Skip to content
 Liebeszeitung - Liebe, Lust und Sex

Der animalische Geruch und die Lust

Der Ort sinnlicher Verwirrung - Achselhaare
Für bestimmte Düfte ist es ganz normal, sie mit dem Attribut „animalisch“ zu bezeichnen. Was genau daran „animalisch“ ist, lässt sich schwer beschreiben, aber es scheint so, dass manche Parfüme die Sinnlichkeit vor sich hertragen. Ob sie nun holzig duften, nach Laub im Herbst oder den Geruch von Moschus imitieren; man sagt eben „animalisch“, wenn es verführerisch duftet, aber nicht wie in einem billigen Nachtklub.

Schweiß und Parfüm in der Kombination

Eine Dame verriet mir einmal, dass die beste Kombination ein leichter, Schweißgeruch (nicht zu alt, aber auch nicht zu taufrisch) sich perfekt mit bestimmten Duftstoffen kombinieren ließe. Die Marken verriet sie nicht, aber sie sagte, es seien kaum die Düfte, die Frauen in Bordellen auftragen würden.

"Achselschweiß Plus" regt offenbar an

Das Geheimnis, so lernte ich kürzlich, läge darin, dass sich der Achselschweiß am besten mit synthetischen Stoffen kombinieren ließe, die den persönlichen Ausdünstungen ähnlich seien. Dadurch würde sich der verführerische Effekt verstärken. Wobei natürlich auch noch ein paar andere sinnliche Komponenten hinzukommen. Das Achselhaar beispielsweise, das heute meist getilgt wird. Doch sowohl optisch wie auch mit seiner Fähigkeit, den Schweißgeruch „einzufangen“ kann es zur wichtigen erotischen Komponente werden.

Das Homeoffice als Quelle des animalischen Geruchs?

Der „animalische Geruch“, ob mit oder ohne aufgesetzte fremde Duftnote, soll zu Corona-Zeiten wieder an Bedeutung gewonnen haben. Jeden Tag eine frische Bluse, ein neues Top, ein blütenrein duftender Slip? Im Homeoffice geht es auch ein paar Tage lang mit den Sachen von gestern. Programmierer(innen), die sich in ihren Code verbeißen, haben sowieso keine Zeit zum Duschen. Und wenn der besorgte Freund dann mit den Hamburgern, Currywürsten oder Pizzen vorbeikommt, und die Arbeit ohnehin unterbrochen wird? Dann werden seien Augen möglicherweise glasig von dem eigenartigen Duft, der sich in den Klamotten verfangen hat.

Hygienisch einwandfrei und steril oder mit natürlichem Duft?

Nun gut. Hygienisch einwandfrei vorbereitet, frisch geduscht, keimfrei gemacht, zwei Tropfen Parfüm auf den Saum des Slips und Deo unter die glatten Achselhöhlen? Oder sich lieber gegen drei Uhr morgens verschwitzt und auch sonst mit Naturduft behaucht spontan und animalisch aneinander und ineinander vergessen?

Neulich sagte mir jemand: Mit der Nase liebt man anders. Und ich erinnerte mich höchst schemenhaft, dass ein Dichter einmal seiner Geliebten verfiel, nachdem sie ihn mit natürlich duftendem Haupthaar nahekam. Und wenn ich dieser Idee noch ein wenig folgen würde, dann würde mir zum Schamhaar auch noch etwas einfallen.

Der Fußkuss und die Sinnlichkeit der Zehen

Leckere Darbietung oder schrecklich frivol?
Sinnlich soll er nicht sein, der Fußkuss - weil er eine Ehrerbietung darstellt. Wo man ihn noch zelebriert, wird mit eben jenem Fußkuss demonstriert, dass man jemandem höchste Ehre erweist. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob man heute noch Königen und Königinnen die Füße küsst. Doch ich hörte, dass es im Reich der Erotik genügend Fürstinnen gibt, die ihren Kunden die Gnade erweisen, ihre Füße küssen zu dürfen.

Gegen Tribut, ohne Frage. Und so erfuhr ich, dass manche Männer ganz besondere Vorlieben haben, und die Lockrufe klingen so ähnlich:

Meine nackten Füße sehnen sich danach, von deiner Zunge sinnlich verwöhnt zu werden, und ich mag besonders, wenn deine feuchte, gierige Zunge meine Zehen umspielt.

Na ja, ganz so poetisch ging’s dann nicht weiter. Für Geld wäre alles zu haben: zuerst mit Schuhen und Strümpfen, dann ohne, und wenn nackt, dann mit Duftnote nach Wahl.

Überhaupt schwankt die bevorzugte Duftnote zwischen dem Vanillegeruch fremdgepflegter, frisch abgeduschter Füße und dem Zersetzungsgeruch von Fußschweiß, für den es offenkundig auch Liebhaber gibt. Tief einatmen, Männer! Und Madame weist auch noch drauf hin, dass sich Zehen auch in diesem Zustand hervorragend ganzflächig ablecken lassen.

Ich hoffe, ihr habt nicht gerade gegessen, als ihr dies gelesen habt. Ich habe mich jedenfalls amüsiert.

Hinweis: Die Anzeigen respektive Beiträge in Blogs und Zeitschriften wurden textlich so verändert, dass sie sich nicht nachverfolgen lassen.

Schamhaar – lasse es sprießen und lebe billiger und besser

Mit Busch oder ohne Busch?

Schamhaare haben eine Funktion. Sie schützen, sie regulieren und sie sehen, wenn nicht gerade Wildwuchs angesagt ist, auch süß aus. Manchmal hört ihr, dass Schamhaare eigentlich nicht nötig sind, weil die Kleidung die Aufgaben übernimmt. Da stimmt nur zum Teil – schließlich tragen wir heute auch mal „nichts“ oder synthetische Stoffe rund um die Scham. Also tun wir’s wegen der Kerle, oder weshalb sonst? Doch auch die sind oft nicht so begeistert. Wer erst den Vorhang beiseiteschieben muss, um ein Geheimnis zu entdecken, hat viel mehr Freude als jemand, der sowieso gleich alles sieht. Oder etwa nicht? Und Schamhaar kann duften. Es gibt ja Shops, die Pheromone für Frauen anbieten. Warum so etwas kaufen, wenn das natürliche Schamhaar die Duftstoffe viel besser verteilen kann?

Na ja, ob sich viele von euch von diesem Argument überzeugen lassen? Vielleicht eher von den Kosten, von der Zeit, die du dazu brauchst oder von den Risiken, die das ständige Wachsen oder Rasieren mit sich bringt. Und wenn sie nachwachsen, die kleinen Härchen? Ist das nun wirklich so toll, dies Gefühl zu haben?

Sarah Marcantonio argumentiert gegen das Wegschnippeln, Wegrasieren und Wegwachsen von Schamhaar. Mag ja sein, dass es alle „falschen Blondinen“ noch aufwendiger finden, dass Schamhaar zu färben als es wegzuzaubern. Aber wir sind ja nicht alle falsche Blondinen oder falsche Rothaarige, oder?

Lies mal bei EM & LO, wenn du magst.