Skip to content
 Liebeszeitung - Liebe, Lust und Sex

Verabschieden wir uns vom Frauentag

Klar Ansage: Frauen gehören nicht auf Podeste
Wie schon in den vergangenen Jahren, werdet ihr hier zum „Internationalen Frauentag“ kein positives Wort finden. Ich selbst brauche weder Frauentage noch Männertage, um mir bewusst zu werden, wer ich bin und was ich bin. Und ich denke, diesen Tag braucht auch sonst niemand mehr.

Ich weiß, dass ein paar Altgenossinnen in den neuen Bundesländern die Wehmut beschleicht, wenn der Tag naht. Aber dann erinnern sie sich an den nostalgischen Wert des „Frauentages“.

Das alles sollen sie, dürfen sie und können sie.

Inzwischen sitzen allerdings die Strippenzieher(innen) längst an den Universitäten. Sie sind es, die versuchen, Keile in den Zusammenhalt der Gesellschaft zu treiben. Frauen sind die besseren Menschen, Männer die schlechteren. Wie einfach.

Feminismus als Bevormundung

Die Frage, die mich heute bewegen könnte, wäre bestenfalls: Warum lassen sich „Frauen“ eigentlich von den elitären Feministinnen vereinnahmen? Warum widersprechen sie nicht deutlich? Wer liest denn noch die radikal-feministischen Zeitschriften? Wer geht ernsthaft noch auf die Webseiten der Radikalen?

Ich erfuhr dieser Tage, dass sich

Altfeministinnen und Jungfeministinnen … (einen) digitalen Disput (liefern), der den Rest der Frauen – nennen wir sie Postfeministinnen – schon lang nicht mehr interessiert.

Das wird jeder und jeder bestätigen können, der/die in der freien und gleichen Gesellschaft außerhalb der Mauern unserer Elfenbeintürme lebt. Und ja - ganz selbstverständlich werden heute auch sinnvolle Worte fallen – sonst wäre der Tag ja gänzlich ungenutzt. Doch im Grunde gibt es nichts zu sagen, denn jeder und jede muss seinen Platz in der Gesellschaft finden – für sich selbst.

Und die Extremistinnen? Sie werden weiter Gift verspritzen. Gegeneinander, gegen Männer, gegen den Kapitalismus oder was sich sonst als „Kampfthema“ eignet. Nicht sehr zeitgemäß, wie ich finde. Jedenfalls nicht im freien Westen.

Zitat: "Der Standard"