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 Liebeszeitung - eine Zeitung für die Liebe, die Lust und die Leidenschaft

Die Woche: Probleme und Lösungen nebst Gefühlen und Fluchten bei der Liebe

Vielleicht ist euch etwas aufgefallen: Ich kritisiere nicht nur den Blödsinn, der im Internet über die Partnersuche verbreitet wird, sondern ich halte dagegen. Ich arbeite nun inzwischen seit mehreren Jahrzehnten mit der Theorie (und Praxis) der Problemlösungen. Wenn ich sie auf einen Satz reduzieren soll, denn sieht er so aus: Wer Probleme hat, hat sich zuvor die falschen Fragen gestellt. Und wer sich ständig die gleichen, sinnlosen Fragen stellt, neigt dazu, seine Probleme zu „füttern“ oder gar zu verschärfen, statt sie zu lösen.

Das ist ein alter Hut, nicht wahr? Aber wie sollte es eigentlich sonst sein?

Kennst du eigentlich deine Gefühle? Und wie viel davon kannst du schenken?

Ein Thema, das mich sehr bewegt, sind bekanntlich die Gefühle. Wer etwas über meine Arbeit wissen will: Gründlich, logisch und mit der Akribie eines Programmentwicklers. Mit einfachen Sätzen. Aber fundiertem Hintergrund. Diesmal bin ich eher in den Bereich des Naheliegenden vorgestoßen. Wenn Gefühle angeblich so eine bedeutende Rolle im Alltag spielen, warum halten Frauen und Männer dann ihre Gefühle zurück, sobald sei ein „Date“ haben? Die Frage mag man noch mit „Zurückhaltung“ beantworten. Doch wer tiefer gräbt, findet oft, dass diese Singles nicht einmal wissen, welche Gefühle sie schenken wollen und können.

Kleine Fluchten durch "Kinks" und andere lustvolle Abweichungen

Den Liebhabern der besonderen Lüste ist einen Artikel gewidmet, der sich mit Scham und Lust beschäftigt. Die Grundaussage: Die Flucht vor dem Alltag ist ein Stück Freiheit. Das mag verkrampft klingen, aber die süßen oder schmerzhaften „kleinen Fluchten“ sind immer noch besser, als sich dauerhaft unfrei zu fühlen.

Kann eine Laienspielerin eine Domina darstellen?

Vermutliche hat den Damen Dominä nicht gefallen, was bei uns über den Unterschied zwischen einer „ganz gewöhnlichen Ehefrau“, die als Laienspielerin agiert und einer rollenbewussten Domina stand. Denn die professionellen Damen bauen ja eine Hülle aus plakativen Pseudo-Emotionen auf, den Kunden anlocken soll. In Wahrheit spielen sie bestimmte Rollen, die sie wenigstens vorübergehend perfekt beherrschen. Klar hören sie das nicht gerne – ist schlecht fürs Geschäft.

Der Illusion und die Realität, "übers Knie" gelegt zu werden

Bleiben wir noch einen Moment bei den Illusionen – das wäre die strenge, aber bildschöne junge Frau mit kurzem Rock und entsprechend freigelegten Oberschenkeln. Auf Fotos wartet sie darauf, die Männer „übers Knie zu legen“ – das wirkt, wie es scheint, sehr überzeugend. Die Realitäten sind – nun ja, sehr unterschiedlich.

Persönliche Worte - impfen lassen und andere überzeugen, sich impfen zu lassen

Die Zeiten, liebe Freundinnen und Freunde, werden jeden Tag härter - leider auch für Geimpfte. Dennoch ist die Impfung der beste Schutz vor Infektionen. Es tut mir ja leid für alle, die nicht zeitgerecht gehandelt und sich auf eine schöne Beziehung eingelassen haben, die wenigstens den „Winter überdauert – möglichst natürlich mehr. Und an dieser Stelle muss ich mal heftig werden: Statt euch dauernd Argumente einfallen zu lassen, warum ihr „keinen Partner“ findet – wie wäre es, sich einmal zu überlegen, wie einsam ihr – nicht nur in Krisen – sein werdet, wenn ihr keinen Partner habt.

Und: Wer noch nicht geimpft ist, solle sich beeilen. Die Saison (März bis Mai) für „Sinnliches Begehren“ ist nicht mehr allzu fern. Also: nehmt jede Gelegenheit wahr, und überzeugt eure Freundinnen und Freunde, die immer noch einschlägigen Gegner auf „Twitter“ folgen. Und ja, ich meine das ernst.

Und trotz alledem: Das Wochenende kann toll werden. Unternimm etwas mit deiner Liebsten oder deinem Liebsten, wenn du magst - und bleibt dabei schön gesund.

Warum das Fühlen nicht die beste Wahl ist

Die Meinung der „Zuständigen“ für Wohlbefinden schaukelt wie ein Eselsschwanz: Mal ist es gut, wenn wir alles Erfühlen, immer Mitfühlen und uns überhaupt von unseren Gefühlen leiten lassen. Dann sind Gefühle wieder ganz schlecht udn wir sollten lieber auf Tatsachen hören.

Gefühlt ist alles besser?

Ich habe mir während meines Lebens eine Menge darüber angehört: Gefühle sind immer ehrlich, immer gut, immer positiv, immer authentisch … und was dergleichen Gelaber mehr ist. Manche Therapeuten wollten uns allen (also nicht nur ihren Klienten) die Masken vom Gesicht reißen, andere „Zwiebeln schälen“, sprich uns entkernen, bevor nichts übrig bleibt als die bloß liegende Psyche. Und noch andere wollten, das wir uns gleich ganz ausziehen, weil wir nur ohne Kleider wirklich ehrlich sind und der Körper dabei „zum anderen spricht“.

Stop!

Warum wir bei Weiten zu viel "fühlen"

Wir fühlen heute öffentlich bei Weitem zu viel. Ich rede nicht von „privat“. Privat können Sie fühlen, was sie wollen, und solange es Ihnen oder anderen nicht schadet, können sie daraus, wohlgemerkt privat, die große Show machen. Typisch für öffentliche "Gefühle" ist leider die Politik – die wird mit „großen Emotionen“ belegt. Die SPD Mitglieder fühlen irgendetwas und empören sich über ihre Spitzenkandidaten, die sich hochjubel und runterputzen, wie gerade der Wind weht. Die CDU-Mitglieder sind etwas zurückhaltender, fühlen sich aber unwohl mit der Kanzlerschaft von Frau Merkel, und die FDP fühlt sich (ziemlich offensichtlich) nicht in der Lage, sich an Regierungen zu beteiligen. Bei den Grünen wird ohnehin viel zu viel gefühlt und die AfD fühlt irgendetwas, das sie für „deutsch“ hält, während die Linke sich weiterhin dem Sozialismus verbunden fühlt.

Man hört von Gefühlen, wenn von Armut und Reichtum die Rede ist, und natürlich – von Frauen und Männern, wo öffentlich nur noch gefühlt wird – überwiegend nicht mehr „wohlgefühlt“ wie es scheint.

Alles kann „gefühlt“ werden. Gesicherte Zahlen, Notwendigkeiten und Tatsachen werden abgewertet, Probleme zu stark erfühlt und Lösungen damit unmöglich gemacht.

Öffentliche Gefühle wallen - private Gefühle werden eingekesselt

Auf der anderen Seite werden die Liebe, die Lust und die Leidenschaft verkompliziert – private Gefühle, mit denen wir ja wirklich umgehen können, wie wir wollen. „Nein“, sagen die Leute, die sonst ja immer so viel in ihren Seelchen fühlen, „das könnt ihr nicht.“ Gerade von Männern wird verlangt, die innere Gedankenpolizei einzuschalten, bevor ein Satz gesagt oder gar geschrieben wird. Klar – wir müssen uns nicht dran halten – aber dann stehen wir morgen am Pranger der selbst ernannten „Mahner“.

Ganz generell ist es heute leider so: Die kollektive Seele darf hochkochen, das macht den Massen und auch der Presse offenbar viel Freude. Und jede und jeder darf öffentlich die Mimose geben, die so schrecklich viel fühlt, und dessen/deren Gefühle von anderen verletzt und gestört. Doch diejenigen, die durch öffentlich vorgetragene Gefühle angegriffen, beschimpft und verletzt werden – die müssen schweigen.

Fühlen ist nicht die beste Wahl - und schon gar nicht bei Problemen

Ganz klar: Fühlen muss wieder privater werden – und die Öffentlichkeit muss sich wieder anhand von stichhaltigen Argumenten orientieren und verlässliche Zahlen zurate ziehen. Unterschiedliche Meinungen müssen diskutiert werden, und Probleme müssen gelöst werden.

Wir sind in der Gefühlssackgasse. Egal, wer uns da hineingelockt hat – wir müssen da wieder raus – und zwar schnell.