen Dienstleisterinnen im Bereich der erotischen Rollenspiele („Dominas“) verfügen über ein reiches Arsenal an Instrumenten (Schlag-, Fesselungs- und Foltergeräte) sowie ein entsprechendes Interieur, das sie als „Bühne“ nutzen. Es reicht von femininen Zimmern für Herren, die sich als Damen behandeln lassen wollen, über Klinikräume, Gefängnisse und Klassenzimmer bis hin zu Folterkammern. Dies kann man im privaten Bereich ein wenig nutzen, denn ein richtig gehaltenes und streng geführtes Schlaginstrument wirkt auch ohne Worte. Ebenso ist es mit „Strafmöbeln“, die nur hervorgeholt werden, wenn Schläge oder Fesselungen auf dem Programm stehen.

4. Vanille-Spiele
Nicht alle Rollenspiele sind Spiele mit Macht und Ohnmacht oder Spiele mit der Geschlechterrolle. Beliebt sind beispielsweise Spiele mit der „sexuellen Verweigerung“, bei denen die Partner erst sexuell aufgeheizt und dann wieder abgekühlt werden. (Reizen-und-Verweigern, Tease-And Denial).

Rollenspieler Frau - Schluss und Fazit

Generell wird behauptet, dass Frauen eher „geborene“ Rollenspieler sind als Männer, vor allem im sexuellen Bereich. Dies mag damit zusammenhängen, dass Frauen viel intensiver mit ihrer Körpersprache umgehen als Männer – das wissen wir ziemlich sicher vom weiblichen Flirtverhalten. Es wäre daher möglich, dass Frauen sowohl in dominanten wie submissiven Rollen glänzen. Männer sind (entgegen allen Erwartungen) als dominante Rollenspieler hingegen äußert schwer zu gewinnen, fügen sich aber überraschend häufig in submissive Rollen.

Ein gutes Mittel, um Erfahrungen mit Rollenspielen zu beginnen, sind Kleidungsstücke oder Instrumente, die erotisch erregen, wie etwas Korsetts, Negligés oder Lederkleidung – je nach persönlicher Vorliebe. Als Instrumente für Anfängerinnen eigenen sich Streichelpeitschen und gepolsterte Handschellen. Zwar können für erotische Spiele auch Haushaltsgegenstände (Kochlöffel, Wäscheklammern) verwendet werden, jedoch erzeugen diese keine visuellen Begierden.

Letztendlich ist es die Freude am Spiel, die Paare zusammenhält. Obgleich es vorkommt, ist nicht empfehlenswert, dass die Ehefrau eine Rolle ständig „gegen ihren Willen“ spielt, um dem Mann zu gefallen. Man kann generell nur sagen: Schamlos ausprobieren ist das beste Mittel, um zu erfahren, welche Rollen man selbst gerne einnimmt.

Bild: Oben und links: © 2013 by liebesverlag.de, unten rechts historisch, nachkoloriert.

Der Handjob von zarter Frauenhand - wo liegen die Vorteile?

Gefühlvolle Hände sind die beste Voraussetzung

Der Handjob ist so ziemlich die einzige sexuelle Stimulation. Der der Mann an sich selbst kontrolliert durchführen kann. Deshalb ist er anders zu betrachten als der gewöhnliche Geschlechtsverkehr. Machen wir uns dazu kurz klar, was bei nahezu jeder Form des Geschlechtsverkehrs geschieht, insbesondere aber beim Koitus.

Beim "gewöhnlichen" Geschlechtsverkehr werden drei sogenannte Regelkreise benötigt: Der eine sendet Daten vom Hirn zum Penis und zurück, der Zweite vom weiblichen Hirn zur Vagina und zurück, und der Dritte bildet einen Kreisbogen, der durch beide Partner hindurchgeht. Am einfachsten lässt sich dies wie folgt schildern: Wenn der Mann spürt, dass die Frau sexuellen Genuss empfindet, so ergibt sich über die Kommunikation (Lustschreie, Stöhnen, Körperbewegungen, Ansteigen der Scheidenfeuchtigkeit) eine Rückkoppelung, die ihn wieder stimuliert.

Die eigene Hand - sehr kontrolliert, aber nicht sensationell

Nehmen wir nun die einfache Masturbation durch die eigene Hand. Sie wird in der Regel linear aufsteigend durchgeführt, mit dem Ziel, den Höhepunkt innerhalb kurzer Zeit zu erreichen und dann intensiv zu erleben. Die Gefühle, die im Penis, in den Hoden und in der Prostata dabei erlebt werden, sind Teil eines Rückkoppelungsprozesses, der von der Hand ins Hirn, vom Hirn via Botenstoffe in die Sexualorgane und von dort teilweise (soweit der Penis betroffen ist) wieder an die Hand zurückgemeldet werden. Auf diese weise kann der Mann seinen Höhepunkt minimal beeinflussen. Normalerweise kann er jedoch nicht mehr gestoppt werden, wenn er einmal vom Hirn „freigegeben“ wurde.

Die fremde Hand - Lust und Frust, je nach Qualität und Absicht

Wird die Reizung von fremder Hand durchgeführt, so wird der Prozess in zwei Teile zerlegt: Nach wie vor findet ein Rückkoppelungsprozess zwischen Penis und Hirn statt, doch wird nun ein zweiter Regelkreis eingebaut, der aus dem erspüren des Penis, der Frauenhand und dem Frauenhirn besteht. Die am besten wahrnehmbare Folge ist, dass der Zeitpunkt des Samenergusses schwerer mit der Bewegung der Hand koordiniert werden kann. Dadurch kann es zu sensationellen neuen Erfahrungen, aber auch zu viel Frust kommen. Die Gefühle, die in Hoden und Prostata entstehen, sind für die ausführende Frau nicht wirklich wahrnehmbar. Die Frau ist deshalb ausschließlich auf ihre Wahrnehmung angewiesen, die sie am Penis, aber auch an der Atmung und anderen körperlichen Merkmalen feststellen kann. Dazu gehört allerdings recht viel Erfahrung. Frauen sollten ebenfalls daran denken, dass auch währen der Handarbeit nicht nur taktile, sondern auch optische Reize verarbeitet werden, die bei der Masturbation fehlen. Deshalb ist es günstig, Handjobs zumindest zu Anfang, immer so einzurichten, dass der Mann Blickkontakt auf den Körper der Frau hat. Die Frau sollte dabei durchaus Augenkontakt halten, zumindest aber die Mimik des Mannes beobachten. Sobald er diesen verliert (Dunkelheit, schlechte Position, Auge verbunden) taucht er ab in eine Fantasiewelt, die nichts mehr mit der Frau zu tun hat, die den Handjob ausführt – damit wird sie zur reinen „Dienstleisterin“ am Manne.

Reizen und Verweigern oder "es ihm schön machen"?

Die Sensation wie auch die Frustration liegt beim Handverkehr durch fremde Hand immer darin, dass man den Zeitpunkt der Ejakulation nicht selbst bestimmen kann, sondern abhängig von der ausführenden Person ist. In der Regel wird der Handjob so ausgeführt, dass er „auf schön“ gemacht wird, also so, dass sich der Mann dabei wohlfühlt. Lediglich bei wenigen Abweichlern werden Spiele mit „Reizen und Verweigern“ (T&D) gespielt, die ganz bewusst mit der Frustration arbeiten. Dazu gehören auch Varianten, bei denen Frauen völlig bekleidet bleiben und Männer völlig nackt sind (CFNM) oder beide größtenteils bekleidet bleiben.

Die Frage, welche Methoden wirklich gut sind, werden in Frauenforen teils heftig diskutiert. Dabei wird oft vergessen, dass die reine „Technik“ nicht so wichtig ist, also wie und wo gerieben wird, ob beidhändig oder einhändig oder ob feucht oder trocken. Wichtiger ist, die Muskeln in den Händen zu trainieren und die Bewegungen des Penis mit den Nervenenden der Hand zu erspüren, sonst wird der gesamte Vorgang zu mechanisch. Dazu schreibt beispielsweise die „Erdbeerlounge“:

Wichtig ist beim Handjob auch, dass Du einen Rhythmus findest, wenn Du mit ihm spielst, und nicht abgehackt agierst. Kleiner Tipp: Behalte Deinen Partner im Auge: Er ist schließlich ein Mann, daher zeigt er bestimmt sehr deutlich, was ihm gefällt und was nicht.


Was die „Erdbeerlounge“ hier als „finde den Rhythmus“ bezeichnet, ist die Folge der Rückkoppelung, denn es geht nicht um „deinen“ Rhythmus, sondern um die Intensität und Frequenz, die dem Mann gefällt. Die Intensität wird dabei mit dem Druck geregelt, der Rhythmus mit den Auf- und Abbewegungen der Hand. Gerade der „richtige“ Druck ist in der Regel schwer einzuschätzen, deswegen gilt klar: behalte deinen Liebsten im Auge, wenn du es tust.

Zusätzlich zur „normalen“ Handstimulation können beim Mann auch Damm, Hoden und Anus mit in die Reizung einbezogen werden, und es ist möglicherweise sinnvoll, auch Vibratoren einzusetzen – das muss einfach erprobt werde, denn jeder Mann reagiert darauf unterschiedlich.