Skip to content
Werbung Email:

Das Präservativ wird akzeptiert – und doch oft nicht benutzt

Kampagne "Auf gehts" in der Schweiz, Plakatwerbung
Das schweizerische Bundesamts für Gesundheit ließ kürzlich das Verhältnis der Bevölkerung zum Präservativ untersuchen. Dabei wurden 1019 Personen zwischen 16 und 60 Jahren befragt.

Das wichtigste Ergebnis (Originaltext, Quelle: BAG Schweiz )

Während insgesamt acht von zehn Befragten angeben, dass sich Sex mit Kondom für sie grundsätzlich sicherer anfühlt, sind es bei den Befragten, welche im letzten Jahr Sex mit einem nicht festen Partner oder einer nicht festen Partnerin hatten, sogar neun von zehn.

Demnach kommt das Kondom ausgezeichnet an, jedoch mit einer Einschränkung, denn 62 Prozent der Befragten gaben an, dass sie beim Geschlechtsverkehr mit Kondom weniger Lust verspürten. Dies gelte, so die Studie, vorwiegend für Männer im Alter zwischen 23 und 40 Jahren.

Was letztlich heißt: In der Theorie befürworten so gut wie alle Männer das Kondom, in der Praxis aber wollen eben doch viele den „unmittelbaren Genuss“, den nach ihrer Meinung nur der direkte Körperkontakt bietet.

Die neue Schweizer Kampagne zielt bewusst auf Jung und Alt, Hetero- und Homosexuelle und sie versucht, das Kondom schon dann in Erinnerung zu bringen, wenn der Gedanke an Sex auftritt.

Presse: Zum Beispiel in der NZZ.
News BAG (hier ist zugleich das Original-Dokument erhältlich).
Bild: aus der Kampagne. © 2019 by BAG, CH

Warum du auf Dating-Regeln sch… kannst

Auf Dating-Regeln kannst du nicht nur „nötigenfalls verzichten“, sondern du solltest sie auf jeden Fall alle ignorieren.Und falls du dich drastisch ausdrücken möchtest, sag ruhig: "Ich sch… drauf."

Wieso eigentlich? Beim Autofahren musst du doch auch Regeln einhalten?

Na klar, aber Autofahren muss deshalb Regeln folgen, weil wir alle sicher von A nach B kommen wollen. Deswegen lohnt es sich, nicht nur die üblichen Regeln zu beachten, sondern auch noch defensiv zu fahren.

Nur du entscheidest, wohin die Reise geht

Und genau daraus ergibt sich die einzige Regel, auf die du wirklich achten musst: deine körperliche und mentale Unversehrtheit. Die Regeln beim Autofahren sagen auch nicht aus, wo du hinfahren willst. Das entscheidest nur du.

Alle anderen Regeln sind eine Mischung aus angejahrtem Dating-Knigge, Pseudo-Erfahrungen, lächerlichen Volksweisheiten und Küchenpsychologie. Mehr steht übrigens in JETZT.

Kennenlernen folgt unsichtbaren Regeln

Und um es mal klar und deutlich zu sagen: „Das Kennenlernen“ ist ein Prozess, der überhaupt nur einer einzigen Regeln folgt. Das Einzige, was zählt: Ich will mir sicher sein, dass alles, was ich mit der Person, die mir gegenübersitzt, vorhabe, auch Realität werden kann. Und wenn nicht „alles“, dann doch möglichst viel.

Auch „Prozesse“ folgen gewissen Regeln – aber sie sind nicht so offenkundig, dass sie in Büchern oder gar Frauenzeitschriften stehen. Denn Prozesse entwickeln sich aus dem, was du schon weißt und dem, was jetzt dazu kommt. Da mischen sich Bewusstes und Unbewusstes, und letztendlich spielt auch die pure Ausschüttung von Botenstoffen eine Rolle. Und – machen wir uns nichts vor – auch die Gelegenheit, die Frau und Herr Partnersucher gerne mal beim Schopf ergreifen.

Wer versucht, sich an Regeln zu halten, wird sehr wahrscheinlich verlieren. Verhaltensregeln in der Liebe, der Lust und der Leidenschaft sind für Menschen gedacht, die nichts von Liebe, Lust und Leidenschaft verstehen. Wozu würde man sie sonst benötigen?

Und wirklich … das Einzige, was du für ein Date wirklich brauchst, ist das Taxigeld für die Rückfahrt, falls es „sehr spät wurde“ oder du dir den Kopf mit Sekt vollgeballert hast – und ein Kondom. Das benutzt du wie einen Regenschirm - sollte es nicht regnen, spannst du in nicht auf, sollte es aber regnen, bis du geschützt.

Alles andere klärt sich von selbst.