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 Liebeszeitung - Lüste, Liebe, Beziehungen und viel mehr.

Bringen Lügendetektoren Wahrheiten über Liebe und Sex hervor?

Wahre Liebe durch Polygrafen?
Vorab: Dieser Artikel behandelt keine medizinischen Fragen, sondern setzt sich mit der Technik der Zukunft und den Möglichkeiten der KI für Paare auseinander.

Der Lügendetektor, auch Polygraf genannt, galt lange Zeit als unbrauchbar – vor allem waren seine Werte so unzuverlässig, dass vor dem Einsatz gewarnt wurde. Doch heute erlebt er eine merkwürdige Wiedergeburt. Im Zeichen der vielfältigen messtechnischen Varianten und der Möglichkeit, beim Auswerten künstliche Intelligenz einzusetzen, wird er plötzlich wieder populär.

Was macht eigentlich ein Lügendetektor?

Zunächst: Was ist ein Lügendetektor? Es handelt sich im Grund um ein Gerät, das mit unterschiedlichen Methoden körperliche Veränderungen misst. Daher der Name „Polygraf“ – das Gerät kann diese Werte zusammen mit einer Tonspur messen und speichern. Bewertet werden zum Beispiel die Herzfrequenz (Puls), die Atemfrequenz, der Blutdruck und der Hautwiderstand sowie die Durchblutung selbst. Soweit das Gerät dies zulässt, kann auch ein EKG geschrieben werden. Der Einsatz von Photoplethysmographie kann auch verborgene sexuelle Reaktionen anzeigen, die im Widerspruch zu den gegebenen verbalen Antworten stehen – und dies auch dann, wenn diese Antworten im Sinne der Befragten keine Lügen sind. Diese Messungen werden wissenschaftlich unter anderem dazu genutzt, um sexuelle Fantasien zu überprüfen.

Primitiv-Lügendetektoren, komplizierte Vorrichtungen und Experten

Bei „Lügen“ weichen der erwähnten Werte nach allgemeiner Auffassung erheblich von jenen Werten ab, die bei „gewöhnlichen Fragen“ gemessen werden. Das soll nach einigen Aussagen sogar bei „Primitiv-Lügendetektoren“ der Fall sein, die ausschließlich den Hautwiderstand messen. Darauf beruhen die meisten einfachen „Lügendetektoren“, die zur spielerischen Demonstration des Effekts dienen.

Bisher wurde angenommen, dass man im professionellen Bereich am Ende einen menschlichen Fachmann benötigt. Nur diese Person war bisher in der Lage, um die Ergebnisse zu interpretieren. Dies bedeutet auch, dass die Messergebnisse als solche recht unzuverlässig waren.

Kommen die Lügendetektoren für alle?

Nun aber soll das Zauberwort „KI“ helfen, die Ergebnisse deutlich zu verbessern, um Lüge, Wahrheit und zweifelhafte Antworten zu trennen. Die Idee, Diagnosen zu automatisieren, ist an sich nicht neu – bekannt ist die automatische Auswertung von Elektrokardiogrammen. Beim Polygrafen treten allerdings neben technischen Unzulänglichkeiten auch Kommunikationsprobleme auf.

Da die Technik bei Lügendetektoren im Prinzip nicht sehr aufwendig ist, könnte in Zukunft eine sogenannte „Smart Watch“ in Verbindung mit einem Mobiltelefon und KI durchaus als „Lügendetektor“ eingesetzt werden. Sobald man mehrere Messstellen und die dazugehörigen Sonden benutzt, wird das Verfahren komplizierter, doch reicht auch dabei meist ein gewöhnlicher PC oder Laptop als Endgerät.

Was bezeichnet eine Maschine als „Lüge“?

Die Kernfrage allerdings wird kaum erwähnt: Was sind eigentlich Lügen?

Lügen bestehen nach allgemeiner Auffassung darin, bewusst die Unwahrheit zu sagen. Der Lügendetektor verlangt, dass Fragen gestellt werden, die sich mit „Ja“ oder „Nein“ beantworten lassen. Da schränkt die Möglichkeiten ein, denn die Antworten, die wir im täglichen Leben auf Fragen geben, werden in ganze Sätze verpackt – sie sind also beim Test nicht zulässig. Was bleibt, sind sogenannte „geschlossene“ Fragen, die sich nur mit „Ja“ oder mit „Nein“ beantworten lassen.

Keine klaren Definitionen und übereinstimmenden Begriffe - wo liegt die Wahrheit?

Zudem herrschen Unklarheiten über die Definition. Wer darauf hofft, auf intime Fragen eindeutig Antworten zu bekommen, muss nicht nur ungewöhnlich präzise fragen – der oder die andere muss den Begriff auch genau gleich interpretieren. Die berühmte Frage: „Hatten Sie mit dieser Frau Sex?“, kann nur klar beantwortet werden, wenn beide unter „Sex“ den biologisch korrekt vollzogenen Geschlechtsverkehr verstehen. Insbesondere Hand- und Mundverkehr wird nicht von allen Menschen als „Sex haben“ interpretiert.

KI - zuständig für "wissenschaftlich Korrekte" Wahrheitssuche?

Die KI ist kein Zaubermittel – sie muss lernen, bevor sie zum Einsatz kommt, und sie wird mit großer Wahrscheinlichkeit mithilfe von Polygraphisten. Ob sie dabei zutreffende Ergebnisse liefert, ist ebenso umstritten wie das Verfahren selbst.

Ob es irgendwann möglich sein wird, verlässliche, verifizierte Daten über „eheliche Verfehlungen“ (heimliche Bi-Sexualität, Masturbation, Fremdgehen, Prostituiertenbesuche oder frivole Fantasien) zu ermitteln, ist vorläufig unklar. Nach heutigem Stand ist es sehr unwahrscheinlich. Fachleute sagen:

„(Es ist) … sehr unwahrscheinlich, dass mit solchen Programmen tatsächlich Lügen erkannt werden können. Zum anderen sind die Algorithmen … die verwendet werden, oft nicht an repräsentativen Stichproben getestet, was zu Verzerrungen und zur Diskriminierung von bestimmten Gruppen führen könnte.“

Was bedeutet der Mensch als Befrager?

Eine völlig andere Frage wäre, wie die getesteten Personen auf System reagieren würden, bei denen nicht Menschen, sondern redefähige Chat-Bots die Fragen stellen würden. Wäre es dann leichter, über das eigene Verhalten zu lügen, oder wäre es schwerer?

Mit diesem Gedanken lasse ich euch jetzt allein. Ich hoffe inständig, dass niemand Lust auf KI-betriebene Chatbots bekommt, hinter denen ein Polygraf steht.

Hinweise:

Polygraph und Polygraf sind unterschiedliche Schreibweisen für Messgeräte, die auch als "Lügendetektoren" bezeichnet werden.

Zitat aus dem österreichischen "Standard"

Sinnliche Hände und ein geheimnisvolles erstes Date

Mit diesem Beitrag lassen wir unsere Serie "erotische Geschichten, Storys und Fragmente" wieder aufleben. Alle Beiträge sind von anonymen Autoren/Autorinnen geschrieben worden - und in Zukunft wird es dabei oft um Verabredungen (Dates) gehen.

Jennys sinnliche Hände, mein Erröten und Sahne am Zeigefinger

Was mir sofort an Jenny auffiel, waren ihre schlanken Handgelenke, die in nahezu ebenso zierliche Hände übergingen, aus denen auffällig lange, zarte Finger herausragten.

Doch das war nicht alles, was ich beobachtete. Denn während unseres Dates begann sie, ihre Worte mit den Händen zu betonen. Es waren nicht einfach Handbewegungen, sondern es schien so, als ob sie alle Glieder ihrer Finger nutzte, um einzelne Worte mit bildhaften Gesten zu schmücken. Sie bildete dabei allerlei geometrische Figuren mit den Händen, Dreiecke wie auch Quadrate und Kreise. Ich konnte nicht umhin, ständig auf ihre Hände zu schauen, so wie man üblicherweise Menschen in die Augen schaut.

„Dir gefallen meine Hände, nicht wahr?“ Anders als sonst, antwortete ich spontan: „Ja, sehr, Jenny, sie sind so ungewöhnlich schlank und schön.“

Es schien, als würde sie die Hände nun falten, doch hielt sie dabei nur die linke Hand geschlossen, während der Mittelfinger ihrer rechten Hand die Fingerschranke durchbrach und sich dabei auf- und ab bewegte.

Ich war einen Moment völlig befangen von diesem Anblick, sodass ich erschrocken aufsah, als sie mich fragte: „Und du überlegst gerade, was diese Finger alles tun können?“

Wie auf einen Schlag wurde mir bewusst, was sie damit meinen könnte, und ich errötete ein wenig. Was immer diese Finger alles bewirken könnten, wenn wir intim würden – es wäre in jedem Fall mehr, als ich erhoffen konnte.

Jenny lächelte halb hintergründig, halb einladend. „Dein Gesicht erzählt mir gerade etwas über deine eigenen Wünsche … machen wir mal einen Versuch… “

Sie entfaltete ihre Hände, nahm mit dem rechten Zeigefinger ein wenig Schlagsahne von ihrem Obstkuchen und führte ihn zu meinen Lippen. Dabei flüsterte sie: „Wenn du meine Finger so liebst, dann schleck diesen Zeigefinger jetzt ab.“ Sie ließ mir keine Zeit zu überlegen. Nachdem ich meinen Mund ein wenig geöffnet hatte, fand ihr Finger sofort den Weg bis zur Mitte meiner Zunge. „Nun saug daran, wenn du meine Finger wirklich liebst.“

Ich hatte keine Ahnung, wie es für andere aussah … aber ich hatte plötzlich das dringende Bedürfnis, leidenschaftlich an diesem Finger zu saugen. Als ich mich umsah, erhaschte ich noch den Blick einer Dame mittleren Alters, die fasziniert auf die Szene blickte, während die Damen eines Kaffeekränzchens am Nebentisch kicherten.

Erst nach ein paar Sekunden wagte ich, Jenny wieder anzusehen. Sie hielt den Kopf etwas schräg und sagte dann eher beifällig: „Ich nehme an, du möchtest ein zweites Date mit mir?“ Wieder antwortete ich schnell und ohne zu überlegen: „Oh, Jenny … sehr gerne … wirklich sehr gerne.“

Jenny lächelte verschmitzt, sagte dann aber sehr sachlich: „Ich möchte gerne, dass du das nächste Mal zu mir kommst. Erstens haben wir noch etwas zu besprechen – und zweitens müsste ich in jedem Fall etwas für uns vorbereiten.“

Nachdem ich wieder halbwegs vernünftig denken konnte und ich mich daran erinnerte, dass zweite Dates oft Überraschungen bieten, fragte ich: „Und – muss ich mich auch irgendwie vorbereiten?“ Jenny grinste und sagte mit ironischem Unterton: „Es wäre schön, wenn du vorher duschen würdest und saubere Unterwäsche tragen würdest. Aber wenn deine Frage ernst gemeint war: Ich habe alles im Haus, um unser Treffen perfekt zu gestalten.“

Sie gab mir spontan eine Mini-Visitenkarte ohne Adresse, aber mit einer Handy-Nummer, sagte noch „ruf an, wenn du bereit bist – ich muss jetzt gehen.“

Sich so zu verabschieden, war einigermaßen merkwürdig, aber dieses Treffen war ohnehin ganz anders verlaufen, als ich erwartet hatte. Ich rief die Serviererin, bezahlte die Rechnung, ging an dem Tisch mit dem Kaffeekränzchen vorbei, wobei ich empörte Blicke empfing. Die Dame mittleren Alters saß ebenfalls noch da und zupfte mir am Ärmel, als ich vorbeiging. Sie sagte so, leise, dass nur ich es hören konnte: „Du weißt nicht, auf was du dich einlasst, junger Mann … du weißt es nicht wirklich.“

Ich blieb höflich, sagte so etwas wie „Vielen Dank für den Hinweis“ und ging dann meinen üblichen Geschäften nach. Irgendwann würde ich Jenny anrufen, aber mit jedem Schritt, den ich tat, verschwand sie aus meinen Gedanken.

Und nun seid ihr dran ...

Die ist ein Fragment. Seid ihr gespannt, was Jenny plante? War es wirklich nur ein Spiel mit den Fingern? Oder wollt ihr wissen, was der Erzähler erlebte, als er Jenny Wohnung zum zweiten Date betrat? Und was meinte die „Dame mittleren Alters“ wirklich? Gab es eine Gefahr?

Das alles dürft ich euch überlegen, und diesen Beitrag als Vorlage benutzen, um eine eigene Geschichte zu schreiben. Er wurde nicht durch KI erzeugt. Die Quelle "Liebeszeitung.de" muss angeben werden, wenn ihr den Beitrag verwendet.

Ubomis Zettelkasten

Ist das interessant? Wage ich mich wirklich damit heraus?
Ubomis Zettelkasten - die Geheimnisse, die weder im Papierkorb noch in der Liebeszeitung landeten

Null - die Ideen im Zettelkasten

„Schau doch mal in deinen Zettelkasten“, sagte mir ein Kollege – „du hast so viel Eindrücke, Informationen und Hinweise darin, aber selten etwas darüber geschrieben.

Nun, in einem Zettelkasten liegen die Ideen – solche, die zu Recherchen, Minusbeträgen oder ganz gewöhnlichen Artikeln führten. Aber eben auch solche, die niemals veröffentlicht wurden. Zum Teil – ich gebe es zu – hatte ich euch keine Ahnung, was an den Sätzen im Zettelkasten so bemerkenswert war.

Nun also öffne ich meinen Zettelkasten. Es war nahezu immer ein Satz, der die Initialzündung für einen Artikel geben sollte. Und bei manchen dieser Sätze habe ich erst später entdeckt, wie viel Zündstoff er enthielt.

Also – viel Spaß bei meiner neuen Rubrik „Ubomis Zettelkasten“. Neue Artikel aus Quellen, die ich gestern, vor einem viertel Jahrhundert oder in alten Büchern entdeckt habe.

foto © 2024 by liebesverlag.de

Die Liebe – Vibrationen, Erregung und dunkle Geheimnisse

Ausgezogen, angezogen. überzogen - wie der Körper wirkt
Was Liebe ist?

Nun, es ist das Vibrieren des Körpers, die Erregung der Sinne und das eigenartige Gefühl, dass dich dabei durchströmt.

Das ist kein Zitat über die Liebe. Es soll von Jazzmusikern stammen, die befragt wurden, was denn das Besondere an ihrer Musik sei. Wo wir gerade beim Wort „Liebe“ sind. Nein, die Nächstenliebe ist nicht gemeint und auch sonst kein Vorgang aus dem Umfeld des Christentums, der Soziologie oder anderer Weltanschauungen.

Die sinnliche Erregung und ihr Ziel

Etwas an jemandem erregt uns. Wir wissen nicht genau, was es ist. Aber es setzt einen Prozess in Gang, der ein einziges Ziel hat – den Geschlechtsakt zu vollziehen. Auf dem Wege dahin können Minuten oder Stunden, Tage oder Wochen vergehen. Möglicherweise kommt es niemals dazu. Seien wir ehrlich, dann gibt es einige Dutzend Gründe, die dagegensprechen. Menschen haben eine besondere Art, mit ihren Lüsten und Begierden umzugehen. Und deshalb endet die begehrliche Lust eben recht selten in der spontanen, kurzen sexuellen Begegnung. Menschen neigen dazu, Vorbehalte aufzubauen – je nach Lebensstil, Überzeugung und möglichen Risiken.

Wenn der Donner der Lust den Körper erdröhnen lässt

Wilde Lüste und Ekstase
Wenn Menschen ekstatischen Sex haben wollen, dann wollen sie den Donner, der sie durchdröhnen soll. Sie wollen die Hitze in ihren Blutbahnen spüren und die Stimulation der Nervenenden. Jede und jeder hat da Vorlieben.

Niemand sollte diese Gefühle erwachsener Personen als „unanständig“ brandmarken. Es sind stets die Moralisten, die sich daran ergötzen, dass sie „normal“ sind. Und sie denken: Ja, wenn wir, die Edelmenschen, frei von verborgenen Lüsten sind, dann müssen die anderen zwangsweise „pervers“ sein. Sind sie frei von „Sünden“? Nein, natürlich nicht. Wir müssen keine Philosophen oder Psychologen sein, um das zu begreifen. Es reicht völlig, die Worte des Religionsstifters zu benutzen: „Wer von euch ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein.“

Natürliche Reaktionen können ungewöhnliche Lüste auslösen

Ich sage es nicht, weil ich das Christentum hervorheben will. Ich sage und schreibe es, weil die lodernde Liebeslust in vielen Wegen, Umwegen und Auswegen in uns brennt.

Manche Männer reagieren auf Brüste, manche Frauen auf Bizeps. Manche Männer lechzen nach exotischen Düften, mache Frauen auf den Geruch von Herbstblättern. Und ganz klar reagieren Frauen und Männer auf Kleidung, die mal überreichlich verhüllt, dann wieder auf solche, die den Körper hautnah betont.

Gut – vielleicht meint ihr, dass zur Liebe mehr gehört. Aber das sagt euch euer Verstand, nicht die Natur.

Bilder: Oben - Liebeszeitung Archiv, Mitte: Künstlerentwurf für Ekstase.

Warst du auch immer brav?

Ganz brav gewesen? Wahrscheinlich doch nicht so brav, oder?
Das Thema passt zum gestrigen Nikolaustag: Warst du immer recht brav? Oder fragst du dich, was diese drei mysteriösen Frauen über dich wissen, deren Augen auf dich gerichtet sind wie die Pfeilspitzen?

Nächste Woche soll es um das Thema „brav sein“ gehen. Was strebst du an? Was bedeutet es noch heute für dich, „ungezogen“ zu sein? Oder lebst du „frei und ungeniert“ und folgst dem alten Spruch: Du, was du willst, die Leute reden sowieso über dich?

Was wie schamvoll verbergen, wissen oft nur wir selbst. Aber sollten wir uns eigentlich schämen, wenn wir nicht als „menschlich“ sind?

Ich hoffe, es gibt genug Themen um das Brave, das uns hindert und das Brave, das uns schützt. Folgen wir unseren Trieben? Oder eher dem Verstand? Oder vielleicht gar den unterschwelligen Gefühlen, die den Trieben widersprechen?

Nächste Woche will ich das Thema aufwerfen, wann es uns nützt, „brav“ zu sein, und was den braven Menschen von „lammfrommen“ Menschen unterscheidet.

Ich mache mich jetzt ganz schnell aus dem Staub … bevor auch mich die Augen treffen.