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Seine Sklavin – ihr Sklave

Weibliche Dominanz in den 1960ern - ein Klischee
Warum wollen Menschen eigentlich erotische Sklaven werden? Wahrscheinlich bekommen jetzt einige von euch eine Gänsehaut: Sklavin? Das geht doch gar nicht!

Der "Sklave" relativiert

Nein, es geht wirklich nicht, denn die heutige „Sklavin“ wie auch der heutige „Sklave“ ist kein unbezahlter Werktätiger, sondern eher unterwürfige Dienerin oder unterwürfiger Diener eines Herrn oder einer Dame. Beide können dergleichen als „temporäres Spiel“ auffassen oder als zeitbegrenzter Bestandteil ihres Lebens. Aber auch als ständige Herausforderung der Dominanz und Unterwerfung, zum Beispiel, wenn sich die Beziehung 24/7 nennt. Was noch erwähnenswert wäre: Es gibt leider eine Grauzone, in die kein Licht mehr fällt, weil Sklavin oder Sklave in völliger Anhängigkeit gehalten werden. Dieser Bereich ist der Kriminalität verdächtig nahe. Und es gibt einen „Rotlichtbereich“, in der das Spiel mit der Domination gegen Geld angeboten wird. Das ist dann Prostitution.

Doch was ist mit den Menschen, die Lust daran gewinnen können, unterwürfig zu sein und dabei lustvoll dominiert zu werden?

Sehen wir uns die Frauen zuerst an

Einem Klischee folgend, sind Frauen von „Natur aus“ unterwürfig und lassen deswegen alles mit sich machen, auch wenn sie dabei ihre Würde verlieren. Das stimmt auf keinen Fall, soweit der Begriff „natürlich“ verwendet wird, denn die Natur kennt diese Einstellung nicht. Die weiblichen Säugetiere wählen ihre Partner so aus, dass gesunde Nachkommen entstehen - sie lassen sich also nicht passiv oder wahllos begatten. Allerdings wollen die meisten Säugetier-Weibchen sexuell begehrt werden, um diese Auswahl überhaupt zu ermöglichen. Und so ist es auch bei den Menschen. Frauen wollen also von einer genügend großen Anzahl von Männern begehrt werden, um aus ihnen zu wählen, oder gesellschaftlich-formal auch, um von ihnen erwählt zu werden.

Können wir daraus schließen, dass eine Sklavin zu sein, eine Option ist?

Offenbar nicht.

Sehen wir uns also die Männer an

Viele junge Männer müssen darum kämpfen, eine Frau zu finden, die Sex liebt. Dann müssen sie um diese Frau buhlen und sind glücklich darüber, ausgewählt zu werden. Diese Männer sind also gewohnt, einer Frau zu dienen, bevor sie Lüste genießen dürfen, die für andere Männer problemlos erreichbar sind. In dieser Weise erniedrigen sich auch, indem sie sich andienen, und manche Männer behalten diese Eigenschaft auch im fortgeschrittenen Erwachsenenalter bei. Trifft solch ein Mann nun auf eine Frau, die entsprechend eingestellt ist, so macht er sich sexuell von ihr abhängig. Er wird ihr willfähriger „Diener“ und überlässt ihr, wohin der Weg geht – möglicherweise nicht in jeder Hinsicht, aber erotisch in jedem Fall.

Unterwerfen und verfügbar machen

Der Gedanke, sich zu unterwerfen und verfügbar zu machen, mag bei Frauen im Laufe der Zivilisation gewachsen sein – sicher ist dies allerdings nicht. Zunächst einmal ist Unterwürfigkeit bei Säugetieren, also auch bei Primaten und Menschen, ein Überlebenstrick, der eine lange evolutionäre Tradition hat. Frauen unterwerfen sich Frauen, Männer unterwerfen sich Männern. Das heißt aber nicht, dass sich alle grundsätzlich unterwerfen. Einige gehen einfach Konflikten aus dem Weg und machen „ihr eigenes Ding“.

Die da oben – die wenigen, die führen wollen

Gehen wir einmal vom künstlich emotionalisierten und von Ideologien durchzogenen Thema „Frauen und Männer“ auf das Thema: „Führen oder geführt werden“ über. Dann erkennen wir ohne Zweifel, dass weitaus mehr Menschen „geführt“ werden und sich in irgendeiner „Abhängigkeit“ befinden als solche, die führen und völlig frei in ihren Entscheidungen sind. Die Masse strebt normalerweise weder danach, zu führen noch will sie am Ende des Mega-Rudels stehen, in dem jeder Befehl unverzüglich und präzis befolgt werden muss. Wer sich mit der Materie auskennt, weiß: Führen heißt verantworten. Und auch dies: Nur sehr wenige Menschen würden sich diese Bürde auferlegen, wenn sie nicht mit Macht, Anerkennung und sicher auch einem hohen Gehalt verbunden wäre.

Und diejenigen, die nach Führung lechzen

Auf der anderen Seite stehen jene, die möglichst wenig Verantwortung für den Teil des Lebens tragen wollen, das für sie am schwierigsten ist. Nehmen wir an, die Professorin findet keinen Partner und macht sich abhängig von einem Filou, oder der Bankdirektor findet keine sexuelle Erfüllung und wird dabei abhängig von einer dominanten Frau.

Am Ende wird sogar die Realität pornografisch

Klar – die Sache ist immer schwierig. Wer sich in erotische Abhängigkeit begibt, muss ertragen, dass der Counterpart seine Macht genießt – und das könnte man durchaus als „abartig“ bezeichnen. Zum Beispiel dann, wenn die Hausherrin ihren Diener zwingt, die eigene Spermaflüssigkeit aufzulecken. Das ist keine Szene aus einem schlechten Porno, sondern eine Szene aus dem Alltag, wie man beispielsweise in „ze.tt“ nachlesen kann.

Qualantäne

Quälende Zeiten
Qualantäne gefällig? Die Dame sieht nicht so aus, als ob sie sehr zugänglich wäre.

Wir haben uns übrigens die Mühe gemacht, einmal festzustellen, mit welchen Fotos Damen für Dominanz und Unterwerfung werben. Ihr dürft gespannt sein. Bisher wurden 150 Fotos bewertet, die aus einer Sammlung stammen.

Dabei wurde nicht berücksichtigt, ob die Damen für sich selbst warben, oder ob sie einfach Modell standen, um Männer zu verlocken.

Das Ergebnis ist überraschend - so viel verraten wir schon mal. Das Foto oben wurde natürlich nicht mitbewertet. Wir wissen nicht einmal woher es im Original stammte - es handelt sich um eine Bearbeitung eine schlechten Scans,

Aus dem Staub Ägyptens

Eigenartige Szene - Orient, Dominanz und Geister
Fotomodelle mit Peitschen, die irgendwie lahm in der Gegend herumstehen und darauf warten, dass der Fotograf auf den Auslöser drückt, gibt es viele. Ob die Herren davon entzückt sind, mag bezweifelt werden.

Diese schöne virtuelle Herrin im Stil des Orients ist offenbar gerade dem "Staub Ägyptens" entsprungen – oder wurde sie in eine Falsche verbannt und nun zum Vergnügen des Gastes entkorkt? Textilien sind bei Geistergestalten rar – daher mag wohl der Aufzug rühren. Gezeichnet wurde die Szene von Hugh Doak Rankin für “Weird Tales“ vom April 1930. Wer was mit wem plant, ist aus dem Titelbild nicht ganz erkennbar. Wer die Story lesen will (englisch) - sie ist online verfügbar.

Was ist für euch eigentlich eine dominante Frau?

Sinnbild, Zerrbild oder gar kein Bild der Dominanz?
Oh, dies ist keine vollständige Liste, sondern eine, die euch zum Nachdenken anregen soll. Falls euch dazu was einfällt, schreibt es uns ... die Kommentare sind einige Zeit offen.

Eine Frau, die euch beherrschen will und dies auch kann?

Eine Dame, die mit einem Peitschenkoffer anreist?

Oder nur eine Frau, die „oben liegen“ will, wie es angeblich Lilith wollte?

Vielleicht eine resolute Frau, die Befehle erteilt? (Aye, Aye, Ma'am?)

Eine, die dich niedermacht, wann immer sie kann?

Oder gar eine, die der ein Keuschheitsgeschirr zu Weihnachten schenkt?

Vielleicht eher eine Frau, die Leder oder Latex trägt?

Eine selbstbewusste Frau, die man (Mann) sehr ernst nehmen muss?

Eine junge Frau mit Handschellen im Handtäschchen?

Eine, die dich zum Einkaufen schickt, wenn sie ihren Liebhaber empfängt?

Also … für dich ist sie sicherlich … ja, was denn eigentlich?

Antworten? Oder nur mal drüber nachdenken? Wie wär's?

Bild: nach einer Anzeige von ca. 1990 gestaltet.

Bist du bereit, Tribut zu leisten?

ruhig bleiben und zahlen, was vereinbart wurde
Normalerweise leistet Tribut, wer eine Steuer bezahlt, als den Betrag, den

… ein Landesfürst zur Erhaltung des Gemeinwesens von den Untertanen einen angemessenen Tribut fordern kann.


In der Sprache erotischer Dienstleister(innen) ist der Tribut ein beschönigendes Wort für den Stundensatz. Soweit es die Anbieterinnen von Dominanz betrifft, hat sich das Wort eindeutig durchgesetzt. Bezahlt wird – wie branchenüblich – immer im Voraus.

Wer Tribut leistet, zahlt also zumeist für die Dienste einer professionellen Frau, die Dominanz als Dienstleistung vermarktet. Dazu sahen wir ein originelles T-Shirt mit dem Aufdruck: Bleib ruhig und leiste Tribut.

Das allerdings gilt für viele Lebenssituationen.

Der Artikel wurde nicht gesponsert – wir erhalten also keinen Tribut.