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Cuckolding – was es ist und warum es Paare tun

Gehörnte Ehemänner - glücklich im sinnlichen Leid?
„Cuckolding“ ist ein von Mythen geschmücktes, weitgehend kommerziell und pornografisch ausgeschmücktes Thema, das zumeist in eine Parallelwelt führt. Die Beschreibung ist relativ einfach::

- Cuckolding basiert darauf, dass die ständige Partnerin, mit einem Dritten vor den Augen ihres Partners mit einem anderen Mann kopuliert, ohne dass sich dieser beteiligen darf.


Das Wort kommt von einem berühmten Vogel, dem Kuckuck, dessen Weibchen ihre Eier in fremde Nester legt. Im Deutschen würde es am besten dem Begriff „Hörner aufsetzen“ entsprechen – in diesem Fall in Anwesenheit des Partners.

Scharf hinsehen - die Wahrheit ist scher erkennbar

Man muss dabei zwischen Fiktion, Pornografie, Sektiereransichten, erotischen Wünschen und gelebten Realitäten trennen. In der Erlebnis- und Fantasiewelt der „gewöhnlichen“ Paare gibt es weder ein „Hotwife“ noch einen „Cuck“ oder einen „Bull“ wie die Slang-Ausdrücke heißen. Auch die Psychologie glaubt eine Erklärung gefunden zu haben und nennt den Wunsch nach „Cuckolding“ für eine masochistische Regung des Mannes, in diesem Fall die Lust daran, entwürdigt zu werden. Überhaupt wurden allerlei abenteuerliche und klischeehafte Erklärungen in Zeitungsartikel verwendet, beispielsweise „die Spermienkonkurrenz“. All diese Absonderlichkeiten scheinen aus einer einzigen Quelle zu stammen, die Frauenzeitschriften gegen Ende 2018 anzapften.

Diskussion um Cuckolding - Trend oder Presse-Rummel um einen Begriff?

Inwieweit Frauen und Männer tatsächlich solche Vorstellungen haben, ist unsicher – der Wunsch, Paaren beim Sex zuzusehen, ist aber ebenso verbreitet, wie der Traum, lustvoll gedemütigt zu werden.

Gegen das lustvolle Zusehen spricht die Angst des Mannes, der Partner könne mit dem „Dritten“ zufriedener sein als mit ihm selbst, und Elemente der Eifersucht spielen dabei ebenso mit. Tatsächlich wird „Cuckolding“ daher selten in die Praxis umgesetzt, so wie nahezu alle erotischen Wünsche, die mit Verlustängsten oder extremer Beschämung verbunden sind.

Weil das „Zusehen ohne Eifersucht“ im Swingerkreisen sehr verbreitet ist, und die Eifersucht dort durch den Wechsel der Sexpartner ohnehin abgestumpft ist, wird in diesen Kreisen tatsächlich auch Cuckolding betrieben. Ebenso verdächtigt wird die SM-Szene wegen des Verdachts, dass dort die Spezialisten für „lustvolle Entwürdigungen“ beheimatet sind.

Cuckolding und „Vanille-Paare“

Im Gegensatz zur „landläufigen“ Meinung, der Mann, würde sich danach sehnen, von seiner Partnerin solcher Weise „dominiert und erniedrigt zu werden“ ist das „Cuckolding“ für Vanille-Paare eher ein Versuch, „Lust an der Eifersucht“ zu gewinnen und dabei sexuell erregt zu werden. Als emotionaler Gewinner gilt dabei der Partner, der passiv ist, als Verlierer steht meist von vornherein der Dritte fest, der nur „Mittel zum Zweck“ ist. In welcher Weise der Wunsch „von der Frau ausgeht“, wie in einer inzwischen zurückgezogenen „Studie“ behauptet wird, ist zweifelhaft. Insgesamt sind bei gewöhnlichen "Vanille-Paaren" die geheimen Fantasien ausgeprägter als der Wunsch, sie tatsächlich auszuführen.

Andere Varianten - Cuckolding ist nicht nur das, was so heißt

Cuckolding als Grundform ist nicht auf eine bestimmte Situation beschränkt – das Etikett täuscht. Aus ähnlichen Gründen wie zuvor erwähnt, kann die ständige Partnerin „passiv“ sein, während sich der Mann mit einer Fremden vergnügt, und nicht immer muss es sich um heterosexuelle Kontakte handeln.

Bei gewöhnlichen Dreiern gibt es ähnliche Situationen, in denen ein Partner „passiv“ bleibt und die Rolle des Voyeurs oder der Voyeuse annimmt.

Schließlich entstehen ähnliche Situationen auch beim sogenannten „Partnertausch“ oder während einer Swinger-Party.

Fantasie, Pornografie, Literatur

In der modernen, visuellen Pornografie werden Klischees verwendet. Bei Cuckold-Themen ist die Frau sexuell hyperaktiv und meist hinterhältig, der Mann schwach, dickbäuchig, verweichlicht und meinen einem kleinen Penis ausgestattet, während der Gast eine sportive, schlanke, „gut bestückte“ Figur hergibt.

In der Vergangenheit bot die Literatur Auswege aus dem Dilemma der Klischees: Einst lag der Partner (die Partnerin) unter dem Bett, lauschte oder sah aus einer geheimen Öffnung oder einem verdeckten Spiegel zu, wie der Partner oder die Partnerin „fremdging“. Heute könnte sie vor einem Monitor sitzen, während der Raum aus mehreren Winkeln von Kameras überwacht wird.

Fazit - Cuckold - überreizt, aber dennoch unvollständig

In der Fantasie ist Erotik normalerweise begeisternder als in der Realität. Das gilt vor allem für Situationen, vor denen sich Menschen zugleich fürchten und über die sie dennoch stark fantasieren. Neidlos und emotional unbewegt anzuerkennen, dass die/der Fremde dem Partner / der Partnerin lustvollere oder intensivere Lüste bereitet als man selbst es vermag, ist sicher schwierig – und „gewöhnliche Paare“ meiden daher eher Cuckold-Spiele, als dass sie die forcieren. Ganz zum Schluss wäre noch zu sagen, dass alle Thesen und Antithesen über Cuckolding ausschließlich von Männern vorgebracht wurden. Ob und welche Wünsche Frauen haben, ihren Männer beim Masturbieren oder Kopulieren mit anderen zuzusehen, ist weitgehend literarisches Ödland.

Bild "Fellow Sufferers" von 1799, englischen Ursprungs

Die wundersame Entdeckung der Presse: Cuckolding ist „in“

Strenge Regentin der Beziehung, Hengst von Außen und Cucky in der Ehe?

Die wundersame Entdeckung der Presse: Cuckolding ist „in“ -doch "in" steht eher für "im Internet vorhanden"

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Wer sind Ogi Ogas und Sai Gaddam? Diese Namen kannte ich doch irgendwoher. Und siehe: Der FOCUS verweist in einem Artikel von 2017 auf eine Studie von 2011, die (sogar auf Deutsch) in Buchform erschienen ist. Ganz neu ist also nicht, was der FOCUS schreibt, und sein Stichwort heißt „Cuckolding“.

Das Wort „Cuckolding“ soll „angeblich auf Platz zwei der am häufigsten gesuchten Porno-Schlagwörtern im Internet“ liegen. Doch was ist nun eigentlich „Cuckold“, oder besser „Cuckolding“?

Den Urheber ist unbekannt, aber Shakespeare hat das Wort oft genutzt, es ist also literarisch gut belegt – und es soll sogar auf das Jahr 1250 zurückgehen. Was in der englischen Sprache ein „Cuckold“ ist, ist in Deutschland (niedlich übersetzt auch im Buch) ein „Hahnrei“ und weil auch dies Wort recht unbekannt ist, sagt man auch ein „gehörnter Ehemann“.

So, und was macht nun der Hahnrei aka Cuckold im Internet? Er ist teil einer bestimmten Pornografie-Richtung, in der ein „schwach bestückter“ Ehemann oder Freund zusehen muss (oder darf?), wie ein muskulöser, mit einem unvergleichbarere größeren „Member“ ausgestatteter Mann seine Frau oder Freundin vögelt. Damit sind wir mitten in der BDSM-Szene oder der besonderen Szenerie der „Frauendominanz“ oder „FLR“.

Die offizielle Version (laut FOCUS):

Viele Männer törnt es also an, ihre Partnerin beim Sex mit einem Fremden zu sehen. Und zwar so sehr, dass sie danach sofort selbst mit ihr schlafen möchten. Um diese Phantasie in die Tat umzusetzen, gibt es im Internet zahlreiche Plattformen, die dieses Fremdgeh-Muster bedienen.


Das können wir zur Kenntnis nehmen oder nicht – aber das kann der Mann auch bei einem sogenannten MMF-Dreier haben, und der zählt nicht zum „Cuckolding“.

Nehmen wir mal „Cuckolding“ als Tatsache, als pornografische Fantasie und als sektiererische Realität, dann kommen wir der Sache näher.

Als Tatsache ist Cuckolding Ehebruch seitens der Frau – sie „hörnt ihren Ehemann“ indem sie sich von einem oder mehreren Lover vögeln lässt. Ist dies einmal gesagt, dann schauen wir weiter, denn nun kommt die „Erniedrigung des kleinen Penis“ ins Spiel, des körperlich und vor allem erektionstechnisch schwachen Ehemannes. Der andere, muskulös und bestens ausgestattet, wird dann als „richtiger Mann“ oder „Bull“ die Frau beglücken, während der „Cucky“ zusieht.

Etwas anders sieht es in Foren aber auch in der reichlich vorhandenen Literatur aus, die zumeist von den „FLR-Anhängerinnen“ ausgeht. Eine FLR ist eine von Frauen geführte Beziehung, in deren erotischer Variante die Frau die Orgasmuskontrolle des Mannes übernommen hat. Und nun sind wir einer Welt angekommen, die ein bisschen real, ein bisschen märchenhaft und insgesamt ziemlich sektiererisch ist. Und in dieser Welt ist die Auslöserin des Gedankens die Frau, die hier „Hotwife“ heißt und sich eben jene „gut bestückten“ Lover sucht, die dann dem Weichling von Ehemann als Lover präsentiert werden.

Wie auch immer – es gibt gewisse Zweifel daran, ob der Wunsch nach der Erniedrigung des Ehemannes als „Weichei“ von der Frau oder von dem Mann in einer Beziehung ausgeht. Und gelegentlich sind Fantasien einfach superscharf, während die Realitäten … nun ja, lassen wir mal die Details. Die Wissenschaftler haben jedenfalls eine Theorie dazu aufgebaut, die „Spermienkonkurrenz“ heißt. Und dabei sollen Männer nicht nur mehr Spermien produzieren, wenn sie miteinander um eine Frau konkurrieren, sondern auch – geiler werden.

Zitat: FOCUS. Studie: Psycnet. Buch: "klick! mich! an!, München, 2012. Original: "A Billion Wicked Thoughts", Ne York 2011.

Male Chastity – der Tag der Männerkeuschheit?

Bewahre deine Keuschheit wie ein Ritter, Mann!
Angeblich soll er am 15. Februar gefeiert werden, der „Male Chastity Day“, auch großspurig als „International Male Chastity Day“ vermarktet. Denn es geht um die Vermarktung von fragwürdigen „Sexspielzeugen“, die angeblich einer Tugend dienen: der männlichen Keuschheit.

Mit den absurdesten Argumenten wird an diesem Tag mit Stahl- und Plastikkäfigen für den Penis geworben, die von Männern „bequem unter der Kleidung“ getragen werden können. Das Hauptargument: Männer können damit weder Fremdverkehr haben noch onanieren – und das nütze dann angeblich den Frauen, wenn sie „ihre“ Männer wieder davon befreien würden. Freilich handelte s sich dabei um Fake-News, denn so gut, wie alle Artikel über solche Produkte dienen ausschließlich der Vermarktung der überteuerten Geräte „um jeden Preis“.

Wenn so etwas „chic“ aussehen soll und aus „edlem“ Material ist, kann es schon mal um die 100 GBP (britische Pfund) kosten. Und es wird tatsächlich genutzt – zumeist in „etwas schrägen“ Beziehungen im Bereich der Cuckold-, Fetisch- und BDSM-Szene.

Was Ihr Urologe dazu sagen wird? Vermutlich wird er mit den Augen rollen. Wir raten mal, ihn vorher zu fragen …

Der Dreier des Teufels oder wie zwei Männer und eine Frau zusammenkommen

Fantasie des 19. Jahrhunderts, stark retuschiert


In englischsprachigen Ländern wird ein gewöhnlicher “Dreier” von einem “Dreier des Teufels” unterschieden. Warum auch immer der Teufel im Spiel sein soll – jedenfalls handelt es sich um einen Dreier, an dem zwei Männer und eine Frau beteiligt sind. Und weil das Vorstellungsvermögen der meisten Menschen begrenzt ist, stellte man (und insbesondere: Mann) sich vor, dass bei einem solchen Dreier immer eine sogenannte „Doppelpenetration“ (vaginal und anal) stattfindet. Der „offizielle inoffizielle“ Begriff für alle Arten von Dreiern unter Beteiligung von zwei Männern und einer Frau heißt aber eigentlich „MMF“ oder „MFM“ und beinhaltet nicht zwangsläufig Analverkehr.

Tatsächlich bestehen bei MFM-Dreier wesentlich mehr Möglichkeiten als diejenigen, die Frauen als „Lustobjekte“ der Männer einplanen.

Wichtig ist, wie bei allen sexuellen Aktivitäten, wer der Initiator ist und auch welchem Grund dieser die Initiative ergreift.

1. Initiatoren sind zwei Männer.
Falls zwei Männer als Initiatoren auftreten, ist die Frau fast immer für eine bestimmte Rolle vorgesehen. Die Männer sind dabei zumeist Heteros und sie haben es in den meisten Fällen auf „Doppelpenetration“ abgesehen.

2. Initiator ist ein Mann.
Die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Mann bisexuell ist, ist sehr wahrscheinlich, und zumeist sucht er ein Bi-Paar zur Verwirklichung seiner Wünsche.

3. Initiatorin ist eine Frau
Lädt eine Frau zum MFM-Dreier, so sucht sie zumeist nur einen „Dritten Mann“, selten zwei unbekannte Solo-Männer. Initiiert die Frau, so will sie auch festlegen, was passieren soll. In der Regel will sie von beiden Männern begehrt werden und sie überwiegend nacheinander genießen. Der Wunsch, dabei anal penetriert zu werden, ist eher gering.

4. Initiator ist ein Paar.
Der Klassiker unter den Zeitungs- und Internetanzeigen für MFM war und ist: Paar sucht Mann. Dabei ist fragwürdig, wozu der Mann benötigt wird: Er kann als sogenannter „Bull“ im Cuckold-Spiel auftreten oder er kann das Objekt der Begierde beider Partner sein.

Männer kommen einander nahe

Ob hetero oder nicht, die beiden Männer kommen sich beim Spiel meist nahe und sie sehen einander nackt. Das wäre zu berücksichtigen, bevor man einen solchen Dreier plant. Wie wir aus zahlreichen Berichten wissen, ist der MFM-Dreier für die Frau eine Art „Logistikproblem“, wobei es darum geht, was sie zugleich tun kann und was separat behandeln werden soll. Aktivitäten wie „Doppelpenetration“ erfordern umfassende Vorbereitungen und oftmals artistische Fähigkeiten. Obgleich man Frauen nachsagt, zum „Multitasking“ geboren zu sein, fällt es ihnen dennoch schwer, zwei Aktivitäten, die Konzentration erfordern, gleich exzellent zu absolvieren. Das sagen wir hier all jenen, die gerne das „Spitroasting“ mit eingeschlossen hätten. Üblicherweise können sich auch Frauen bei intensiven, aktiven Körperkontakten nur auf eine Person konzentrieren.

Da wir hier mit unserer Wortwahl etwas vorsichtig sein müssen, können wir nicht alle Möglichkeiten detailliert beschreiben. Empfehlenswert ist jedoch, wie bei ganz normalen Liebesbeziehungen, mit Küssen, Kosen und oralen oder einfachen taktilen Genüssen zu beginnen. Als gut hat sich auch erwiesen, vorher einen Plan auszutüfteln, was unbedingt sein soll und was möglicherweise noch zusätzlich sein kann. Denn wie schon gesagt – Dreier sind auch eine logistische Herausforderung.

Weibliche erotische Fantasien – die Grauzone

Der Artikel "Weibliche erotische Fantasien in der Grauzone" versucht, die Unterschiede aufzuzeigen, die bei der Erhebung "weiblicher Sex-Fantasien" auftreten. Dabei werden besonders extreme Fantasien offenbar stark verschlüsselt, bevor sie an die Öffentlichkeit gelangen.

Die "Top Ten" der weiblichen Träume in einer wissenschaftlichen Untersuchung

Als Mann wagt man sich gelegentlich gar nicht an das Thema "weibliche erotische Fantasien" heran, weil es eine Grauzone gibt, in der gilt: „Was nichts gesagt werden darf, das darf auch nicht erträumt werden.“

Unter den erotischen Top-Fantasien der Frauen befindet sich so gut wie immer eine, die etwas verklausuliert lautet: „Sex mit einem völlig Fremden“. In einer ziemlich verlässlichen Studie befindet sich dieser Wunsch mit etwas zwei Dritteln unter den absoluten Favoriten, übrigens gefolgt von „Sexuell dominiert werden“.

Ist „Sex mit völlig Fremden“ immer einvernehmlicher Sex?

Diese Aussagen lassen ungewöhnliche Interpretation zu, denn wie, so fragen sich viele Analysten, sollte den der „völlig Fremde“ gesehen werden? Eher als smarter Staubsauervertreter, dem schnell das Bettchen gemacht wird oder als böser Räuber, der die unschuldige Prinzessin in den dunklen Tann zieht? Die Antworten fallen zwiespältig aus, denn während die bereits erwähnte Studie nur zu etwa 28 Prozent aussagt, dass in ihren Träumen „sexueller Zwang“ eine Rolle spielt, glauben andere, dass sich enorm viele Frauen in die Rolle der „unschuldigen und naiven“ jungen Frau hineinträumen wollen. Und dazu gehört dann eben auch dieser Knackpunkt: von einem Mann rücksichtlos oder „nicht einvernehmlich“, wie man heute sagt, „genommen“ zu werden.

Genau dies darf aber nicht sein.

Den Dildo in seinem Po versenken

Interessant ist, die Liste der Wünsche ganz und gar durchzusehen. Auf Platz zwei steht nämlich in einer Zusammenfassung des Buches: „Private Thoughts“ der Wunsch, einen Mann mithilfe eines Dildo-Geschirrs zu penetrieren. Naheliegend ist, dass die heutige Frau davon träumt, einmal wie ein Mann zu handeln und den Sexualpartner nach Strich und Faden „heranzunehmen“. In diesem Fall anal, weil auf andere Art die als männlich angenommenen Macht- und Herrschaftsgelüste nicht vollends befriedigt werden können.

Darf das sein? Müssen sich die Männer jetzt nicht fragen, was in Frauenköpfen vorgeht?

Dreier in allen Variationen

Dreier-Traum
Auf Platz drei liegt nach der Analyse aus dem Buch „Private Thoughts“ der Dreier in verschiedenen Variationen: MFF, FMM und Cuckold. Offenbar träumen sich Frauen hier in alle Rollen, wollen meist aber die Kontrolle behalten: MMF und Cuckold schienen zu dominieren. Zu erwähnen wäre noch, dass viele Frauen nach einer anderen Befragung ausgesprochen intensiv über Orgien fantasierten (56 Prozent), was hier durchaus ins Bild passt.

Sich öffentlich zur Schau stellen und für Sex anbieten

Sich anbieten
Sehen wir auf Platz vier, so wird wieder deutlich, dass manche Dinge nicht „sein dürfen“. Sich einem Mann als Stripperin oder Hure anzubieten? Das ist so degoutant, dass man es eigentlich gar nicht glauben darf. Erinnern wir uns nur an die Gutmenschenfrauen, die sogar das europäische Parlament dazu nutzen wollten, um Prostitution zu verbieten. Doch es sind vor allem die emanzipierten Karrierefrauen, die sich in ihren Träumen erniedrigen wollen. Dafür sprechen dann allerdings auch auch die Zahlen aus qualifizierten Umfragen, nämlich jene zwei Drittel, die „sexuell dominiert“ werden wollen.

Alle Varianten von Frau zu Frau

Bi - mit Voyeur
Platz fünf ist ziemlich sicher eine Betrachtung wert. Es geht an sich „nur“ um den bekannten Frauentraum, sanft oder massiv in eine lesbische Beziehung hineingezogen zu werden. Erstaunlicherweise gehen die Fantasien mancher Frauen in die Richtung, dass Männer dabei durchaus als Zuschauer willkommen sind – eine eher neue Tendenz. Interessant ist übrigens, dass bei Umfragen nur recht wenige Frauen unmittelbar zugeben, über Sex mit Frauen zu fantasieren, sie sich aber vorstellen, einmal „Mäuschen zu sein“, wenn zwei Frauen sich sexuelle miteinander vergnügen.

Nun, wir haben es gehört. Ob die Frauen, die im Buch „Private Thoughts: Exploring the Power of Women's Sexual Fantasies” wirklich repräsentativ sind? Oder andererseits: Wird bei seriösen Fragestellungen nicht tief genug gebohrt, um an die Wurzeln der erotischen Fantasien zu gelangen? Nachlesen können Sie alles, auch die fünf fehlenden Fantasien, in der unserer Quelle „Healthy Place“. Die Zahlen, die wir ermittelten, stammen aus einer relativ neuen Erhebung aus Kanada.