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Wie pervers ist eigentlich … Schläge zu lieben?

Träume oder Wünsche?
Erwischt, nicht wahr? Fast die Hälfte der Frauen und Männer träumt davon, erotisch dominiert zu werden, und ein Teil davon will wirklich geschlagen werden, aber niemand gibt’s zu. Das liegt daran, dass wir „Schläge“ heute als Erziehungsmittel ablehnen. Und Menschen, die’s trotzdem tun, halten wir für pervers, unmoralisch oder unkontrolliert. Und – damit haben wir recht.

Das Spiel mit Lust und Schlägen ist nicht pervers

Aber: Als Spiel ist es sehr beliebt, den Po hinzuhalten, damit jemand draufhaut. Es gehört zu den Spielen „mit Anfassen“, die dazu dienen, dem anderen näher zu kommen und ihm zu zeigen, dass er ihn gerne hat. Also ist ein Schlag auf den Po unter Liebenden ganz normal. Und weil so etwas auch „durchblutungsfördernd“ wirkt, ist es auch dazu geeignet, die Lust anzuregen. Bis hierher erklärt, isst das noch keine „Schmergeilheit“. Die kommt erst auf, wenn jemand durch den Schmerz geil wird – also nicht nur durch die Hautrötung. Das wissen alle, dies schon mal probier haben. Aber keiner sagt es.

Schläge in Rollenspielen sind eine andere Liga – da geht s um das Spiel als solches, das eben manchmal mit „Aua“ verbunden ist.

In dieser Serie vertreten unsere Autoren ihre persönliche Meinung, aber nicht ihre persönliche Praxiserfahrung. Das Wort „pervers“ wird hier im Sinne des bürgerlichen Gebrauchs im 19. Jahrhundert verwendet. Die Verbreitung als Fantasie liegt bei ungefähr bei einem Drittel bei Frauen und zu etwa 30 Prozent bei Männern. Es gibt eine Dunkelziffer, weil viele Menschen davon träumen, auf ähnliche Art dominiert zu werden

Bild: historische Illustration.