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Und nun die Interrogativpronomen …

Jeder Kommunikationslehrer oder Rhetorik-Lehrer wird euch sagen, dass „W-Fragen“, besser „offene Fragen“ oder eben Fragen, die mit Interrogativpronomen beginnen, am Anfang jedes sinnvollen, offenen Gesprächs stehen. Sie sind – im Übrigen – auch die Schlüssel zu allen Problemen, die sich mit dem Verstand klären lassen.

Wichtig ist freilich, sie in der richtigen Reihenfolge zu stellen:

Was will ich (was ist es?)
Wie soll es dahingehen? (Wie ist es?)
Welche Bedeutung hat es für mich?


Offene Fragen für dich, wenn du einen Partner suchst

Die meisten Menschen machen einen von zwei wesentlichen Fehlern:

- Entweder sie fragen sich zu wenig oder zu einfach (ich will jemanden lieb haben). Tipp: Ergänzt solche Fragen an euch selbst immer mit den nächsten beiden. (Wie will ich lieben/geliebt werden, welche Bedeutung wird es für mich haben?)
- Oder aber sie fragen sich zu viel oder stellen sich zu komplizierte Fragen. Die komplizierteste aller Fragen beginnt leider auch mit „W“: „Warum?“ Tipp: Fragt stets „wie“ statt „warum“. Also: Statt „Warum suche ich einen Partner“ etwa „wie will ich mit dem neuen Partner leben?“

Die Frage nach dem "Warum" ist deswegen spekulativ, weil du keine konkreten Antworten finden wirst, sondern eine Vielfalt von Wunschvorstellungen berühren wirst, die mit deiner Suche wenig zu tun haben.

Hinweise: Die Webseite, von der ich die Anregung zu diesem Artikel bekam, enthält Werbung. Ich verlinke dennoch auf sie.

(1) Problem-Solving nach verschiedenen Methoden: Üblicherweise als „Problemanalyse (Abfragen des Problems, Soll-Ist-Vergleich), Entscheidungsanalyse und Analyse potenzieller Probleme

Warum ich Gender-Aktivistinnen gegenüber kritisch bin

Heute las ich einen an sich sehr interessanten Artikel, über Sexualpädagogik, der aber auch beweist, dass wir die „Sexualkundefrage“ differenziert betrachten müssen, wenn wir das Beste für alle wollen.

Die Sexual- und Reproduktionspädagogik im deutschsprachigen Raum ist einerseits einige Jahrzehnte lang überholt, und andererseits wird dieses ohnehin schon schüttere Wissen – in Schulen wie auch in den Medien – sehr mangelhaft kommuniziert.


Das ist zweifellos so. Was gelehrt wird, ist einfallslos, bruchstückartig und und es berücksichtigt nicht, dass wir alle Individuen sind und alles, was mit der Liebe zusammenhängt, höchst unterschiedlich empfinden. Der große Bogen zwischen Organen, Funktionen und Empfindungen wird nicht geschlossen – aber kann man das überhaupt erwarten?

Nun kommt aber etwas, das die meisten Schülerinnen und Schüler nicht sonderlich interessiert, von den „Genderisten“ aber immer wieder vorgebracht wird: „Gender als soziales Konstrukt“.

Schwierige Lage: viele Theorien, aber wo bliebt eigentlich das Individuum?

Ob sich jemand als Frau, Mann oder etwas anderes fühlt, hängt bekanntlich von zwei Kern- und mehreren Seiteneffekten ab: Natur, Sozialisation und der individuellen Erfahrung, wobei und bei wem sich jemand wohlfühlt. Der erste Teil, die Natur, ist gut erforscht, der zweite Teil, die Sozialisation, beruht auf weniger Fakten und auf mehr Annahmen, und der dritte Teil, das Wohlfühlen beim Sex, wird gar nicht erwähnt. Kann es auch nicht, weil im Grunde nur jeder selbst weiß, warum er sich selbst, seine Frauen, seinen Mann oder meinetwegen seinen Teddy liebt. Es ist auch ein Gebiet, auf dem die Forschung nichts mehr verloren hat, weil es zur Privatsphäre gehört.

Und insofern müssen wir wirklich nicht „auf Biegen oder Brechen“ über „Genderfragen“ reden. Toleranz gegenüber sich selbst und anderen reicht völlig.

Versuch und Irrtum ist nicht schlecht, sondern nötig

Ich will hier noch kurz etwas erwähnen: Wir alle lernen in allem, was wir tun und erleben können, durch „Versuch und Irrtum“. Würden wir es nicht tun, so müssten wir annehmen, dass unser Gehirn ein Automat ist, der. Einmal programmiert, nur das erfahren kann, was er im Programm gespeichert hat. Es ist also richtig, mit „Versuch und Irrtum“ zu arbeiten. Und das hat nichts mit den „patriarchalischen Machtstrukturen oder mit der sogenannten „Rape Culture“ zu tun.

Kommunikation ist mehr als Verteilung von Wissen

Ich bin ein Mann aus der Informatik. Und ich sage klar: Natürlich sind Information und Kommunikation die Mittel der Wahl, wenn es um den Erwerb und die Verteilung von Wissen geht. Aber ich sage auch: Kommunikation ist nicht das, was viele dafürhalten, nämlich Meinungs- und Gedankenaustausch. Wer da glaubt, ist 40 Jahre hinter dem Mond. Und Kommunikation ist in Wahrheit alles, was wir durch unser erkennbares Verhalten ausdrücken und übermitteln können.

Was letztendlich heißt: Auch Sex ist Kommunikation, und es ist für die Menschen eben Neuland, wenn sie beginnen, auf diese Weise zu kommunizieren.