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Die sexuellen Herausforderungen …

Herausforderung? Versuchung? Lust kennt keine festen Pläne
Was sind die größten sexuellen Herausforderungen, die heute an eine Frau oder an einen Mann gestellt werden?

Es wäre schön, wenn das allwissende Internet, unsere ehrenwerten Wissenschaftler oder wenigstens ein paar Freigeister darauf eine Antwort wüssten. Doch wer danach sucht, wird sofort mit den miesen Seiten des Lebens konfrontiert: Unlust, Asexualität, Missbrauch, Belästigung und sexuelle Gewalt sind die Google-Spitzenreiter bei Frauen. Wer dies auf den Zeitgeist zurückführt, sollte bei Männern nachsehen. Die Erektion, der Leistungsdruck, die Belästigung und das Alter sind die gängigen Herausforderungen.

Der Alltag selbst fordert heraus - und die möglichen Partner(innen) auch

Das alles sind mögliche Herausforderungen, ohne Zweifel. Aber es sind nicht die Herausforderungen, die der „ganz normale Alltag“ an einen Menschen stellt, der sich mit seiner ganz persönlichen Sexualität auseinandersetzen will. Dabei spielt kaum eine Rolle, ob du Frau oder Mann bist – eine Herausforderung kommt immer dann auf dich zu, wenn du zu einer ungewöhnlichen Handlung aufgefordert wirst. Es kann dich jeden Tag und jede Stunde treffen – mit einem Bekannten oder Unbekannten.

Leichtsinn und Abenteuerlust

Wir wissen, dass die Entscheidungen vor allem darauf beruhen, ob du im Grundsatz feste Neigungen oder Abneigungen hast. In diesem Fall gerätst du bestenfalls durch Leichtsinn an jemanden, der dich herausfordert. Wenn du hingegen offen, experimentierfreudig und abenteuerlustig bist, sind deine Toleranzen größer und du wägst situativ ab, ob du starke Gefahren oder eher lustvolle Gewinne in deiner Entscheidung siehst.

Das Unbekannte - Risiko, Chance oder Gefahr?

Vor solchen Fragen steht jeder, der heute auszieht, die Lust zu erlernen. Aber niemand gibt Antworten darauf. Was muss Grete beachten, überwinden oder preisgeben, bevor sie Fellatio ausführt? Und was ist mit Hans, wenn er Cunnilingus geben soll?

Beide Fragen können noch „irgendwie an der Oberfläche“ abgehandelt werden. Je nach Erfahrungslage und Einstellung werden einige von euch sagen: „Das ist doch heute ganz normal“, und andere werden sagen: „Mit solchen ekelhaften Themen will ich gar nicht erst beschäftigen.“

Wenn das Zugfahren auf dem Hauptgleis langweilig wird

Andere Fragen sind wesentlich schwerer zu beantworten. Und das, was dahintersteht, erfordert weitaus mehr Mut oder birgt viel größere Gefahren. Erinnert ihr euch noch an das Raunen, das nach den „Shades of Grey“ durch die Schlafzimmer ging? Hatten sic nicht viel von euch gefragt: „Was wäre, wenn… ?“ Und wie viele von euch sehnten sich insgeheim danach, einem Mann wie Mr. Grey zu begegnen? Und was die verträumten unterwürfigen Jünglinge unter euch betrifft: Es darf natürlich auch eine Frau sein, die das Schlagzeug in allen Varianten und Rhythmen beherrscht.

Es geht in Wahrheit nicht darum, ob du den Zeitgeist nachspielst – der wandelt sich viel schneller als gedacht. Vielmehr geht es darum, was du antwortest, wenn du tatsächlich die Chance bekommst, einen Zug zu besteigen, der nicht auf dem Hauptgleis fährt. Siehst du es als Risiko? Was kann schlimmstenfalls passieren?

Es ist immer gut, darauf Antworten zu finden. Und sicher nicht nur in der Sexualität.

Chefsache LIEBE

Wahrscheinlich habt ihr es längst bemerkt: Wir haben eine neue Kategorie, nämlich Liebe an sich - vom Chef der Liebeszeitung.

Ich schreibe darin über die Liebe an sich – über was sonst? Und natürlich, wie wir Liebe ansehen können, sie für uns erwerben oder anderen schenken können. Bei diesem Thema fühle ich ich nach wie vor am wohlsten. Ich habe dazu etwas dazu zu sagen – das ist wichtig. Viel zu viele Menschen (auch Wissenschafter) reden über die Liebe, als wäre es ein Metallbaukasten, aus dem man alles zusammenschrauben kann, was gefällt.

Ich hoffe, euch gefällt meine Sichtweise. Das dürft ihr übrigens ruhig sagen. Und natürlich erst recht, wenn ihr widersprechen wollt.

Bei welcher Zeitung ist die Liebe schon „Chefsache“?

Richtig: bei der Liebeszeitung. Wo denn eigentlich sonst?