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Die Überhöhung

Die Illusion ist oft mehr als die Realität hergibt - und eine Falle für Gutgläubige
Während sich die Erniedrigung offenbar erst im Erwachsenenalter zu einer sinnlichen Lust entwickelt, gilt die Überhöhung der geliebten Person als eine Untugend der Jugend. Sie beginnt mit der sinnlichen Schwärmerei, die möglicherweise in einer Glorifizierung oder Vergötterung endet.

Gelingt es dem jugendlichen und manchmal auch bereits erwachsenen Menschen nicht, diesem Zwang zu entfliehen, so gerät die Person möglicherweise in die Falle jener Frauen und Männer, die nur darauf warten, sie in die Abhängigkeit zu zwingen.

Ich tue alles für ihn ... oder für sie

Ein typischer Satz für eine gefährdete Person wäre: „Ich würde alles für sie (ihn) tun.“ Nun weiß man, dass kein vernünftiger Mensch „alles“ für einen Fremden tun würde, schon gar nicht für einen emotionalen Ausbeuter, aber die Betroffenen glauben es tatsächlich. Sie würden lügen, betrügen und stehlen und sich selbst in jeder Form erniedrigen, nur um den Personen zu gefallen, die sich selbst als „Herrinnen/Herren“ über andere verstehen.

Fragen - aber niemals konkrete Antworten über die Motive

Zumeist wird nicht ganz deutlich, welchen Vorteil oder Nutzen der Konterpart wirklich davon hat. Eine allzeit verfügbare, unproblematische Gespielin (oder einen entsprechenden Gespielen)? Eine Geldquelle, die sich anzapfen lässt, solange das Vermögen nicht aufgebraucht ist? Eine sadistische Veranlagung? Oder einfach der Wunsch, für einige schwache Persönlichkeiten tatsächlich die Herrscherin oder den Herrscher spielen zu können?

Machthunger oder Geldgier als Motiv?

Wer Antworten darauf sucht, wird sie nirgendwo finden. Ob jemand sich 24 Katzen hält oder per E-Mail 24 Männer in emotionalen Stress versetzt, immer ist es das Gefühl, wenigstens über irgendjemanden Macht ausüben zu können. Noch besser läuft es für Damen im Internet, denen es überwiegend um Geld und erst dann um die Macht über Menschen geht: elende Abzockerinnen, die sich schwache und bedürftige Männer aussuchen, die keine Chance auf Beziehungen haben. Das Prinzip ist so abartig, dass man es kaum für möglich hält: Sie versprechen nichts, sagen aber, dass es günstig wäre, ihnen Geschenke zu geben – Geld oder Sachwerte. Der Tick: Es ist nie genug, aber der „Kunde“ bekommt niemals, was er sich erhofft.

Unterwerfung per Korrespondenz

Kaum jemand weiß, warum Männer ständig wieder auf diese Masche hereinfallen. In den Vor-Internet-Zeiten waren mehrere Fälle bekannt geworden, in denen lüsterne, leicht sonderbar angehauchte Männer sich im Rahmen einer Korrespondenz unterwarfen.

Es handelte sich dabei um Männer, die ganz offensichtlich kaum sexuelle Kontakte zu Frauen hatten, aber deutlich machten, dass sie diese gerne hätten. Die Frauen, oftmals gebildete, schreibkundige Damen, verschickten Briefe an Männer, die sie „im Vorübergehen“ oder in einer besonderen nicht-erotischen Situation kennengelernt hatten.

Von drei eng beschriebenen handschriftlichen Seiten“ die voller „versteckter sexueller Andeutungen“ waren, berichtet ein Zeitzeuge in dem Buch "Hörigkeit" von Karin Dietel-Wichmann. (1)

Die Vorstellung, dass der Mann masturbiert, reicht mancher Frau

Die Frau manipuliert den Mann extrem – und sucht die virtuelle Rückkoppelung. Er soll ihr gehören, aber nicht physisch. Ob er antwortet oder nicht, ist ihr gleichgültig. Sie vermutet, der Mann würde über den erotischen Inhalt ihrer Briefe und in Gedanken an ihre erotische Erscheinung masturbieren. Und obgleich der Mann ihr nie zurückschreibt, hält sie ihn Woche für Woche mit ähnlichen, anonymen Briefen in Atem.

Erotisch faszinierend zu sein, aber auf keinen Fall Intimitäten zuzulassen, war lange Zeit eine Methode der „Halbjungfrauen“, die sich einladen ließen, Geschenke annahmen und kokettierten, aber streng darauf achteten, dass es niemals intime Berührungen gab, werde aktiv noch passiv. Doch sie gingen dabei das Risiko der Nähe ein – davor hüteten sich die Briefschreiberinnen ebenso, wie es heute die Abzockerinnen im Internet tun.

Reizen und nicht erfüllen - das Spiel hört nie auf

Die Methode „Anreizen und nicht erfüllen“, scheint nach wie vor eine beliebte Methode zu sein, sich zu überhöhen und als göttliches Wesen verehren zu lassen. Was nur als logisch erscheint: Göttinnen haben nun mal keinen Geschlechtsverkehr mit kriecherischen Erdenwürmern.

(1) Karin Dietel-Wichmann: Hörigkeit. Die Sehnsucht nach der Unterwerfung.
Bild: Nach einem bekannten historischen Foto.

Züchtigungen – lustvoll und sexy?

"Wie nennst du das Gefühl?"


Kann eine Züchtigung unter Liebenden sinnlich sein? Widersprechen „Züchtigen“ und „schönen Sex haben“ einander? Ist SM (oder D/S) eine Welt, die Sinneslust eine andere und die Liebe eine Dritte, die zwar parallel existieren mögen, aber nicht einander übergehen?

Früher hätten nur ein paar Promille der Bevölkerung diese Frage beantworten können, doch heute träumen viele Frauen und Männer nicht nur davon, sondern sie reden auch darüber …

Halt! Zurück … sie reden nicht darüber. Sie schämen sich ihrer Gelüste. Und wenn Menschen darüber erden, dann sind es Angehörige einer „Szene“, die ohnehin nach eigenen Gesetzen lebt.

Ja – und nun – was ist an Schlägen so sexy? Finden wir Antworten in der Literatur, der Psychologie, der Philosophie? Oder gar in uns selbst?

Dis ist nicht nur eine Frage. Wir wollen Antworten. Ihre Antworten.

Unterwürfig lieben wollen – eine Störung der Persönlichkeit?

Unscharfe Identitäten - Dominanz oder Unterwerfung?


Fragt man irgendeine dieser Hausfrauen, Sekretärinnen, Ladnerinnen oder Arzthelferinnen, was eine „submissive“ Frau (oder auch ein unterwürfiger Mann) denkt und fühlt, so wird man drei Worte hören: „wahrscheinlich Masochistin“, „schlimme Jugend“ oder „schwache Persönlichkeit“. So verbreitet, wie die Küchenpsychologie ist, wird manche der Befragten Damen wissen: „Oh, diese Frauen sind in ihrer Jugend missbraucht worden, das ist typisch für solche Menschen.“

Dazu passt die Theorie, dass sich Männer (ja, Männer) ohnehin oft schwache Frauen suchen, um sie noch tiefer in die Rolle der unterwürfigen Frau hineinzudrängen. Es gibt diese Männer, gewiss. Sie lauern auf instabile Frauen, wedeln mit Sklavenverträgen herum und beherrschen das Dummy-Repertoire der Gehirnwäsche. Dazu sollte ich erwähnen, dass es auch solche Frauen gibt. Sie suchen sich submissive Männer - besonders solche, die sexuell bedürftig sind. Wie Grimms Hexe locken sie diese Männer mit erotischen Süßigkeiten, um sie zugleich unter ihre Herrschaft zu bringen.

Schwach sucht Schwach - Stark sucht Stark

Sehen wir die Sache mal psychologisch (und aus der Sicht eines Personalberaters). Dann finden wir, dass schwache Führungskräfte noch schwächere Mitarbeiter rekrutieren. Sie tun dies nicht nur, um sie umso besser unterdrücken zu können, sondern vor allem, um von den eigenen Schwächen abzulenken. Flaschen heuern Flaschen an, heißt es.

Wir wissen aus der Wirtschaft, dass selbstsichere Chefinnen und Chefs stets Mitarbeiter wählen, die ebenfalls eine gewisse Selbstsicherheit ausstrahlen. Das liegt daran, dass diese Führungskräfte oder Inhaber keine Probleme mit der Durchsetzung ihrer Autorität und Kompetenz befürchten. Sie wollen deshalb auch nicht ständig anleiten, kritisieren und korrigieren, sondern erwarten, dass Mitarbeiter so handeln, wie sie es selbst tun würden.

Das andere Selbstbewusstsein - Schwäche in Stärke wandeln

An dieser Stelle müssen wir über eine andere Art von Selbstbewusstsein sprechen. Denn außer den Menschen, die ihr Selbstbewusstsein sozusagen in die Wiege gelegt bekamen und es auf ihrem Lebensweg beständig ausbauen konnten, gibt es auch die anderen, denen das nicht gegeben war.

Sie bekamen nicht automatisch Achtung und Anerkennung – oft im Gegenteil. Das bedeutete nun, dass diese Frauen und Männer lernen mussten, sich durchzusetzen – gegen das eigene Geschlecht wie gegen das andere. Anders als bei den „natürlichen“ Selbstbewussten sahen sie in ihrer Entwicklung in jeder Person einen potenziellen Herausforderer – und sie waren bereit zu kämpfen. Früher oder später lernten sie, dass es nur eine verlässliche Instanz in ihre Leben gab: Sie selbst. Es ist möglich, sich dabei zu vergreifen, aber am Ende entstehen dann diese selbstbewussten, oft etwas schwierigen und bisweilen leicht exzentrischen Persönlichkeiten, die ein ähnliches Selbstbewusstsein ausstrahlen wie die „natürlichen“ Selbstbewussten.

Diese Personen sind überall, und sie sind nicht notwendigerweise sexuell unterwürfig. Und diejenigen von ihnen, die erotische Unterwerfung lieben, sind nicht notwendigerweise süchtig danach, also nicht „hörig“.

Starke Person sucht Herausforderer -auch für die Unterwerfung

Ich las gerade einen interessanten Satz einer starken, aber dennoch unterwürfigen Frau:

Wir Unterwürfigen sind in den meisten Fällen starke Frauen, ja, wir sind stärker als nur „stark“. Und wir haben einen starken Willen.



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Die Sache hat einen kleinen Haken: denn in nahezu allen Personen, die so denken und fühlen, steckt ein kleines, ängstliches Mädchen oder ein kleiner, furchtsamer Junge – und diese Kinder in uns sind ständig präsent. Das führt einerseits dazu, dass Speer und Schild permanent bereitliegen, um Gegner abzuwehren. Anderseits aber führt es auch dahin, dass die „inneren Kinder“ gerne spielen würden. Und ihr „Spielplatz“ heißt Unterwerfung. Vorbehaltlose Unterwerfung unter eine Person des anderen Geschlechts, zumeist jedenfalls. Im Spiel funkeln Lüste und Ängste in einer sonderbaren Kombination, die nur dann entsteht, wenn erotische Anziehung im Spiel ist.
Die selbstbewusste Person und die unterwürfige Person stecken also unter einer einzigen Haut – was nicht so ungewöhnlich ist. Immerhin hat Eric Berne uns ja gezeigt, dass unser „Inneres Kind“ jederzeit ins Spiel gebracht werden kann, wenn uns danach ist.

Wenn das "innere Kind" einfach spielen will

Doch nicht nur unterwürfige Frauen und Männer scheinen in die Kategorie zu fallen, in der sich das scheue innere Kind erst zum Selbstbewusstsein emporkämpfen musste. Einige Biografien von sogenannten „Dominas“ (professionelle dominante Frauen, die damit ihr Geld verdienen) weisen inzwischen aus, dass ihre Dominanz aus dem Kern eines eher ängstlichen Mädchens hervorging, das sich beweisen wollte.

Nein, es ist nicht Dominanz. Masochismus, Sadomasochismus oder was sonst an Etiketten vergeben wird. Auch die Annahme einer „schweren Jugend“, hinter der sich noch wesentlich Ärgeres verstecken mag, ist kaum gerechtfertigt. Und schwach sind die Personen auf gar keinen Fall, die sich nach Unterwerfung sehnen.

Vielleicht ist es wirklich nur ein erotisches Spiel mit der Macht, mit der Lust und mit der Sinnlichkeit. Und wenn es so ist, dann sollte man dieses Spiel nicht anfeinden.

Die vergessene Lust am Spiel mit der häuslichen Züchtigung

Die Sessellehne - eine klassische Position


Warnung: Dieser Artikel ist nach Ansicht der Redaktion ungeeignet für Menschen, die an den Folgen einer körperlichen Züchtigung in der Jugend leiden. Er wendet sich an Paare, die spielerisch mit sinnlicher Züchtigung umgehen wollen, zum Beispiel, weil sie durch die "Shades of Grey" dazu angeregt wurden. .

In einer Zeit, in der lüsterne Frauen mittleren Alters die „Shades of Grey“ sehnsuchtsvoll lesen, dürfen wir wohl daran erinnern, dass die gesamte Geschichte in einer erkalteten Glitzerwelt spielt, deren Elemente modernen pornografischen Darstellungen entlehnt sind.

Das süße Sehnen nach der intimen körperlichen Züchtigung dürfte sich kaum darin ausdrücken. Es ist ursprünglicher, intimer und stärker am alltäglichen Leben orientiert. Der Hintergrund besteht in der Sehnsucht, von einem Angehörigen des anderen Geschlechtes, meist von einer deutlich älteren Person, gezüchtigt zu werden. Dabei werden ambivalente Empfindungen geweckt, die man als süßen, bittersüßen oder auch bitteren Schmerz bezeichnen kann, der sich mit der Lust paart, sehr innig und intim mit dem Partner verbunden zu sein. Frühere Annahmen, dies sei auf Kindheitserlebnisse zurückzuführen, konnten niemals bestätigt werden, aber auch moderne Theorien sind brüchig. Möglicherweise steht dahinter eine allgegenwärtige, geheime Befriedigung durch Unterwerfung, die den meisten Säugetieren eigen ist.

Gegen die Kälte von Stahlmöbeln, echten Peitschen, sterilen Umgebungen und gestelzten Dialogen ist die „häusliche Züchtigung“ wesentlich „heimeliger“. Sie findet im Wohn- oder Schlafzimmer statt, wird mit der Hand, einem Hosengürtel oder Haushaltsgegenständen durchgeführt und kann jederzeit und unmittelbar inszeniert werden.

Wie bereits erwähnt, ist die häusliche Züchtigung sehr intim, weil sie in den weitaus meisten Fällen mit dem Kontakt der Handfläche zu einem anderen Körperteil beginnt, also nicht mit einem Instrument. Der Nachteil dürfet jedem bekannt sein, der es einmal versucht hat: Die Hand schmerzt am Ende mehr als der Körperteil, den sie traf, und die schmerzhaften Empfindungen halten oft länger an als bei der Person, die geschlagen wurde. Deshalb haben vor allem schlagende Frauen schon bald nach anderen Möglichkeiten gesucht, die sie (in angelsächsischen Ländern) in der Rückseite der breiten, hölzernen Haarbürste fanden, die sehr stabil ist. Neben dem Kochlöffel und dem Pantoffel spielt auch der Teppichklopfer eine Rolle, der bis heute auf Korbmärkten angeboten wird. Er ist etwas aus der Mode gekommen, seit alle Welt von „Floggern“ und Peitschen redet, aber er ist wesentlich sinnvoller und gefahrloser einzusetzen.

Bei der häuslich motivierten erotischen Züchtigung spielt die Auflage eine große Rolle, und zumeist wird dabei eine vernünftige Mischung aus Bequemlichkeit und Erreichbarkeit gewählt. Sofa- oder Sessellehnen eignen sich vorzüglich, weil sich der Züchtigende dabei nicht sonderlich anstrengen muss, um sein Ziel zu erreichen und der zu Züchtigende immer ebenso stabil, wie den Umständen entsprechend auch bequem darauf liegen kann.

Zumeist benötigen Paare, aber auch Personen, die nur das Spiel genießen wollen, eine Art Drehbuch, nach dem die Prozeduren ablaufen sollen. Häufig beginnt dies damit, dass sich eine Person selbst bezichtigt, „böse“ oder „unartig“ gewesen zu sein. Dies ist dann für den Partner das Stichwort, von der Realität in die Spielhandlung zu wechseln. Sie beginnt in der Regel mit einem Ritual, innerhalb dessen der betroffene „schuldige“ Partner ausdrücklich darum bitte, für seine Vergehen bestraft zu werden. Danach beginnt die bewusst als entwürdigend inszenierte Entkleidung. Was dann passiert, ist individuell unterschiedlich, jedoch steigen sich die Partner, die Strafe empfangen wollen, immer mehr in die Rolle hinein und verschmelzen schließlich mit ihr. Obgleich es als paradox erscheint, fällt es den Strafenden meist viel schwerer, die Rolle zu halten – sie werden also viel seltener zu emotional agierenden „Sadisten“, als dies allgemein angenommen wird.

Und was ist, bitte schön, Pet Play?

Eher humanistisches Foto vom "Pet Play" aus einem Fotoalbum.


Manchmal wird man seltsame Dinge gefragt, aber da wir im Ruf stehe, nahezu alle erotischen Begriffe aus allen Zeiten zu kennen, sind wir nicht überrascht, wenn man uns fragt. Übrigens ist „kennen“ stark übertrieben. Wir haben aber mehr Möglichkeiten, als im Internet nachzusehen. Dort findet man heutzutage ohnehin nur die neueren, gebräuchlicheren Wörter. Wir aber haben ein Archiv, das unter anderem Lexika (auch erotische) aus zwei vergangene Jahrhunderten enthält.

Pet Play hätten Sie auch im Internet gefunden. Es gehört zu den Spielen, in denen sich ein Partner zum Herrn oder Zur Herrin über den anderen Spieler macht. Dabei gibt es durchaus Abstufungen (die Aufstellung ist nicht vollständig):

- Zögling, der erst eine eigenständige Person werden soll und deswegen noch „der Erziehung“ bedarf. Er gehört zum eigenen Stand und muss deshalb respektvoll (wenngleich bisweilen mit äußerster Härte) „erzogen“ werden.
- Domestiken, also Diener, Knechte und Mägde, Hauspersonal und dergleichen. Sie gehören zur „Unterschicht“, doch benötigt man sie noch für Dienstleistungen. Sie müssen „ständig überwacht“ und gegebenenfalls streng bestraft werden, wenn sie sich „ungehörig“ benehmen oder ihren Pflichten nicht nachkommen.
- Sklaven. Sie sind Leibeigene, haben kein Recht auf eigene Bedürfnisse, sondern müssen der Herrin/dem Herrn jeden Wunsch erfüllen.
- Menschliche Tiere. Sind im Rollenspiel keine Personen, sondern folgen ihrem tierischen Instinkt – sie bedürfen deshalb einer besonders strengen Führung. Von dem menschlichen Hund, der aus dem Fressnapf zu fressen hat und an der kurzen Leine geführt wird, bis zum Pony, das als Reittier benutzt oder aufgezäumt werden kann, um vorgeführt zu werden.

All diese Spiele leben vom Machtgefälle, das für die Spielphasen angenommen und „gelebt“ wird. Dabei werden die ganz normalen Verhaltensweisen für die Dauer des Spiels komplett abgelegt und neue Verhaltensweisen angenommen. Zöglinge und Domestiken dürfen beispielsweise noch sprechen, aber nicht widersprechen, während Sklaven nur nach Aufforderung sprechen dürfen und Tiere selbstverständlich gar nicht. Diese neu angenommenen Eigenschaften machen den Reiz des Spiels aus. Seitens des unterwürfigen Darstellers liegt der Reiz in der völligen Abhängigkeit von der Herrin oder dem Herrn, die teilweise erst durch spielerische „Zähmung“ oder „Dressur“ erreicht werden muss. Ein Vorteil dieser Rolle liegt auch darin, niemals Entscheidungen über den Fortgang des Spiels fällen zu müssen und keine Verantwortung für die „unartigen“ Handlungen zu tragen, die vom Unterwürfigen verlangt werden.

Am bekanntesten ist das „Dog Play“, in dem der „menschliche Hund“ oder die „, menschliche Hündin“ ein Halsband bekommt, an der Leine geführt wird, apportieren lernen muss und hernach auf vielfältige Weise „begünstigt““ und „bestraft“ wird.