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Ein neues Dilemma für intelligente Frauen?

Angeblich wollen Wissenschaftler herausgefunden haben, dass Männer durchaus von intelligenten Frauen begeistert sind, aber nur dann, wenn sie diese aus der Distanz betrachteten. Aus der Nähe betrachtet, ließ die Attraktion dieser Frauen jedoch nach, sobald die Männer bemerkten, dass ihnen diese Frauen intellektuell überlegen waren.

Ob die Studie sich im „echten Leben“ bewahrheitet oder eine Spielerei der Elfenbeintürmler ist, kann nur schwer eingeschätzt werden.

Im „wirklichen Leben“ werden Menschen anhand vieler Kriterien bewertet, die einander überlagern und schließlich dazu führen, voneinander angezogen zu werden oder nicht. Nach meinen Erfahrungen haben Frauen eine viele größere Scheu, „intellektuell unterlegene“ Männer zu treffen, als Männer sich fürchten, „intellektuell überlegene Frauen“ zu treffen. Vor Jahren haben wir (1) dazu einmal den Begriff „Downdating“ geprägt - und er betraf ausschließlich Frauen, die sich gedemütigt fühlten, wenn sie einen Mann unter ihrem Bildungsniveau treffen sollten.

Auch die Frage, ob der reine Intellekt wirklich eine beziehungsrelevante Eigenschaft ist, bleibt ungeklärt. Wer dafür argumentiert, setzt voraus, dass intellektuelle Menschen zwangsläufig auch über eine gute (meist bürgerlich geprägte) Allgemeinbildung verfügen.

Warum die Forschungen nicht alltagstauglich sind

Die Zukunft wird zeigen, wen wir als „gebildeten Menschen“ ansehen dürfen: jener, der seinen Beruf am besten meistert, einer, der ein ausgesprochen gutes Verständnis für die Lebensinhalte hat oder jemand,der Goethe und Beethoven einzuordnen weiß. Vorläufig rate ich Frauen wie Männern, Bildung differenziert zu sehen und auf keinen Fall zu hoch zu bewerten.

Und es ist immerhin möglich, dass die Attraktivität der Intelligenz - aus der Ferne betrachtet- den Ansprüchen es Alltags ohnehin nicht standhält.

(1) "Wir" im Sinne "die Beobachter der Partnersuch-Szenerie"
(2) Die Studie( 2014/2015) ist nur schwer lesbar und dürfte außerhalb des akademischen Bereichs wenig Interesse gefunden haben.

Das „Niveau“ und die Dummheit der Frauen

Wer sein "Niveau" überschätzt, geht bald unter

Nehmen wir an, es gäbe bei Menschen ein „Niveau“, das von allen akzeptiert würde. Ich sage vorsichtshalber gleich, dass dies nicht der Fall ist – aber von der Küchenhilfe bis zur Doktorandin sind eben nahezu alle Frauen davon überzeugt.

Der erste Fall: Niveau als Richtschnur - alles ganz gewöhnlich

Wäre dies so, das heißt, gäbe es ein Niveau, so betrüge das durchschnittliche Niveau des Menschen exakt 50 Prozent. Nehmen wir an, Sie würden erwarten oder hoffen, dass das Niveau Ihres Partners von null bis zwanzig Prozent höher sein sollte, so würden also alle Menschen mit einem Niveau von 50 bis 70 Prozent infrage kommen. Nun brauchen wir noch eine Hüllkurve, und da nehmen wir mal eine übliche Hüllkurve, wie die des Intelligenzquotienten. Sie werden erkennen: „Oben wird es etwas dünner“, aber da Sie einen Bereich von 10 – 20 Prozent „nach oben“ ausgewählt haben gewinnen Sie dennoch an Kandidaten. Rein vom „Niveau“ her gesehen kommen sie dabei auf etwas 30 - 40 Prozent. Die Wahrscheinlichkeit, einen Partner aus dem „Durchschnitt“ zu fischen, ist allerdings größer, weil sie zum Durschnitt mehr Kontakte haben als zu den (angeblichen) Eliten.

Der zweite Fall: Wissen, wer man ist, aber hoch hinaus wollen

Nehmen wir wieder an, Sie seien Durchschnitt, wie die meisten. Sie wissen das, wollen aber „nach oben“, also dort, wo die „Eliten“ angesiedelt sind. Dann haben Sie zwei Probleme: Erstens wird die „Luft“ dort deutlich dünner. Das heißt, Ihre Chancen sinken dadurch: Von 100 Menschen kommen dann weniger als fünf bis etwa fünfzehn infrage. Und zweitens müssen Sie erst einmal einen Balzplatz finden, auf dem sich die Eliten tummeln. Das kann gelingen, setzt aber ein strategisches Konzept voraus, bei dem "Liebe" nicht die erste Priorität hat. Drittens ist etwas „Mimikry“ ist dabei von großem Nutzen. Sie werden erkennen, dass manche Männer innerhalb der Eliten von Frauen fasziniert sind, die klug und humorvoll plaudern können. Sie benötigen dazu keine akademische Bildung.

Der dritte Fall: Das eigene Niveau zu hoch ansetzen – sicheres Versagen

Nehmen wir diesmal an, Sie wissen nicht einmal, ob Sie Durchschnitt sind, weil Sie sich nicht wirklich einschätzen können. Denn der Durchschnitt zeichnet sich durch das aus, was Menschen üblicherweise tun, haben und darstellen: mittleres Einkommen, mittleres Aussehen, mittlere Bildung, mittlere soziale und erotische Fähigkeiten. Normalerweise ordnen Menschen ihr „Niveau“ um mindestens 10 Prozent zu hoch ein – nehmen wir also einmal an, Sie würden sich selbst um 10 – 20 Prozent überschätzen. Dann tritt Folgendes ein:

1. Sie übersehen wirklich passende Partner, weil Sie glauben, diese lägen „unter Ihrem Niveau“.
2. Die verbleibenden potenziellen Partner, die Sie als „ihr Niveau“ bezeichnen, sind sehr rar – und sehr viele Frauen konkurrieren um sie.
3. Männer, die sich dennoch mit Ihnen treffen, erkennen in der Regel sofort, dass Sie sich (und ihnen) etwas vormachen. Je nach Charakter der Männer geben sie Ihnen eine höfliche Absage oder vögeln Sie und lassen dann nichts mehr von sich hören.

Einschätzung und Rat

Ich kann mich des Eindrucks kaum noch erwehren, dass es immer weniger Frauen gibt, die sich selbst richtig einschätzen können. Wie mir scheint, fallen deshalb immer mehr partnersuchende Frauen auf die dritte Methode herein, die früher oder später zum Fiasko führt.

Zudem muss ich erwähnen, wie leichtfertig das Wort „Niveau“ gebraucht wird, denn jeder Mensch hat seine Stufen, auf denen er große Kompetenzen entwickelt und solche, auf denen sein „Niveau“ eher schwach ist. Wenn Sie einen Partner suchen, müssen Sie also stets darauf schauen, welches „Niveau“ für Sie wichtig ist.

Der beste Tipp zum Thema "Niveau"

Noch ein Tipp: Entweder, Sie passen sich mindestens oberflächlich dem „Niveau“ an, dass sie suchen (Mimikry) oder sie begeben sich auf das „Niveau“, auf dem sie sich auskennen und greifen nicht nach den Trauben, die für Sie zu hoch hängen.