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 Liebeszeitung - Liebe, Lust und Sex
Warnung! Teile dieser Texte könnten mithilfe menschlicher Intelligenz erzeugt worden sein.

Misserfolge bei der Partnersuche? Wissenschaft, Praxis und Single-Ängste

Was tut jemand, der nicht viele gute Eigenschaften hat oder im Zweifel darüber ist, wenn er etwas ernsthaft anstrebt?

Ich denke, jede(r) und jede kann sich diese Antwort selbst geben: Er oder sie strengt sich mehr an oder betreibt mehr Aufwand.

Und nun? Forscher wollen etwas herausgefunden haben.

Darüber hinaus war ein höheres Selbstwertgefühl mit einem geringeren Paarungsaufwand verbunden, da es mit einer geringeren Angst vor dem Singlesein einherging.

Mit anderen Worten: Wer selbstsicher ist, hat weniger Probleme, eine Partnerin oder einen Partner zu finden. Kein Wunde, denn wer bereits Erfolge hatte, geht davon aus, auch bei zukünftigen Begegnungen eine Chance zu haben - wer eher Misserfolge hatte, zweifelt daran.

So weit zu den Forschungen – sie sind banal.

In „Psychology Today“ wird versucht, eine andere Erklärung zu finden:

In unserer modernen Welt kann uns das Verständnis dieser Angst vor dem Single-Dasein dabei helfen, uns selbst besser zu verstehen und unser Liebesleben besser zu meistern. Insbesondere indem wir erkennen, dass eine große Angst vor dem Single-Dasein zu ungesunden Kompromissen führen kann, während eine geringe Angst zu unzureichenden Anstrengungen führen kann.

Banalitäten und Wertungen helfen nicht weiter

So gelehrt die klingen mag – diese Sätze sind ebenfalls schrecklich banal. „Ungesunde Kompromisse“ und „unzureichende Anstrengungen“ sind Wertungen, keine Fakten – und dazu etwas, was nur jeder für sich selbst entscheiden kann.

Die interessantere Frage ist: Führt mehr Anstrengung zu mehr Erfolg?

Die Praxis zeigt: Gezielte Anstrengungen führen dann zum Erfolg, wenn die Richtung stimmt, du klug und weitgehend gelassen handelst und dein Ziel erreichbar ist. Man nennt so etwas „Lösungen erster Ordnung“ oder „mehr desselben“. Diese Auffassung ist in allen Fragen der Zukunft denkbar – also nicht nur bei der Partnersuche.

Wenn die Anstrengungen das Gegenteil erreichen

Entsprechend gilt: Wer in die falsche Richtung geht und sich dabei mehr anstrengt, entfernt sich immer mehr vom Ziel. Bist du dazu noch verbissen und selbstsüchtig, wird der Erfolg mit jedem Tag unwahrscheinlicher.

In diesem Fall werden von Psychologen „Lösungen zweiter Ordnung“ empfohlen, auch „etwas anderes“. Die Wortverdreher in den sozialen Netzwerken haben dafür den Begriff „Contra-Dating“ erfunden – aber der Name wird dort als „das Beuteschema verändern“ interpretiert – jedenfalls bei der Verbreitung in Frauenzeitschriften.

Misserfolge durch falsche Selbstbilder

Der Grund für solche Vereinfachungen? Keine Frau will hören, dass sie etwas falsch macht – und noch weniger Frauen wollen sich damit konfrontieren lassen, die eigenen Vorstellung in die Mauser zu schicken, um ein neues, stabiles emotionales Federkleid zu bekommen.

Harte Worte? Na klar. Selbstbewusstsein kannst du nicht in der Drogerie kaufen – es ist ein langer Prozess, bis du weißt, was für dich richtig ist. Und um im Bild zu blieben: Je länger du schon in die falsche Richtung gegangen bist, umso schwieriger wird es.

Zitate und weitere Quellen:

Psychology Today
Grundlage: Springer Verlag.
Deutsch z.B. im STERN.
Theorie zu Lösungen: Watzlawick, Weakland und Fisch: Lösungen (Buchhandel vor Ort)

Die Woche - was, wie und wann – bei Gefühlen und Kleidung, nebst Dating-Trends und alternden Dominas

Zuerst will ich euch ein Prinzip erklären, das ich diese Woche wieder verwendet habe: Auf einen Satz mit „Was“ einen mit „Wie“ folgen zu lassen.

Etwas humorvoller ausgedrückt wird es in dem Swing-Titel „'t ain't what you do it's the way that you do it.” Hier in der Kurzfassung:

Es geht nicht drum, was du tust …
Es ist die Art, wie du es tust,
Zu welcher Zeit du es tust,
Und an welchem Ort du es tust.

Provozierende Bekleidung und Dates

Ich hab den vorausgegangenen Satz aus dem Lied in meinem Artikel über provozierende Bekleidung verwendet. Bei dem vielen Unsinn, der darüber verbreitet wird, ist ein offenes Wort nötig. Ja, du kannst dich kleiden, wie du willst und so viel von deinem Körper zeigen, wie du magst. Aber es ist die Art, wie du es tust, wann du es tust, wo du es tust und wem du damit imponieren willst, die den Unterschied ausmacht.

Wie wäre es mit Fakten statt mit Emotions-Gesülze?

Überhaupt sollten wir lieber mehr auf Tatsachen achten als auf die Märchenerzähler, die uns beeinflussen wollen. Denn deine Misserfolge bei Dates – egal wie, wo und mit wem – werden immer größer sein als deine Erfolge. Allerdings gibt es da ein kleines Geheimnis, wie du dir das Leben leichter machen kannst – und schneller zum Ziel kommst.

Das Getue um „Gefühle“ und „Emotionen“, das von Psychologen befeuert wird, ist mit Sicherheit ein Irrweg. Viel wichtiger ist, zu wissen, welche Emotionen du zulassen willst, wenn dich dein Körper in sie hineindrängt. Denn wenn du weißt, was du tust, kannst du dich durchaus auch mal „kopflos“ verlieben. Ansonsten ist es wirklich sinnvoll, kritisch mit deinen Gefühlen umzugehen. Sie haben die Tendenz, trügerisch zu sein.

Dating-Trends als Erklärung für eigene Misserfolge?

Schon mal was von Dating-Trends gehört? Mir kommen sie aus den Ohren raus bei dem Gedröhne, das Frauenzeitschriften-Redakteurinnen darüber veranstalten. Und ich brauchte den entsprechenden Artikel gar nicht als Satire zu besprechen – er war schon eine. Fazit (so ungefähr): Du erlebst beim Dating lauter Mist, und du brauchst den Trend-Katalog, um das einordnen zu können. Äh – du hättest natürlich auch selbst Verantwortung dafür übernehmen können, was da „mit dir“ geschehen ist.

Die alternde Domina nebst Tanten, Großtanten und anderen Damen

Ja, und dann wäre da noch die Domina. Vor allem, wenn sie jung und knackig aussehen soll. Oder wie deine strenge Tante? Oder gar die Großtante? Sie könnten erfahrener sein, was wahrscheinlich günstiger für dich ist. Freund Gramse hat die Satire geschrieben, nachdem er sich gewundert hat, in welcher Zeitung die Sache erschien.

Mehr Interesse von euch? Ich wünsche inzwischen mehr Genuss ...

Wie ihr vermutlich auch, gehe ich ins Wochenende. Diese Woche war sehr anstrengend für mich, und ein wenig Dank und Anerkennung dafür, dass ich trotzdem noch Zeit fand, für euch zu schreiben, wäre natürlich nett. Was ich euch noch mitgeben könnte? Wenn schon lustvolle Emotionen, dann genießt sie mit jeder Faser eurer Körper.

Der Montag am Dienstag – die Trendautomatik bei Dates

Irgendwie müssen die Frauenzeitschriften ja begründen, warum die ständig neue „Datingtrends“ verbreiten. Und da lese ich ihn „Jolie“ diesen denkwürdigen Satz:

Mit dem Dating anderer Menschen geht automatisch auch der eine oder andere Trend daher, der sich beim Kennenlernen entwickelt.

Ja, begriffen. Wenn du dich mit dir selbst triffst, gibt es keine Dating-Trends. Wenn du aber andere triffst, dann schneien die Trends herein. Oder die „Umstände“. Das war aber noch nicht der Clou der Jolie-Redakteurin, sondern dies:

Das ist auch gut so, denn so können wir genau einordnen, was wir in der Situation durchmachen.

Klar, da machen „wir etwas durch“. Und beurteilen können „wir“ sowieso nichts - denn „wir“ brauchen etwas zum „Einordnen“. Die Ansicht, die sich dahinter verbirgt: Jemanden zu treffen, ist ja absolut passiv – du bist nicht nur dem anderen ausgeliefert, sondern auch zahllosen Trends.

Hallo Frauenzeitschriften ... was soll das?

Hallo, Frauenzeitschriften … jede und jeder auf Partnersuche ist zunächst einmal eine eigenverantwortliche Person, die bestimmt, wo’s lang geht. Und wer das nicht begreift … nun ja, der ist wahrscheinlich gläubiges Mitglied absonderlicher Verschwörungstheorien. Oder möglicherweise wirklich so naiv, an die Trendautomatik zu glauben.

Der Morgen und die Nicht-Monogamie

Der Morgen bringt es an den Tag: Wieder mal ein Dating-Trend! Es ist die Zeitschrift Jolie, die titelt:

Laut Studie: Wird Nicht-Monogamie der größte Dating Trend 2023?

Immerhin steht da noch ein Fragezeichen, und bevor ich drei Zeilen gelesen hatte, war mir klar, dass der Artikel „von irgendwo stammt“, und siehe da: Man bietet eine „Expertin und Autorin“ an, die den wissenschaftlichen Anstrich geben soll: Dr. Tammy Nelson, PhD und Sexualtherapeutin.

Und natürlich ist da noch ein Unternehmen beteiligt, das ziemlich am Schluss als Quelle genannt wird. Na, besten Dank, Jolie …

Frauenmagazine – kommt da endlich etwas Neues?

Magazine gibt es für Frauen jeden Alters. Sie suggerieren: Dein Körper ist unvollkommen, dein Geschmack ist Scheiße, was Mode betrifft, du bist nicht fit genug und du vöglest nicht optimal.

Irgendwie sagen dies alle Frauenzeitschriften, mal mehr, mal weniger – und das Ziel ist vor allem, Werbekunden zu gewinnen. Denn wo der Mangel journalistisch hervorgehoben wird, da gib es auch Produkte. Und diese Produkte sind in der Regel stark überteuert. So geht die Rechnung meist auf – und sei es beim Vertrieb von Inkontinenzprodukten.

Viele Frau haben davon die Nase voll – aber ob es genügend Leserinnen gibt, damit das Neue gegen die Konkurrenz der anderen Magazine anstinken kann? Das neue Magazin heißt F Mag, und es verspricht zumindest, nicht mit ständig mit der Unvollkommenheit zu kokettieren. Oder, wie wir gerade lasen:

Das F Mag soll seine Leserinnen nicht mit dem Gefühl zurücklassen, sich verbessern, abnehmen oder besser im Bett sein zu müssen.


Viel Erfolg. F-Mag!

Zitat: Tillate