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Sind Frauen das bessere Geschlecht?

Sind es nun gute Nachrichten für Frauen oder gute Nachrichten für Servas und andere BDSM-Anhängerinnen?

Jedenfalls will ein US-amerikanischer Autor wissen, dass Frauen viele Pluspunkte haben. Neben dem höheren erreichbaren Lebensalter sei es vor allem die Schmerztoleranz. Was dran positiv sein soll, wissen wir nicht, denken aber, dass die Schmerztoleranz situativ variiert. Vielleicht sollten Sie mal einen Sadisten fragen, wenn Sie eine präzise Antwort wollen?

Und: Frauen haben eine höhere „soziale und emotionale Intelligenz“ – glaubt man jedenfalls. Wirtschaftlich nutzen kann man sie auch – jedenfalls die soziale Intelligenz. Bei der sogenannten „emotionalen Intelligenz“ habe ich da meine Zweifel.

Und natürlich haben Frauen einen Vorteil, um dem wir Männer sie beneiden: Sie können Orgasmen in Serie haben, jedenfalls mit dem richtigen Vibrator.

Geht uns Männer da nicht das Herz auf über so viele Superqualitäten? Männer haben angeblich nur einen Vorteil – ein besseres Reaktionsvermögen.

Und damit gebe ich mal zurück an die Redaktion – so wahr ich Gramse heiße.

Anmerkung: der verlinkte Artikel ist inzwischen steinalt, aber gleichwohl für eine Satire gut.

Die Erotik-Messe Venus vergrößert ihren „Kinky-Bereich“

Miss Peel in Fotopose
Steht ihr auf Lack, Leder und Latex? Oder wünscht ihr euch, einmal von einer Lady dominiert zu werden, die sich in solche Stoffe einhüllt, und wollt euch informieren, wie’s sich anfühlt? Oder sollen es „nur“ Fesselspiele, aufregende Verkleidungen oder Rollenspiele sein?

Dann habe ich eine gute Nachricht für euch: Die Erotikmesse VENUS, die in diesem Jahr über zwei Etagen ein außergewöhnliches Shoppingparadies zum Thema präsentiert, zeigt alles, was das frivole Herz begehrt. Und dazu gibt es ein aufregendes Showprogramm, und ihr bekommt nationale sowie internationale Stars der BDSM- und Fetisch-Szene zu sehen. Neu ist auch die als „Kinky Botschafterin“ bezeichnete Domina Miss Peel.

Fesselnde Shows und strenge Moderatorinnen unterm Funkturm

Erstmalig präsentieren sich auf der VENUS im „Kinky Bereich“ die CamLadys, Fetischmodels und Darstellerinnen aus der BDSM-Szene. Dabei bekommen Besucher die Gelegenheit auf ein Erinnerungsfoto, Autogramme oder ein kurzes Gespräch mit ihren Idolen. Für die „strenge Moderation“ der stattfindenden Shows sorgen Lady Sue aka Crazy Sue und Nikita Troy.

Wer lustvolles Neuland erkunden möchte auch nur die Neugierde befriedigen will, sollte sich ansehen, was in der „Kinky Area“ geboten wird. Doch es muss natürlich nicht der Bereich von BDSM, Fetisch oder Bondage sein, der interessiert. Denn die VENUS ist immer gut für spannende Shows, unzählige Einkaufsmöglichkeiten und viele neue Trends und Toys aus der Welt der Erotik.

VENUS Tickets bekommst du unter Tickets hier.

Dieser Artikel wurde nicht gesponsert - er beruht aber auf einer Pressemitteilung des Veranstalters. Foto © 2017 beim Veranstalter.

Einsicht in die Welt der Domina - ein bisschen hochgegriffen

Nicht ganz neu ist, dass Künstler Frauen porträtieren, die als professionelle „Herrinnen“ Domina-Dienstleistungen anbieten. Und sich zumeist den Titel „Lady“ zugelegt haben – etwas, das sie auf keinen Fall sind. So weiß es jedenfalls der DUDEN.

Was passiert, wenn ein Fotograf mit einer Großformatkamera und viel gutem Willen, aber wenig Erfahrung mit dem Metier daran geht, Dominas (1) zu porträtieren? Dies tat der junge Fotograf Max Eicke.

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Dann entsteht ein Buch, das völlig neue Erkenntnisse bringen soll. Ich gestehe, nur das gesehen zu haben, was im „Stern“ oder im „Independent“ veröffentlicht wurde. Und da sind die Frauen: Stark geschminkt, in Leder und Latex, mit dem aufgesetzten unnachgiebigen Blick, der für ihr Gewerbe angeblich typisch sein soll. Fragt sich, warum man dazu die Großbildkamera brauchte. Die Fotos wirken exakt wie die üblichen Werbeaufnahmen, die sich professionelle Dinestleisterinnen anfertigen lassen, um ihre Webseiten zu schmücken. Für mich sind es Frauen, die für einen Fotografen nachahmen, wie sie als „Domina“ gerne gesehen würden.

Der eine oder andere Satz im Buch mag überraschen – aber Sätze ähnlicher Art gibt es dutzendweise in der Domina-Literatur – sie wirken selbst in ihrer angeblichen Ehrlichkeit noch klischeehaft.

Die Szene – ja, die Szene. Sie fasziniert denjenigen, der das skurrile Land der käuflichen Qualen, Strafen und Unterwerfungen betritt und darüber schreibt. Und doch gab es schon viele solcher Bücher – teils mit werbeähnlich aufgemachten Fotos, teils aber auch mit harten Schwarz-Weiß-Tönen. Ich erinnere mich noch gut an die Fotobände von Housk Randall.

Ich habe am Ende zwei Beispiele für Sie: Wenn Sie eine Kultur in dunkelsten Busch mit unbekannten Riten verstehen und beschreiben wollen, dann müssen Sie dort eine Weile leben, um wirklich zu begreifen, was die Menschen dort tun. Sie müssten viele Monate forschen und lernen, bevor Sie Ihr Buch schreiben – und vielleicht liest es dann jemand.

Und wenn Sie die Porträts von Krankenschwestern oder Altenpflegerinnen darstellen wollten? Dann wären unendlich viele Gespräche nötig, und doch würde sich niemand für Ihren Bildband interessieren.

Vielleicht ist dies ja der Grund, lieber mal ein bisschen in die Dominaszene abzutauchen – sie ist so schön exotisch und natürlich auch spektakulär. Wenn Sie's wirklich interessiert, einen Blick in die andere Welt der Erotik zu werfen - dann bitte,

(1) Der Plural „Dominas“ ist eigentlich falsch. Es müsste heißen: die Dominä. Allerdings ist dieser Begriff für die Hausherrin reserviert, nicht für eine Frau, die flagellantische oder ähnliche Dienstleistungen verkauft. Insofern sagt der Volksmund dann eben „Dominas“. Eventuell auch „Dominatrix“, Plural „Dominatrices“.

Was trägt eigentliche eine Domina?

Billig oder Furcht einflößend? Domina-Show in zweiteiligem Latex-Outfit
Für manche Männer ist eine Domina eine Hohepriesterin, vor deren Füßen sie herumkriechen. Für andere ist sie eine Frau in Kittelschürze, die ihnen den Hintern verbläut. Für die sanften ist sie die gütige Tante, die sie übers Knie legt, weil es zu ihrem besten ist, und für die hartgesottenen die unnahbare Foltermagd, die erbarmungslos zuschlägt, bis Blut fließt.

Sie ist das, was zu ihr passt, mehr aber noch das, was ihr Kunde in ihr sieht. Da ist die Bühne, die sie aufgebaut hat. Da ist die Szenerie, die sie präsentiert. Und das ist ihre Erscheinung. Sie spielt eine Rolle, und sie spielt sie in einer verhüllenden Bekleidung, die zu dieser Rolle passt.

Wenn Sie jetzt einwenden, es sei ihre Persönlichkeit, Ihre Erscheinung, vielleicht gar Ihr Wesen, dann mag dies für Sie stimmen. Sie kennen diese Frau ja nicht anders.

In der Welt der Illusionen muss alle stimmen: die Umgebung, das Material, die Kleidung, die Ausführende. Am end der Kette steht die Domina, die alles „auf den Punkt“ bringen muss: inmitten des gefährlichen Schwarz, des klinischen Weiß, des hässlichen Grau oder des feminisierenden Rosa.

Und entsprechend wird sie eine antike Schwesterntracht, eine große weiße Gummischürze, ein elegantes Kostüm und ein hautenges Lederoutfit tragen.

Anmerkungen zu einer Serie von "Peitschenladys"

Peitschenladies und ihre öffentliche Darstellung - in dieser Folge: merkwürdige Fotos

Sie sollen einschüchtern und dennoch feminin wirken. Wer das realisieren will, ist als Fotograf wirklich gefordert. Und weil dies so ist, sehen die Damen alle irgendwie plakativ aus: Meist sind sie schlank, unnatürlich in eine Kleidung verpackt, die nicht recht passen will, mit merkwürdigen Kostümen verziert, die eher an Fetisch-Magazine als an weibliche Dominanz erinnern.

Eine Deko-Peitsche und ein paar Dessous?
Die Kamera des Fotografen sucht sich gelegentlich die Perspektive des lüsternen Männleins: Sie liegt ihr zu Füßen, der Dame, die ihrerseits mit versteinertem Blick oder hämischem Grinsen auf den Wurm zu ihren Füßen hinabblickt.

Die Damen erweisen sich allerdings während des Fotografierens durchaus als sensibel, manchmal gar als eitel, sind nicht so harsch, wie sie auf ihre Kunden wirken. Wie sollen sie denn sein? Möglichst typisch. Der Kunde kauft Illusionen, die er entweder in ähnlicher Form schon einmal erlebt hat, oder er möchte die Dame so sehen, wie er sie in einem pornografischen Film gesehen hat.

Die Bilder, die später entstehen, wirken gekünstelt, gleich, wie viel Mühe sich der Fotograf gab. Die Zeiten, als Mr. Claw sein Model Betty Page irgendwie in den Raum stellen konnte, eine Peitsche mühevoll in der Hand haltend, sind vorbei. Aber die Fotos wirken noch immer noch ähnlich leblos.

Eine Illusion ist nur schwer darstellbar. Die Künstler der Vergangenheit haben dies besser gekonnt. Und heute? Da sollen ein erstarrter, angeblich herrischer Blick, ein Latex-Outfit und eine Peitsche in der Hand einen Eindruck davon vermitteln, wie harsch, unnahbar und brutal die Lady sein kann?

Was meinen Sie? Und interessiert Sie dies Thema überhaupt?

Das © des Bildes ist nicht feststellbar