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Die Liebe: Bitte schämt euch nicht für eure Gefühle



Es ist merkwürdig, aber ich habe schon lange niemanden mehr über die Liebe reden hören. Nein, ich meine keine pubertierenden Teenager, die allerlei Gedicht absondern, und keine Romanautorinnen, die ihr dümmlich-romantisierendes Kitschgesülze leider immer noch als Bestseller an Frauen jeden Alters verkaufen können.

Wen ich wirklich meine, sind die Menschen, die Liebe suchen. Es ist doch sehr eigenartig, wie das Wort „Partnersuche“, oder noch schlimmer, das Wort „Dating“ für den menschlichen Wunsch nach Liebe benutzt wird. Nun sagt bitte nicht, ich würde solche Wörter ja selber benutzen. Tatsache ist, dass mir in der Netzwelt gar keine andere Wahl bleibt.

Die Liebe ist nicht peinlich

Ich meine auch gar nicht die Medien. Ich meine alle die Menschen, die sich kaum mehr wünschen, als sich die Liebe ins Haus zu holen, aber die sich dennoch schämen, es auszusprechen. Ja, es ist wahr: in einer Zeit, in der es kaum noch jemandem peinlich ist „Sex zu haben“ (auch so ein lästiges Wortgebilde), schämen sich die Menschen offenbar, innige Gefühle zu haben: „Liebe zu suchen“ gilt in weiten Teilen der Bevölkerung bereits als unfein. Man hat keine Gefühle zu haben. Man will seine Wünsche, Ansprüche, Forderungen oder was auch immer sonst erfüllt wissen.

Wo sind die jungen Frauen, die noch sagen „ich suche eine große Liebe?“ Heute sagen sie, „ich suche einen Traummann“ und fallen damit eher auf die Stufe kleiner Mädchen zurück. Es ist erschreckend albern, einen Traummann zu suchen, und es ist sehr natürlich, nach der großen Liebe zu suchen, wenngleich auch sie wahrscheinlich eine „Nummer kleiner“ ausfallen wird.

Es muss nicht immer die „große Liebe“ sei. Die Liebe selbst ist reichlich ins Hintertreffen gekommen. Was bringt denn bitte schon die ewige Suche nach diesem absolut widerwärtigen Begriff „Mr. Right“? Können unsere jungen Frauen nicht einfach unbeschwert lieben, wie es ihnen einstmals die Mütter der Frauenbefreiung verhießen? Müssen sie wirklich so lange suchen, bis sie den „perfekten Mann“ gefunden haben? Ist es richtig, diesen Mann erst mit 35 zu suchen?

Sinnlos verlieben - warum eigentlich nicht?

Manchmal hört man es noch: „Du, ich möchte mich mal wieder wirklich so Hals über Kopf sinnlos verlieben“. Ich höre so etwas gerne, weil es so verrückt lebendig klingt, so ganz ohne Hintersinn und Abwägung. Bis an den Rand des Wahnsinns ausgebrannt werden vor Liebesglut ist sicher nicht immer erstrebenswert, aber wer wollte, im Nachhinein betrachtet, schon die Liebe vermissen, der er mit Haut und Haar verfallen war?

Das klingt anders als „Notgeil“ zu sein, sich in eine Hotelbar zu setzen und dort mit einem Gast „Sex zu haben“, nicht wahr? Es klingt auch anders als „der Mann, der mich treffen will, muss erst einmal beweisen, dass er mich auch verdient“.

Manchmal, wenn ich so nachdenke über die Zeit, insbesondere aber über die deutsche Befindlichkeit, dann merke ich, wie viel den Menschen heute entgeht mit ihrer Arroganz, ihrer „Coolness“ und der generellen Überbewertung ihrer Persönlichkeit.

Was sind wir schon? Und vor allem, was sind wir, wenn wir uns nicht mehr einlassen auf die Gewalt der Gefühle? Müssen wir wirklich unserer Umgebung diesen Popanz von Großartigkeit vorführen? Können wir nicht einfach einmal wieder schwach werden und uns ganz auf dem Meer der Sinne treiben lassen? Sicher, dazu braucht man auch Rückhalt und Kondome. Aber so etwas habt ihr doch alle, oder etwa nicht?

Warum muss ich nur immer in Hildegard Knef denken, wenn ich so etwas schreibe? Sie sang noch davon, dass der „Mensch sich für sein Gefühl“ schämt und meinet die sexuelle Hingabe (so war es damals üblich) – und heute? Heute schämen wir uns offenbar dafür, überhaupt zu lieben oder geliebt werden zu wollen.

Mein bester Rat zu den bevorstehenden Fest- und Feiertagen: Liebt, lasst euch lieben, weint Tränen der Freude und des Leids. Und schert euch den Teufel darum, was andere über euch und eure Gefühle sagen. Die geht das nämlich einen feuchten Kehricht an.

Ein kleiner Nachsatz: Mir ist bewusst, dass ich im Titel besser "Schämt euch nicht eurer Gefühle" geschrieben hätte, aber wer hätte denn das wieder gelesen?

Foto: © 2008 by Victor Bezrukov

Dating ab 40? Online ist es leichter

Dating ab 40 für Frauen? Da gibt es nur eines: Online suchen. Ich weiß, wie viele Frauen noch Hemmungen haben, dieses Medium zu nutzen – aber noch mehr Frauen sind bereits online und finden dort ihre Partner.

Welche Regeln zu beachten sind? Nun, eine ganze Menge, aber vor allem diese wichtigsten:

1. Selbstbewusst an die Sache herangehen: Du bist eine Frau in besten Jahren, die weiß, was sie will, die aber gegebenenfalls auch noch ihren Horizont erweitern will.
2. Suchen statt gefunden werden: immer eine gute Empfehlung. Für Frauen über 40 aber unerlässlich – nur so bleibst du die „Herrin des Verfahrens“
3. Kamelmärkte und Eselsmärkte: Ein arabisches Sprichwort sagt, dass man auf Eselsmärkten keine Kamele kaufen kann. Das bedeutet: gehe nur auf gute Internet-Märkte und versuch um Himmels willen nicht, „Schnäppchen“ zu machen.
4. Toleranzgrenzen erweitern: Der Traummann ist vermutlich nicht dabei, aber viele gute Männer, mit denen es viele Möglichkeiten gibt: Ehe, Beziehung, Affäre oder ONS. Nicht erschrecken, bitte – sondern von Fall zu Fall entscheiden.
5. Das richtige Portal suchen: für die Ehe und die Langzeitbeziehung sowie für Frauen, die noch ein bisschen Furcht vor der Sache haben: Online-Partnervermittler (PARSHIP, Elite-Partner, partner.de, be2). Tipp: je kleiner die Stadt, in der man wohnt, umso mehr Mitglieder muss die Agentur haben. Für alle anderen: Single-Börsen (Friendscout24.de, neu.de- und es gibt noch viel mehr).

Ein wirklich guter Rat, auch wenn du ihn jetzt noch für überflüssig hältst: sie auf alles, aber wirklich alles vorbereitet: Dessous passend wählen, Wohnung aufräumen, Bett beziehen, Champagner kaltstellen. Dies wird oft vergessen: Auch, wenn eine Ehe angestrebt wird, kann es zu spontanen ONS kommen. Es wäre gut, dann zwei Kondome im Handtäschchen zu haben.

Ansonsten: Ab und an die Liebepur lesen – dort findet man das Neueste über Dating.

Bilder: © 2009 by ellievanhoutte

Dein Liebesleben über 40: Nimm dir, was zu haben ist



Stell dir vor, du bist über 40 und suchst wieder einen Mann. Na ja, vielleicht brauchst du dir das gar nicht vorzustellen, oder? Vielleicht bist du ja über 40 und suchst gerade einen Mann.

Nach einer Weile stellst du fest: Ei hoppla, das ist irgendwie alles nicht mehr so wie „damals im Mai“, als die Typen alle um deinen Thron herumtanzten und mit dir in die Kiste wollten. Ab 40 wird die Luft mit jedem Jahr dünner für Frauen. Das wissen jedenfalls die Experten.

Meistens geht es so: Frauen über 40 kommen mit ihren Vorstellungen an den Männermarkt, die sie mit 25 hatten und den Träumen, die sie mit 15 hatten. „Man hat doch seien Ansprüche, nicht wahr?“ ist ein typischer Ausspruch. Doch wer am Markt der Liebe noch etwas erreichen will, wird bald sehen: „Ei potz, da musst du wohl etwas zurückschrauben“. Eines Tages begräbst du deine Ansprüche still bei ein paar Gläsern Baileys. Ein neues Wort taucht in deinem Wortschatz auf: Kompromisse.

Nach deinen ersten drei bis fünf Experimenten weißt du, dass sich der Weg gabelt. Du kannst entweder eine stabile Beziehung suchen, dann musst du warten, lange Wege auf dich nehmen und viele Männer kennenlernen, oder du kannst dir die Rosinen unter den Männern für ein paar Tage, Wochen oder Monate nehmen.

Die zweite Möglichkeit wird wahrscheinlich neu für dich sein. Sag nicht: „Ich bin doch keine Schlampe“. Nur eine Schlampe ist eine Schlampe, aber du nicht. Du bist eine selbstbewusste Frau, die sich die Männer nimmt, wie sie fallen. Du wirst bald merken, dass du damit nicht allein bist. Viele Frauen machen es so, wenn sie über 40 sind.

Da waren noch zwei Sachen: Einmal die Psychologie, die sagt ja, wir müssten erst wirklich schöne Gefühle haben, bevor wir wirklich guten Sex haben können. Vergiss es. Einige meiner Bekannten brauchen dafür nur ein paar Stunden, andere vielleicht zwei Dates. Aber keine denkt mehr dran, erst mal ein paar Monate verstreichen zu lassen. Schwieriger wird es schon mit den Abschieden. Daran trauern wir eben doch immer ein paar Wochen.

Die zweite Sache ist ein bisschen heikel: Frag nicht nach der Moral. Wenn der Mann zehn oder zwanzig Jahre jünger ist als du, dann ist er es eben. Dafür ist er auch noch unverbraucht und meistens ein bisschen lernfähig.

Ach, da war noch etwas, was du vergessen kannst: „Frauen suchen nicht, sie werden gefunden“. Das gehört in die Kategorie „was ich mit 15 geglaubt habe“: Prinz kommt bei Zwergen vorbei und lädt Prinzessin auf. Nein, du musst suchen, und wenn du ein Date hast oder jemanden auf einer Party unheimlich heiß findest, dann warte nicht (psssst ….) bis er dich fragt. Setzt dein schönstes Lächeln auf und frage ihn, ob ihr nicht irgendwo hingehen könntet, wo es kuscheliger ist. Bei der Frage vergibst du dir nichts.

Foto oben © 2009 by gribanov

Foto links: © 2007 by masochismtango

Sexerfahrungen, die du verschweigen solltest

Die meisten Paare, die schon ein paar Tage älter sind, wenn sie zusammenkommen, wollen es gar nicht mehr so genau wissen, wie viel Beziehungen jeder hatte. Die „offiziellen“ bekommt man ohnehin mit, sobald man heiraten möchte, und die „offiziösen“ behält man lieber für sich. Fragen wie „der (die) wievielte bin ich eigentlich bei dir?“ kannst du grundsätzlich mit Lügen beantworten – solche Fragen sind unverschämt.

Die folgenden fünf Dinge solltest du verschweigen - oder lügen, dass sich die Balken biegen, wenn du gefagt wirst.

Das "erste Mal" in allen Variationen

- Junge Männer verschweigen gerne die Beziehungen zu ihren Verführerinnen, insbesondere, wenn diese deutlich älter waren als sie selbst. Ansonsten wird das „erste Mal“ bei beiden Geschlechtern am besten mit dem Mantel des Schweigens verhängt – es kann sehr peinlich, danach gefragt zu werden. Das Gesagte gilt übrigens für alle „ersten Male“, also auch für Oral- oder Analverkehr.

Gelegenheitssex (ONS) und Blind Dates

- Grundsätzlich verschweigst du die Anzahl der ONS und auch der Blind-Dates mit ONS-Folgen. Es ist heute nicht mehr so schrecklich ungewöhnlich für Frauen, ein paar Dutzend ONS zu haben, aber das sagen sie nie - mit Recht. Für deinen Partner hast du vielleicht einmal einen ONS gehabt, als du ziemlich betrunken warst, auf einer Party. Es liegt lange zurück und du bereust es, klar?

Absolut Tabu: Bi-Naschereien

- Vorausgegangene Beziehungen zu Paaren und zum gleichen Geschlecht gehen deinen Partner nichts an, es sei denn, du willst dabei bleiben, so etwas zu tun. Ansonsten: Niemals darüber reden. Obwohl man Frauen solche Beziehungen eher verzeiht - gestehe deine Jugendliebe zu anderen Frauen nicht ein, auch wenn du damals unschuldige 16 warst.

Seitensprünge gab es nie

- Frühere Seitensprünge sind häufiger als gedacht – auch bei Frauen. Redee niemals darüber, dann bleiben sie dort, wo sie hingehören: In der Privatheit. Nur, falls du eine Swingerin oder einen Swinger kennenlernst, kann das Thema relevant werden. Ansonsten: Du bist so treu wie Gold.

Es gab niemals Kontakte zu Huren oder anderen bezahlten Sex

- Männer hatten zumeist irgendwelche Erfahrungen mit Huren oder anderen Damen, die sie in irgendeiner Form bezahlt haben. Am besten, du leugnest generell, jemals ein Bordell betreten zu haben oder eine Frau bezahlt zu haben. Wenn es nötig sein sollte (kommt selten vor) dann sag einfach, dass du es als junger Rekrut oder Student gemacht hast. Für Frauen gilt erst recht: Selbst wenn es passiert ist, ist es nie passiert - klar?

Wenn du über all dies niemals gefragt wirst, umso besser. Schweigen ist Gold. Solltest du aber einmal gefragt werden, dann lüge, dass sich die Balken biegen. Keine echte Dame und kein wirklicher Herr wird solche Fragen stellen, und die anderen müssen eben damit rechnen, belogen zu werden.

Übriges: Lass ich nie auf das Spiel "Truth or Dare" (Wahrheit oder Pflicht) ein, vor allem nicht, wenn du viel Alkohol getrunken hast. Es ist nicht lustig, dem Partner mit voll gesoffenem Kopf zu offenbaren, wie viel Kerle du schon oral befriedigt hast.

Bild: © 2008 by stinkipinkie

Traumfrau oder Traummann finden?

Ob Du eine Traumfrau oder einen Traummann suchst - wir unterstützen Dich mit Hintergrundinformationen, Flirttipps und auch mit Rat und Tat im Kummerkasten von Miss Y. Dabei decken wir zufällige Begegnungen, heftige Flirts, schräge Beziehungen und die Partnersuche für die Ehe gleichermaßen ab. Bei uns gibt es keinen erhobenen Zeigefinger, sondern nur wirklich brauchbare Ratschläge für die Partnersuche. Das versprechen wir nicht nur - dafür sorgt auch unser Chefredakteur, der früher auch die "Liebepur" herausgab -das führende Online-Dating Magazin deutscher Sprache.