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 Liebeszeitung - eine Zeitung für die Liebe, die Lust und die Leidenschaft

Warum das „Fühlen“ neu erklärt werden muss - Abschnitt zwei aus "Fühlen ist ein wundersames Gefühl"

Unscharfe Begriffe, unscharfe Bilder - und du fühlst doch etwas, oder?
Wer Gefühle erklären will, begibt sich auf dünnes Eis. Die Psychologie sagt uns, dass wir mit dem „Fühlen“ seelische Vorgänge ertasten können. Was so bildhaft und poetisch dargeboten wird, muss freilich näher erläutert werden. Denn das „Fühlen“ steht nicht in „Zeichen“ die man leicht deuten und nachvollziehen kann. Es ist vielmehr ein analoger Prozess - und genau das macht das „Fühlen“ zu einem schwer beschreibbaren Vorgang.

Gefühle lassen sich schlecht beschreiben

Ein Psychologe (1) schreibt dazu:

Das Fühlen kann mitunter sehr facettenreich und weitaus differenzierter als unsere visuelle Wahrnehmung sein. Nicht umsonst gibt es Formulierungen wie „das hat mich tief berührt“ oder „das geht mir unter die Haut“.

Ich will versuchen, euch die Gefühle aus einer anderen Sichtweise nahezubringen.
Eine ausgesprochen aufschlussreiche Definition entnehme ich dem Buch „Die Kybernetik des Gehirns“ (2):

Jeder Reiz muss sich in einer Reaktion des Organismus fortsetzen und nach außen hin wieder abließen. Aber Empfindungen und damit der Reiz ist (nur dann) der Ausgangspunkt einer Leib-Seele-Reaktion, wenn die Empfindung zugleich gefühlsbetont ist (also) etwas Lockendes oder Abstoßendes für uns hat.


Dieser Satz ist deswegen so aufschlussreich, weil wir daraus entnehmen können:

1. Nicht jeder Reiz von außen erzeugt ein erkennbares Gefühl.
2. Reize müssen offenbar eine Art „Reise“ antreten, bevor sie als Gefühle wahrgenommen werden.
3. Soll es zu Emotionen kommen (also wahrnehmbare Folgen), so muss unsere Gefühlswelt von etwas angestoßen werden.


Nehmen wir an, dies wäre der Fall. Dann hätten wir also ein Gefühl, aber wir wären immer noch nicht in der Lage, es einzuordnen. Das ist nur dann verständlich, wenn wir unterstellen, dass Gefühl zunächst immer „analog“ stehen, also sozusagen „fließend und ohne nachvollziehbare Struktur“ in unser Gehirn eindringen. Für die meisten Säugetiere, auch die Primaten, ist das absolut in Ordnung. Die grundlegenden, überlebenswichtigen Gefühle sind dazu da, uns zu nähern, einander abzuweisen oder uns fortzupflanzen. Das muss der Gorilla oder Schimpanse nicht verstehen. Er lebt damit. Und wir? Wir wollen es genauer wissen.

Fühlen und Denken im 21. Jahrhundert

Aus der Sicht des 21. Jahrhunderts ist das Fühlen nicht in einem abstrakten Raum, „Psyche“ genannt, angesiedelt, sondern im Gehirn.

Dazu ist es gut, ein klein wenig über das Gehirn zu wissen. Zudem benötigen wir ein neues Vokabular, weil die bisher verwendeten Begriffe nicht mehr zutreffend sind. Und schließlich müssen wir wenigsten ungefähr wissen, wie das Gehirn auf unsere Gefühle – und damit auch auf unseren Körper – einwirken kann. Das Wichtigsten ist aber, festzuhalten, dass es kein natürliches Gebilde in unserem Körper gibt, das den Namen „Psyche“ verdient.

Was macht unser Gehirn eigentlich „mit Gefühlen“?

Stark vereinfacht verfügen wir über ein Gehirn, das entwicklungsgeschichtlich aus drei Teilen besteht. Das ist wichtig, denn jedes Teilgehirn hat eine andere Funktion. Das Stammhirn steuert sozusagen die lebenswichtigen Funktionen. Weil wir es mit den Reptilien teilen, heißt es auch Reptiliengehirn.

Unser Fühlen und Empfinden, liegt, stark vereinfacht, im „Zwischenhirn“. Das teilen wir mit all den anderen Säugetieren und es liefert uns die Impulse und Stimmungen, die wir aus der Evolution übernommen haben.

Das Großhirn schließlich ist sozusagen die Informationszentrale, aber auch das Archiv. Wir Menschen haben ein hoch entwickeltes Großhirn, sodass wir „differenziert denken“ können und vor allem eine Möglichkeit entwickelt haben, Informationen in Zeichen zu hinterlegen: Die Sprache spielt dabei die entscheidende Rolle.

Das kannst du gleich mitnehmen:

Ort des Fühlens ist nicht die Psyche
Nimm dies mit ... es hilft dir

Drei Gehirne - und eine schwierige Zusammenarbeit

Wir wissen nicht genau, wie unsere drei Gehirne miteinander kommunizieren. Hingegen wissen wir, dass sie es tun. Man nimmt an, dass der „Meister“ stets das Großhirn ist, weil es in der Lage ist, Informationen über Gefühle zu speichern, erneut abzurufen und mindestens oberflächlich in Worte zu fassen. Generell aber gilt: Wir wissen recht wenig über die Kommunikation innerhalb des Gehirns. Und je mehr Erkenntnisse wir über den Gesamtprozess gewinnen, umso mehr neue Fragen tauchen auf.

Wie Reize Gefühle auslösen

Eines der Geheimnisse will ich an einem Beispiel erläutern: Es betrifft die Verliebtheit. Sie entsteht aus dem Fortpflanzungstrieb. Über den wissen wir, dass er sehr mächtig ist, weil er den Verstand, also das rationale Handeln, vorübergehend ausschalten kann. Das Gehirn nutzt dazu körpereigene Drogen - das ist nichts Besonderes, sondern ein Auftrag der Natur. Nach allgemeiner Auffassung von Ärzten und Psychotherapeuten, aber auch anderen Wissenschaftlern, geschieht dies im Tierreich überwiegend durch Geruchsreize, beim Menschen allerdings hauptsächlich durch „Sehen und Berühren“. Dazu sagt man auch „optische und taktile Reize.

Merkwürdigerweise kann der Mensch diese Reize aber auch aus dem Gedächtnis hervorrufen, ohne dass es optische oder taktile Reize gab. Einfacher ausgedrückt: Der Mensch kann „aus dem Stand“ Gefühle entwickeln.

Zwei neue Begriffe: analog und digital

Zunächst muss ich zwei Begriffe erklären. Einen habe ich schon benutzt, benutzt, und er heißt „analog“. Eigentlich heißt das nur: Da passiert etwas, das wir nicht genau beschreiben oder verstehen können, weil es fließt, sich also ständig ändert. Wenn du Musik hörst, nimmst du sie „analog“ auf, also nicht in Noten. Die meisten von uns sind nicht in der Lage, die Noten niederzuschreiben, die sie hören. Nehmen wir einmal an, so ähnlich wäre das mit den Gefühlen. Der Musiker spielt ein Stück, und es kommt in deinem Gehirn an, ohne dass du die Noten sehen kannst. Du vermisst sie normalerweise auch nicht. Das liegt wieder daran, dass du keine Notwendigkeit siehst, sie in Noten wiederzufinden.

Das zweite Wort heißt „digital“. Es sagt aus, dass etwas in Zeichen steht. Nach dem Beispiel mit der Musik wirst du erkannt haben, dass Gefühle nicht in Zeichen in dein Gehirn eindringen. Solange du glaubst, darauf verzichten zu können, ist alles klar. Zwischen DIR und den ANDEREN gibt es einen Fluss von Gefühlen, die du nicht genau verstehen musst – es reicht, wenn du sie empfindest. Die Sprache gewinnt erst dann an Bedeutung, wenn du etwas erklären musst - und das ist immer dann der Fall, wenn du dir über “deine Gefühle klar werden“ willst.

Nimm dies bitte mit:

digital und analog - wörter, dir die helfen
Nimm dies mit ... damit wird alles leichter


Warum Entscheidungen aus Gefühlen heraus schwierig sind

Was der Philosoph als „freien Willen“ bezeichnet, nenne ich hier bescheiden eine „Entscheidungsmöglichkeit“. Und an diesem Punkt wird die Sache kompliziert, denn der „Entscheidungsprozess“ der dahintersteht, ist so gut wie unerforscht. Was wir wissen, ist vor allem dies: Einerseits beruhen gerade die starken Gefühle aus intensiven biochemischen Prozessen, die wir kaum beeinflussen können. Andererseits fällen wir Entscheidungen über einen komplizierten Prozess, der von unserer Herkunft, unserer Erziehung und unserem Verständnis der Welt abhängig ist. Und nicht nur das: dabei sind auch Erfahrungen aus ähnlichen Situationen beteiligt - und manchmal die Angst vor den Folgen unserer Entscheidungen.

Achtung! Dieser Artikel wird für die Buchversion völlig neu überarbeitet udn dient nicht mehr als zweites Kapitel des Buches.

(1) Aus: Redaktion Uni.de
(2) Aus: "Die Kybernetik des Gehirns", Berlin 1970, gebundene Ausgabe.
(3) Hinweis: Wenn ihr die Begriffe „digital“ und „analog“ verwendet, werdet ihr auf Kritik der „alten“ Wissenschaften stoßen. Sie sprechen gerne von „verbal“ und „nonverbal“. Beide Worte gelten als „bildungssprachlich“. Demnach bedeutet „verbal“ „mithilfe der Sprache“ und nonverbal durch „Gestik, Mimik oder andere optische Zeichen.“ „Analog“ heißt hingen, dass ein Gefühl (noch) nicht in Sprache ausgedrückt und deshalb auch nicht in Sprache übertragen werden kann.
Warnung: Dies ist eine Original-Artikelserie © 2021 by Gebhard Roese, liebesverlag.de - alle Rechte vorbehalten.

Sieht man den Menschen ihre Gefühle an?

Dieses Model versucht, jegliche Emotionen zu unterdrücken
Ich wurde dieser Tage mit der Frage konfrontiert, wie „unsere Psyche“ mit „unserem Körper“ zusammenarbeitet.

Es ist ein Beispiel für die vielen einseitigen Betrachtungsweisen, die auf einem Irrtum beruhen: Unsere Vorfahren (wie auch andere Primaten) hatten bereits ähnliche Triebe und „Gefühle“, wie wir. Also taten sie etwas, was unter hoch entwickelten Säugetieren die Regel ist: Sie sprachen „durch ihren Körper“, also durch Haltung, Gestik, Mimik und dergleichen. Es geht also gar nicht darum, wie Emotionen, Geist und Körper „zusammenarbeiten“. Das ist nur eine technische Betrachtung des Menschen. Viel wichtiger ist, dass wir mithilfe der Körpersprache kommunizieren können - ebenso wie andere Primaten auch.

Also ist es kein „Selbstzweck“, wenn wir Gefühlsregungen in körperliche Reaktionen umsetzen. Es hat einen einzigen Sinn: sie für andere erkennbar zu machen. Was daraus entsteht, nennt man Kommunikation. Und da es nicht möglich ist, nicht zu kommunizieren, wenden wir uns damit an unsere Mitmenschen. Wir fordern sie also auf, auf unsere Gefühle zu reagieren, aber wir können andererseits nicht verhindern, dass sie uns ignorieren - auch das gehört zur Kommunikation.

Viele Wissenschaftler, die ansonsten sehr vernünftig sind, ignorieren die Zusammenhänge zwischen Trieben, Antrieben, Gefühlen und Körpersprache. Die Evolution wird sich kaum die Mühe gemacht haben, unsere inneren Antriebe „mitteln des Körpers“ nach außen zu senden, wenn dies nicht für uns nützlich gewesen wäre.

Dieser Artikel enthält Gedanken aus der umfassenden Betrachtung,der Gefühle, an der unser Autor gerade arbeitet.
Bild: © 2021 by Liebesverlag.de

Wie du gesehen wirst: Schlampe, Frau, Dame?

Die Erscheinung aus der Nähe, reduziert auf das Wesentliche
Wie wirst du gesehen? Als Person, als Dame, als Frau oder als Schlampe?

Ich frage noch einmal anders - wie erkennt dein Gegenüber, wer du bist? Woran bemisst sich deine Attraktivität? Woran erkennt jemand deine Ausstrahlung?

Interessiert? Dann mal los!

Hängt deine Attraktivität von der Kleidung ab?

Kleider machen Leute? Stimmt das eigentlich? Und wie verändert die Kleidung Frauen? Eine Behauptung der Frauenzeitschriften und der Modebloggerin geht dahin, dass die Attraktivität sehr abhängig davon ist, welche Oberbekleidung und welcher sichtbare Schmuck getragen wird – und sogar, welche Dessous.

In der feministischen Szene wird ebenfalls diskutiert, inwieweit die Kleidung Auswirkungen auf die körperliche Attraktivität hat. In ihr wird aber eher überlegt, ob sich Frauen deswegen bewusst unattraktiv, eher konservativ oder trotz aller Bedenken modisch-leger kleiden sollten.

Wir versuchen, die Sache zu klären.

Attraktiv sein – keine theoretische Frage

Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass niemand wirklich „unattraktiv“ sein möchte. Doch was macht unsere Attraktivität aus? Darüber gibt es ein absonderliches Flickwerk von Behauptungen, die allesamt wenig glaubwürdig sind. Daraufhin haben wir präzisiert: „Was macht die Attraktivität einer Frau aus, die an die Öffentlichkeit geht und dabei keine besonderen Absichten hat?“ Und als Zweites: Was zählt bei einer Verabredung, die zur Zweisamkeit führen soll, also bei einem „Date“?

Fünf Eigenschaften prägen deine Attraktivität

Im Grundsatz sind es fünf Eigenschaften, die dich (und auch die Männer unter euch) attraktiv machen:

Deine Erscheinung.
Dein Selbstbewusstsein.
Deine Körpersprache.
Das Gesicht als Ganzes.
Deine Kleidung und dein Schmuck.


Was ist die Erscheinung?

Die Erscheinung ist der Eindruck, den jemand anders aufgrund deines Auftretens spontan empfindest. Das Wichtigste: deine Erscheinung beim Eintreten in einen Raum, aber auch beim Stehen, Gehen, Sitzen und Liegen. Fazit: Die „Erscheinung“ ist auch auf größere Entfernungen erkennbar.

Wie äußert sich das Selbstbewusstsein?

Zwar ist das Selbstbewusstsein eine psychische Empfindung, aber sie strahlt über den Körper und die Sprache nach außen ab. Selbstbewusst und zugleich offen zu sein, ist die beste Kombination für ein Date und der erste Schritt dazu, respektiert zu werden. Fazit: Das Selbstbewusstsein zeigt sich im Verhalten oder im Umgang miteinander.

Was macht die Körpersprache?

Körpersprache hat jeder, auch wenn er still sitzt oder schweigt. Je nach Herkunft sprechen manche Menschen mit „großen Gesten“, andere mit kleinen Veränderungen der Gesichtsmuskulatur. Viele dieser Gesten wirken im Verborgenen, das heißt, weder du selbst noch dein Gegenüber „bemerken sie deutlich.“ Fazit: Die Körpersprache entscheidet grob über Sympathie, auch bereits über eine gewisse Entfernung.

Das Gesicht als Ganzes

Im Grunde ist das Gesicht der am deutlichsten „sprechende“ Teil unseres Wesens. Nicht nur die Augen gelten als „Spiegel der Seele“, auch Jugend und Reife sowie Ablehnung und Zuneigung zeigen sich am deutlichsten im Gesicht. Fazit: Das Gesicht zeigt die Erfahrungen und Emotionen, allerdings werden sie erst in der Nähe wirklich deutlich.

Kleidung und Haut

Die Kleidung muss natürlich zum Typus, den örtlichen Gepflogenheiten und zur „Figur“ passen. Während Männer sich wenig Gedanken darüber machen, wie viel Haut sie bei Begegnungen zeigen dürfen, achten Frauen besonders darauf, wie viel sichtbare oder erkennbare Haut nach außen drängt. Fazit: Kleidung kann die Person sowohl aufwerten wie auch abwerten, sie „macht“ die Person nicht aus.

Ebenfalls reduziert - eine ganze andere Ausstrahlung


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