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Gebhard Roese: Ich preise mich nicht an, ich bin

Sich zum Leser durchkuscheln? Nein, eher nicht
Da gibt es eine Story im Internet über mich, die ich geflissentlich ignoriere – denn ein Satz stimmt sinngemäß an der Story: Wer sich im Internet bekannt macht, der setzt sich auch der Kritik aus. Jedenfalls dann, wenn er eine klare und eindeutige Meinung vertritt. Manche Presseorgane und deren Redakteure mögen mit ihren Lesern "kuscheln" - ich vermeide es, so gut es geht.

Was sage ich zu Vorwürfen gegen meine Person? Zunächst einmal: Ich bin Gebhard Roese und erlaube mir, auch angesehene Personen zu kritisieren. Man nennt dies das Recht auf freie Meinungsäußerung.

Dann: Ich bin in erster Linie freier Schriftsteller und schreibe hauptsächlich Content. Wer in dieser Branche tätig ist, weiß, dass hier weder Milch noch Honig fließen: Die Konkurrenz ist groß – und sie arbeitet teilweise mit Dumping-Preisen unter zwei Cent pro Wort. Das ist nicht vergleichbar mit dem angenehmen, angesehenen Leben, das es möglicherweise in den goldenen Zeiten von Presse und Rundfunk gab. Wer glaubt, etwas über mich zu wissen, den muss ich belehren: Content, für den man mich beauftragt, trägt selten meinen Namen. Meine Texte für Kataloge und Ratgeber schon gar nicht. Ich schreibe also viel mehr, als unter meinem bürgerlichen Namen veröffentlicht wird.

Bei alledem: Ich preise mich nicht übermäßig an. Etwas Werbung ist – neben persönlichen Kontakten – nötig. Ich weiß, wovon ich schreibe, und ich schreibe selten über etwas, das ich nicht gründlich analysiert habe. Wenn ich als Redakteur tätig bin, was sicherlich bekannt ist, forsche ich oft gründlicher nach, als dies die üblichen Journalisten in unseren Tageszeitungen gewohnt sind.

Ein letztes Wort: Pseudonyme sind wichtig. Nicht nur Tucholsky benutzte sie – jeder, der unterschiedlichen Sparten zuhause ist, verwendet sie. Das ist nicht nur unser Recht, sondern dient auch dem Schutz unserer Privatsphäre.

Wer all dies beklagt und bekrittelt, der mag es tun. Ich bin Gebhard Roese, und ich schreibe für Sie. Übrigens auch für Sie, die Sie dies her gerade lesen.

Bild oben: Etwa zur Zeit der Jahrtausendwende.