Skip to content
Werbung Email:

HIV und Apps – Journalisten-Unfug um der Sensation willen

Apps zu Aids? Presse-Bullshit
Was haben Apps mit Aids zu tun? Die Presseleute wissen genau, was sie tun müssen: Eltern aufheizen, damit sie sorgenvoll auf ihre Kids gucken. Denn es liest sich sensationell, vor der Ausbreitung von Tripper, Syphilis und ganz aktuell auch HIV durch "Dating-Apps" zu warnen.

Das kriegen die Kids nämlich alles, denn „Dating-Apps befördern HIV-Epidemie unter Jugendlichen.“ Also gleich eine ganze Epidemie?

Der Weg führt stets über die britische Boulevardpresse

Die verwirrenden Informationen gehen immer gleiche Wege: Da wird irgendetwas veröffentlicht, oft sogar etwas Wertvolles- und dann landet es zunächst bei der britischen Presse, die sich als Megafon für jeden Schund eignet. Wenn die Originale lupenrein sauber sein sollten, wird schnell noch einer der Autoren/Autorinnen befragt, ob sie nicht ein bisschen mehr sagen könnten, und falls die Lippen nicht dicht bleiben, kommen dann Vermutungen dazu. Und am Ende landet es auf den Schreibtischen deutscher Online-Redakteure, wo dann die Überschriften solange angespitzt werden, bis sie mit dem Inhalt kaum noch übereinstimmen.

Mitmenschen, heute ist Welt AIDS Tag. Und der wird nicht zelebriert, damit sich ein paar Pressefritzen den schnellen Lorbeer einer Sensation ausruhen können.

Nein, im Westen ist im Moment keine neue Epidemie zu befürchten. Und ebenfalls nein, es gibt keinen beweis für die Zusammenhänge zwischen Apps und HIV.

Und überhaupt: Sexuell übertragbare Krankheiten werden nicht von Apps übertragen, sondern fast ausschließlich von Männern, die keine Kondome verwenden.

Weitere Informationen (mit darin enthaltenen Links zu den Originalinformationen):

Liebe Pur
Und ... natürlich ... in der Liebeszeitung - wo sonst?