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Die Grundfrage: Eine(n) für die Liebe, eine(n) für den Sex?

ihr geliebter oder seine geliebte?


Es gab Zeiten (und sie sind noch nicht ganz vorbei) in denen sich junge Männer fragten, ob es nicht besser ist, zwei Frauen zu haben: eine, mit der man träumen und Zukunftspläne entwickeln kann, und eine, die einem richtig tollen Sex schenkt. Gehen wir ein paar Jährchen zurück, so war dies noch eine Kernfrage: Die angehende Verkäuferin, Hauptschulabschluss, galt als „weitgehend zugänglich“ und wusste sogar „wann es ging“. Dagegen die piekfeine Gymnasiastin aus dem Villenviertel, Vater „hohes Tier“ in der Landesregierung, weiße Bluse, Rock, Unterrock, Hüfthalter und festes Baumwollhöschen, „tat es nicht“. Die Jungs wussten, was zu tun war: Beim Papi von der Gymnasiastin den feinen Max markieren, und der Verkäuferinnen-Azubine am Flussufer Lustschrei entlocken. Für die jungen Damen aus dem feinen Viertel war die nicht einmal ein Nachteil: Immerhin wussten die Männer, wie es ging, wenn sie doch einmal schwach wurden.

Früher: Männer duften Lust haben, Frauen eher nicht

Das feine Bürgertum (oder was sich dafür hielt) wusste (und weiß teilweise heute noch) was es von dieser Konstellation zu halten hatte: Alle Jungs mussten ihre Lust irgendwie stillen, und wenn die Mädchen aus der Arbeitersiedlung oder den Neubau-Gettos blöd genug waren, jeden „ranzulassen“, war es nichts schade – Hauptsache die eigenen Töchter wurden nicht vorzeitig „entehrt“.

Das wäre noch über viele Jahrzehnte gut gegangen, wenn sich nicht gezeigt hätte, dass die Bürgertöchterchen ihre Sinneslust nur unterdrückt hatten, weil einerseits Mutter, Großmutter und allerlei Tanten über die Unschuld der Tochter wachten, andererseits aber der Klapperstorch überall lauerte.

Wollen Frauen zwei Männer: Einen Lover und einen "Zuküftigen"?

Heute wird die Sache selbst in besten Kreisen bereits mit umgekehrten Vorzeichen verhandelt: Das Töchterchen will den eigenen Lustdruck schwächen, wenn es um den „anständigen“ Mann fürs Leben geht, also wird Sex dabei erst mal ausgeklammert. Dafür wird ekstatischer und über alle Maßen „geiler“ Sex bei Männern gesucht, die sich mit so etwas auskennen.

Das geht dann ungefähr so: Ein paar Tage vor dem Date mit einem möglichen Zukünftigen noch mal den Lover ins Bett holen, von ihm mit Lust und Lebensfreude betankt werden und dann zum Date gehen – und selbstverständlich nicht gleich mit ihm in die Heia – man ist doch nicht „so Eine“.

Die Meinungen zum Thema sind heute sehr differenziert – so differenziert, wie die Menschen nun einmal sind – nur eine steht fest: Noch vor Jahren wäre dies Thema nicht einmal im Ansatz diskutabel gewesen.

Frauen nehmen sich, was Sie wollen - auch Männer für den Sex

Heute nehmen sich Frauen, was sie wollen – und eben auch Männer. In den meisten Fällen sind die Männer gar nicht so unfroh darüber – solange jedenfalls, wie sie im Glauben gelassen werden, sie seien die “großen Verführer“. Männer hört mal: Verführungen gehen so gut wie immer von Frauen aus. Ihr sei eben nur die „Macker“, sozusagen die die Ausführenden in einem Stück, das die Frau für sich geschrieben hat.