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Die Escort-Agentur im Blick der Öffentlichkeit

Historische "Escort-Dame" und Geschäftsmann
„Eskortieren“ heißt eigentlich „begleiten“, und so lautet der deutsche Name für eine Escort-Agentur auch „Begleitagentur“. Das Angebot richtete sich ursprünglich an gut betuchte Männer, die zumeist auf Geschäftsreisen eine attraktive Begleiterin suchten. Dabei stand das soziale Zusammensein (Ausgehen) angeblich im Vordergrund, während die sexuellen Komponenten weitgehend in den Hintergrund gestellt wurden.

Begleitung, bezahlte Dates oder Prostitution?

Dies ist immer noch der Fall in jenen Ländern, die Prostitution verbieten: Dort werden sexuelle Dienstleistungen unter anderen Namen angeboten, und die Escort-Dienste bieten deshalb nur „soziale und unterhaltende“ Dienstleistungen an, die heute auch oft als „Dates“ bezeichnet werden. Die dabei erbrachten sexuellen Dienste, so wird in diesen Ländern behauptet, würden von den Damen ausschließlich „privat“ angeboten.

Die Öffentlichkeit kennt Escort-Agenturen überwiegend aus Kriminalfilmen

Im Gegensatz zu anderen Formen der Prostitution bieten seriöse Escort-Agenturen die sexuellen Dienste nicht „fallweise“, sondern „stundenweise“ an – das heißt, der Klient bezahlt die Zeit, die er mit der Dame verbringt, unabhängig davon, welche Dienste innerhalb dieses Zeitraums erbracht werden. In der Regel werden Hotelräume genutzt, um den intimen Teil der Treffen zu zelebrieren. Was ein solcher Dienst kostet, und wer ihn aus welchen Gründen in Anspruch nimmt, gerät selten ans Licht der Öffentlichkeit. Fernsehzuschauer wissen, dass Escort-Dienste mittlerweile in vielen Kriminalfilmen gezeigt wurden, wobei das wahre Bild der Escort-Frauen auch nicht gerade erhellt wird. Meist wird dabei versucht, die Escort-Frauen ebenso ins Zwielicht zu zerren wie die Agentur-Betreiber(innen) und die Klienten.

Kosten für Escorts: Unbezahlbar oder Billigtarife?

Für die meisten „gewöhnlichen“ Männer liegen die Tarife der „exklusiven“ Agenturen außerhalb ihres finanziellen Rahmens. Aus diesem Grund gibt es mittlerweile auch Agenturen, die mit „Billigangeboten“ punkten wollen, ebenso wie Dating-Dienste, die „bezahlte Dates“ anbieten. Zudem gibt es Randzonen, wie beispielsweise gewisse Online-Dienste, die „Sponsoren“ für den Lebensunterhalt versprechen (aber nicht vermitteln) sowie „User Dates“ und andere Angebote, die zumindest unter dem Verdacht der Prostitution stehen.

Und in der Corona-Krise?

Die gegenwärtige Krise, ausgelöst durch die Corona-Pandemie, verhindert nahezu alle intimen Begegnungen mit Fremden, gleich, ob e sich um potenzielle Liebespartner, sexuell freizügige Frauen und Männer oder um Prostituierte im Sinne des Gesetzes handelt. Ob vorsichtige oder baldige Freigabe, ob Escort-Frau, lustbereite Frauen oder „edle Partnersuchende“ – die Kontaktbeschränkungen gelten zunächst einmal für alle.

Bild: Offenbar als Buchzeichen benutzte Zeichnung ohne Jahrgang.

Warum wählen Männer eine Escort-Frau für mehrere Tage?

Etwas mehr als Sex, etwas weniger als eine Beziehung?
Niemand wird zugeben, erhebliche Summen für ein paar „schöne Stunden“ mit einer Escort-Frau zu bezahlen. Und doch scheint es so, als ob Männer immer häufiger auf diese Frauen zurückgreifen, wenn sie einfach mal ein lustvolles und zugleich problemloses „Date“ haben wollen. Unsere Informationen dazu haben wir aus einer Quelle, die wegen der darin enthaltenen Werbung für entsprechende Dienste nicht verlinken können.

Alle Verabredungen sind "Verabredungen"

In den USA heißen Verabredung Dates – und nicht nur die „seriösen“ zwischen einer Frau, die ihren Mann für eine mögliche Ehe sucht. Auch die weniger seriösen werden jetzt einfach als „Dates“ bezeichnet. Und je länger sie dauern, umso mehr verdient die Dame, die sie anbietet. Schon deshalb lautet das Motto: möglichst wenige Halb-Stunden-Dates. Wenn es geht, dann Dinner-Dates. Doch das ist nicht die Grenze: „Je länger, umso lieber“ heißt das Motto. Oder, wie jüngst eine Dame schrieb:

Heutzutage sind meine Favoriten erweiterte Dates oder Dates, die über mehrerer Tage gehen. Ich bin auf Verabredungen gegangen, die zwischen zwölf Stunden und zwei Wochen dauerten. Warum ich diese Verabredungen mag? Weil ich dem Mann dann wirklich das Gefühl geben kann, eine richtige Freundin zu haben, der er vertrauen kann und mit der er sich verbunden fühlt.

Längere "Dates" kosten viel Geld

Besser, wir machen hier keinen „Faktencheck“. Zwölf Stunden kosten nach den „ausgehängten Tarifen“ zwischen 1.200 und 2.400 US-Dollar. Da muss ein Paketbote lange arbeiten, um sich’s leisten zu können. Aus der Sicht der Escort-Frau bringt der ständige Wechsel (halbe Stunde 200 US-Dollar) plus Anfahrten und Leerzeiten natürlich recht wenig Umsatz.

Fragt sich also, welcher Mann Beträge zwischen 1500 und 6000 Dollar hinlegt, um sich ein hübsches verlängertes Wochenende mit einer Dame zu leisten, die eine „echte“ Freundin ersetzen soll. Übrigens ist die Frage, ob die „Spitzenhonorare“ nur auf den Webseiten stehen oder tatsächlich gezahlt werden.

Nach Angeben der Escort-Frau geht es natürlich gar nichts ums Geld, sondern nur darum, den Kunden wirklich zufriedenstellen. Und also erzählt sie weiter:

Viele Männer haben einfach die Nase voll haben von „normalem Dating.“ Manche sind durch Scheidung, Sorgerechtsfragen, Betrug und Abwertung so weit ausgebrannt, dass eine neue, feste Partnerin für sie nicht mehr infrage kommt. Aber auch sie wollen immer noch ein „Gefühl der Verbundenheit“ spüren.

Warum Honorare zahlen für Dates, die es gratis gibt?

Wir hören also: Geboten wird mehr als Sex aber weniger als eine Beziehung. Das entspricht ziemlich dem, was inzwischen auf Standard-Datingportalen stattfindet: Dort suchen seit Jahren Geschäftsfrauen und Managerinnen erfüllte Wochenenden ohne Verbindlichkeit. Freilich in diesem Fall nicht gegen Bezahlung, sondern auf Gegenseitigkeit. Doch warum glauben manche Männer, sie sollten lieber bezahlen als die Suche nach der unverbindlichen Lust vorantreiben?

Möglicherweise, weil die „Bezahlmänner“ verheiratet sind, oder weil die Damen, die eine „Girlfriend Experience“ anbieten, jünger, schicker, emotional anspruchsloser und vor allem erfahrener sind.

Ist "#MeToo" eine Antwort auf die Frage, warum Männer für "Dates" lieber zahlen?

Das Geschäft soll übrigens ausgezeichnet laufen. Einer der Gründe dafür sei „#MeToo“. Es heißt, dass wohlhabende Männer mit Macht und Einfluss früher oft Frauen in ihrer Umgebung angebaggert haben. Manche hatten damit Erfolg, doch seit „#MeToo“ sei es ein Wagnis, das sie nicht mehr eingehen wollten. Die Alternative für Affären und Liebschaften sei deswegen für viele eine Escort-Frau.

Die falschen Annahmen über Escortfrauen

Das Besondere liegt in der Erscheinung
Die Escort-Branche ist verrufen, weil der Name für nichts anderes steht, als das, was man ehemals ein Call-Girl nannte. Davon beißt die Maus keinen Faden ab, auch wenn sich manche Escort Girls damit rühmen, wirkliche Begleiterinnen zu sein, die „eigentlich“ Freundinnen sind.

Neben der Abwertung der Escort Girls oder auch der „Sugar Babys“ und „Urlaubsbegleiterinnen“ steht ihre Bewunderung. Manchmal raunen Presseorgane einander zu, sie wüssten, dass eine „Top-Escort-Frau“ in London oder New York 5.000 Euro/Dollar/Pfund für einen einzigen Abend bekommt. Das erzeugt einerseits Empörung und führt andererseits zu einer heimlichen Bewunderung. Die Namen sind austauschbar: Mal heißt die Dame mit dem höchsten Einkommen pro Nacht Linda, dann wieder Alice, Nathalie oder sonst wie: Die Presse behauptet, sie würde „zwischen 2.000 und 20.000“ pro Nacht verdienen.

Was hat eine Escort-Frau, was eine Ehefrau nicht hat?

Die Frage, die sich manche Frau dabei stellt, ist: „Was hat die, was ich nicht habe?“ Oder „Welche Fähigkeit hat diese Frau, die ich nicht habe?“ Oder „Wofür, um Himmels willen, zahlt ein Mann fünftausend Dollar für etwas, was er zu Hause umsonst kriegt?“

Zunächst wurde ich belehrt, dass solche Beträge die reinen Fantasien seien. Wer nachrechnet, so die Zahlen eines Wirtschaftsmagazins, wird bestenfalls auf etwa 1.000 Euro/Dollar/Pfund „pro Nacht“ kommen, aber nicht jede Nacht und auch nicht „brutto für netto“. Und die Kosten für die Vermittlung, für Kosmetik und für Klamotten seien nicht gerade gering.

Die Antwort auf die Frage, was die Besonderheiten hochklassiger Escort-Frauen sind, verraten einige Stellungnahmen dennoch:

Du machst eine Menge hinter den Kulissen, bevor du wirklich aufregende, exklusive und finanziell befriedigende Dates hast. Du musst herausfinden, was Qualität bedeutet und wie du Körper und Seele so pflegst, dass du immer eine wundervolle Erscheinung abgibst. Schönheit ist völlig subjektiv, deine Erscheinung und dein Auftritt bringen dir wirklich etwas ein. Mit jedem Mal, in dem du einen wirklich perfekten Service bietest und du all deine wundervollen Fähigkeiten einsetzt, verdienst du mehr.


Erstaunlicherweise, so erfuhr ich weiter, seien die Fähigkeiten, über die eine erfolgreiche Escort-Frau verfügen müsse, nicht einmal anders als die einer erfolgreichen Geschäftsfrau in anderen Branchen, denn

Um langfristig erfolgreich zu sein, musst du intelligent, zuverlässig und ehrlich sein – und eine großartige Persönlichkeit, die schon durch ihre Anwesenheit gewinnend wirkt.


Also – kein Grund, für Ablehnung, Neid oder Bewunderung. Und nein, diese Frauen sind keine „eigentlichen Freundinnen“, sondern Dienstleisterinnen in einem Gewerbe, das es eigentlich gar nicht gibt: dem Verkauf sinnlicher Nähe.

Hinweis: Die Original-Zitate wurden auf Blogs veröffentlicht, zu denen wir weder verlinken dürfen noch wollen. Sie wurden entsprechend aufbereitet, um die Nachverfolgung unmöglich zu machen.